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We're still wasting our time chasing dreams
Crewmitglied der Sphinx
für 0 Gold gesucht
dabei seit Feb 2016
#23
„Wünsche musst du nur äußern, es findet sich sicher jemand, der dem nachkommt.“, wiederholte er ihren eigenen Vorschlag mit einem breiten, zuversichtlichen Schmunzeln auf den Lippen.

Dass er aber eigentlich ganz andere Maschinen in seiner jüngeren Begleiterin in Gang gesetzt hatte, bekam er nicht mit. Er bezog ihre Aussage nicht auf die Liebe allgemein. So forsch, wie sie daher kam, machte er sich nicht eine Sekunde Gedanken darüber, sie könne die Verbundenheit allgemein meinen. Im Endeffekt machte es keinen Unterschied. Und für beide Dinge hätte er ihr selbstredend die gleiche Person vorgeschlagen. Nicht, weil er Lucien nun unbedingt für einen guten Liebhaber hielt – das interessierte ihn weder, noch konnte er darüber etwas sagen - , sondern weil ihre Zuneigung ihm gegenüber derart deutlich war, dass im Augenblick wohl nur er für sie in Frage kam.

„‘Heimlich beobachtet‘. Waren deine eigenen Worte. Ich weiß ja nicht, was in dir vorgeht.“

Er zuckte gut gelaunt mit der Schulter und war ganz froh darüber, dass sie nicht wirklich in dem Glauben war, ihr Spielchen sei noch niemandem aufgefallen. Dann hätte er sich nämlich wirklich in der Aufgabe gesehen, diesen Irrglauben auszumerzen. Zugegeben, es hätte ihn gewundert, hätte Miss Selbstbewusstsein persönlich ein Problem damit gehabt, aber er kannte sie auch nur so gut, wie sie ihn kennen ließ. Mit Skadis Erwähnung allerdings schien sie auf etwas anderes angespielt zu haben, als das, was Liam ihr als Antwort hingeworfen hatte. Er musste kurz darüber nachdenken, denn Shanayas Blick ließ ihn vermuten, dass sie damit nicht darauf hinauswollte, dass Skadi ihm womöglich davor bewahrt hatte, seine Sachen demnächst nur noch unter dem Synonym ‚einarmiger Künster‘ verkaufen zu können. Vor allem nicht in Anbetracht der Richtung, die ihr Gespräch inzwischen angenommen hatte.

„Ich glaube, es ist nicht das, was du dir darunter vorstellst. Wir sind Freunde.“, schloss er schließlich ehrlich.

Er erinnerte sich dumpf an ein Gespräch mit Shanaya, in dem sich herausgestellt hatte, dass sie eigentlich recht romantisch eingestellt war. Die Hoffnung oder die Vermutung, die sie allerdings hegte, konnte er ihr nicht erfüllen. Das zwischen Skadi und ihm war nichts mit Happy End oder festen Banden. Es war gekommen, wie es war und weder Skadi noch er hatten vor, daran etwas zu ändern. Eine Freundschaft, die hier und da eben mal von der geläufigen Definition abwich, aber letztlich eben doch genau das war: Freundschaft. Damit wollte er nicht leugnen, dass ein Teil ihrer Freundschaft durchaus etwas mit dem zu tun hatte, was Shanaya hören wollte. Aber es war nichts, worauf er die Beziehung zu Skadi festnagelte. In diesem Fall hätte er wohl eher auf das ‚Plus‘ verzichtet als auf Skadi komplett.

„Die traurige Wahrheit.“, konkretisierte er, was die Dunkelhaarige wohl noch für einen überspitzten Scherz hielt. „Ich stehe stets zu deinen Diensten. Ist nicht selbstverständlich, ein freiwilliges Aktmodel auf seinem Schiff zu haben. Im Augenblick… bin ich allerdings ein bisschen gehandycapt. Ist also nicht bös‘ gemeint, wenn das Ergebnis nicht ganz so schmeichelhaft wird.“

Liam hob demonstrativ die rechte Hand und ging nicht weiter darauf ein, welch Probleme sie ihm noch immer bereitete. Und damit meinte er nicht allein den Schmerz, der bei Bewegung durch seinen Arm zuckte wie ein elektrischer Schlag, sondern das dumpfe Gefühl in den Fingern, die ihn pausenlos kribbelnd daran erinnerten, dass auf sie im Augenblick kein Verlass war. Nicht beim Zeichnen, nicht beim Musizieren, nicht einmal beim Halten eines Bechers.

„Also hat deine Reise mit Talin erst begonnen?“, fragte er zum Verständnis. „Manchmal ist der Zufall doch ganz gnädig mit uns, hm?“
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RE: We're still wasting our time chasing dreams - von Liam Casey - 04.05.2020, 13:58

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