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Kapitel 9 - Der Ruf der Königin
Crewmitglied der Sphinx
für 0 Gold gesucht
dabei seit Feb 2016
Tatsächlich gab sich der Junge nun besonders viel Mühe, nur leise in den Stoff der Plüschratte zu wimmern, wie man es ihm aufgetragen hatte. Insgesamt war er zu sehr mit seiner Angst beschäftigt, als dass er das, was folgte, wirklich mitgerissen hätte. Ein Rufen in der Ferne und plötzliche Aufregung bei den drei Erwachsenen, die sich bereiterklärt hatten, ihm zu helfen. Der Vierte war noch immer verschwunden. Die plötzliche Stimmungsänderung drückte ihm die Eingeweide unangenehm tief in die Magengrube. Dass es jetzt aber um etwas zu gehen schien, war ihm nicht nur wegen der eindringlichen Warnung der Blonden bewusst, auf die er lediglich tonlos nickte und das Plüschtier förmlich umklammerte. Angsterfüllt folgte er der kleinen Gruppe, bis sich eine Kutsche in ihr Sichtfeld schob. Noch bevor er die Gestalt seiner Schwester dabei erkannte, wie sie versuchte, sich aus dem Griff eines Mannes zu befreien, hatte die Blonde ihm schon die Hand auf den Mund gedrückt. Dementsprechend konnte er nur den Arm ausstrecken und auf sie zeigen. Sie mussten etwas tun! Die Freude, dass sie noch lebte, war blitzschnell überschattet von der Gewissheit, dass es nicht mehr lang sein würde, wenn sie sie nicht retteten. Doch er ließ sich bereitwillig und eingeschüchtert nach hinten drängen, während ihm die Tränen längst wieder über die Wange strömten.
Ohne Zeugen.. Liam verzog die Lippen, weil ihm durchaus bewusst war, dass die Männer in Schwarz und er gerade einen kleinen aber gravierenden Interessenskonflikt hatten. Bei allen Welten, wo blieben die anderen? Hatten sie ihn nicht gehört? So langsam wurde die Sache nämlich wirklich brenzlig und dem zahnigen Grinsen des Mannes zufolge, der sich süffisant zu ihm hinüberbeugte, als würde er sein nächstes Opfer inspizieren, würde er sich nicht auf einen ‚Ich habe nichts gesehen – ihr habt nichts gesehen‘-Deal einlassen. Vor allem, weil Liam sie gegebenenfalls bereits um eine schnelle, saubere Flucht gebracht hatte. Gerade, als er gedehnt Luft geholt hatte, um den anderen noch ein paar Sekunden mehr zu verschaffen, bevor er anfangen musste, die Sache verbal etwas in die Länge zu ziehen, tauchte tatsächlich Cassy auf und begann, erstaunlich überzeugend loszuzetern, dass sogar Liam sie einen kurzen Moment lediglich anstarrte. Dann allerdings nahm die Sache Fahrt auf und der erste Mann ging unter dem Pistolenknauf Pers zu Boden. Das Mädchen schien im ersten Moment ebenso überrascht wie Liam (der eigentlich nur darauf gewartet hatte) und wurde im nächsten Moment bereits von den beiden Jungs gepackt, während sich Per an den nächsten Händler wandte, der sich zwangsläufig von Liam hatte abwenden müssen. Langsam glitt die Hand des Mannes zu seiner Waffe, ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen, während er – noch immer mit einem Grinsen auf den Lippen, dass aber nicht mehr ganz so sicher wirkte – den Blick des Piraten auffing. Liam hatte gemerkt, dass sich der Griff um seinen Arm gefestigt hatte, kaum dass der erste der Männer zu Boden gegangen war. Als Rayons Ruf ertönte, duckte er sich erst einmal zur Seite, als er die Axt auf sie zukommen sah, doch sie verfehlte ihr Ziel in dem Sinne nicht, dass sie den Sklavenhändler traf, der ihn bis gerade noch festgehalten hatte. Dank der Ablenkung war es ein leichtes, sich aus dem Griff zu befreien. Statt sich direkt wieder dem Mann zuzuwenden, machte der Lockenkopf einen Schritt zur Seite, durchtrennte auch die andere Seite der Zügel und verpasste dem Tier einen kurzen Schlag auf die Seite, das geradewegs nach vorne durchging. Der Bandit, der noch von der ersten Wurfaxt abgelenkt gewesen war, taumelte abermals zur Seite, um dem Pferd auszuweichen, dass Liam genug Zeit ließ, seinen Degen zu zücken. Er war nah genug dran, um den Mann davon abzuhalten, gefahrlos seine Waffe zu ziehen. Leider aber auch absolut entschlossen, ihn nicht umzubringen, wenn es nicht absolut nötig war.
Die Kinder hingegen zuckten auffällig zusammen und zerrten das Mädchen nur noch unsanfter davon, kaum dass die Stimme hinter ihnen verlauten ließ, dass man sie bemerkt hatte. „Lasst uns in Ruhe!“, rief einer von ihnen, bevor er seine Freunde dazu antrieb, schneller zu machen, doch das Mädchen wehrte sich.
Gleichzeitig ertönte ein Fluchen ihres Anführers, als seine Waffe zu Boden sauste und ihn unbewaffnet zurückließ. Er knurrte unzufrieden, bloß um im nächsten Moment voller Wucht umgerannt zu werden, während seine Aufmerksamkeit eigentlich noch auf dem Piraten direkt vor ihm gelegen hatte. Noch bevor er sich orientiert hatte, saß der Pirat auf ihm und er spürte die scharfe Klinge eines Messers an seiner Haut kratzen.

„Was wollt ihr, verflucht!“, stieß er abfällig aus und erwiderte den Blick des Hünen. Seine Atmung ging flach und tatsächlich machte er keine Anstalten, sich zu wehren, um das Metall nicht in einer undurchdachten Bewegung tiefer in seine Haut zu treiben. „Wir gehen nur unseren Geschäften nach. Wenn ich meine ausgerissene Nichte nun also wieder zur Vernunft bringen dürfte.“
„Schwachsinn. Das sind Sklavenhändler.“, rief Liam Rayon entgegen, der die Worte des Mannes am Boden vernommen hatte. Dieser knirschte nur zornig mit den Zähnen.



{ Rayon & Cassy & Per & Straßenkinder & Sklavenhändler | Friedhof }
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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Greo - 01.05.2022, 20:42
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 07.05.2022, 14:44
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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Cole O Shea - 06.07.2023, 13:59
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 09.08.2023, 18:53
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 13.10.2023, 11:55
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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Liam Casey - 03.02.2024, 16:35
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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 04.04.2024, 09:00

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