17.08.2020, 06:55
Shanayas Lächeln wurde noch ein wenig wärmer, als der Dunkelhaarige sich in ihre Berührung hinein lehnte. Sie hätte nicht ausdrücken können, wie sehr sie diesen Moment genoss, wie viel Wärme all das durch ihren Körper trieb. Die hellen Augen der jungen Frau ruhten auch auf dem Gesicht ihres Captains, als er die Augen schloss, während sich in ihre eigenen eine Sehnsucht mischte, die mit jedem Herzschlag stärker wurde. Mit der Berührung in ihren Haaren.
„Danke, dass du mir die Hoffnung nimmst, meinem Vater liegt wenigstens etwas an mir.“
In ihrer leisen, hauchenden Stimme schwang deutliche Belustigung mit. Da gab es keinerlei Hoffnung mehr. Sie war ihrem Vater egal, solange er irgendwann ihren Kopf bekam.
Auch jetzt, als der Mann die grünen Augen wieder aufschlug, änderte sich nichts an dem Ausdruck auf ihren Zügen, an dem sanften Glühen in ihren blauen Augen. Mit seinem Nicken beendete sie jedoch auch dieses Thema – da gab es deutlich Besseres, worüber sie in solch einer Situation sprechen wollte. Nicht über ihren Bruder, nicht ihren Vater. Auch, wenn ihr in diesem Moment keine weiteren Worte einfielen, die sie hätte aussprechen können – oder wollen.
Auch als Lucien den Kopf drehte, die Augen fast wieder schloss, und mit den Lippen über ihre Hand strich, machte sie jedoch keine Anstalten, einschlafen zu wollen. Auch seine Worte verführten sie nicht dazu, egal, wie sehr die Müdigkeit inzwischen auch an ihren Knochen zog. Nun ließ sie die Hand wieder weiter wandern, bis ihre Finger zärtlich über seine Lippen strichen.
„Gleich vielleicht. Gerade noch nicht...“
Es war nicht schwer zu erkennen, wieso sie genau diese Worte wählte, mit dem gleichen Lächeln, das in seiner Stimme mit schwang. Selbst, wenn er noch bleiben würde, wenn sie einschlief, wollte sie diesen Moment noch nicht beenden.