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You might fall in too deep
Crewmitglied der Sphinx
für 60 Gold gesucht
dabei seit Nov 2015
#2
Sie ließ sich nicht lange bitten, half ihm umstandslos dabei, ihre Bluse loszuwerden, die kurz darauf vergessen zu seinen Füßen auf die Planken sank. Längst hatte sich Lucien wieder der Schwarzhaarigen gewidmet, spürte nun die Wärme ihrer Haut durch sein eigenes Hemd noch deutlicher, als er sich wieder an sie lehnte und den Blick zu ihren Augen hob, dem Glühen in dem hellen Blau begegnete. Auch als sie sich wieder zu ihm beugte, ihre Lippen die seinen streiften, schloss er die Lider nur halb. Viel zu fasziniert von der Intensität der Gefühle, die sich auf ihrem Gesicht spiegelten. Ihr Atem strich sanft provozierend über seine Lippen, weckte ein Kribbeln unter der dünnen Haut, das ihn dazu drängte, sie wieder zu küssen. Ein Drang, dem er sich kaum entziehen konnte. Nur ihre leisen Worte hielten ihn gerade noch so davon ab und lockten erneut ein sachtes Lächeln auf seine Züge. Wirklich zu schade, dass er für's Vorspiel deutlich weniger übrig hatte, als sie. „Dabei könntest du so viel mehr haben.“, erwiderte Lucien mit deutlicher Belustigung in der ansonsten gedämpften Stimme. Er hob die linke Hand, legte sie an ihre Wange und fuhr mit dem Daumen sanft die Kontur ihres Wangenknochens nach. „Du müsstest es nur zulassen.“

Shanayas Körper glühte, schrie ohne die Bluse zwischen ihnen mehr und mehr nach diesem Feuer. Nach dem, sie nicht nachgeben konnte. Sie wollte, so gern. Es wäre so einfach gewesen. Und Trotzdem sträubte sich ein letzter Rest in ihrem Inneren dagegen. Und sie befürchtete, genau zu wissen, woher diese Letzt Zurückhaltung stammte. Etwas, was Lucien selbst nicht aufwies. Dennoch lockten seine Worte ein Lächeln auf die Lippen der jungen Frau. Seine Hand an ihrer Wange ließ den Ausdruck noch einmal wärmer werden, sie schloss die hellen Augen, genoss dieses Gefühl. "Das wäre deutlich einfacher, ja. Aber wo bliebe da die Herausforderung?" Langsam öffnete sie die Augen, blickte den Dunkelhaarigen wieder direkt an. "Gib dir noch ein bisschen mehr Mühe, vielleicht hast du ja nächstes Mal mehr Erfolg." Langsam ließ sie die Hand zu seinen Lippen wandern, strich vorsichtig darüber.

Ein leises Glucksen lag in seiner Stimme, als er die halb geschlossenen Lider öffnete und ihrem Blick ein weiteres Mal begegnete. „Die Herausforderung für mich, zu bekommen, was ich haben will... Oder für dich, dem zu widerstehen?“ Er löste die Hand sanft von ihrer Wange, strich über die Partie ihres Kieferknochens nach unten, während ihre Finger das stetige Kribbeln seiner Lippen noch verstärkten, das ihn zu einem Kuss verlocken wollte. Lucien lächelte flüchtig, beugte sich dann zu der anderen Seite ihres Halses und küsste ihre warme Haut, bevor er gedämpft fortfuhr. „Wer weiß schon, ob es noch ein nächstes Mal gibt. Du weißt doch, ich langweile mich schnell.“ Natürlich würde es ein nächstes Mal geben und sie würde nicht ewig nein sagen können. Trotzdem bemächtigte sich seiner nun ein Anflug von Frustration. Stark genug, um seine Selbstbeherrschung zurück zu erlangen, auf die er eigentlich schon seit Beginn dieses kleinen Intermezzos hatte verzichten wollen. Seine Hand glitt über ihre Kehle und er widerstand dem Drang, Druck auszuüben. Das war etwas, das nicht jede Frau mochte. Und ob Shanaya eine solche war, konnte er auch noch herausfinden, wenn er bekommen hatte, was er wollte. Also wanderten seine Finger nahtlos weiter, über ihr Schlüsselbein und auf den Pfad zwischen ihren Brüsten hindurch. Dann hielt Lucien plötzlich inne, löste sich von ihrem Hals und in den tiefgrünen Augen leuchtete es amüsiert auf. „Aber wenn dir das hier nicht zusagt, sollten wir vielleicht besser aufhören...“

Es kostete Shanaya inzwischen unendlich viel Kraft, den Widerstand aufrecht zu erhalten. Er lockte sie, mit seinen Berührungen, seinem Blick, dieser Wärme, die alles in ihr ausfüllte. "Vielleicht ein bisschen von beidem?" Seine Hand, die langsam nach unten wanderte und die Lippen, die sanft die ihre Haut berührten, ließen ihren Atem noch einmal etwas stocken, seine Worte entlockte ihr dann ein leises, atemloses Lachen. "Und wie gelangweilt wärst du, wenn du mich ohne große Anstrengung direkt ins Bett bekommen hättest?" Das stellte sie sich ziemlich langweilig vor. Alles sofort zu bekommen, ohne groß etwas dafür zu tun. Aber genau so eine Frau war sie eben nicht. Da... Gehörte mehr dazu. Und sie stand zu ihrem Wort, ihren Prinzipien. Einen Moment lang konzentrierte sie sich nur auf den Weg, den seine Hand nahm, bis er sich von ihrem Hals löste und sie ihn wieder direkt anblickte. Sie lächelte, deutet ein kurzes zucken der Schulter an. Ihr Körper beruhigte sich trotzdem nicht, sehnte sich nach so viel mehr. "Oh, bis hierhin habe ich absolut keine Probleme."

Oder ein bisschen von beidem. Genau das wäre wahrscheinlich auch seine Antwort auf diese Frage gewesen. Lucien erwiderte jedoch nichts mehr darauf, lächelte schlicht in sich hinein und widmete sich stattdessen ihren nächsten Worten. Die Belustigung in seinem Blick leuchtete ein Stück heller. „Ich bin mir sicher, uns beiden würde genug einfallen, um Abwechslung in unser Bett zu bringen,“ konterte er gelassen. Gegen ein wenig hin und her, bevor eine Frau sich rum kriegen ließ, sprach auch für den Dunkelhaarigen nichts. Doch gerade jetzt brauchte er weit mehr als das. Er brauchte eine Art von Ablenkung, die ihm nichts auf der Welt bieten konnte. Außer der Körper einer Frau – oder die nächstbeste lebensgefährliche Situation. Aber bis zum nächsten Hafen war es noch weit und ein Kampf gegen einen mörderischen Schatten aus der Vergangenheit gerade nicht in Sicht. Wie von selbst setzte seine Hand ihren Weg fort, strich sanft an ihrer Brust entlang. Er fuhr mit dem Daumen über ihre Brustwarze und beugte sich gleichzeitig leicht vor, bis seine Lippen wieder die ihren streiften. „Ich weiß. Aber da ich mich mehr anstrengen soll, fehlt dir offensichtlich noch etwas, das dich überzeugt. Verrätst du mir auch was?“

Lucien erwiderte Nichts auf ihre Worte und die junge Frau verdammte ihn dafür, dass sie viel zu neugierig war, ob er etwas verschwieg. Oder was überhaupt in seinem Kopf vor sich ging. Verdammt. Was er dann sagte, ja... sie würde sich niemals eine Niederlage eingestehen, auch wenn das hier dem verdammt nah kam. Touché. „Dann sammel ich bis dahin eben noch genug Inspiration.“ Gut, vielleicht nicht die best gewähltesten Worte, aber... Gott, sie hatte wirklich das Verlangen, ihm einfach die Faust ins Gesicht zu schlagen. Ein Gedanke, den er mit seiner Berührung wieder beinahe zu Nichte machte. Er strich sanft über ihre Brust, sorgte ganz automatisch dafür, dass ihre Atmung, ihr Herz nicht zur Ruhe kamen. Eine Hand krallte sich wieder fester in den Stoff seines Hemdes, während sie erneut die Augen schloss und sich bemühte, keinen verräterischen Tob von sich zu geben. Die Berührung seiner Lippen an ihren jagte dabei nur noch mehr Sehnsucht durch ihren Körper. „Versuch es heraus zu finden,“ war nur ihre leise, kaum hörbare Antwort. Sie würde es ihm gewiss nicht verraten, legte mit dem nächsten Atemzug nur sanft die Lippen auf seine, um ihn vielleicht so zum schweigen zu bringen. Auch wenn sie nicht weiter gehen wollte, konnte sie in diesem Moment nicht von ihm ablassen.

Dicht an ihren Lippen konnte er ein leises Lachen nicht unterdrücken. Inspiration sammeln, ach so. Und woher genau wollte sie die nehmen? Aus dem nächsten Bordell bei einem netten Plausch mit der dort arbeitenden Belegschaft? Ganz sicher zumindest warf sie sich nicht dem nächstbesten Mann an den Hals, um ihre Triebe auszuleben. Denn wenn sie schon bei ihm nicht weiter gehen wollte, dann mit Sicherheit auch nicht bei irgendeinem anderen. Ein leises, amüsiertes Seufzen über so viel Starrsinn verließ seine Lippen, doch Shanaya verhinderte jede Antwort seinerseits, indem sie seinen Mund mit dem ihren verschloss und jede weitere, stichelnde Frage im Keim erstickte. Augenblicklich ließ Lucien sich darauf ein, versank in diesem neuerlichen Kuss. Schön, sie wollte nicht. Und er, auch wenn ihm sonst jeder Anstand zu fehlen schien, besaß zumindest in diesem Sinne mehr als genug davon, um nicht einmal auf die Idee zu kommen, ihren Willen oder den irgendeiner anderen Frau mit Gewalt zu brechen. Sein Herz schlug schnell, wütend und sehnsüchtig zugleich, doch er verdrängte das geradezu zwanghafte Bedürfnis nach körperlicher Nähe mit aller Macht, bis seine Berührungen, sein Kuss, erstaunlich sanft wurden. Und er ihn schließlich wieder löste. „Das nächste Mal.“ Sanfter Schalk blitzte in seinen Augen auf, als er den Blick zu ihr hob nun doch noch auf ihre letzten, leisen Worte antwortete. Damit lockerte er seinen Griff, der sie bis dahin gestützt hatte, und ließ sie geradezu vorsichtig an sich hinunter gleiten, bis sie wieder Boden unter den Füßen hatte.

Wieder antwortete Lucien nicht. Das nahm schon Zuge von Greo an, die sie noch einmal zusätzlich amüsierten. Aber er sagte gar nichts, erwiderte nur den neuerlichen Kuss. Ihretwegen hätten sie so weiter machen können. Wenn er nicht weiter an ihre Grenzen Vorrang, hatte sie keine Probleme damit, sie zu wahren. Sie hielt die Augen geschlossen, nahm so nur noch deutlicher wahr, dass sich etwas änderte, dass Lucien sanfter würde. Einen Moment verwirrte es sie,bis der Dunkelhaarige sich von ihr löste, ein sehnsuchtiges Gefühl zurück ließ. Einen Moment lang ließ sie die hellen Augen geschlossen, öffnete sie erst, als sie spürte, wie er sie langsam sinken ließ. Mit einem dachten lächeln auf den Lippen musterte sie den Dunkelhaarigen, wog den Kopf etwas zur Seite. Während sie ihre Hand langsam von ihm zurück zog, dabei noch einmal über seine Lippen strich. "Vielleicht tröstet es dich ja, dass vor dir definitiv niemand so weit gekommen ist." Sie löste den Blick nicht von seinen Augen, nicht von diesem nahezu unheimlichen Gefühl, das sie damit verband.

Auch wenn er Shanaya wieder zu Boden ließ, Abstand brachte er keinen zwischen sie. Er ließ ihr womöglich ein wenig mehr Raum, doch seine Hände lagen nun wieder auf ihrer Taille und hielten ihren Körper dicht an seinen gelehnt. Ihre Finger, die sacht über seine Lippen strichen, ließen ihn die Augen halb schließen, ganz und gar auf die Wärme des Gefühls ausgerichtet. Sie übte eine solche Anziehung auf ihn aus, dass es ihn eine enorme Willenskraft kostete, jetzt zu unterbrechen. Das mochte an dem fast schmerzhaft werdenden Drang nach Nähe liegen oder an der Schwarzhaarigen selbst, doch welche Rolle spielte das schon? So oder so musste er das Brodeln frustrierter Wut in seiner Brust nieder ringen, das ihm ebenso vertraut wie verhasst war. Er würde ungenießbar sein, die kommenden Tage.
Erst Shanayas Worte brachten den Dunkelhaarigen dazu, die Augen wieder zu öffnen, ihren Blick zu erwidern. Dann, nur einen Sekundenbruchteil später, sickerte die Bedeutung dessen, was sie sagte, gänzlich zu ihm durch. Eine Bedeutung, die sie wahrscheinlich nicht einmal beabsichtigt hatte und die ihm nun ein teils überraschtes, teils geradezu dreist amüsiertes Grinsen auf die Lippen lockte. „Was sozusagen bedeutet, dass du noch Jungfrau bist.“, schlussfolgerte er. Keine Frage. Eine Feststellung. „Du hast Recht. Das tröstet mich auf jeden Fall.“ In so vielerlei Hinsicht.


Zu einem gewissen Teil wäre es Shanaya lieber gewesen, wenn er einfach einen großen Schritt zurück gegangen wäre, Abstand zwischen sie gebracht hätte. Aber das sanfte Kribbeln sagte etwas anderes, ließ es sie genießen, dass er noch so nah blieb. Er hielt die Augen geschlossen, was die junge Frau sanft lächeln ließ. Sie wollte noch einmal die Hand geben, ihn berühren. Bis zu dem Punkt, als er die Augen öffnete und sie nicht einmal das Verlangen spürte, ihn für seine Worte zu verprügeln. We sie viel zu überrollt von dem war, WAS er sagte. Was die Bedeutung dahinter war. Sonst passte sie auf, was sie sagte. Gerade so etwas. Aber jetzt... Dank ihm hatte sie einen Moment nicht nachgedacht. Und er würde sie das sicher nicht vergessen lassen. Niemals. "Oh." Mehr bekam sie nicht heraus. Das war wirklich... Der Punkt ging uneingeschränkt an ihn, das müsste sie ihm lassen. Sogar seinem Blick wich sie einen Moment aus, ohne den Kopf zu drehen. Auf ihren Lippen ein beinahe verlegenes lächeln.

Es grenzte an ein Wunder, dass sie in diesem Moment nicht rot anlief. Aber sie wich seinem Blick aus. Sie, die Unbeugsame, die niemals Beschämte, immer Starke. Sie, die nie um einen Konter verlegen war, brachte jetzt nicht mehr zu Stande, als ein schwaches 'oh'. Lucien unterdrückte ein sanftes Lachen – immerhin das – doch in den tiefgrünen Augen leuchtete warme Heiterkeit, die selbst seinen Ärger überlagerte. Ihre Reaktion empfand er schlicht und ergreifend als hinreißend. Etwas, das in seinem Wortschatz ungefähr genauso oft auftauchte, wie 'liebreizend' oder 'niedlich'. Doch in diesem Augenblick konnte er sich dem kaum entziehen. Dann würde er wohl sanft sein müssen, wenn er sie ins Bett bekam. Denn den Anstand, ihr ihre Unschuld zu lassen... den hatte er dann wiederum nicht. Er legte die Hand an ihre Wange, beugte sich wieder zu ihr hinunter und hielt kurz vor ihren Lippen inne, ohne sie zu berühren. „Du bist ja doch anständiger, als ich dachte.“ Man hörte sie ihm an, seine Belustigung. Allerdings verriet seine Stimme nichts darüber, ob das nun gut oder schlecht war. „Das bleibt unser Geheimnis, versprochen.“

Shanaya hatte kein Problem mit diesem Umstand, den Lucien soeben enthüllt hatte. Kein bisschen, immerhin hätte sie das schon längst ändern können - wenn sie nur gewollt hätte. Aber... Ja. Gut, dann wüsste er es eben. Was änderte das? Shanaya atmete noch einmal tief ein, wollte sich gerade wieder zu ihm herum wenden, als sie seine Hand spürte, die sich sanft auf ihre Wange legte, das warme Kribbeln wieder durch ihren Körper jagte. Trotzdem blickte sie ihm direkt in die grünen Augen, spürte dem Rasen ihres Herzens nach. Er war wieder so nah. Ganz automatisch hob die Schwarzhaarige die Hand, legte sie sachte auf seine und strich mit dem Daumen über seine Haut. Viel zu sagen hatte sie nicht, dafür ging ihr viel zu viel durch den Kopf, kreiste durch ihre Gedanken. Sie lächelte also nur warm über seine Worte, wog den Kopf etwas zur Seite und überbrückte nun ihrerseits noch einmal di winzige Distanz und küsste ihn. So musste sie vielleicht einfach nicht denken und sprechen.

Shanaya antwortete nicht, schmiegte sich stattdessen wortlos in seine Berührung und kam ihm schließlich entgegen, beendete, was er angefangen hatte. An ihren Lippen lächelte er, flüchtig nur, ehe er den Kuss gänzlich erwiderte. Die Augen geschlossen zog er sie näher zu sich, spürte ihren warmen Körper noch einmal so intensiv wie zuvor durch sein eigenes Hemd und irgendwo in seinem Unterbewusstsein regte sich eine wage Idee davon, weshalb sie überhaupt noch unberührt war. Und weshalb sie ihn daran hinderte, weiter zu gehen, als bis zu diesem ganz bestimmten Punkt. Doch Lucien ging diesem Gedanken nicht nach, sperrte ihn aus und er verschwand so schnell, wie er gekommen war. Dafür genoss er das zwischen ihnen beiden viel zu sehr – auch wenn er es nicht zugeben würde. Am allerwenigsten vor sich selbst.
Endlose, schnelle Herzschläge später löste sich der Dunkelhaarige von ihr, begegnete nur für einen kurzen Moment noch ihrem Blick, eher er nun doch Abstand zwischen sie brachte und sich nach ihrer Bluse bückte. Er reichte ihr das Kleidungsstück, in den Augen nun wieder ein Ausdruck sanften Schalks. „Dann sollte ich dich jetzt mal schlafen gehen lassen. Ganz allein.“


Einen kleinen Moment lang spürte Shanaya ein Ziehen in ihrem Inneren, eine Sorge, die ihr vollkommen neu war. Kurz fürchtete sie, dass der Dunkelhaarige sie abwies. Sie konnte sich dieses Gefühl nicht erklären, es ließ sich jedoch auch nicht einfach ignorieren. Erst als Lucien den Kuss erwiderte, das Verlangen nach mehr nur noch einmal entfachte. Sie spürte erneut seine Nähe, die Wärme, die von ihm ausging. Als er sich schließlich von ihr löste, müsste sie einige Male tief einatmen, um den aufgewühlten Körper zu beruhigen. Es fiel ihr ungemein schwer, diese Distanz zwischen ihnen zu wahren. Auch als der Mann sich nach ihrer Bluse bückte, sie ihr entgegen hielt. Sie nahm sie, hob dann den Blick direkt in seine Augen. "Ich weiß ja, wo ich Gesellschaft finde, wenn ich sie brauche." Ein vielsagendes Grinsen galt ihrem Gegenüber. Auch wenn der Gedanke, jetzt allein zu sein, auch irgendwie verlockend klang.

Als sie ihm die Bluse abnahm, schien sie längst zu alter Gelassenheit zurück gefunden zu haben. Dass er sie jedoch überhaupt derart aus dem Konzept gebracht hatte, dass ihr die Worte fehlten, würde Lucien die Schwarzhaarige mit Sicherheit so bald nicht vergessen lassen. Genauso wenig, wie sein Ego die Tatsache ignorieren konnte, dass sie noch Jungfrau war. Wunderbar. Da hatte sie ja etwas angerichtet. Amüsiert neigte er den Kopf auf die Seite, begegnete ihrem Blick gelassen, auch wenn das zum Teil nur seiner schauspielerischen Ader zuzuschreiben war. „Jederzeit, kleine Sirene. Jederzeit.“ Damit wandte er sich ein Stück zur Seite, machte den Weg für sie frei. Nach unten, nach draußen, wohin auch immer sie wollte.

Shanaya wollte sich eigentlich keinerlei Gedanken darüber machen, was sie mit ihrem kleinen, absolut unbeabsichtigtem Angerichtet hatte. Sie konnte es sich vorstellen... So gut glaubte sie Lucien inzwischen einschätzen zu können. Trotzdem konnte sie jetzt Nichts daran ändern. Es war eben so. Trotzdem lächelte die junge Frau, erwiderte den Blick des Dunkelhaarigen. Er machte ihr den Weg frei, Shanaya wandte den Blick jedoch nicht von seinen Augen ab. Sie war hin und her gerissen, überspielte es jedoch mit einem amüsierten Blick. "Jederzeit. Natürlich." Mit einer ruhigen Bewegung zog sie sich die Bluse an, warf Lucien noch einen Blick zu, Ehe sie sich mit einem leichten neigen des Kopfes zum gehen wandte. Zur Treppe. Unter Deck. Mit dem Verlangen nach Nähe.
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RE: You might fall in too deep - von Shanaya Árashi - 09.01.2020, 18:05

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