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This is not Goodbye
Ceallagh, Gregory, Shanya & Talin
Szenen-Informationen
Charaktere Gast
Datum 11 Mai 1822
Ort Im Hafen/auf der Sphinx
Tageszeit Nachts
Crewmitglied der Sphinx
für 60 Gold gesucht
dabei seit Nov 2015
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#2
Eins. Zwei. Drei. Mit nur wenigen Schritten überbrückte Ceallagh die Distanz zu den beiden Frauen und ließ den Blick von Shanaya auf Talin und dann wieder zurück gleiten. Er handelte, statt zu denken. “Tief einatmen und Luft anhalten.“ Vorsichtig platzierte er sich neben den schwachen Körper Shanayas, ging in die Hocke und nahm sie der Blonden neben sich ab. Ignorierte für den Augenblick den beißenden Schmerz in seiner Schulter, kaum dass die Last ihres Körpers auf seinen Unterarmen ruhte. Shanaya war leicht wie eine Feder, die geradewegs ein ausgiebiges Wasserbad genommen hatte. Ein Brummen verließ seine Kehle, kaum dass er das leise Wispern der Navigatorin aufgeschnappt und mit ernster Miene zu Talin hinab gesehen hatte. Beide Beine verletzt? Prüfend huschten die grünblauen Augen den Pier hinab, während er sich bereits zum Gehen herum wandte und auf die Planken zusteuerte. “Wir sollten aufbrechen. So schnell wie möglich.“, flüsterte er Talin mit starren Lippen zu, als könne ihn aus der Ferne irgendjemand beobachten. Sollten beide Beine verletzt sein, war das für ihn kein zufälliger Gewaltakt. Man hatte sie bewusst bewegungsunfähig gemacht. Das warum war für ihn in Anbetracht ihrer jüngsten Vergangenheit so ziemlich zweitrangig. Als er Gregory auf halber Strecke der Planken erkannte, nickte er ihn mit einer überdeutlichen Bewegung seines Kopfes wieder zurück aufs Schiff. Hielt die Dunkelhaarige nach wie vor vorsichtig, aber sicher in den Armen, deren Atem nur schwach gegen seine Brust stieß. “Ich bring sie zu dir runter. Schusswunde und womöglich tiefer Stich.“ Zumindest wenn er den feuchten Zustand seines Unterarms in Betracht zog, dessen überzogener, dunkler Stoffärmel sich immer mehr mit dem Blut der Navigatorin vollsog.

Mit Erleichterung spürte sie, wie das Gewicht auf ihrem Arm nachließ, als Ceallagh ihr Shanaya abnahm. Die Blonde schwankte kurz, bevor sie sich wieder fing und die Dunkelhaarige mit besorgtem Blick musterte. Sie sah zu dem Mann hoch, der sie so einfach vom Boden gehoben hatte und runzelte leicht die Stirn, bevor sie zustimmend nickte. „Ihr anderes Bein konnte ihr Gewicht tragen. Vielleicht sind es zwei Verletzungen an einem,“ meinte sie, als sie neben Ceallagh zurück zum Schiff eilte. Ihr Blick fiel auf Gregory, der, kaum das er gesehen hatte, wie Ceallagh das Mädchen hochgehoben hatte, stehen geblieben war und jetzt mit einem Nicken schnell verschwand. Er musste das Lazarett fertig machen. Sie brauchten Licht. Weit mehr davon, als sie hier draußen zur Verfügung hatten. Talin ließ den Mann mit seiner Fracht die Planke zuerst hochgehen, damit sie eventuelle Verfolger bekämpfen konnte. Aber es regte sich nichts. Entweder Shanaya war mit ihren Wunden schnell genug gewesen oder sie hatte die Angreifer getötet. So oder so es blieb leer auf dem Kai und beruhigter lief die junge Frau den beiden anderen hinterher. Flink überholte sie Ceallagh, um ihm die Tür zum Lazarett zu öffnen. Dabei fiel ihr Blick wieder auf das Mädchen. „Shanaya, komm schon, Liebes. Ich kann dich nicht mehr summen hören. Bist du noch wach?“ Ansonsten würde sie sie auf sehr uncharmante Art und Weise wecken.

Alle Geräusche wurden allmählich dumpfer. Stimmen, die so nah waren, klangen unendlich weit entfernt. Als sie hoch gehoben wurde, Shanaya wusste nicht einmal von wem, ging nur ein leichtes Zucken durch ihren Körper, ohne sich jedoch groß zu wehren. Ihr Kopf sank kraftlos gegen eine Schulter, während die Schwarzhaarige versuchte, irgendwie wach zu bleiben. Sie suchte in ihrer Erinnerung nach den letzten Stunden. Nach etwas, dass sie genug aufwühlen würde, damit sie nicht das Bewusstsein verlor. Es half nur nichts, und auch die Stimme, die ihren Namen aussprach – wenn sie sich das nicht einbildete – war nur ein leises Rauschen, irgendwo in der Ferne. Ihr Mund öffnete sich, es verließ jedoch kein Ton ihre Lippen. Jeder Gedanke klammerte sich an irgendeine Erinnerung, damit der Schmerz auch nur eines dieser fernen Empfinden wurde.

Manchmal vergaß er, wie unfassbar schwer kleine Menschen werden konnten, wenn ihre Körperspannung einmal nachgelassen hatte. Mit jedem weiteren Schritt wog Shanayas Körper wie ein kleiner Minielefant und zog an seiner Schulter mit solcher Wucht, dass ihm schier übel wurde. "Für die nächsten Tage wirst du auf Diät gesetzt, meine Liebe. Du wiegst eine Tonne." Es war vielleicht ein schwacher Versuch die Dunkelhaarige zurück in die Realität zu holen, während sie in seinen Armen allmählich dahindämmerte und der Blutverlust alsbald ihr "kleinstes" Problem sein würde. Blieb zu hoffen, dass dieser Schiffsarzt magische Hände besaß und sie schnellstmöglich zusammenflicken konnte. "Hey... nicht einschlafen, hörst du?" Noch ehe Ceallagh die Worte aussprach, hob er unter einem heftigen Ziehen Shanayas Körper auf das Krankenbett vor sich. Umfasste ihre Schultern mit sicherem Griff, da sie allmählich schlapp wie ein toter Fisch auf die Unterlage glitt.

Sie schlug die Augen nicht auf, reagiert nicht einmal wirklich auf Talins Worte. Für einen Moment hoffte die Blonde, Shanaya würde auf Ceallaghs Spott reagieren, aber auch darauf kam keine schlagfertige Antwort. Die junge Frau trat einen Schritt zurück, als der Mann die Dunkelhaarige auf das Krankenbett legte. Er ging so dermaßen sanft mit ihr um, dass Talin kurz davor war sich die Haare zu raufen. Hatte sie es auf diese Art denn nicht gerade eben schon probiert? Für einen Moment sah sie sich nach Gregory um, bevor sie die Zähne frustriert zusammenbiss. Mit ruppiger Ungeduld schob sie Ceallagh zur Seite und holte dann aus, um Shanaya eine Ohrfeige zu geben. „Wenn du einschläfst, stirbst du. Also bleib wach, hörst du mich, Shanaya?!?"

Einatmen, ausatmen. Und dabei irgendwie versuchen, so bei Sinnen zu bleiben, dass sie nicht die Kontrolle verlor. Dabei lockte diese umarmende Dunkelheit sie in einen Frieden, in dem der Schmerz weit entfernt war. Trotzdem kämpfte Shanaya dagegen an, versuchte sich an irgendwelche Gedanken zu klammern, um nicht das Bewusstsein zu verlieren. Egal was, und war es noch so banal.
Die Stimmen um sie herum waren dumpfe Geräusche, als wären sie weit weg. Und auch, wie sie abgelegt wurde, spürte sie nur, konnte diesen Gedanken jedoch nicht zu ordnen. Erst, als erneut Schmerz in ihrer Wange aufflammte, kam ein Teil ihres Bewusstseins zurück. Shanaya blinzelte, hob die zittrige Hand und fuhr sich mit den müden Fingern über das kalte Gesicht. Talins Stimme schien noch immer weit weg, der Sinn dahinter sickerte dennoch langsam in Shanayas Verstand. Wach bleiben, um jeden Preis. Die junge Frau rang sich ein Nicken ab, fasste die beiden abwechselnd ins Auge. Sie lenkten sie sicher mehr ab als die braune Schiffsdecke über ihr.


Nachrichten in diesem Thema
This is not Goodbye - von Shanaya Árashi - 26.04.2020, 13:11
RE: This is not Goodbye - von Shanaya Árashi - 03.01.2021, 15:19

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