Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.



In our Time of Need
Szenen-Informationen
Charaktere Gast
Datum 3 Mai 1822
Ort Lazarett der Sphinx
Tageszeit Nachts
Crewmitglied der Sphinx
für 0 Gold gesucht
dabei seit Feb 2016
Zitat hinzufügen Zitieren
#21
„Das ist definitiv nicht die Art ‚wilde Nacht‘, an die ich mich erinnern will.“, entgegnete Liam ohne auch nur ein Anzeichen auf den Zügen, dass ihm etwas bestimmtes durch den Kopf ging.

Er nickte schwach. Nicht, weil es einen bestimmten Grund gab, sondern als Zeichen, dass er gehört hatte, dass sie etwas gesagt hatte. Doch just in diesem Moment hatte sich sein Geist abermals dazu entschlossen, einem Strudel Konkurrenz zu machen. Das schwache Schaukeln der Sphinx kam ihm übertrieben vor und zwang ihn jäh wieder dazu, all das, was er bei diesem vermaledeiten Fest zu sich genommen hatte, bei sich zu behalten. Er schloss die Augen, beugte sich nach vorne und versuchte sich statt auf das Wiegen des Meeres und die stechenden Schmerzen in seinem Oberarm auf Skadis Hand in seinen Haaren zu konzentrieren – mit mäßigem Erfolg. Als sie sich erhob, öffnete er die Augen einen Spalt breit und sah ihr für einen Sekundenbruchteil nach, bis er seinem Verstand wieder die Dunkelheit gönnte, nach der er verlangte.
Wo auch immer er gewesen war und wie lange Skadi gebraucht hatte – Liam hätte es nicht sagen können. Er zuckte zusammen, als ihre Stimme in seiner unmittelbaren Nähe ertönte und musterte das, was sie ihm vor die Nase hielt einen trägen Augenblick, ehe er den Gürtel über sein Bein legte und schließlich nach dem Fläschchen griff. Sie hätte ihm alles in die Hand drücken können. Er hätte es nicht hinterfragt. Zu groß war die Hoffnung, dass es all den Schmerzen endlich ein Ende bereiten würde. An Ermangelung einer weiteren Hand zog er den Korken mit den Zähnen, ließ ihn zu Boden fallen und machte nicht den Fehler, zuerst an der Tinktur zu riechen, bevor er das Fläschchen an die Lippen setze. Es war nicht einmal ein ganzer Schluck nötig, um ihn dank des scharfen, starken Geschmacks zum Husten zu bringen. Der Lockenkopf erschauderte und beugte sich angestrengt über den Kübel.

„Ich fürchte, dafür ist man nie bereit.“, gab er der Nordskov seine Zustimmung und zwang sich demonstrativ den Rest des Fläschchens hinunter.

Er wollte nicht hinsehen. Ihm lag ein weiteres ‚Danke‘ auf den Lippen, weil er sich nicht daran erinnerte, ob er ihr bereits für ihre Mühen gedankt hatte, doch Liam blieb stumm. Er hatte die Augen bereits in grausamer Erwartung zusammengekniffen, den Gürtel einfach um sein linkes Handgelenk gewickelt und die trügerische Hoffnung, ihn nicht zu brauchen. Jetzt noch, weil Skadi noch nicht angefangen hatte, in der Wunde herumzustochern.
Crewmitglied der Sphinx
für 0 Gold gesucht
dabei seit Nov 2015
Zitat hinzufügen Zitieren
#22
Ceallaghs hoffnungsvoller Einwand entlockte dem Dunkelhaarigen ein dreistes Schmunzeln. Er warf ihm einen amüsierten Seitenblick zu, der Unheil verkündete. Auch wenn es eher freundschaftliche Spöttelei war, die ihn zu der Antwort bewog und weniger das tatsächliche Vorhaben.

Ich bin keine zwölf mehr, Ceallagh. Also selbstverständlich würde ich das, wenn du betrunken in einer Ecke liegst.

Mit zwölf hätte er das immerhin nie getan. Damals war er weit weniger mutig als heute und auch weit weniger zu blödem Schabernack aufgelegt, sondern vielmehr zu ausgewachsenen Vergeltungsmaßnahmen.
Sein Blick wanderte jedoch weiter, ohne länger bei dem Gedanken zu bleiben. Über die Schwarzhaarige hinweg sah er sich unter Deck um, entdeckte zunächst den etwas abwesend wirkenden Fremden mit der blassen Haut, der an der Schiffswand lehnte und dann Skadi, die an ihnen vorbei huschte, um irgendetwas zu holen. Dort, wo sie hergekommen war, saß ein miserabel aussehender Liam, dessen Anblick einen Anflug von Sorge in dem jungen Captain aufkeimen ließ.
Als die Jägerin erneut an ihm vorbei kam, war Lucien deshalb drauf und dran, sie aufzuhalten und auszufragen. Doch bevor er auch nur den Mund öffnen konnte, lenkte Shanaya seine Aufmerksamkeit zurück auf sie und Ceallagh, indem sie ihm ohne Umschweife ihr Werkzeug in die Hand drückte. Das Döschen mit der Nadel klapperte bösartig und die tiefgrünen Augen begegneten mit einem Hauch sichtbarem Unbehagen ihrem vielsagenden Blick. Dennoch zog er eine Braue in die Höhe.

Hm, jetzt frage ich mich natürlich, ob du so nett zu mir warst, weil ich dein Captain bin – oder weil du mich gern hast.“ Trockene Belustigung lag in seiner Stimme, aber er wartete nicht auf eine Antwort, sondern fuhr kurzerhand fort. „Kriegst du ihn allein gebändigt? Dann sehe ich kurz nach den anderen.

Er zweifelte nicht wirklich daran. Ceallagh machte eher den Eindruck, für die Notversorgung dankbar zu sein und würde sich wohl kaum mit Händen und Füßen zur Wehr setzen. Und darüber hinaus wirkte er zumindest noch so kräftig, dass er aufrecht sitzen und ein paar Witze zur Ablenkung reißen konnte. Er hatte also noch nicht so viel Blut verloren, dass es seinem Hirn schadete. Vermutlich.
Luciens Blick huschte kurz zu dem Blonden hinüber und ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen.

Wenn du die Prozedur überlebst – wobei ich mir da jetzt doch nicht mehr so sicher bin – steht die Sache mit dem Rum. Auch wenn der nicht viel besser sein wird, als das Zeug da.


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste