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Who can say what happens next
Greo & Shanaya
Szenen-Informationen
Charaktere Gast
Datum 12 April 1822
Ort An Deck der Sphinx
Tageszeit Mittags
Crewmitglied der Sphinx
für 60 Gold gesucht
dabei seit Nov 2015
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#11
Nur kurz huschten die blauen Augen zu dem Stück Papier, das Greo verschwinden ließ. Sie fragte nicht weiter nach, irgendetwas schien damit zu sein. Stattdessen reagierte sie auf seine kleine Geste, ließ sich neben ihn sinken und richtete den blauen Blick zur Seite, um ihn anblicken zu können.

Das sieht aber nicht jeder so.“ Sie grinste, allein schon bei dem Gedanken die Menschen, die sie als Eisklotz bezeichnet hatten. Sie hatten so absolut keine Ahnung von ihr. Anders als Greo, wie es schien. „Tja, da muss erst ein kleines Zuckerstück auftauchen und dich beschenken!“

Sie grinste vielsagend, während Greo das kleine Tier noch ein wenig genauer betrachtete. Seine Frage ließ sie dann ein wenig grübeln.

Etwas, von dem du glaubst, dass es mir gefällt.“

Ein kurzes Nicken. Sie hatte nie ein Geschenk bekommen. Zumindest kein ernst gemeintes. Umso schwerer war diese Frage zu beantworten.
Crewmitglied der Sphinx
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#12
Er lehnte sich mit den Armen locker auf beide Knie, die er nun angezogen hatte, hielt das Schaf vor sie und setzte ein verschmitztes Gesicht auf.

„Dann musst du dich wohl sehr verändert haben, wenn dich mal jemand als Eisklotz bezeichnet hat, und du dich nun als Zuckerstück betrachtest.“ Er drehte das Schaf mit zwei Fingern im Kreis. „Aber das hier ist wirklich sehr nett.“

Er stellte das kleine Tier vor sie beide, wo es strammstand, als erwarte es einen Befehl. Greo schmunzelte.

„Diese Antwort ist nicht sonderlich zufriedenstellend. Aber ich schätze, das macht ein Geschenk aus. Dass man von selbst drauf kommt und sich Gedanken macht, nicht?“


Einen Moment lang überlegte er und schaute in die Takelage hoch.

„Navigationsbesteck vielleicht. Ein Zirkel oder so… nichts, was meine Mittel erlauben, fürchte ich.“

Crewmitglied der Sphinx
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#13
Das siehst du falsch. Ich war schon immer aus purem Zucker – das weiß nur nicht jeder zu würdigen.“

Sie zwinkerte dem Dunkelhaarigen munter zu. Sie zeigte halt nicht jedem, wie sie sein konnte. Es hatte schlicht und ergreifend nicht jeder verdient. Ganz anders Greo. Der verdiente auch ein kleines Geschenk. Besagter Mann stellte das Schaf vor sie, Shanaya lächelte darüber.

Ganz genau, du hast es erkannt! Es wäre ja langweilig, wenn ich dir etwas vorschlage und du läuft los und besorgst genau das!“

Seine nächsten Worte ließen sie den Ellenbogen heben, ihm locker gegen seinen Arm stoßen.

Es sind die kleinen Dinge, Greo! So etwas.“

Sie deutete auf das kleine Schaf. Sie war nicht materialistisch, und vermutlich hätte sie sich selbst einfach über die Geste gefreut, hätte der Dunkelhaarige ihr ein leeres Blatt Papier geschenkt.
Crewmitglied der Sphinx
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#14
„Weil es ja auch so einfach ist, in dieser reich bevölkerten Umgebung, die im Überfluss lebt, etwas zu besorgen.“,

antwortete er mit einem Zwinkern in den Augen und beobachtete das kleine Holzschaf, das einem Soldaten gleich vor ihnen parierte. Er stupste es mit dem Zeigefinger an.

„Beinahe so gut wie ein richtiges.“,


meinte er, neigte den Kopf ein wenig zur Seite und betrachtete die Konturen des Figürchens zufrieden. Greo schwieg eine Weile. Der Zettel in seiner Tasche schien Hitze auszuströmen und er überlegte, wie das Anliegen, dass ihn nun schon eine Weile beschäftigte, einmal vorbringen konnte, ohne impertinent zu sein. Er kaute sich ein wenig auf der Innenseite seiner Wangen, bevor er zu sprechen begann:

„Du, kann ich dich mal was fragen? Zu deiner Herkunft?“

Crewmitglied der Sphinx
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#15
Shanaya wog nur leicht den Kopf auf die Worte des Mannes, der sich im nächsten Moment schon wieder dem Schaf zuwandte und es anstubste. Auf seine nächsten Worte hin lachte die junge Frau leise, nickte dann noch einmal.

Fehlt nur noch, dass es Geräusche macht. Dann hättest du etwas Heimat dabei.“

Das folgende Schweigen nahm die junge Frau so hin, schloß einen Moment die Augen und hob die Nase kurz in den sachten Wind und erst als Greos Stimme wieder an ihre Ohren drang, richtete die junge Frau den Blick wieder zu dem Dunkelhaarigen herum. Seine Frage ließ sie zuerst ein wenig überrascht blinzeln. Damit hatte sie nicht gerechnet. Aber auch wenn sie nicht wusste, was er sie fragen wollte... eines wusste sie genau. Selbst wenn sie ihm vielleicht nicht jede Frage beantworten würde... anlügen würde sie ihn nicht.

Frag, was du fragen möchtest und ich überlege mir die Antwort.“

Dem Älteren galt ein warmes Lächeln. Er gehörte definitiv zu denen, denen sie mehr Fragen beantworten würde als dem ganzen, großen Rest.
Crewmitglied der Sphinx
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#16
„Du bist auf keinem Bauernhof aufgewachsen, oder?“, fragte er zögerlich und schaute auf seine Hände. „Anders als ich. Ich mein, du hast eine höhere Bildung genossen, nicht?“

Sein Ton klang neutral, denn er wollte seine eigene Herkunft nicht herabwürdigen durch das, was er sagte. Er schämte sich keineswegs, dass die schulischen Mittel und Förderungen in der Wüste eines Koloniallandes begrenzt waren und er als Kind des Hinterlandes somit lediglich solides Grundwissen besaß. Das wusste sie aber alles in diesem Umfang nicht, und er wusste nicht, wie er diesen Teil seines Lebens ansprechen sollte, ohne auch mit dem ganzen Rest herauszurücken, der damit zusammenhing.

„Und du kennst dich in dieser Welt wahrscheinlich besser aus als ich. Ich bin noch nicht so lange… hm hier.“

Er sah angestrengt aus. Es fiel ihm schwer seine konfusen Gedanken zu ordnen. Vielleicht war es einfacher, wenn er nicht versuchte auf seine Ausdrucksweise zu achten. Er ging in einen Schneidersitz über und drehte sich ihr zu. Dabei zog er sich den Zettel aus der Tasche und hielt ihn fest.

„Hatte deine Familie Kontakt zu Inseln anderer Welten oder… ich weiß nicht, kennst du Mittel, wie man Informationen über so weite Entfernungen erhalten kann?“


Er wedelte etwas nach Worten ringend mit der Hand durch die Luft.

„Ich meine… ich schicke Briefe, ich halte Ausschau, aber weiß der Himmel ob etwas davon ankommt und es gibt ein paar Dinge, die ich gerne in Erfahrung bringen würde. Unsereins ist in dieser Hinsicht aber ein wenig eingeschränkt. In unseren Ressourcen und… vielleicht auch dem Wissen um die Möglichkeiten.“

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#17
Ganz leicht hob Shanaya bei den ersten Worten des Mannes eine Augenbraue. Auf einem Bauernhof? Mit seinen nächsten Worten konnte sie ein leises Lachen nicht unterdrücken, zuckte dann locker mit einer Schulter.

Ich fürchte, ich habe eine höhere Bildung erhalten als der Großteil der Crew.“ Und auch, wenn ihre Antwort in diesem Moment unendlich arrogant klingen mochte... es war schlicht eine Tatsache, die sie ausnahmsweise nicht einmal wertend ausgesprochen hatte. „Aber manchmal wäre es mir lieber gewesen, ich wäre auf einem Bauernhof aufgewachsen.“

Da hätte sich niemand darüber beschwert, wenn ihre Kleidung zwei, drei Staubfusel aufzuweisen hatte. Diese Fragen verwirrten sie aber doch etwas, also wartete die Schwarzhaarige auf weitere, auf die Worte, dass sie sich hier vermutlich besser auskannte, nickte sie nur in ruhiger Zustimmung. Als nächstes wandte er sich ihr ganz zu, zog den Zettel, den er zuvor versteckt hatte, hervor und ließ die junge Frau damit aufmerken. Hm... Seine nächste Frage und die Worte darauf ließen sie den Kopf leicht zur Seite neigen. Das war... schwierig. Gab es überhaupt irgendwie eine Sicherheit, dass derlei Briefe an ihrem Ziel ankamen? Sie wollte den Dunkelhaarigen nicht enttäuschen... allerdings wusste sie in diesem Moment auch keine wirkliche Antwort, die dies umgehen würde. Immerhin war es schwer, eine Antwort zu bekommen, wenn man ständig unterwegs war.
Mit einem leisen, nachdenklichen Brummen hob sie die Hand an den Kopf, kratzte sich kurz und verzog die Lippen dann ebenso grüblerisch. Gab es da eine Möglichkeit?

Ist es denn eine große Distanz, über die du diese Briefe schickst? Vielleicht...“ Ihre Idee erschien ihr nur logisch, wenn die Entfernung passte. Aber vielleicht half es Greo irgendwie. „Würde es dir helfen, wenn du unsere nächsten Ziele kennst? Dann könntest du sie in einen Brief schreiben – und vielleicht hätte der Empfänger dann die Chance, die eine Antwort zukommen zu lassen?“
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#18
Einerseits fiel es ihm schwer, etwas über seine Wünsche und Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen, was über das Mittagessen und seine Hängematte hinaus ging. Auf der anderen Seite war ihm Shanaya mittlerweile recht vertraut – zumindest bildete er sich das ein – und er hatte den Eindruck ihr nicht nur etwas verraten zu können, sondern auch, dass sie genug Grips und Erfahrung hatte, um ihm den ein oder anderen Tipp zu geben. Von daher war es gut, dass sie in etwas höheren Kreisen aufgewachsen war, dachte er, obgleich sie nicht allzu begeistert von ihrer Herkunft schien. Er ließ das zunächst unkommentiert.
Doch wie er ihr schweigsam ins Gesicht blickte und zuhörte, veränderte sich seine Mimik von hoffnungsvoller Wachsamkeit in minimalsten Zügen zu nüchterner Enttäuschung. Freilich konnte sie nichts dafür. Es wäre einfach zu schön gewesen.

„Ach… nein, ich denke…wie wäre es… sagen wir mal mit fünf, vielleicht sechs Welten…?“
, erwiderte er leise und zerknüllte mit Blick auf seine Füße den Zettel zwischen beiden Händen. „Egal… es wäre nicht gut, meinen Aufenthalt zu verraten.“

Greo kaute mit in sich gekehrtem Blick auf seiner Unterlippe herum und starrte das Schaf an. Sein Brustkorb schien zu implodieren. Der Druck war unerträglich. Zischend atmete er ein und aus, griff nach der Figur und hielt sie sich nah vor das Gesicht.

„Danke aber.“, meinte er, ohne die Augen von dem kleinen Kopf des Schafes abzuwenden. Er brauchte einen kurzen Moment, bevor er wieder zu Sprechen anfing, weiterhin das Geschenk fixierend. „Was meinst du mit: du wärst lieber auf einem Bauernhof aufgewachsen?“
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#19
Shanaya verzog bei den Worten des Mannes leicht eine Miene. Okay... so viel Distanz war wirklich... schwierig. Eine Welt oder zwei hätte man vielleicht irgendwie überbrückt bekommen, aber so... ihr entging auch nicht, wie der Dunkelhaarige das Schaf erneut anblickte. Mit diesem Anblick zog sich ein breites Grinsen auf die Lippen der jungen Frau. Sie wartete noch seinen Dank ab, ehe sie die Aufmerksamkeit des Mannes mit einem kräftigen Schlag mit flacher Hand auf sein Bein wieder auf sich zog. Das klappte immer. In ihrem Blick lag absolute Zuversicht, genau wie der Ton ihrer Stimme keinen Platz für Zweifel ließ.

Das kriegen wir schon hin. Ich überleg mir was!“

Seine Frage, wieso sie lieber an einem anderen Ort aufgewachsen wäre, ließ das Lächeln ein wenig schwinden, es verschwand jedoch nicht ganz.

Es passt einfach nicht zu mir, immer in hoch sauberen Kleidchen herum zu laufen, darauf zu achten, dass ich bloß nicht dreckig werde... So ein Leben hat gewiss Nachteile... aber für mich würden da definitiv die Vorteile überwiegen.“
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#20
Greo zuckte unwillkürlich zusammen, als sie ihm aufs Bein pfefferte und versuchte das Zucken im Arm zu unterdrücken, das ihn reflexartig zur Abwehr zwang. Das kurze Spannen der Nacken in Kiefern und Muskeln löste sich schnell wieder und er lächelte sie beinahe scheu an. Ihre Präsenz schlug manchmal über ihn ein wie eine Welle, die ihn unter Wasser drückte – gleichzeitig konnte ihre Euphorie unheimlich ansteckend sein und zog ihn wieder an die Oberfläche. Und er wolle so gerne zuversichtlich sein.
Greo beobachtete sorgfältig ihre Reaktion, die eine winzige Veränderung in ihrem Gesicht bewirkte. Das musste auf die eine oder andere Weise ein wunder Punkt sein. Doch das hatte er ja bereits geahnt.

„Na ja, mit einem Kochlöffel werfen konnte meine Ma auch.“, gluckste Greo und hob die Schultern. „Aber du hast vermutlich Recht.“

Er musterte sie einen Moment.

„Ich kann mir dich wirklich nicht in einem feinen Kleid vorstellen. Oder in marmornen Hallen. Ich kenn dich allerdings noch nicht lange, also was heißt das schon.“


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