10.06.2021, 16:29
Eigentlich hatte ein Teil von Isala gedacht, dass die Vögel keinen erneuten Angriff versuchen würden, doch ihre Naivität rächte sich schnell, denn wie aus dem Nicht startete einer der beiden einen Sturzflug genau auf sie zu. Das Herz der brünetten setzte eine Sekunde aus, so schien es, und ihre Knie klappten ein, wie ein Klappmesser. Auch wenn es hier oben ungeschützt von Allem nichts bringen würde, hob sie beide Arme schützend vor ihr Gesicht und machte sich bereit als Nahrung her halten zu müssen.
Doch plötzlich war es wieder grau um beide Frauen herum und genau das musste die Vögel abschrecken. Verursachte der Nebel auch ihnen Schmerzen? Erneut drängte sich die Frage auf, was genau das überhaupt für ein schreckliches Nebel war - doch das Glücksgefühl, schon wieder dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein, überdeckte diese Frage. Sie drückte sich nun wieder hoch und hielt sich mit dem Arm am Holz fest - der falsche Arm. Es tat noch immer schrecklich weh, aber irgendwie wollte sie das nicht so nach außen dringen lassen. Schließlich war sie hier die Ältere und irgendwie kam sie sich vor wie ein riesiger Klotz am Bein der anderen.
Sie nickte als Bestätigung, dass auch Isala wieder nach unten wollte und auch dass sie es alleine schaffte - wahrscheinlich.
"Wir müssen den anderen sagen, dass der Nebel nach Westen zieht und wir im Osten freie Sicht haben." Ihr Blick glitt in Richtung des anderen Mastes - warum standen sie nun unmittelbar neben dem fremden Schiff? Eines war klar - Isa wollte wissen, was Phase ist. Mühsam war der Weg nach unten. Die Frau versuchte nur mit dem Gesunden Arm die Sprossen zu nehmen, doch ganz ohne die Benutzung des verletzten ging es nicht. Kleine Flüche schossen ihr leise zwischen den Lippen hervor, die wahrscheinlich nur sie hörte ... Als sie nach einem schier endlosen Abstieg endlich wieder festen Stand hatte, hielt sie sich ihre Verletzung, die unter der Anstrengung wieder leicht zu bluten angefangen hatte.
Endlich konnte sie auch wieder einen Überblickt verschaffen, was eigentlich hier unten los war. Für einen Moment stand sie also nur da und schien jemanden zu suchen. Aber Tarón ging es sicher gut.
[Erst auf dem Krähennest, dann unten | Bei Skadi und schließlich bei allen anderen, die sich am Fuße des Krähennestes aufhalten]