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Kapitel 9 - Der Ruf der Königin
Crewmitglied der Sphinx
für Gold gesucht
dabei seit Dec 2014
Ein Hauch von Spannung ...
Ausgerechnet der unheimliche Mann mit dieser gruseligen Narbe war es, der den Jungen als erstes ansprach. Und obgleich seine Worte zwar etwas schroff, aber keineswegs abweisend klangen, zuckte das Kind derart heftig zusammen, als hätte man mit dem Rohrstock nach ihm ausgeholt. Mit einem panischen Flackern in den Augen riss er den Blick herum, richtete ihn auf Peregryne – um die Gefahr rechtzeitig kommen sehen zu können, falls sich der Mann gegen ihn wandte. Und auch seine Hände zuckten unwillkürlich ineinander verschränkt an seine Brust, als wolle er damit demonstrieren, bloß nichts dergleichen Erwähntes im Sinn zu haben.
Hatte er tatsächlich nicht. Trotzdem wagte er es im ersten Moment nicht, auf die Aufforderung oder die Frage, die daraufhin der zweite Mann im Bunde stellte, zu antworten. Er traute sich nicht einmal wirklich zu atmen, um nur nicht versehentlich eine falsche Bewegung zu machen, die einer der drei als verdächtig hätte einstufen können. Erst, als die junge Frau sich schließlich an ihn wandte, folgte er ihrer Aufforderung, tief Luft zu holen, indem er erst einmal überhaupt wieder anfing, zu atmen. Ein Anflug von Hoffnung erschien auf seinen kindlichen Zügen, als nach und nach die Erkenntnis bei ihm angelangte, dass man tatsächlich gewillt war, ihm zuzuhören. Also wagte er es nach kurzem Zögern, sein Anliegen wieder aufzugreifen und zu berichten, was passiert war.
Als Erstes schüttelte er den Kopf, kurz nur, bevor er den Blick auf Greo richtete. „Nein, sie ist nicht vor der Taverne. Sie ist... Liron und seine Truppe haben uns am Hafen aufgelauert. Wir hatten mal ein bisschen Glück und haben von einem der Fischer dort etwas zu Essen geschenkt bekommen. Und als wir damit nach Hause wollten, standen sie plötzlich da! Er ist einer von den Kindern, die im Südwesten leben und spielt sich immer als großer Anführer seiner bekloppten Kumpanen auf.“ Ein Hauch frustrierter Wut schwang in seiner Stimme mit. Etwas, das danach klang, als schleppe er die Abneigung gegen Liron schon sein halbes Leben lang mit sich. „Sie haben Aja einfach gepackt und gelacht und sie mitgenommen und ich konnte nichts dagegen tun! Zwei von ihnen haben mich festgehalten und die anderen fünf haben sie weggezerrt und ich glaube, sie sind Richtung Friedhof gegangen. Ich habe keine Ahnung, was sie mit ihr vorhaben! Und es sind einfach zu viele. Ich kann sie nicht alleine besiegen. Bitte. Ich brauche Hilfe“, schloss er schließlich mit zitternder Stimme und sah dann von einem Gesicht zum anderen. Hoffentlich... hoffentlich hatte er nicht seine Zeit verschwendet, indem er die ganze Geschichte erzählte – nur, damit sie ihn nun doch fortschickten. Aber welche Wahl hatte er denn auch?

Spielleitung für Peregryne, Greo & Cassy
(Rayon & Liam)


Als Josiahs leiser Pfiff ertönte und der Rappe neben ihm ob des hohen Lauts den Kopf hochriss, erstarb urplötzlich jede Bewegung im Unterholz. Als hätte das Tier, welches auch immer darin nach Essbarem stöberte, das Kommen der Kutschen gar nicht bemerkt und erstarre jetzt angesichts der unerwarteten Bedrohung. Eine Bewegung und der potenzielle Beutegreifer könnte es erspähen.
Kein Blättchen regte sich, als die vorderste Kutsche die Baumreihe erreichte und obwohl alle vier Piraten mehr oder weniger aufmerksam geworden waren und die Umgebung mit wachen Augen prüften, war im dichten Blattwerk keine Sillhouette auszumachen. Dafür standen Baum und Busch zu eng beieinander und das dichte Grün verbarg zuverlässig jede mögliche Bedrohung.
Bis zu dem Augenblick, da die erste Kutsche, auf der neben Alex inzwischen auch ein Trevor Platz genommen hatte, an den ersten Bäumen vorbeigerollt war. Urplötzlich ertönte ein Schrei aus dem Unterholz, ein Schuss knallte ohrenbetäubend laut und von einem Moment auf den anderen brach das Unheil über sie herein. Die beiden Pferde, die die vorderste Kutsche zogen, bäumten sich unter schrillem Gewieher auf, rissen dem Kutscher die Zügel aus den schlaffen Fingern, als dieser mit einem leisen Stöhnen vom Kutschbock fiel und schwer auf der Straße aufschlug. Ein riesiger roter Fleck färbte das Hemd auf Höhe seiner Brust.
Dann stürmte eine Gruppe vermummter Männer aus dem Unterholz und richtete noch im Anlaufen ihre Pistolen auf Kutscher und Piraten. Das war das Letzte, worauf Trevor und Alex ihre Aufmerksamkeit hatten richten können, bevor die beiden Pferde, die ihre Kutsche zogen, vor Panik durchgingen und die beiden Männer samt Transportgut mit sich rissen. In gestrecktem Galopp stürmten sie die Allee zwischen den Lavendelfeldern entlang und entfernten sich mit jeder Sekunde weiter vom Rest ihrer Gruppe.
Bevor sich jedoch die Pferde der zweiten Kutsche ihren Artgenossen anschließen konnten, sprang einer der Vermummten vor ihnen auf den Weg und packte sie bei den Zügeln, sodass sie lediglich gegen ihre Geschirre zur Seite auswichen und Zairyms und Torcs Kutsche bedrohlich ins Wanken geriet – gerade, als der Kutscher seine Flinte gehoben hatte, um einem der heranstürmenden Angreifer ins Gesicht zu schießen. Die Kugel verfehlte ihr Ziel, schlug gut drei Meter über dem Boden in einen Baum ein und Torc setzte hektisch dazu an, nachzuladen.
Die Pferde der dritten Kutsche brachen zur Seite aus, in dem erfolglosen Versuch, quer über das Lavendelfeld zu türmen, und rissen Josiah damit beinahe von den Füßen, der ihnen zuallererst ausweichen musste, bevor er irgendetwas anderes tun konnte. Gleichzeitig geriet er damit unvermittelt hinter Tier und Wagen in Deckung, während der Mann auf dem Kutschbock von einer weiteren herumfliegenden Kugel getroffen wurde und mit leerem Blick und einem hässlichen Loch im Schädel nach hinten auf die Ladefläche sackte.
Zehn Männer waren es, die aus dem Schatten der Bäume stürzten. In lange, schwarze Wachsmäntel gehüllt und mit Tüchern verhüllt, die sie bis unter die Augen gezogen hatten. Hüte und Kapuzen verdeckten ihre Gesichter und jeder von ihnen trug eine Pistole und einen Degen an der Seite. Lediglich vier der Männer hatten Schüsse abgefeuert, die übrigen Pistolen stellten nach wie vor tödliche Gefahren dar.

Spielleitung für Josiah, Zairym, Alex & Trevor


Immer noch regte sich die alte Ladenbesitzerin nicht, gab nur ein leises Stöhnen von sich. Offenbar war der Schlag, den Talin der Dame verpasst hatte, härter gewesen, als gedacht. Oder die Verfassung der guten Frau deutlich schlechter, als auf den erste Blick ersichtlich.
Gefahr drohte den beiden Piratinnen dafür aus einer ganz anderen Richtung. Gerade, als Shanaya auf Höhe ihrer Begleiterin angekommen war, hörten beide das Geräusch einer aufschwingenden Tür aus der oberen Etage. Dann hallte eine dünne Männerstimme durch den stillen Kartenladen: „Madame Pompes, ich habe Ihnen Ihren Tee mitgebracht!“ Das Klappern von Geschirr untermalte diese Ankündigung, als am Geländer über der Treppe die erstaunlich kleine Gestalt von Madame Pompes Angestelltem erschien. Er hatte den Blick noch für einen Moment auf das Tablett mit dem Teeservice darauf gerichtet, um ja nichts des kostbaren Getränks auf die noch kostbareren Karten zu verschütten, bevor er den Kopf hob und verdutzt stehen blieb. Das Erste, was er sah, war die Gestalt seiner Arbeitsgeberin, die vor der offenen – und leeren – Vitrine lag. Dann zuckte sein Kopf herum und entdeckte die beiden Frauen, die auf der anderen Seite der Theke standen. Im nächsten Moment ließ er vor Entsetzen das Tablett fallen, dessen Fracht mit ohrenbetäubendem Scheppern auf dem Boden zerschellte. „DIEBE!!! DIEBE!!!"

Spielleitung für Shanaya & Talin


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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Greo - 01.05.2022, 20:42
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 07.05.2022, 14:44
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RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 04.12.2023, 22:28
RE: Kapitel 9 - Der Ruf der Königin - von Soula Veniel - 04.04.2024, 09:00

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