03.01.2021, 16:32
Ein Hauch von Unbehagen ...Bereits auf der Hälfte ihres Aufstiegs zum Krähennest war für Isala die Spitze des Hauptmastes des vorausfahrenden Schoners wieder sichtbar. Umso weiter sie in die Höhe stieg, umso ersichtlicher wurde das gesamte Ausmaß des Nebels an Steuerbord. Er quoll wie eine dicke Wolke über das Meer, erstaunlich kompakt für einen Dunstschleier. In dreißig Metern Höhe, nur knapp unterhalb des Krähennests, brach er mit einem Mal ab. Die Luft darüber war klar, der Himmel lediglich bewölkt.
Wie die Rückenflosse eines Hais schnitt der Mast des Handelsschiffes durch diese milchige Gischt. Jedoch nicht weiter nach Norden, parallel zu ihrer eigenen Route, sondern in einem Winkel von beinahe 90 Grad steil nach Osten. Tiefer hinein in den Nebel.
Und noch etwas entdeckte sie über der hellen Masse: Eine Gestalt von gewaltiger Größe. Ein Wesen, das entfernt an eine Mischung aus Habicht und Eule erinnerte, doch um ein Vielfaches größer, mit schneeweißem und scharlachrotem Gefieder. Noch war es weit entfernt. Doch der klagende Schrei, den es in diesem Moment ausstieß, war bis zum Deck der Sphinx zu hören und drang durch Mark und Bein.
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