04.09.2022, 14:52
Eine verwaise Schweißperle bahnte sich ihren Weg über Coles Schläfe, kitzelte kurz an seinem Ohrläppchen, ehe sie an seinem Hals herunterrollte und schließlich vom Stoff seines einfachen Hemdes aufgesogen wurde. Es war nicht besonders heiß an diesem Tag, zumindest nicht so außergewöhnlich, dass man sich über die Hitze beschweren müsste. Doch es herrschte eine drückende Schwüle, die in dem Jungen das dringlicher werdende Bedürfnis hervorrief, ins nächstgelegene Gewässer zu springen. Die Luft in der Schenke war mitnichten angenehmer. Getränkt mit einer Mischung aus Zigarrenrauch, Alkoholgeruch und Schweiß war sie so dick, dass man sie eher mit der Klinge hätte zerschneiden können, als damit seine Lungen zu füllen. Insbesondere dann, wenn man, wie Cole, den ganzen Tag auf den Beinen gewesen war.
Der blonde Junge hätte sich gerne, und sei es nur für eine Minute gewesen, an den Tresen gesetzt und den Wirt um einen Schluck Wasser gebeten. Am Morgen hatte er bei genau diesem Mann wieder einmal einen Auftrag angeleiert. Keine besonders anspruchsvolle Mission, doch mit einer angemessenen Vergütung. Dann aber hatten die Dinge ihren Lauf genommen und Cole hatte mehr Gelegenheit als erhofft bekommen, sich nützlich zu machen. Den halben Tag lang hatte er sich Laufbursche verdingt und von einfachen Botengängen, übers Flaschenschleppen bis hin zum Putzen allerhand Arbeiten verrichtet, die sonst keiner machen wollte. Der Blonde beschwerte sich nicht. Ein paar Extramünzen waren schließlich immer willkommen und die Arbeit bot ihm die Gelegenheit, ein paar hilfreiche Kontakte zu knüpfen. Außerdem mochte er raue Atmosphäre, die in der Spelunke herrschte und die in einem befremdlichen Kontrast zu dem Gefühl stand, das ihn beschlich, wenn er daran dachte, was im oberen Geschoss hinter verschlossenen Türen vonstatten ging. In diesem Moment aber hätte er wirklich gern eine kurze Pause gemacht.
Hätte. Denn der zerschlissene Hosenboden des Jungen hatte den Hocker vor der Bar noch nicht einmal berührt, als der Dicke ihn, einmal mehr an diesem Tag, barsch anfuhr. Eigentlich war er gar nicht besonders dick, sondern in erster Linie nur groß und kräftig, was man eigentlich, jedenfalls aus Coles Perspektive gesehen, über die meisten Männer sagen konnte. Dass der Blonde dieses Exemplar innerlich trotzdem so getauft hatte, lag wohl weniger daran, dass ihm dessen wirklicher Namen nicht bekannt war, sondern war viel mehr der Tatsache geschuldet, dass der dunkel gekleidete Mann mit der rauen Stimme eine derart ungemütliche Ausstrahlung hatte, dass er in dem Jungen ein mulmiges Gefühl auslöste. Nicht, dass Cole das jemals zugegeben hätte! Nein, nicht einmal sich selbst gegenüber. Er behalf sich lieber damit, dem Dicken in Gedanken dämliche Spitznamen zu geben und sich vorzustellen, wie hinter dessen kräftigen, mahlenden Kiefern und stechenden Augen ein winziges Erbsenhirn hauste, das mit allem, was über das Speichellecken für den großen Bossmann hinausging, heillos überfordert war.
‚Schon gut, du Pummelotto!‘, quittierte Cole dessen Ausbruch – rein in Gedanken natürlich, auch wenn er das letzte Wort stumm mit den Lippen formte und anschließend seine liebe Mühe damit hatte, das Grinsen zu unterdrücken, dass sich auf dieselbigen stehlen wollte. Schon stand der Junge wieder und wischte sich mit der Handkante den Schweiß von der Stirn, während sein Blick, den wilden Gesten des Dicken folgend, auf besagte Gäste fiel. Zwei Männer und eine Frau, die für diese Absteige eigentlich viel zu hübsch war, als dass er sich vorstellen konnte, dass sie in irgendeiner Weise in dunkle Machenschaften verwickelt war. Aber was verstand Cole schon davon? Er war nur hier, um sich ein paar Münzen zu verdienen und einen guten Eindruck bei gewissen Drahtziehern zu hinterlassen. Also flitzte er ohne weitere Umschweife in Richtung der hölzernen Treppe und schlängelte sich wie selbstverständlich an dem dort positionierten Wachmann vorbei, der zwar grimmig dreinblickte, aber dennoch hundertmal sympathischer wirkte, als der Dicke vor der Theke.
Mit leichten Schritten, denn viel mehr hätte sein Federgewicht auch nicht hergegeben, sprang der Blonde die leise knarrenden Stufen hinauf bis hin zur obersten Tür, deren Zutritt den meisten Menschen zeitlebens verwehrt blieb. Für den kleinen Jungen mit den zerzausten Haaren jedoch unterschied sich diese Tür nicht von anderen in diesem Gebäude, die er schon etliche Male durchschritten hatte. Vonseiten der Wachen, die hier Stellung bezogen hatten, um unerwünschte Gäste fernzuhalten, stieß er dabei auf wenig Widerstand.
„Nachricht für den Boss.“
Die mit einem freundlichen Lächeln ausgesprochenen Worte dienten eher als Information denn als Bitte um Einlass. Zur Antwort erhielt Cole ein knappes Nicken, ehe ihm die Tür geöffnet wurde und er hindurch flutschen konnte. Der Junge mochte die beiden irgendwie. Sie schauten zwar genauso grimmig durch die Gegend wie ihr Kollege am Fuß der Treppe, aber das gehörte wohl auch einfach zu ihrem Job. Trotzdem schien irgendetwas an ihrer Ausstrahlung dem Jungen gegenüber freundlich gesonnen zu sein. Jedenfalls freundlicher als vielen anderen.
Mit gestrafften Schultern spazierte Cole inzwischen unbekümmert den schmalen Korridor im oberen Geschoss entlang und ließ den Blick aus einem der Fenster schweifen, die eine Aussicht auf das Dach des Gebäudes unter einem beinahe wolkenlosen Himmel freigaben, ehe er sich gestattete, die feindselige Atmosphäre zu registrieren, die das nächste Paar Wachen vor der doppelflügeligen Tür am Ende des Flurs ausstrahlten. Im Gegensatz zu ihren Kollegen zuvor schien es diese beiden weniger zu interessieren, dass sie den blonden Jungen bereits öfter zu Gesicht bekommen hatten. Ein selbstbewusster Blick allein reichte offenbar nicht aus, um die beiden davon zu überzeugen, dass er hier oben durchaus etwas verloren hatte. Stattdessen schienen sie dem Jungen etwa soviel Aufmerksamkeit zu schenken, wie einer lästigen Fliege, die man solange ignorierte, bis sie einem ins Gesichts schwirrte. Also schwirrte Cole – mit Worten natürlich, den Flügel hatte er ja nicht.
„Nachricht für den Boss“,
wiederholte er seine letzten Worte so unbekümmert wie er konnte, noch bevor er, einige Schritte Sicherheitsabstand wahrend, vor den beiden Männern zum Stehen kam. Einen Moment lang schaute er die Wachen direkt an, dann aber ließ er seinen Blick wieder aus einem Fenster schweifen, während er auf Antwort wartete und versuchte, die leichte Aufregung, die sich mit einem Kribbeln über seinen Nacken legte, zu ignorieren oder sich wenigstens nicht anmerken zu lassen. Egal wie oft er dieses Zimmer noch betreten mochte, er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Habseligkeiten und Schätze, die der der Boss hier zur Schau stellte, jemals ihre faszinierende Wirkung auf ihn verlieren würden. Tatsächlich verspürte Cole eine gewisse Ehrfurcht vor dem Reichtum und der Macht dieses Mannes und dieses Gefühl wurde nur bestärkt von den eisernen Blicken, die gerade auf ihm lagen und ihn mit einem Misstrauen musterten, das so kalt war, dass er einen Moment lang glaubte, die stickige Wärme sei einer kühlen Brise gewichen. Also tat der Junge, was er oft tat, wenn er sich ein wenig unwohl fühlte und schob noch ein breites Lächeln hinterher. Ein Lächeln, an dem Tapfer festhielt, bis ihm etliche ewig scheinende Sekunden später mit einem dumpfen Murren, von dem er nicht sicher war ob es von einem der Wachen oder aber der Tür kam, endlich dieselbige geöffnet wurde.
Cole musste sich selbst bremsen, um nicht kurzerhand loszuspringen. Die beiden Wachen hatte er bereits vergessen, sobald er sie hinter sich gelassen und den ersten Fuß in das geräumige Zimmer gesetzt hatte. Nun schlängelte er sich im Versuch, seinen Übermut im Zaum zu halten, mit kurzen Schritten um die Tische, die hier platziert waren, und hatte nur Augen für das, was ihn in der hinteren Nische des Raumes erwartete. Für Cole war das weniger der durchaus ansehnliche Schreibtisch vom Bossmann, als vielmehr, was sich dahinter verbarg: ein für das Verständnis des Straßenjungen unermesslicher Reichtum, präsentiert auf prunkvollen Kommoden, die die gesamte Länge der Wände einnahmen. Gold, Schmuck, Edelsteine und andere wertvolle Schätze, es gab wohl kaum etwas, dass dieser Mann nicht besaß. Während Coles leuchtende Augen von einer Kostbarkeit zur anderen wanderten, vergaß er sogar für einen Moment den eigentlichen Grund, der ihn hierher verschleppt hatte. Aber natürlich nur für einen Moment, denn es war unmöglich, jenen Mann zu übersehen, der über all diesem Reichtum thronte: Claude Riegan.
„Hey Boss, es sind ein paar Gäste für dich gekommen. Zwei Männer und eine Frau.“
Natürlich hatte Cole brav gewartet, bis er die Aufmerksamkeit des Angesprochenen bekommen hatte, ehe er sein Anliegen vortrug. Gleichermaßen brav wartete er nun auf Antwort, jedoch natürlich nicht ohne dabei seine Augen wieder über den Glanz und Reichtum im Hintergrund wandern zu lassen.
Der blonde Junge hätte sich gerne, und sei es nur für eine Minute gewesen, an den Tresen gesetzt und den Wirt um einen Schluck Wasser gebeten. Am Morgen hatte er bei genau diesem Mann wieder einmal einen Auftrag angeleiert. Keine besonders anspruchsvolle Mission, doch mit einer angemessenen Vergütung. Dann aber hatten die Dinge ihren Lauf genommen und Cole hatte mehr Gelegenheit als erhofft bekommen, sich nützlich zu machen. Den halben Tag lang hatte er sich Laufbursche verdingt und von einfachen Botengängen, übers Flaschenschleppen bis hin zum Putzen allerhand Arbeiten verrichtet, die sonst keiner machen wollte. Der Blonde beschwerte sich nicht. Ein paar Extramünzen waren schließlich immer willkommen und die Arbeit bot ihm die Gelegenheit, ein paar hilfreiche Kontakte zu knüpfen. Außerdem mochte er raue Atmosphäre, die in der Spelunke herrschte und die in einem befremdlichen Kontrast zu dem Gefühl stand, das ihn beschlich, wenn er daran dachte, was im oberen Geschoss hinter verschlossenen Türen vonstatten ging. In diesem Moment aber hätte er wirklich gern eine kurze Pause gemacht.
Hätte. Denn der zerschlissene Hosenboden des Jungen hatte den Hocker vor der Bar noch nicht einmal berührt, als der Dicke ihn, einmal mehr an diesem Tag, barsch anfuhr. Eigentlich war er gar nicht besonders dick, sondern in erster Linie nur groß und kräftig, was man eigentlich, jedenfalls aus Coles Perspektive gesehen, über die meisten Männer sagen konnte. Dass der Blonde dieses Exemplar innerlich trotzdem so getauft hatte, lag wohl weniger daran, dass ihm dessen wirklicher Namen nicht bekannt war, sondern war viel mehr der Tatsache geschuldet, dass der dunkel gekleidete Mann mit der rauen Stimme eine derart ungemütliche Ausstrahlung hatte, dass er in dem Jungen ein mulmiges Gefühl auslöste. Nicht, dass Cole das jemals zugegeben hätte! Nein, nicht einmal sich selbst gegenüber. Er behalf sich lieber damit, dem Dicken in Gedanken dämliche Spitznamen zu geben und sich vorzustellen, wie hinter dessen kräftigen, mahlenden Kiefern und stechenden Augen ein winziges Erbsenhirn hauste, das mit allem, was über das Speichellecken für den großen Bossmann hinausging, heillos überfordert war.
‚Schon gut, du Pummelotto!‘, quittierte Cole dessen Ausbruch – rein in Gedanken natürlich, auch wenn er das letzte Wort stumm mit den Lippen formte und anschließend seine liebe Mühe damit hatte, das Grinsen zu unterdrücken, dass sich auf dieselbigen stehlen wollte. Schon stand der Junge wieder und wischte sich mit der Handkante den Schweiß von der Stirn, während sein Blick, den wilden Gesten des Dicken folgend, auf besagte Gäste fiel. Zwei Männer und eine Frau, die für diese Absteige eigentlich viel zu hübsch war, als dass er sich vorstellen konnte, dass sie in irgendeiner Weise in dunkle Machenschaften verwickelt war. Aber was verstand Cole schon davon? Er war nur hier, um sich ein paar Münzen zu verdienen und einen guten Eindruck bei gewissen Drahtziehern zu hinterlassen. Also flitzte er ohne weitere Umschweife in Richtung der hölzernen Treppe und schlängelte sich wie selbstverständlich an dem dort positionierten Wachmann vorbei, der zwar grimmig dreinblickte, aber dennoch hundertmal sympathischer wirkte, als der Dicke vor der Theke.
Mit leichten Schritten, denn viel mehr hätte sein Federgewicht auch nicht hergegeben, sprang der Blonde die leise knarrenden Stufen hinauf bis hin zur obersten Tür, deren Zutritt den meisten Menschen zeitlebens verwehrt blieb. Für den kleinen Jungen mit den zerzausten Haaren jedoch unterschied sich diese Tür nicht von anderen in diesem Gebäude, die er schon etliche Male durchschritten hatte. Vonseiten der Wachen, die hier Stellung bezogen hatten, um unerwünschte Gäste fernzuhalten, stieß er dabei auf wenig Widerstand.
„Nachricht für den Boss.“
Die mit einem freundlichen Lächeln ausgesprochenen Worte dienten eher als Information denn als Bitte um Einlass. Zur Antwort erhielt Cole ein knappes Nicken, ehe ihm die Tür geöffnet wurde und er hindurch flutschen konnte. Der Junge mochte die beiden irgendwie. Sie schauten zwar genauso grimmig durch die Gegend wie ihr Kollege am Fuß der Treppe, aber das gehörte wohl auch einfach zu ihrem Job. Trotzdem schien irgendetwas an ihrer Ausstrahlung dem Jungen gegenüber freundlich gesonnen zu sein. Jedenfalls freundlicher als vielen anderen.
Mit gestrafften Schultern spazierte Cole inzwischen unbekümmert den schmalen Korridor im oberen Geschoss entlang und ließ den Blick aus einem der Fenster schweifen, die eine Aussicht auf das Dach des Gebäudes unter einem beinahe wolkenlosen Himmel freigaben, ehe er sich gestattete, die feindselige Atmosphäre zu registrieren, die das nächste Paar Wachen vor der doppelflügeligen Tür am Ende des Flurs ausstrahlten. Im Gegensatz zu ihren Kollegen zuvor schien es diese beiden weniger zu interessieren, dass sie den blonden Jungen bereits öfter zu Gesicht bekommen hatten. Ein selbstbewusster Blick allein reichte offenbar nicht aus, um die beiden davon zu überzeugen, dass er hier oben durchaus etwas verloren hatte. Stattdessen schienen sie dem Jungen etwa soviel Aufmerksamkeit zu schenken, wie einer lästigen Fliege, die man solange ignorierte, bis sie einem ins Gesichts schwirrte. Also schwirrte Cole – mit Worten natürlich, den Flügel hatte er ja nicht.
„Nachricht für den Boss“,
wiederholte er seine letzten Worte so unbekümmert wie er konnte, noch bevor er, einige Schritte Sicherheitsabstand wahrend, vor den beiden Männern zum Stehen kam. Einen Moment lang schaute er die Wachen direkt an, dann aber ließ er seinen Blick wieder aus einem Fenster schweifen, während er auf Antwort wartete und versuchte, die leichte Aufregung, die sich mit einem Kribbeln über seinen Nacken legte, zu ignorieren oder sich wenigstens nicht anmerken zu lassen. Egal wie oft er dieses Zimmer noch betreten mochte, er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Habseligkeiten und Schätze, die der der Boss hier zur Schau stellte, jemals ihre faszinierende Wirkung auf ihn verlieren würden. Tatsächlich verspürte Cole eine gewisse Ehrfurcht vor dem Reichtum und der Macht dieses Mannes und dieses Gefühl wurde nur bestärkt von den eisernen Blicken, die gerade auf ihm lagen und ihn mit einem Misstrauen musterten, das so kalt war, dass er einen Moment lang glaubte, die stickige Wärme sei einer kühlen Brise gewichen. Also tat der Junge, was er oft tat, wenn er sich ein wenig unwohl fühlte und schob noch ein breites Lächeln hinterher. Ein Lächeln, an dem Tapfer festhielt, bis ihm etliche ewig scheinende Sekunden später mit einem dumpfen Murren, von dem er nicht sicher war ob es von einem der Wachen oder aber der Tür kam, endlich dieselbige geöffnet wurde.
Cole musste sich selbst bremsen, um nicht kurzerhand loszuspringen. Die beiden Wachen hatte er bereits vergessen, sobald er sie hinter sich gelassen und den ersten Fuß in das geräumige Zimmer gesetzt hatte. Nun schlängelte er sich im Versuch, seinen Übermut im Zaum zu halten, mit kurzen Schritten um die Tische, die hier platziert waren, und hatte nur Augen für das, was ihn in der hinteren Nische des Raumes erwartete. Für Cole war das weniger der durchaus ansehnliche Schreibtisch vom Bossmann, als vielmehr, was sich dahinter verbarg: ein für das Verständnis des Straßenjungen unermesslicher Reichtum, präsentiert auf prunkvollen Kommoden, die die gesamte Länge der Wände einnahmen. Gold, Schmuck, Edelsteine und andere wertvolle Schätze, es gab wohl kaum etwas, dass dieser Mann nicht besaß. Während Coles leuchtende Augen von einer Kostbarkeit zur anderen wanderten, vergaß er sogar für einen Moment den eigentlichen Grund, der ihn hierher verschleppt hatte. Aber natürlich nur für einen Moment, denn es war unmöglich, jenen Mann zu übersehen, der über all diesem Reichtum thronte: Claude Riegan.
„Hey Boss, es sind ein paar Gäste für dich gekommen. Zwei Männer und eine Frau.“
Natürlich hatte Cole brav gewartet, bis er die Aufmerksamkeit des Angesprochenen bekommen hatte, ehe er sein Anliegen vortrug. Gleichermaßen brav wartete er nun auf Antwort, jedoch natürlich nicht ohne dabei seine Augen wieder über den Glanz und Reichtum im Hintergrund wandern zu lassen.
[Ostya - nördliches Hafenviertel | im Schankraum der Kneipe und schließlich in Riegans Büro | mit Soula, Ceallagh und Lucien]