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Who can say what happens next
Greo & Shanaya
Szenen-Informationen
Charaktere Gast
Datum 12 April 1822
Ort An Deck der Sphinx
Tageszeit Mittags
Crewmitglied der Sphinx
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dabei seit Nov 2015
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#21
Ihre eigene Hand kribbelte etwas von dem Schlag auf Greos Bein. Nichts, was in wenigen Momenten nicht wieder überstanden war. Die kurze Anspannung des Mannes kommentierte sie jedoch nicht, hielt nur weiter das zuversichtliche Lächeln auf den Lippen aufrecht. Bei seinen Worten lachte sie schließlich, wog leicht den Kopf.

Das hat dir sicher nicht geschadet, oder?“

Sie lachte leise. Ihre Mutter hatte ihr nie ein Haar gekrümmt. Sie war schon immer schwach gewesen, in jeder Hinsicht. Das hatte ihr Mann übernommen. Oder eher die Schläger ihres Manne. Aber diese Zeiten waren vorbei, keiner von ihnen hatte ihr noch irgendetwas zu sagen.

Da ist deine Einschätzung schon ganz richtig. Aber...“ Sie seufzte leise. „Wenn ich ganz viel Glück habe, krallt meine Familie sich bald einen Adelstitel...“

Wie viel Glück sie darüber wirklich empfand, klang deutlich in ihrer Stimme mit.

Aber das ist glücklicherweise nicht mehr meine Welt.“ Eine kurze Pause, ehe sie Greo mit neugierigem Blick bedachte. „Du hast einen guten Draht zu deiner Familie, oder?“

Crewmitglied der Sphinx
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#22
Sie grinste viel. Greo fragte sich, wie viel davon tiefgehend und aufrichtig war, und wie viel sie sich davon als Maske über das Gesicht zog. Sicher, sie machte einen durchweg verschmitzten Eindruck auf ihn – wenn sie nicht rasend wurde – aber konnte ein Mensch tatsächlich so viel Heiterkeit verströmen? Nicht, dass er zwischen lauter Sauertöpfen aufgewachsen war, aber manchmal war ihm das fast ein bisschen unheimlich. Trotzdem: im Großen und Ganzen mochte er das doch.

„Einen Adelstitel?“


Er pfiff kurz durch die Zähne, aber wahre Anerkennung sprach nicht aus seinem Blick. Denn einerseits gab er nicht viel auf große Titel, andererseits wirkte sie selbst nicht sonderlich begeistert.

„Muss ich dich dann mit ‚Eure Hoheit‘ anreden oder wirst du dann gewalttätig?“

Greo stupste das Holzschaf mit seinem Fuß an. Auf ihre Frage hin zeichnete sich ein Lächeln auf seine Lippen und er lachte, so ehrlich, dass die Grübchen in seinen Wangen Schatten bildeten. Wenn er lachte war es, als würde auf seinem Gesicht die Sonne erblühen.

„Machst du Witze? Guter Draht? Meine Familie ist die beste, die ich haben könnte. Laut, leise, nachdenklich, arbeitsam, chaotisch – von allem was dabei.“
Crewmitglied der Sphinx
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#23
Darauf bestehe ich doch schon längst!“

Shanaya lachte, neigte dann leicht den Kopf.

Ich warte noch auf den roten Teppich, den ihr für mich ausrollt.“

Die Schwarzhaarige schnaufte leise, der Ton ihrer Stimme würde ihm aber wohl deutlich machen, dass diese Worte nicht ernst meinte. Vermutlich wurde sie wirklich gewalttätig, wenn jemand auf diese Idee kam.
Wieder stubste der Dunkelhaarige das Schaf an, lächelte dann. Und der Ausdruck auf seinen Zügen ließ auch Shanayas Lächeln noch einen Hauch wärmer werden. Er lächelte viel zu selten auf so eine Art und Weise. Das sollte er öfter tun.

Das freut mich für dich. Sie erwarten dich bestimmt schon, oder?“

Vielleicht galt seiner Familie ja ein Brief, den er schreiben wollte. Umso mehr weckte es das Verlangen in der jungen Frau, ihm bei diesem Vorhaben zu helfen, wo sie nur konnte.
Crewmitglied der Sphinx
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#24
„Warte ab, dann mach ich das noch.“,

warf er dazwischen, kaum, dass sie von dem Teppich gesprochen hatte und ihm ein Bild der Aktion vor Augen getreten war.
Möglicherweise war ein Krönchen ein neckisches Geschenk, das er ihr irgendwann mal machen konnte, wenn auch mit der Befürchtung, dass sie es dann rachsüchtig an eine Körperstelle von ihm stopfte, wo er es nicht haben wollte. Was war das für eine Familie, die offenbar alles hatte und ihr Kind trotzdem mit dem, was sie tat, forttrieb? Freilich kannte Greo nicht Shanayas Beweggründe für ihr Leben auf See, aber er hatte die Vermutung, dass sie einfach hatte ausbrechen wollen.
Greo nahm das Holzschaf an sich, schob sich zurück, bis er sich wo anlehnen konnte und ließ es zwischen den Händen herumgleiten. Sein Lächeln gefror dabei zusehends. Ein kehliger Laut presste sich zwischen seinen Lippen hervor und er hob leicht eine Braue.

„Ich schätze eher, sie haben mich schon für tot erklärt.“,

sagte er mit starrem Blick auf das Holzschaf und schloss es zwischen den Fingern der rechten Hand ein. Seine Stimme wurde immer leiser.

„Sie haben seit zwei Jahren nichts von mir gehört. Ich glaube nicht, dass irgendeine meiner Nachrichten ankommt.“

Er zog die Nase kraus und nahm wieder seinen gewohnt gemütlich-brummigen Ton an. Er sah kurz zum Himmel, ließ den Kopf dann zurückgelehnt zur Seite fallen und schaute sie ruhig an.

„Hast du denn Kontakt? Ich mein… zu irgendwem von früher?“

Crewmitglied der Sphinx
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#25
Der Blick, den Shanaya Greo bei seiner Antwort zuwarf, sprach Bände. Sollte er ruhig tun, wenn er mit den Konsequenzen leben konnte! Sie traute es dem Dunkelhaarigen dennoch zu. Sie musste also mit allem rechnen.
Als Greo etwas von ihr wegrutschte um sich anzulehnen neigte die Schwarzhaarige den Kopf ein wenig zur Seite, ihre Miene wurde bei seinen nächsten Worten beinahe ein wenig besorgt. Sie glaubten, er sei tot? Shanaya beobachtete ruhig, wie Greo das Schaf ein wenig fester hielt, seufzte dann leise, als er weiter sprach. Einen Moment schloss sie die Augen, ehe sie beide Hände zu Fäusten geballt in die Luft streckte, dem Mann dabei ein hoch motiviertes Grinsen zuwarf.

Umso wichtiger ist es dann also, dass wir ihnen eine Nachricht von dir zukommen lassen! Wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen!“

Es war nicht unmöglich, man musste sich nur ein wenig reinhängen. Sie ließ die Arme bei Greos Frage wieder sinken, lachte und schüttelte dabei deutlich den Kopf.

Zum Glück nicht. Die können mir gestohlen bleiben.“
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#26
Der flüchtige Moment von Bitterkeit löste sich wie eine Dampfwolke auf und hinterließ einen Greo, dem sich große Leere in der Brust breit machte. Das war aber an für sich nichts Schlimmes – denn diese Leere konnte gefüllt werden. Mit einem Lächeln, mit der Freude, die aus Freundschaft gewonnen wurde. Sie spülte durch ihn durch und gurgelte bis zu seinem Hals hoch, um sich schließlich in einem Glucksen zu entladen.

„Danke.“,

sagte Greo so leise, dass es kaum zu hören war, während er sie nach wie vor mit dem zurückgelehnten Kopf anlinste und leicht lächelte. Dann stieg er auf den Wagen der Gelassenheit auf, mit dem sie daherkam, biss sich mit der unteren Zahnreihe auf die Oberlippe, zog die Stirn kraus und weitete gespielt schockiert die Augen. Er machte selten derart dämliche Grimassen, aber er fand sie angemessen,

„Uh, dann… dann machst du dir einfach andere Leute zu deiner Familie. Kannst zu uns kommen.“, plauderte er und hob leicht die Schultern an. „Weißt schon. Auf ein Maul mehr oder weniger…“
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#27
Shanayas Lächeln konnte kaum noch breiter werden, also blieb der Ausdruck auch bei Greos beinahe gehauchtem Dank der selbe – voller Zuversicht. Sie würde sich etwas ausdenken. Und wenn sie selbst einen Boten engagierte, der diesen Weg auf sich nahm. Es war dem Dunkelhaarigen wirklich wichtig... und das konnte sie nicht so einfach auf sich sitzen lassen. Solch eine Herausforderung ging gewiss nicht an ihr vorbei. Sie nickte also nur auf die Antwort des Mannes hin, amüsierte sich dann im nächsten Moment aber schon wieder über seine Grimasse. Sein Angebot ließ sie dann leicht grüblerisch die Miene verziehen, die Schwarzhaarige tippte sich locker mit einem Finger gegen die Lippen. Hmm.

Mein großer Bruder Greo. Das klingt nach etwas, was mir gefallen würde.“

Nur den winzigen Hauch einer Sekunde flackerte ein Bild vor ihrem Auge auf. Ein großer Bruder, über den sie sich gewiss nicht freuen würde. Aber er war in keiner Art und Weise mit dem Mann vor ihr zu vergleichen.

Sag das nicht zu laut. Wenn ich will, esse ich für vier.“
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#28
Das war nur ein halber Witz gewesen. Greo war es von Kind auf gewohnt, dass nicht nur die Familie auf der Farm ein gemeinsames Leben führte, sondern dass auch die Angestellten ein fester Bestandteil des täglichen Miteinanders waren und zumeist mehr oder weniger schnell als Vertraute akzeptiert wurden. Es kam drauf an, wie anständig sie sich hielten. Dementsprechend war er auf dem Meer skeptischer gegenüber den Menschen – seine Geschichte hatte ihm wohl oder übel einen Dorn von Misstrauen ins Hirn gepflanzt. Seine Heimat war weiß Gott kein Paradies in dem Sinne, dass Friede, Freude und Eierkuchen herrschte. Aber hier waren der Schlag gröber, hinterhältiger. Immerhin hatte sich seine Freundin, die hier bei ihm saß, als durchaus loyal und gut zu ihm erwiesen. Das war zumindest sein Eindruck.

„Mach das ruhig.“, meinte er und zuckte erneut die Schultern. Wenn sie für vier aß, verspeiste sie doch gerade mal so viel wie er. „Meine Ma erstickt jeden an ihrem mütterlichen Busen, der für sie zur Familie gehört.“

Er schmunzelte in sich hinein und musste nicht nur an die eher hagere Frau denken, die ihn geboren hatte, sondern auch an die dralle Köchin und Haushälterin, die ihm gleichermaßen Mutterfigur gewesen war. In Gedanken an die beiden verstaute er das Schaf in einem Beutel seines Gürtels, jedoch nicht, ohne es vorher sorgfältig in ein breites Band einzuschlagen.

„Allerdings glaube ich nicht, dass dir das sesshafte Leben an Land noch zusagt.“
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#29
Shanaya versuchte sich Greos Heimat vorzustellen, seine Familie. Eine gesellige Runde und der Dunkelhaarige mittendrin. Er gehörte also zu den Menschen, für die die Familie irgendwie alles war. Umso mehr drängte sich ihr eine Frage auf. Die Frage nach dem Wieso. Wenn er doch eine liebende Familie hatte... was machte er dann in diesem Teil der Welt? Wieso war er nicht dort, wo man auf ihn wartete? Sie lachte jedoch erst einmal auf seine Worte hin.

Es muss ein gutes Gefühl sein zu wissen, dass man irgendwo erwartet wird.“

Ein warmes Lächeln galt Greo, untermalte, dass sie ihre Worte ernst meinte. Vielleicht schwang auch ein Hauch Sehnsucht in ihrer Stimme mit. Das hatte sie sich viele Jahre gewünscht. Bis zu einem gewissen Punkt, ab dem sie verstanden hatte, dass sie ihres eigenes Glückes Schmied war. Trotzdem freute sie sich für Greo darüber.

Absolut nicht. Solange du und deine Familie also nicht plant, auf ein Schiff umzuziehen...“

Die junge Frau lachte bei diesem Bild, das sich in ihrem Kopf bildete. Eine muntere Familie mit einem Haufen Tiere, die über die Meere schipperte. Der Gedanke gefiel ihr.

Und du kannst nicht schnell genug aufs Festland kommen, oder?“
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#30
Sein Blick tanzte über die Linien ihres Gesichtes. Er fragte sich, wo es sie noch hinziehen würde, jetzt, da sie sich für das Meer, die Unendlichkeit der Wellen und all die fremden Lande entschieden hatte, statt in ihrer Heimat zu verbleiben. Vermutlich hätte sie da irgendwann der politischen oder wirtschaftlichen Beziehungen der Familie zuliebe aussichtsreich heiraten müssen. Das blieb ihr hier erspart, ihre Zukunft gehörte ihr allein. Greo wusste genau, wo er sich in zehn Jahren sah – bei Shanaya war das ein Dunst aus miteinander verschwommenen Möglichkeiten. Er hob das Kinn und schob den Unterkiefer schelmisch lächelnd vor.

„Stimmt schon.“,

bestätigte er und lächelte nur milde über die Vorstellung, seine Familie würde auf das Meer umsteigen. Die monatelange Fahrt nach Elanora hin hatte ihnen eher jede Lust aufs Wasser verdorben.

„Ertappt. Die See ist nett. Das rote Land hingegen… hinreißend.“,

meinte er nur. Gedankenverloren knibbelte er an einem Fussel herum, der sich an der Seitennaht seiner Hose gelöst hatte.

„Nenn‘ mir einen Ort, wo du jetzt sofort sein wolltest. Außer dem Meer.“




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