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Kapitel 9 - Der Ruf der Königin
Crewmitglied der Sphinx
für 545 Gold gesucht
dabei seit May 2019
“Nun… je nach Menge, dürfte es durchaus schwerwerden.“,entgegnete Ceallagh vergnügt und ignorierte den Umstand, dass sein Kumpan etwas zu lange an dem Ei herum nestelte, das schimmernd halb hinter ihnen stand. Sicherlich würde das hier in totalem Chaos enden, das las er Lucien regelrecht an der Nasenspitze an. Und er wäre geneigt gewesen sich einen alternativen Plan einfallen zu lassen, doch etwas erregte urplötzlich seine Neugierte. Ein Zipfel vergilbten Papiers, das sich nur ein paar Buchseiten später als eine handschriftliche Notiz entpuppte. Interessant. Gebannt senkten sich die blau-grünen Augen auf die Lettern, sprangen Zeile um Zeile hinab, bis Ceallagh die Augenbrauen fragend zusammen zog und seine Aufmerksamkeit von seiner Entdeckung auf die Umstehenden richtete. Lucien war noch immer mit dem Ei beschäftigt, der kleine Junge und die anderen beobachteten gebannt das Schauspiel Soulas und Riegan hofierte mit einem viel zu protzigen Ego. Etwas, dass Ceallagh mit kitzelnder Erleichterung feststellte, während er den Zettel zwischen den Buchseiten sorgsam mit zwei Fingern zusammen faltete. Ganz sicher würde er dieses Schriftstück nicht hier lassen, ganz gleich wie wenig er in diesem Moment wirklich davon verstand. Es schrie viel zu sehr nach einem Rätsel, das es zu knacken galt.
Und fast im rechten Moment schob er sich das kleine Stück Papier in die versteckte Tasche an seinem Hosenbund, als der Lärm vom Schankraum aus ertönte. Die doppelte Naht hatte ihm so manches Mal den Arsch gerettet, wenn er Kleinigkeiten ungesehen verschwinden lassen musste, die er nicht geradewegs in den Brustbeutel stecken konnte. Zu gern hätte er auch das kleine Ei darin verstaut, das Lucien mit funkelndem Blick begutachtet hatte. Doch der Lärm ein paar Etagen unter ihnen würde nicht ausreichen, um für so viel Ablenkung zu sorgen. Erst Recht nicht, wenn der verbliebene Wachposten an der Tür argwöhnisch zu ihnen hinüber schielte. Ceallagh hob beschwichtigend beide Hände. Klappte damit das Buch geräuschvoll zusammen, das nun zwischen seinen Fingern ruhte und weitaus weniger interessant gewesen war, als vermutet.
Unter den kritischen Augen schob er den Schinken wieder zurück ins Regal. Beobachtete wie sein Gegenüber, von Riegan angewiesen, missmutig schnaubend seinen Posten verließ und die Treppen mit ein paar weiteren in Richtung Schankraum hinab stieg.

“Klingt nach dem Beginn einer märchenhaften Schlägerei.“, witzelte Ceallagh und verschränkte dabei die Arme vor der Brust. Immerhin war das ja nichts unübliches, oder nicht? Vollkommen unverfänglich. Ganz davon abgesehen, dass sie damit rein gar nichts zu tun hatten. Auch wenn der Blick des kleinen Jungen etwas anderes behauptete, den er auf Lucien gerichtet hielt.
Sanft stieß Ceallagh seinen Kapitän mit einem Ellenbogen in die Seite. Musterte ihn aus dem Augenwinkeln und grinste vergnügt, als habe er sich in seinem Leben nichts Schlimmeres zu Schulden kommen lassen, als die frisch gebackenen Obstkuchen vom Fensterbrett zu klauen.
“In dessen Haut will ich jetzt nicht stecken. Der Schankwirk hatte Arme wie ein Baumstamm.“ Was nicht einmal gelogen war. Wenn der Bär ausholte, wischte man sich noch stundenlang den Schlaf aus den Augen. Nicht, dass ihn der Tumult unterhalb besonders interessierte. Doch er konnte eines absolut nicht leugne, hätten ihn Lucien und Soula danach gefragt: wenn die Lage dort unten richtig hoch kochte, war es vielleicht eben jene Ablenkung die sie im Ernstfall brauchten. Und die Tür sah robust genug aus, um die restlichen Leibwächter davon abzuhalten, zurück in das Zimmer zu gelangen.

[Ostya - nördliches Hafenviertel | Riegans Büro | Lucian, Soula und Cole]
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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Greo - 01.05.2022, 20:42
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Greo - 14.05.2022, 10:14
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Greo - 30.05.2022, 20:06
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