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Die ersten Strahlen der Sonne
Gregory & Shanaya
Szenen-Informationen
Charaktere Gast
Datum 29 April 1822
Ort An Deck der Sphinx
Tageszeit Morgens
Crewmitglied der Sphinx
für 0 Gold gesucht
dabei seit Nov 2015
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#1
Die ersten Strahlen der Sonne
Morgen des 29. April 1822
Gregory Scovell & Shanaya Árashi


Mit einem müden Gähnen betrat Shanaya das Deck der Sphinx, machte dabei nicht den Anschein, als seie sie sonderlich anwesend. Die Nacht war kurz gewesen. Die junge Frau konnte nicht einmal sagen, was sie wach gehalten hatte – oder eher was sie aus ihrem tiefen Schlaf gerissen hatte. Vielleicht hatte einer der anderen sich überlegt, dass diese Nacht wunderbar war, um zu schnarchen? Shanaya hatte danach jedenfalls keine Ruhe mehr gefunden, bis sie sich entschlossen hatte, die Hängematte zu verlassen. Vielleicht würde ein wenig frische Morgenluft die Geister anregen? Zur Sicherheit hatte die Schwarzhaarige sich einen Eimer besorgt, mit dem sie in diesem Moment über das Deck schlich. Nein, die Luft half nicht wirklich. Also Plan B. Mit einem leisen Seufzen ließ sie den Eimer an einem Tau hinab, zog ihn wenige Momente später hoch und stellte ihn, jetzt mit Meerwasser gefüllt, kurz auf der Reling ab. Nur ein kurzer Moment, ehe sie danach griff und sich das kalte Wasser über den Kopf kippte. Ein leichtes Schaudern – aber immerhin fühlte sie sich jetzt ein wenig wacher.

Wie an fast jedem Morgen saß der ältere Scovell an Deck und beschäftigte sich. Wiedereinmal waren es medizinische Texte, die er in der Ruhe des jungen Tages besser zu verstehen suchte, während neben ihm ein Bündel Näharbeiten darauf wartete, dass die Geräusche des erwachenden Schiffes seine Konzentration zerrissen. Es ging erstaunlich gut Heute, so gut, dass er Shanayas Schritte, Seufzer und das ferne Platschen des Eimers ignorieren konnte. Das Schwappen und Pladdern des Wasserschwalls ließ ihn dann doch hochschauen. Amüsiert verzog er das Gesicht. Shanny wirkte völlig verschlafen, etwas mürrisch, zufrieden und wach zugleich. Anscheinend hatte die Begossener-Pudel-Technik gewirkt und wenn er sie richtig einschätzte, dann würde sie den Schlaf und die schlechte Laune gleich gänzlich abstreifen und zu ihrem üblichen, heiteren Selbst werden. "Guten Morgen!", grüßte er und legte die Abhandlung bei Seite.

Shanaya hielt die Augen noch einige Momente geschlossen, während das kalte Wasser über ihren Rücken Lief. Nach einem tiefen Atemzug schüttelte sie die nassen Haare, strich sich die Strähnen aus dem Gesicht. Es half, irgendwie. Zumindest bekam sie die Augen jetzt ein wenig weiter auf. Vielleicht sollte sie noch eine weitere Ladung nachkippen? Während ihr dieser Gedanke kam, erklang irgendwo hinter ihr eine Stimme, von der sie nicht sicher war, ob sie gemeint war. Und es dauerte einen Augenblick zu lang, bis die schwarzhaarige diese Stimme zuordnen konnte. Mit einem müden Blinzeln wandte sie den Kopf herum, musterte den Mann und musste gähnen. Ihr blauer Blick lag trotzdem auf Gregory, sie lächelte. "Der hätte ruhig noch ein wenig auf sich warten lassen können..." Und das wo sie eigentlich kein Problem mit dieser Uhrzeit hatte. Shanaya rieb sich mit einer Hand über das Gesicht, musterte dann wieder den Mann.

Jetzt schmunzelte der Brünette wirklich. So lange brauchte die Navigatiorin schließlich sonst nicht um zu reagieren und sah normalerweise auch nicht so verschlafen drein. Irgendwie war das niedlich. "Wollte er wohl nicht, wie? Ich nehme an, du hast es mit 'nochmal umdrehen' probiert?", fragte er mitfühlend. Kurz überlegte er, dann fügte er an: "Falls du nicht noch nasser werden willst, kannst du meinen Kaffee haben. Ich fürchte nur, er ist bereits kalt." Damit sah er kurz auf den Becher neben sich herab, ehe er beiläufig anfing, dass Nähzeug auszupacken.

Shanaya blinzelte noch einmal, trennte sich dann von dem Eimer, den sie neben ihrem Fuß auf die Planken stellte. "Nein. Und ja... Und dann dachte ich mir, Vielleicht hilft ein bisschen kaltes Salzwasser." Noch einmal schüttelte sie die schwarzen Haare, um sich erneut eine nasse aus dem Gesicht zu streichen. "Noch nasser... Ich habe kurz überlegt, ob ich einfach vom Schuss Springe. Vielleicht hilft das." Sie hatte da auch so ihre Zweifel. "Kaffee ist einen Versuch wert, ja." Auch wenn er kalt... Naja. Sie schnaufte leise, trat dann näher zu Gregory, um nach dem Becher zu greifen.

"Viel hilft nicht immer viel. Gilt auch für Wasser und wach werden." Mit gewohnter Präzision brachte er einen Faden in die Nadel und griff sich seinen Mantel. Es wurde Zeit einige der Knöpfe wieder festzunähen. Entgegen der Ankündigung fand die Schwarzhaarige den unagetasteten Kaffee noch lauwarm. Greg schwieg für den Moment, wollte dem Getränk Gelegenheit geben, zumindest getrunken zu werden, bevor sie ihr Gespräch fortsetzten. Nachdem sie zwei, drei Schluck genommen hatte, fragte er dann: "Und? Hilft es?"  

"Den Versuch wäre es wert... Spätestens wenn mich ein Hai anknabbert, werde ich schnell." Shanaya grinste etwas schräg, reckte dann die müden Knochen etwas, beobachtete dann kurz, was Gregory mit Nadel und Faden tat, Ehe sie sich seinem Kaffee widmete. Sie setzte den Krug an, trank einige Schlücke und setzte das Gefäß wieder ab, die Augen kurz geschlossen. Ein tiefer Atemzug, dann wandten die blauen Augen sich auf den Älteren. "Leider noch nicht. Vermutlich Brauch es mehr davon..."

"Schnell bestimmt, aber auch wach?", lachte er. Geschickt wurde der erste Knopf festgezurrt, der Faden verknotet und die Nadel freigeschnitten. Mit ruhigem Lächeln beobachtete er wie sie trank, genoss und wieder zu ihm sah. Er war fasziniert davon, wie sie es schaffte, gleichzeitig zu lächeln und ehrlich enttäuscht zu sein. "Na vielleicht reicht es ja, wenn du austrinken und etwas wartest. Manche Mittel brauchen ein bisschen, bis sie wirken." Dann machte er sich an den zweiten Knopf.

Mit überlegender Miene zog Shanaya die Augenbrauen ein wenig in die Höhe, seufzte dann schwer. „Vermutlich wäre es auch weniger anstrengend, wenn ich mich einfach fressen lassen würde.“ Gerade geendet gähnte die junge Frau erneut. Sie schwenkte den fast leeren Krug ein wenig hin und her, musterte Gregory aus den Augenwinkeln und setzte dann die Tasse erneut an, um sie mit wenigen Zügen zu leeren. „Ich bin viel zu ungeduldig um lange auf eine Wirkung zu warten.“ Mit einem leisen Schnaufen stellte sie die leere Tasse wieder zurück, trat dann zur Reling um sich halb dagegen zu lehnen, den Blick zum Horizont gerichtet. „Spätestens wenn der Haufen hier herum springt, werde ich vermutlich von allein wach.“ Das hoffte sie zumindest.

"Weniger anstrengend wäre es bestimmt, aber eben nicht zielführend", stimmte er ihr zu. Dann musste er wieder lachen, sagte aber nichts zu ihre Ungeduld, erst nach ihrem letzten Satz konnte er nicht anders und meinte: "Oder der Kaffee fängt dann an zu wirken." Zügig arbeitete er weiter, dann erinnerte er sich an etwas. "Langsam wird es hell genug, dass sich ein Ausguck im Krähennest lohnen würde. Sollen wir noch die zwei Glasen abwarten oder sollte einer von uns hinauf? Vielleicht auch nur ein Stück? Ich habe allerdings kein Fernrohr hief."  

Shanaya gab bei dem Wort 'zielführend' nur ein leises Brummen von sich. Es kam auf den Blickwinkel an, für den frühen Hai war so ein kleiner Snack, der sich nicht wehrte, sicher ein wunderbares Frühstück. Die junge Frau seufzte, brummte auch leise bei den nächsten Worten ihres Gegenübers. Und noch brachte der Kaffee Nichts, also stieß der Mann mit seinem nächsten Vorschlag auch nur gegen eine Mauer. „Gib mir noch fünf Minuten. Wenn ich jetzt irgendwo hoch klettere, schlafe ich auf halbem Weg ein, falle runter, breche mir das Genick und bin dann ein gefundenes Fressen für was auch immer unter uns gerade so rumschwimmt.“

Oh Göttin, war Shanaya verschlafen. Derzeit dachte sie nicht nur nicht mit, sondern überhörte auch die Hälfte. Schmunzelnd schüttelte er den Kopf. "Wer hat denn davon gesprochen, dass unbedingt du klettern sollst?", fragte er lachend und wickelte die Näharbeit zu einem Bündel. "Dich in deinem Zustand ans Ruder zu lassen wäre ja schon fast unverantwortbar. Aber wenn du es schaffst kurz darauf achtzugeben, das weder du noch diese Rolle hier über Bord gehen, dann hole ich uns den Rest Kaffee und mir ein Fernrohr. Was meinst du dazu?"

Shanaya atmete tief ein, rieb sich noch einmal mit einer Hand über das Gesicht. Himmel, es wurde wirklich Zeit, dass ihr Körper in Gang kam, so würde aus diesem Tag Nichts werden. Vielleicht doch die Version, in der sie vom Schiff sprang? Sie strich sich eine nasse Strähne aus dem Gesicht, drehte sich dann mit dem Rücken zur Reling und ließ sich langsam auf den Boden sinken, bis sie neben Gregory saß, den Kopf nach hinten gelehnt. „Wenn du 'einer von uns' vorschlägst, wie sollte ich mich nicht angesprochen fühlen?“ Ihre Stimme hatte einen müden aber dennoch amüsierten Ton. „Ich kann mich auch einfach hier hin legen und warten. Oder ich hole mir noch einen Eimer Wasser. So viele Möglichkeiten.“

Abermals lachte Gregory leise, während er das Bündel noch einmal glatt strich und es, wie ein dickes Kissen, zwischen ihnen platzierte. Da alle Nadeln sorgfältig verstaut waren und sich im Innersten befanden bestand keinerlei Gefahr. Lediglich der eine oder andere Knopf war ein wenig durch den äußersten Stoff zu spüren. "Du könntest es auch mit jetzt nochmal hinlegen und schlafen probieren. Wenn der Kaffee dich nicht wach macht, hilft er dir vielleicht beim Einschlafen." Der ältere Scovell kannte durchaus einige Leute, bei denen das der Fall war und klopfte leicht auf die aufgerollte Kleidung, während er sie fragend anschaute. "Ich wecke dich auch, sowie irgendwas ist."

Der Blick aus Shanayas blauen Augen huschte nur kurz zu dem Bündel, das Gregory zwischen sie legte. Was er sagte ließ die junge Frau leicht die Augen verengen, den Blick grüblerisch auf die gegenüberliegende Reling gerichtet. „Da könnte ich viel zu viel verpassen.“ Daran änderten auch seine nächsten Worte nicht wirklich etwas. Die Schwarzhaarige wandte den Blick nur skeptisch auf den Älteren. Dann schloss sie die hellen Augen, schüttelte kurz den Kopf, ehe sie sich erhob und ausgiebig streckte. Wenn sie hier sitzen blieb, schlief sie noch im sitzen ein. „Ich tue lieber... irgendwas um wach zu werden.“ Rumliegen und abwarten gehörte einfach nicht zu dem, was ihr gut lag.

"Und was willst du tun? Das Deck schrubben? Doch in die Masten klettern? Oder am Ende tatsächlich den Haien guten Tag sagen?" Gregory wirkte amüsiert und war es auch. Immerhin kannte er diese Art von Unruhe nur zu gut von Trevor. Er ergriff das Bündel und stand ebenfalls auf. "Falls es was ist, wobei ich helfen kann, brauchst du es nur zu sagen."

Shanaya ließ die Hände noch einen Moment über dem Kopf erhoben, hielt dabei die Augen geschlossen und richtete sich erst einige Herzschläge später an Gregory, der ebenfalls aufgestanden war. „Es gibt genug, was man tun kann.“ Mit einem weiteren Gähnen strich sie sich mit einer Hand über das Gesicht. „Du darfst mich mit einem Stock stubsen, sollte ich doch schlafend auf dem Deck liegen.“

Bei ihrem letzten Satz lachte er herzhaft auf. "Dann hole ich mir schon mal einen Stock, während du überlegst, was du machen willst und ob es etwas ist, wobei ich helfen kann und soll." Dann schickte er sich an, das Nähzeug wegzubringen und Kaffee zu holen. Das wäre fürs Erste wohl erstmal Stock genug.


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