01.02.2021, 18:14
Noch immer peitschte das Adrenalin das Blut durch ihre Adern und Isala konnte nicht klar denken. Wenisgtens bekam sie am Rande mit, dass sie nicht die einzige hier an Bord war, die noch nie soetwas erblickt hatte. Mit weit aufgerissenen Augen sah die Junge Frau dabei zu, wie das andere Schiff zu erst von der Kreatur angegriffen wurde und dann scheinbar ein paar sehr schwerwiegende Treffer einstecken musste. Die Schreie der anderen Crew drangen zu ihr durch und verursachten trotz der Wärme um sie herum, eine Gänsehaut auf ihrem ganzen Körper.
Das Geländer um sie herum gab ihr etwas Halt und die Knöchel ihrer Hand traten weiß hervor, so sehr klammerte sie sich daran fest. Vielleicht war es keine ganz so gute Idee gewesen, hier hoch zu gehen. Wenigstens war sie mit Skadi nicht ganz alleine. Ein kurzer Blickwechsel erfolgte, als Skadi ihr eine Frage stellte und sie drehte ihren Kopf wieder herum... auf der Suche nach etwas, was ihnen eventuell helfen könnte. Was Isala allerdings entdeckte, war das Gegenteil von Hilfe. Ein Donnernder Schrei aus einer anderen Richtung erreichte sie und bestätigte ihr, dass auf sie der Tod wartete - ein zweiter Vogel! Nicht weniger bedrohlich als der erste. So hatte sie sich ihr erstes Abenteuer auf der Sphinx nicht vorgestellt!
Dieses Ungetüm hätte sie sich nicht mal in ihren wildesten Träumen vorstellen können. Es entsprang scheinbar direkt den alten Piratengeschichten, die sie als Kind oft gehört hatte. Unbewusst trat sie einen Schritt vom Geländer zurück, als hätte sie hier oben eine reale Chance, dem Tier zu entfliehen... und bevor sie noch etwas zur Warnung sagen konnte, griff die zweite Kreatur auch schon an. Kurz nachdem Schrei des Tieres, stieß Isa ihrerseits einen Schrei aus - allerdings vor Schmerz. Sie hatte es nicht mehr geschafft dem Angriff zu entgehen und wurde von der Wucht der Kralle zurück gerissen ... ehe sie wieder in die andere Richtung taumelte, als das Gewicht des Vogels das Schiff plötzlich neigte.
Isala stolperte gegen das Geländer und krachte mit dem Hintern unsanft auf den Boden. Dort sitzend, hielt sie sich den schmerzenden Oberarm, bekam auch nur nebenbei mit, dass dieses stark blutete, doch der Schmerz drang dank des Adrenalins noch nicht ganz zu ihr durch. Ihre grünen Augen starrten entsetzt auf ihren Angreifer, der nun näher denn je am Mast hing. Sollte dieses brechen, würden auch sie und Skadi in die Tiefe gerissen.
Doch aktuell war die Frau so unter Schock, dass sie keinen klaren gedanken fassen konnte.
[Krähennest bei Skadi | Ist verletzt ]