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Von Freibeutern und freien Damen
Crewmitglied der Sphinx
für Gold gesucht
dabei seit Jun 2016
#1
Von Freibeutern und freien Damen
bespielt von    Lucien Dravean   Ryan Black
31.03.1822
Von Freibeutern und freien Damen
31. März 1822 | nach Sonnenuntergang / Nachts
Lucien & Ryan


Hier auf der Insel Mîlui – und vor allem in deren größten Stadt, gab es genau zwei Freudenhäuser. Einmal das kleinere und düstere Hafenbordell, welches sich nur einen Steinwurf der Kais an einer Kreuzung befand. Umringt von Lagerhäusern und Gaststätten, umschwirrt von Seeleuten, ärmeren Kaufmännern und Kapitänen welche hier der sorglosen und unbekümmerten Gier der weltlichen Bedürfnisse nachgehen wollte.
Und dann war da noch das Badehaus... Ein Etablissement gehobeneren Ausmaßes. Beherbergt nicht nur von einfachen Huren – nein, hier flankierten Kurtisanen aus aller Welt. Frauen, die nicht einfach dazu dienten die Beine breit zu machen.. Sondern die sich vollkommen der Kunst der Verführung hingaben.. Sich mit Musik und Gesang auskannten und ihre Freier mit geistreichen Bemerkungen zum lachen bringen konnten.
Hier wurde nicht jeder daher gelaufene Seemann eingelassen.. Zutritt bekam man nur auf Vorkasse – und selbst damit war die Nacht mit einer der Mädchen nicht gewiss. Denn es war nicht so, dass man sich einfach eine Aussuchte und mit ihr auf dem Zimmer verschwand, nein. Die leicht bekleideten Mädchen hatten immer noch ein Wörtchen mit zu reden. Und wurde Mal einer der Freier zu Aufdringlich oder gar Aggressiv, beförderte ihn 'Gram' (ein zwei Meter großer Hüne, welcher seinen Spitznamen durch seinen andauernden, griesgrämigen Gesichtsausdruck erhalten hatte...) schwungvoll vor die Tür!

Doch genau diese Art von Etablissement war es, die Ryan bevorzugte... Und so kam es dass sich der Dieb nicht nur rasierte und sein stoisches, schwarzes Haar zurück kämmte, sondern auch ein anständiges schwarzes Hemd trug, gepaart mit einer fein gewobenen dunklen Hose und Schuhe, dessen Leder so einwandfrei gegerbt wurde, dass es matt schimmerte – natürlich war die neue und wesentlich schickere Kleidung mit den feinen silbernähten noch an diesem Vormittag geklaut. Unbemerkt war er nämlich in eines der Lagerhäuser eingestiegen – wohl darauf bedacht dass es zu einem Schneider gehörte und hatte sich daraufhin fröhlich an den Kleidungsstücken bedient.
Nun stand er hier, der abendliche Starkregen prasselte erbarmungslos auf ihn hinab und sorgte nur dafür, dass sein widerspenstig nach hinten gekämmtes Haar erneut in alle Himmelsrichtungen ab stand. Genervt fuhr sich der Dieb durch die mittlerweile mittellange Mähne und seufzte. Nagut – es musste auch so gehen. An seinem Gürtel hing zumindest in einem Beutel genug Gold um für die halbe Crew der Sphinx den Eintritt ins Badehaus zu bezahlen.
Trotz des Regens war es nicht kalt – irgendwie schien es hier nie wirklich kalt zu werden, nicht einmal in den Nächten, und so kam es das selbst bei diesem Wetter die halbnackten Damen des Bordells im Vorgarten des Hauses hüftschwingend auf und ab liefen, verlorene Seelen versuchten an zu locken und ins innere des warmen und wohl duftenden Hauses zu locken.. Fackeln brannten hier und da, ließen die vor Regen glänzende, nackte Haut der Frauen wie Gold oder Silber aufleuchten, die spärliche Bekleidung der Kurtisanen bestand in der Regel nur aus einem knappen Stück Stoff Hüft abwärts, geschmückt mit Ketten aus Edelsteinen oder gar Perlen.. Der Oberkörper war zumeist frei, nur hin und wieder wurden die Rundungen hinter langem Haar versteckt, oder aber ebenfalls durch Bustiers aus dünnen Fäden mit aufgespannten Kupferschmuck.

Der Dieb allerdings musste gar nicht erst ins Badehaus gelockt werden – denn jenes Gebäude war ohnehin sein Ziel... Aus der Gewohnheit heraus schlich er durch die Schatten, wich den Fackeln aus und stand alsbald vor der massiven, aber verschlossenen Tür. Nachdem er angeklopft hatte und sich einer ausgedehnten Musterung Grams unterziehen musste - inklusive Aushandeln des Eintrittpreises, wurde Ryan eingelassen.
Kurze Zeit später führte ihn ein junges Mädchen, nicht älter als Anfang Zwanzig durch das Badehaus.. Am Eingang ließ man seine Kleidungsstücke zurück – bis auf die Unterwäsche. Man bekam ein Tuch aus weich gewobenen Leinen welches sich der Dieb locker über die Schulter legte. Das Mädchen welches Ryan führte hatte rotbraunes, welliges Haar und stellte sich als „Jade“ vor. Um die Hüfte trug Jade ein beinahe durchsichtiges Stück Stoff, welches nicht nur eine eindeutige Sicht auf ihr Hinterteil erlaubte. Ihre Brüste lagen frei, nur eine dünne, silberne Kette baumelte zwischen den Rundungen und war so lang, dass sie beinahe ihren Bauchnabel berührte.
Im Badehaus selbst herrschte warmes, schummriges Licht. Drei riesige Kronleuchter über und über mit flackernden Kerzenlicht erhellten den Hauptraum mit der größten Wanne. Säulen aus Marmor säumten den Rand des Saales. An den Wänden standen Tische mit allerlei Obst und feinen, süßen Backwaren – ebenso wie seltene und teure dunkle Schokolade. Um das Hauptbecken herum befanden sich fünf weitere, aber wesentlich kleinere Becken, welche ebenfalls aus Marmor waren.. Dabei wurden jene Becken mit kunstvollen Raumtrennern etwas vom größten Becken abgetrennt um wenigstens etwas Privatsphäre vor zu gaukeln. Das ganze Badehaus schien aus einem einzigen Stück Marmor geschlagen zu sein.. Und obwohl hier scheinbar reges Treiben herrschte, war es nicht übermäßig Laut. Man hörte das Rauschen des Wassers, die sanften, verführerischen Stimmen der Kurtisanen, irgendwo wurde sogar eine Laute gespielt und die melodiöse Stimme einer Frau sang leise und unaufdringlich dazu Lieder.

Ryans einäugiger Blick schweifte durch den befüllten Saal.. Die körperliche 'Liebe' wurde hier ohne Hemmungen und ohne Rückzug überall dort zelebriert, wo es sich eben gerade ergab. Selbst das leise oder gar gierige Stöhnen der Frauen und auch Männer schien sich perfekt mit der Melodie der Laute zu vereinen, sodass es einen überraschenderweise nicht sonderlich störte.
„'abt Ihr misch ge'ört, 'err?“, drang plötzlich die Stimme seiner Begleiterin Jade mit starkem Akzent an sein Ohr. Ryan blinzelte. „Dass 'ier ist der 'Auptsaal. Ich empf'ähle zunächst einmal ein Bad zu n'ähmen, 'err. Ihr w'ärdet gewiss nischt lang' allein sein.“, sie lächelte ihn zuckersüß an. „Nat'ürlisch 'aben wir auch Separees, wenn Eusch diese Art der Liebe mehr zusagt... w'ändet Eusch in diesem Falle an das Mädschen Eurer Begierde..“, sie kicherte, berührte Ryan am Arm und zog ihn sanft weiter bis den Tischen mit den ganzen Leckereien. Auf Chaiselongue aalten sich Kurtisanen, ließen ihre zarten Finger durch die Haare der Männer gleiten, welche ihre Köpfe in ihren Schößen liegen hatten und tranken auf den Tischen die neben ihnen standen dunkelroten, süßen Wein.
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Von Freibeutern und freien Damen - von Ryan Black - 09.07.2018, 20:52

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