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Kapitel 3 - Freiheit oder Tod
Crewmitglied der Sphinx
für 0 Gold gesucht
dabei seit Feb 2016
#76
Wahrscheinlich machte sich genau hier der Altersunterschied bemerkbar, der eben, trotzdessen, dass Liam ein Kindskopf war, bestehend war. Auch, wenn Shanayas Frage durchaus Hand und Fuss hatte, bezweifelte er, dass sie wirklich verstand, worauf er hinaus wollte. Sein Blick huschte kurz in ihre Richtung, während er gemeinsam mit Talin eines der großen Fässe an den vorbestimmten Ort verfrachtete. Natürlich wollten sie ihnen ans Leder – aber war es andersherum nicht genauso? Immerhin waren sie hier eingedrungen, um ohne Rücksicht auf Verluste das durchzusetzen, was sie vor hatten. Dagegen hatte Liam auch ganz und gar nichts einzuwenden. Aber jetzt hatten sie es geschafft, Lucien war frei und mit ihm ein ganzer Haufen verurteilter Männer, die in seinen Augen bereits genug Ablenkung waren. Genug Ablenkung, um davon abzusehen, das ganze Schiff in die Luft zu sprengen.

„Ich mach' mir Sorgen, um die Familien derer, die nicht so fanatische Marinemarionetten sind, aber zurückbleiben.“, erklärte er nüchtern und überging Shanayas weiteren Kommentar schlicht.

Er kam gar nicht auf die Idee, dass er vielleicht der einzige war, der wusste, wie es war, wenn eine eigentlich intakte Familie zerrissen wurde. Wahrscheinlich waren das die Momente, die die Menschen dazu brachten, Piraten abgrundtief zu hassen – die fehlende Gnade, die Rücksichtslosigkeit, mit der sie ihre eigenen Bedürfnisse aufs höchste Maß andere Werte stellten. Talin bewies zumindest in diesem Moment wesentlich mehr Vernunft als ihre Kumpanin. Trotzdem war sie ehrlich und gab zu, dass sie das Ganze mit einer gewissen Vorfreude vorbereitete.

„Wer sagt, dass wir sie alle mitnehmen müssen? Ich denke nur, dass es reichen würde, unbemerkt zu verschwinden, während sich der Rest der Gefangenen unbewusst um die Ablenkung der Marinesoldaten kümmert. Jedenfalls, wenn die übrige Mannschaft die Sache mit der Loyalität enger sieht als unsere zwei Grazien da unten.“ Er atmete kurz auf und schüttelte kurz den Kopf, ehe er Talin ein kurzes Lächeln schenkte. „Ich schätze einfach, ich werd' nie zu einem waschechten Piraten werden.“

Dabei klang er weder stolz noch bedauernd. Eine schlichte Feststellung eben, mit der sie wohl alle leben mussten. Trotzdem war er bereit, zu helfen. Er folgte Talins weiterer Ausführung und wurde abermals erstaunlich still. Auch, als sie Aspen und ihn schon einmal vorschicken wollte, machte er keine Anstalten, sich zu bewegen. Ein paar wenige Herzschläge später erst brach er aus seinem Schweigen und nahm Talin das Fass kurzerhand aus den Armen.

„Anderer Plan. Ihr seht zu, dass ihr verschwindet. Nehmt Sin mit. Und keine Diskussion.“

Das hier war keineswegs eine Geste aus Freundschaftlichkeit oder weil er plötzlich zum Gentleman mutiert war. Der Tonfall seiner Stimme hatte sich zusätzlich deutlich geändert und machte klar, dass er keine Widerrede zuließ. Auf seinen Zügen allerdings lag wieder das taffe, optimistische Grinsen, was man von ihm kannte. Das 'Warum' konnten sie auch noch später klären, wenn sie die Gelegenheit dazu haben würden. Im Augenblick hatte er aber rein nüchtern betrachtet am wenigsten von ihnen zu verlieren. Ob es nun heute sein sollte oder in wenigen Jahren – Liam hatte seine Gründe. Und es waren gute Gründe. Gründe, die er über seinen eigentlichen Unmut stellen konnte. Gründe, die nichts mit Heldentum zu tun hatten.


{ shanaya, talin, sineca | lagerraum | will die sache selbst übernehmen }
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Kapitel 3 - Freiheit oder Tod - von Weltenwind - 04.02.2017, 01:14
RE: Kapitel 3 - Freiheit oder Tod - von Greo - 05.02.2017, 17:41
RE: Kapitel 3 - Freiheit oder Tod - von Samuel Zaedyn - 06.02.2017, 16:14
RE: Kapitel 3 - Freiheit oder Tod - von Samuel Zaedyn - 25.02.2017, 15:45
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RE: Kapitel 3 - Freiheit oder Tod - von Greo - 30.07.2017, 14:21
RE: Kapitel 3 - Freiheit oder Tod - von Greo - 28.09.2017, 20:37

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