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Spiel mit dem Feuer
Crewmitglied der Sphinx
für 60 Gold gesucht
dabei seit Nov 2015
#35
Luciens Lächeln über diesen Gedanken, den Shanaya noch einmal laut aussprach, vertiefte sich etwas. Zwei Captains, zwei Schiffe. Das klang verdammt gut. Und verdammt groß für eine Crew, die sich gerade erst gefunden hatte und die jetzt noch ganz am Anfang stand. Wenn er es sich recht überlegte... waren sie vielmehr damit beschäftigt, ihren Arsch in Sicherheit zu bringen und dabei nicht mitsamt eines maroden Schiffes abzusaufen. Aber es schadete ja nicht, höhere Ziele zu stecken. Shanaya lenkte seinen Blick zurück zu ihr, als sie ihm verschwörerisch über den Rand des zweiten Beutels zublinzelte und ihm ein weiteres Grinsen über die kleine Schauspieleinlage entlockte. „Guter Plan. Wer will uns schon das Gegenteil beweisen?“ Er hielt ihr die Weinflasche hin und als sie ihre Stiefel vom Bett geschubst, die Beine ausgestreckt und die Flasche entgegen genommen hatte, verschränkte er wieder die Arme hinter dem Kopf wie ein Kissen. Er störte sich nicht daran, dass sie sozusagen quer über ihm lag – wenn auch nur mit den Beinen. Im Gegenteil. Das Gewicht auf ihm fühlte sich beinahe vertrauensvoll an. Und es lenkte seine Gedanken erfreulicherweise von dem Thema Folter ab. Sein Blick ruhte für einen Moment an der tristen Decke ihres kleinen Zimmers, doch dann wandte er den Kopf wieder der Schwarzhaarigen neben sich zu. „So lässt es sich aushalten, oder?“ In den tiefgrünen Augen erschien ein Ausdruck ruhiger, zufriedener Belustigung. „Gib mir mal diese Gürtelschnallen. Vielleicht ist ja eine dabei, die mir gefällt..“

Shanaya neigte auf die Worte des Mannes hin nur noch einmal zustimmend den Kopf. Die, die so verblendet darauf waren, solch eine seltene Gürtelschnalle aus einer anderen Welt zu bekommen, würden sicher nicht hinterfragen. Und das Gold würde der Sphinx deutlich mehr bringen als diese Schnallen. Die Schwarzhaarige beobachtete aus den Augenwinkeln, wie Lucien es sich noch ein wenig bequemer machte, währenddessen stellte sie die Flasche zwischen ihre Beine, sodass sie sie  mit diesen festhalten und sich damit auch mit dem zweiten Arm abstützen konnte. Einen Moment schloss sie die blauen Augen, ehe Luciens Stimme sie sie wieder öffnen und ihn anblicken ließ. „Ich glaube nur, auf Dauer würde mir das Schaukeln des Schiffes fehlen...“ Sie war einfach nicht für das Leben an Land gemacht, auch wenn sie das irgendwie siebzehn Jahre geschafft hatte. Jetzt wollte sie es auf gar keinen Fall mehr missen. Trotzdem ließ sich die entspannte Stimmung in diesem Moment sehr gut genießen. Auf seine Worte hin griff Shanaya nach dem Beutel, hielt ihn jedoch nur leicht erhoben und ließ ihn leicht hin und her schwanken. „Was kriege ich dafür?“ Solch eine kleine Herausforderung konnte sie sich dann aber doch nicht nehmen lassen.

Lucien schmunzelte flüchtig. Ja.. ihm auch. Sie ahnte nicht, wie unerträglich die Zeit auf Linara allein deshalb gewesen war. Und dass er die Wintermonate auf Kelekuna jedes Jahr nur aus einem einzigen Grund ertragen hatte. Doch er erwiderte auf ihre Worte hin nichts, sondern ließ sie in gemeinsamen Verständnis zwischen ihnen stehen. Stattdessen hatte er im Anschluss an seine Frage schon wieder einen Arm aus seiner Kissenposition gelöst, den Kopf dabei mehr auf den anderen gebettet, und wollte ihn schon nach dem Beutel mit den Schnallen ausstrecken, in Erwartung, dass Shanaya ihn herüber reichte. Doch sie behielt ihn im Endeffekt doch lieber bei sich. Eine seiner Augenbrauen wanderte ein Stück weit nach oben und in seinem Mundwinkel zuckte halb überraschtes, halb wissendes Lächeln. Sie forderte ihn heraus. Wieder einmal. Der Dunkelhaarige drehte sich ein Stück, sodass er nun seitlich ihr zugewandt lag und sich auf dem unteren Arm bis auf den Ellenbogen hoch stützen konnte. Die andere Hand legte er beiläufig auf ihren Schenkel, der immer noch auf seinen Beinen ruhte. Sonst tat er nichts und seine Finger blieben anständig bewegungslos. Es hätte schon fast eine rein platonische Geste sein können. „Was genau willst du denn? Dann überlege ich mir, ob mir diese Gürtelschnallen das auch wert sind.“ In den tiefgrünen Augen blitzte die Erwiderung ihrer Provokation auf. Lucien war nur zu bereit, sich erneut auf ein kleines Spielchen einzulassen – immerhin wusste er jetzt, welche Wirkung er auf sie haben konnte. Aber es war auch nicht so, dass er sich ihre Beute nicht auch noch auf der Sphinx ansehen konnte – ganz ohne Preis. Das sollte sich dann schon lohnen.

Er erwiderte Nichts auf ihre Worte und so ging die junge Frau davon aus, dass es ihm nicht anders ging. Umso befreiender musste es jetzt für ihn sein, seine Freiheit zu haben. Shanaya machte jedoch keine Anstalten, den Beutel sinken zu lassen oder ihn in Luciens Richtung zu halten. Mit aller Ruhe musterte die Miene des Dunkelhaarigen, während auf ihren Lippen ein stetes Lächeln ruhte. Auch als er sich ein wenig zur Seite drehte, regte die Schwarzhaarige sich kaum. Erst, als er die Hand auf ihr Bein legte, zuckte ein leichtes Kribbeln durch ihren Körper, was sie nicht daran hinderte, dass ihr Grinsen bei seinen Worten noch ein wenig breiter wurde, der Ausdruck auf ihren Zügen sprach für sich. So einfach kam er ihr nicht davon. „Mach mir ein Angebot, dass ich nicht ablehnen kann. In manchen Dingen bin ich sehr einfach gestrickt...“ Ihre Stimme wurde einen Hauch leiser, in ihrem Blick lag dabei ein fast lockender Ausdruck.

Lucien verdrehte in einer Mischung aus gespieltem und doch irgendwie ernsthaft amüsiertem Spott die grünen Augen. Es war jenes Spiel, dass sie auch schon in diesem Bergsee vor einigen Tagen mit ihm zu spielen versucht hatte und das jede Frau irgendwann einmal mit einem Mann spielte, um ihm zu beweisen, dass sie am längeren Hebel saß. Und das er unter anderen Umständen schlichtweg ignorierte, schon allein, weil es eine so schrecklich beliebte Masche war. Andererseits hatten sie eben dieses Spielchen auch vorhin vor dem Bordell gewagt und es hatte ihn im Endeffekt hier her geführt. Also konnte er sich eigentlich nicht beschweren. Ein leises, fast ergebenes Lachen entwich ihm. „Na schön... lass mich einen Moment überlegen. Ein Angebot, dass du nicht ablehnen kannst...“ Erneut hob der Dunkelhaarige den Blick zur Decke, allerdings ohne sich wieder auf den Rücken sinken zu lassen. Seine Hand strich dabei wie von selbst über ihr Bein, hoch Richtung Knie, so weit sein Arm eben reichte und dann langsam wieder zurück zu ihrem Knöchel. Immer und immer wieder. Im ersten Moment lag ihm der Satz auf der Zunge, dass sie ja da weiter machen konnten, wo sie vorhin aufgehört hatten – aber bei allen Welten, das wäre selbst für seine Verhältnisse mehr als plump gewesen. Außerdem war das nichts, was sie nicht ablehnen konnte. So viel zumindest wusste er längst. „Wie wäre es damit...“ Die grünen Augen richteten sich wieder auf Shanaya. „Ich überlasse dir heute Nacht das Bett. Immerhin gibt es hier nur eins.“

Shanaya hielt den Blick munter auf den Dunkelhaarigen gerichtet,  gespannt, was ihm einfallen würde. Dass ihre Worte nicht sonderlich originell waren, war ihr mehr als bewusst. Allerdings wollte sie sehen, auf was für Ideen er kam. Und ob er sich Mühe gab. Er überlegte,  Die junge Frau folgte seinem Blick nicht zur Decke, ihr schmunzeln wurde jedoch einen Hauch breiter. Seine Hand,  die über ihr Bein strich, jagte einen sanften, warmen Schauer durch jede Faser, verlockte sie beinahe zu mehr. Lucien ließ sich jedoch noch einen Moment Zeit,  antwortete einige Herzschläge später und Shanaya neigte den Kopf erwartungsvoll ein wenig zur Seite. Soso... wollte er sich nochmal als Gentleman versuchen? Ihr grinsen wurde noch einen Hauch breiter. "Hast du etwa ein Problem damit, mit mir in einem Bett zu schlafen?" Sie hob leicht eine Augenbraue, ihre Stimme machte dabei deutlich,  dass sie da absolut kein Problem mit hatte. Also rutschte sie ein wenig näher in die Richtung des Mannes,  ein verheißungsvoller Blick in den blauen Augen und ihre Stimme war nicht mehr als ein flüstern. "Aber so entstehen natürlich Gerüchte..."

Ihre Gegenfrage entlockte dem 21-Jährigen ein ehrlich amüsiertes Lachen und in den grünen Augen blitzte der Schalk auf. Dicht gefolgt von einer sanften Herausforderung. „Ich bin mir nicht sicher, ob du damit umgehen könntest.“ Sein Blick begegnete dem ihren, ließ ihn nicht mehr los. Auch nicht, als sie sich bewegte, ein Stückchen näher rutschte, sodass seine Hand wie von selbst ihre Wade nach oben wanderte und knapp unterhalb ihres Knies zum Liegen kam. Sie war ihm nun so nahe, dass ihre Schenkel an den seinen lehnten und er die Hand ohne weiteres ihr Bein hinauf wandern lassen konnte. Ähnlich lockend wie ihr Blick es für ihn war. „Ich glaube, diese Gerüchte existieren längst... Also was soll's?“ Wieder blitzte es in seinen Augen auf, ein Hauch Spott. Doch statt seine Hand weiter wandern zu lassen, griff er nach der Flasche, die Shanaya noch immer zwischen den Beinen eingeklemmt hatte und entzog sie ihrer Umklammerung. „Oder ich kaufe dir einen Hut? Einen richtig schicken!“, meinte er mit einem Grinsen und setzte die Flasche an die Lippen, um sich einen großzügigen Schluck zu genehmigen.

Bei Luciens Antwort hob sich eine Augenbraue der jungen Frau deutlich in die Höhe. „Dass ich womit nicht umgehen kann? Wenn ein Mann neben mir liegt und sich um meine Brüste kümmert?“ Sie lächelte deutlich amüsiert., wich seinem Blick dabei nicht aus. „Da gibt es glaube ich deutlich schlimmeres.“ Was die Gerüchte anging... vielleicht hatte er Recht. Sie war gespannt, ob ihr in nächster Zeit davon etwas zu Ohren kommen würde. Als der Dunkelhaarige nach der Flasche griff, lehnte Shanaya einen Ellenbogen gegen ihre nun angewinkelten Beine und stützte den Kopf auf die Hand, den blauen Blick dabei weiter auf Lucien gerichtet. Das Angebot eines Hutes ließ sie auflachen, ehe sie mit einem amüsierten Kopfschütteln den Beutel mit Gürtelschnallen in seine Richtung hielt. „Ich will aber einen großen. Mit vielen Federn!“

Der schwere Wein rann ihm in die Kehle, hinterließ dort ein angenehmes Brennen und rollte sich als wärmende Kugel in seinem Magen zusammen. Im nächsten Moment musste Lucien die Flasche jedoch absetzen und lachen, bevor er der Schwarzhaarigen einen arrogant-spöttischen Seitenblick zuwarf. „Nein. Nicht irgendein Mann. Die Frage ist, ob du damit umgehen kannst, wenn ich neben dir im Bett liege.“ Sie hatte sich derweil aufgerichtet, begegnete seinem Blick mit heiterer Gelassenheit und er hob mit dem gleichen Ausdruck in den grünen Augen die Flasche erneut an, um zu trinken – stoppte allerdings auf halber Strecke, als sie ihm den Beutel mit den Gürtelschnallen entgegen hielt. „Also schön, sollst du kriegen.“ Er stellte die Flasche neben sich aufs Bett, sodass sie an seiner Seite lehnte, nicht umfiel und Shanaya sich bedienen konnte, wenn sie wollte. Dann griff er nach dem Beutel. „Gleich morgen, wenn wir uns auf den Rückweg machen?“ Gelassene Heiterkeit lag in seiner Stimme.

Das Lachen und den Blick des Dunkelhaarigen erwiderte die Schwarzhaarige mit einer gelassenen jedoch amüsierten Miene. Und seine Worte ließen sie nun auflachen, ehe sie gespielt theatralisch seufzte. Lucien wollte erneut einen Schluck trinken, hielt jedoch vorher inne und griff nach dem Beutel. Einen Moment überlegte sie, ob sie selbst nach der Flasche greifen sollte, entschied sich jedoch anders und zog die Beine ein wenig an, um sich im nächsten Moment ausgestreckt neben Lucien auf das Bett sinken zu lassen. Die Flasche stand zwischen ihnen, trotzdem war sie ihm nun wieder nah genug, um ihm direkt in die Augen blicken zu können. Eine Hand unter ihrem Kopf, die andere lag locker auf ihrem Oberschenkel. „Wieso sollte ich gerade bei dir ein Problem damit haben?“ Sie konnte einfach nicht anders als ihm einen herausfordernden Blick zu zuwerfen. „Ich kann meinen neuen Hut kaum erwarten.“

Lucien stellte den Beutel des Tuchhändlers neben die Weinflasche auf dem Bett ab, löste mit der freien Hand – auf die andere hatte er ja noch immer den Kopf abgestützt – die Verschnürung, hielt jedoch inne, als Shanaya sich erneut bewegte. Sein Blick kehrte zu ihr zurück, beobachtete sie mit einer Spur interessierter Wachsamkeit in den grünen Augen, wie sie sich neben ihm legte. Er machte jedoch keine Anstalten, ihr näher zu kommen. War schließlich auch nicht nötig. Sie kam ja von selbst. Ihr Gesicht lag nun etwa auf seiner Höhe, ihre Beine lagen noch immer über den seinen und zwischen ihnen standen nur die Weinflasche und der Beutel mit den Gürtelschnallen, auf dem seine Hand lag, als hätte er schon wieder vergessen, was er eigentlich vorgehabt hatte. Die Worte der Schwarzhaarigen lockten warme Belustigung auf seine Züge. „Soll ich das jetzt als Einladung verstehen, die Nacht mit dir in diesem Bett zu verbringen?“, antwortete er leichthin mit einer Gegenfrage und ließ Shanaya während dessen nicht aus den Augen.

Das Thema Hut war schnell vergessen – zumindest vorerst. Das vergaß sie sicher nicht. Aber der Dunkelhaarige kümmerte sich auch nicht mehr um den Beutel mit dem Diebesgut. Ob er etwas erwartete, was sie tun würde? Vielleicht. Und vielleicht tat sie das Gleiche. So wurde ihr Lächeln bei ihren Worten nur wieder ein wenig breiter, vielsagender. „Ich kann doch nicht zulassen, dass mein Liebster auf dem harten, kalten Steinboden schläft. Nachher holst du dir den Tod.“ Sie lachte, zuckte dann leicht mit der oberen Schulter. Sollte er es sehen, wie er wollte. Ihr war es egal, wo er schlief. Aber jetzt war er ja hier, also hob sie doch eine Hand, strich sanft mit den Fingern über seine Lippen. „Und vielleicht habe ich ja Angst allein im Dunklen?“

In diesem Fall lauerte er tatsächlich einmal nicht darauf, was Shanaya wohl als nächstes tat. Weder forderte er sie heraus, noch wartete er auf die nächste Herausforderung ihrerseits. Er nahm den Moment viel mehr einfach so, wie er kam. Er genoss die Ruhe, die Abgeschiedenheit und auch die Gelegenheit, einfach mit ihr zu reden. Von der durchaus vertraulichen Atmosphäre einmal abgesehen. Ihre Antwort entlockte ihm erneut ein amüsiertes Schmunzeln, bis sich selbst um seine Augen herum kleine Lachfältchen bildeten. „Es wäre nicht das erste Mal, dass ich auf hartem Boden schlafen müsste.“ Im nächsten Moment veränderte sich der Ausdruck auf seinen Zügen, wurde fast ein bisschen friedlicher, ruhiger. Die Berührung ihrer Finger auf seinen Lippen sandte Wärme durch seine Adern, ließ sein Herz einen Hauch schneller schlagen. Er wich ihr nicht aus, lehnte sich ihr aber auch nicht entgegen. Selbst seine Hände behielt er bei sich. Nur sein Blick blieb fest auf den ihren gerichtet und in den tiefgrünen Augen erschien erneut Belustigung. „Es fällt mir schwer, zu glauben, dass dir etwas so einfaches wie 'Dunkelheit' Angst machen könnte.“

Dieser Moment gefiel Shanaya auf eine Art und Weise, die ihr vollkommen neu war. Nicht, weil in diesem Augenblick eine besondere Spannung zwischen ihnen war – viel mehr das genaue Gegenteil. Eine angenehme, entspannte Stimmung, die sie mit jedem Herzschlag genießen konnte. „Gleichberechtigung für alle.“ Sie unterließ ein Zucken ihrer Schultern, fuhr noch einmal sanft mit den Fingern über die Lippen des Dunkelhaarigen, bis ihre Finger seine Haut berührten und sachte über seine Wange zu seinen Haaren strichen. Dass er seine Finger still hielt amüsierte die Schwarzhaarige, genauso wie es ihr einen warmen Ausdruck auf die Züge legte. In die blauen Augen, die seinem Blick standhielten. Bei seiner Erwiderung musste sie nun selbst lachen. „Du hast Recht. Ein absurder Gedanke.“ Damit kraulte sie sachte durch seine Haare, konnte eben doch nicht ganz die Finger von ihm lassen. „Außerdem könnte ich mir deutlich schlechtere Gesellschaft vorstellen...“

Also wenn sie Wert auf Gleichberechtigung legte... „Wir können uns auch beide auf den Boden legen... das Bett Bett sein lassen.“ Ein verschmitztes Schmunzeln huschte über seine Lippen, doch dann verstummte Lucien unwillkürlich. Seine Züge entspannten sich, nur noch ein leichtes Lächeln blieb, als ihre Finger weiter wanderten, von den Lippen zu seiner Wange. Dieses Mal reagierte er doch – fast ohne es zu wollen. Er neigte den Kopf leicht ihrer Berührung entgegen, unterbrach den Blickkontakt, weil er für einige wenige Herzschläge die Augen schloss. Es gab Dinge, die ihn geradezu handzahm machten. Dieser Moment war einer davon. Die Wärme ihrer Finger, die Sanftheit ihrer Liebkosung. Das Gefühl, als sie die Finger in sein Haar wandern ließ. Er löste den stützenden Arm, streckte ihn von sich weg, sodass er den Kopf aufs Bett legen konnte. Erst dann öffnete er die Augen wieder und suchte Shanayas Blick. „Na, was für ein Glück du mit mir hast.“, gab er amüsiert zurück, bevor er das Thema zurück zu der Sache mit der Dunkelheit lenkte. „Habe ich dich eigentlich schon mal gefragt, ob es überhaupt etwas gibt, wovor du dich fürchtest?“

Shanaya hob bei Luciens Erwiderung leicht eine Augenbraue, lachte dann aber leise. „Ich hätte damit kein Problem. Ich kann überall schlafen.“ Auch wenn ihr das leicht schwankende Schiff noch immer am liebsten war. In dem Moment, in dem Lucien sich sanft ihrer Berührung entgegen lehnte und die Augen schloss, wurde der Ausdruck auf ihren Zügen noch einmal wärmer, sie wandte den Blick jedoch nicht von ihm ab. Sie beobachtete, wie er sich ein wenig anders hinlegte und erwiderte seinen Blick noch immer, als er die grünen Augen wieder aufschlug. In ihren Augen noch immer ein sanfter, warmer Ausdruck. So gut es ging neigte sie auf seine Worte hin leicht den Kopf, eine stille Zustimmung. Es gab genügend Personen auf der Sphinx, die sie in diesem Moment sicher nicht so nah an sich heran gelassen hätte. Und denen sie noch immer so sanft durch die Haare kraulen würde. Sie lächelte bei der Frage deutlich, zwinkerte dem Dunkelhaarigen dann vielsagend zu. „Gibt es.“ Sie hatte kein Problem damit, dies zu zugeben. „Und damit weißt du schon genug.“ Auch wenn sie nicht daran glaubte, dass er ihre größte Angst herausfinden würde. Zum einen wusste sie selber noch nicht davon, zum anderen war es dafür noch viel zu früh. Ihre Hand ruhte nun in seinen Haaren, sie konzentrierte sich für den Moment nur auf den Mann direkt vor ihr.
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Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 20.06.2018, 12:04
RE: Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 21.06.2018, 14:26
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Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 11.02.2019, 19:35
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RE: Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 17.02.2019, 13:26
RE: Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 17.02.2019, 14:59
RE: Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 10.03.2019, 21:51
RE: Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 28.03.2019, 14:46
RE: Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 01.04.2019, 17:46
RE: Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 30.04.2019, 20:34
RE: Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 04.05.2019, 17:37
RE: Spiel mit dem Feuer - von Lucien Dravean - 04.05.2019, 17:37
RE: Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 06.05.2019, 22:43
RE: Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 20.05.2019, 22:23
RE: Spiel mit dem Feuer - von Shanaya Árashi - 24.05.2019, 20:43

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