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		<title><![CDATA[Inselwelten - Nebenszenen]]></title>
		<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/</link>
		<description><![CDATA[Inselwelten - https://inselwelten.crux-mundi.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:34:49 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Across the sea to you]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1281</link>
			<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 10:25:30 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=45">Tarón Valur</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1281</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Es waren viele Jahre ins Land gezogen und doch fühlte sich isala in diesem Moment, als wäre keine Zeit vergangen. Der Wind spielte mit ihren Haaren und ihre Stiefel lagen neben ihr im Sand, denn nichts war schöner als die feinen Steine zwischen den Zehen zu spüren.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Neben ihr saß Tarón... Größer als früher... Kräftiger... Er war ein Mann geworden, so wie sie zur Frau gewachsen war. Isala war es gewesen, die vorgeschlagen hatte nur mit ihm den Abend zu verbringen... Irgendwoher hatten sie dann doch noch Alkohol bekommen und so saßen sie am Strand von Silvestre und sahen dem Farbenspiel zu, das die untergehende Sonne am Horizont malte.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Sie hatten sich so viel zu sagen, so viel zu erzählen und dennoch wusste isala nicht wie sie anfangen sollte. Noch immer hatte sie das Gefühl er war ein anderer...oder war er noch ihr Tarón. Bitterkeit lag über ihren Gedanken Schließlich war es ihr Tarón, der sie einfach vergessen hatte.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Sie schnappte sich die Flasche aus seiner Hand und nahm einen kräftigen schluck, eh die Frau den Alkohol wieder zurück gab.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"also meine letzten Jahre waren langweilig, deswegen musst du erzählen... Ein Pirat, mh?"</span> sie sah ihn nicht direkt an sondern ließ die grünen Augen über das Wasser schweifen... Ein sanftes leicht trauriges Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie hoffte der neue Tarón konnte ihre Züge nicht so gut lesen, wie der alte.</span><br />
 <br />
 <br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color">Auch Tarón konnte sich einen Moment der Illusion hingeben, dass das stete Branden der Wellen die Zeit selbst davongetragen hatte und er mit Isala wieder an den Stränden Chikarns saß. Und im Kern hatten sich manche Sachen wohl nie geändert. Noch immer flohen sie vor Faran auch wenn sein Onkel nurnoch eine blasse Erinnerung in Taróns Geist war. Wahrscheinlich würden sie ein Leben lang vor diesem Schatten fliehen ob sie sich dessen bewusst waren oder nicht. Dieses Mal hatte sie die Flucht nur an einen anderen Strand geführt. Doch das Meer, die Sonne, deren letzte Strahlen über dem Wasser glitzerten und es in schimmerndes Gold verwandelten, und die Wellen bleiben die gleichen.<br />
Während Calwah – der Neuling, die Veränderung in der Konstellation und das Zeugnis der Zeit, die trotz dem Anflug von Vertrautheit zwischen ihnen lag -sich vor ihnen in den letzten Strahlen sonnte, lag auch Taróns Blick auf dem Meer. Er wandte diesen nicht ab, als Isa nach der Flasche griff und auch nicht, als er sie zurücknahm, und das Schweigen nach ihren Worten mit einem Schluck seinerseits füllte.<br />
Das Brennen des Alkohols bot Zuflucht und passte zugleich wunderbar in die melancholische Stimmung, die sich zwischen ihnen ausbreitete. Er musste ihr Gesicht nicht sehen. Er fühlte ihre Stimmung, teilte sie – greifbar wie der Sand, den er sanft durch seine linke Hand rieseln ließ.<br />
Ein leises Auflachen, die Andeutung eines schiefen Lächelns, das ihr galt, und doch der Sonne zugewandt blieb.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Aye, ein Pirat. Aber der Teil sollte dich wohl am wenigsten überraschen, oder? Und ich glaube so langweilig werden deine Jahre nicht gewesen sein – zumindest nicht die letzten Monate…von allen Orten hier. Und dann noch in diesem verdammten Bordell… ich glaube du hast mir auch etwas zu erzählen.“</span></span><br />
 <br />
 <br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Achja. Beinahe hatte sie vergessen, dass sie ihm im unklaren darüber gelassen hatte, was genau sie im bordell gearbeitet hat. Er schlussfolgerte wahrscheinlich selbst auf das schlimmste... Wer würde das auch nicht. Faktisch gesehen hatte auch nie eine Lüge Isalas Lippen verlassen... Nur ein paar Kleinigkeiten blieben eben unerwähnt. Noch ließ sie ihn in dem Glauben... Geschah ihm ganz recht.<br />
Ihre Füße gruben sich weiter in den Sand und einen Moment lang, ließ sie die Stille zwischen sich und Tarón.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"es ist tatsächlich nicht viel passiert ... Und das bordell blieb die einzige Möglichkeit an Geld zu kommen um dieses Stück Land irgendwie verlassen zu können." </span><br />
Er hatte recht. Ihre Jahre waren nicht langweilig gewesen. Nur irgendwie leer... Nie hatte sie wirklich einen Sinn in dem gesehen was sie tat. Nach ihrem Gefühl war es immer die Freiheit gewesen, der sie nachjagte, doch eigentlich war es die Suche nach etwas, was diese Leere füllte, die ihre komplette Familie hinterlassen hatte. Zu erst ihr Vater, dann Tarón, als er sie einfach zurück gelassen hatte... Und schließlich der Tod ihrer Mutter... Mit ihr war schließlich auch ihr letzter Halt weg gebrochen.<br />
Isa spielte mit der muschelkette, die ihre Mutter ihr gelassen hatte.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ich wollte fort von hier... Raus aufs Meer... Genau wie du."</span></span><br />
 <br />
 <br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color">Hm. Das konnte man wohl als eine Art Abfuhr werten. Ganz so einfach würde sie es ihm dann wohl nicht machen. Und Tarón verstand das angesichts dessen, was er glaubte zu erahnen – oder befürchtete. Wenn das Leben für Männer auch rau und hart war, so war das Los den Frauen gegenüber oftmals noch ungnädiger. Aus den Augenwinkeln beobachtete er, wie sie mit der Kette spielte. Und wieder spürte er die Schuld wie ein Gewicht auf seinen Schultern.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Es tut mir Leid, Isa.“</span><br />
Und das war die Wahrheit – oder? <br />
Ja. Und nein. Denn seine Flucht bereute er nicht. Und wenn er ehrlich zu sich war, würde er genauso wieder handeln, wenn er in der Zeit zurückreisen könnte. Aber es tat ihm leid – weil ihm bewusst war, was er getan hatte. Weil es ihm von Anfang an bewusst gewesen war. Weil er sich selbst nicht belügen konnte. Genauso wenig wie er sich damals anders hätte entscheiden können. Er seufzte und nahm einen Schluck aus der Flasche, um sich in seine tröstlich aufflammende Umarmung zu geben. Nichts änderte die Vergangenheit – auch kein Bedauern.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Ich wünschte ich hätte dich nicht zurücklassen müssen. Aber es ist, wie ich dir heute morgen sagte: Black Tooth starb und das war das Ende meiner Tage an Board der Ocean‘s Hangman.“</span><br />
Sein Gesicht verfinsterte sich, offenbarte, gelöst vom Alkohol und als Schatten von der sinkenden Sonne in sein Gesicht geätzt, weit mehr Emotionen als zuvor bei ihrem Zusammenstoß im Bordell.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Ich hätte nicht weiter mit ihnen segeln können. Aber die Aurora kreuzte in anderen Gewässern…“</span><br />
Eine Erklärung – keine Begründung. Es hätte immer einen Weg gegeben, nicht wahr? <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Es tut mir leid…“</span><br />
Wiederholte er noch einmal, weil es das war, worauf es hinauslief.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Es waren viele Jahre ins Land gezogen und doch fühlte sich isala in diesem Moment, als wäre keine Zeit vergangen. Der Wind spielte mit ihren Haaren und ihre Stiefel lagen neben ihr im Sand, denn nichts war schöner als die feinen Steine zwischen den Zehen zu spüren.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Neben ihr saß Tarón... Größer als früher... Kräftiger... Er war ein Mann geworden, so wie sie zur Frau gewachsen war. Isala war es gewesen, die vorgeschlagen hatte nur mit ihm den Abend zu verbringen... Irgendwoher hatten sie dann doch noch Alkohol bekommen und so saßen sie am Strand von Silvestre und sahen dem Farbenspiel zu, das die untergehende Sonne am Horizont malte.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Sie hatten sich so viel zu sagen, so viel zu erzählen und dennoch wusste isala nicht wie sie anfangen sollte. Noch immer hatte sie das Gefühl er war ein anderer...oder war er noch ihr Tarón. Bitterkeit lag über ihren Gedanken Schließlich war es ihr Tarón, der sie einfach vergessen hatte.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Sie schnappte sich die Flasche aus seiner Hand und nahm einen kräftigen schluck, eh die Frau den Alkohol wieder zurück gab.</span><br />
<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"also meine letzten Jahre waren langweilig, deswegen musst du erzählen... Ein Pirat, mh?"</span> sie sah ihn nicht direkt an sondern ließ die grünen Augen über das Wasser schweifen... Ein sanftes leicht trauriges Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie hoffte der neue Tarón konnte ihre Züge nicht so gut lesen, wie der alte.</span><br />
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 <br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color">Auch Tarón konnte sich einen Moment der Illusion hingeben, dass das stete Branden der Wellen die Zeit selbst davongetragen hatte und er mit Isala wieder an den Stränden Chikarns saß. Und im Kern hatten sich manche Sachen wohl nie geändert. Noch immer flohen sie vor Faran auch wenn sein Onkel nurnoch eine blasse Erinnerung in Taróns Geist war. Wahrscheinlich würden sie ein Leben lang vor diesem Schatten fliehen ob sie sich dessen bewusst waren oder nicht. Dieses Mal hatte sie die Flucht nur an einen anderen Strand geführt. Doch das Meer, die Sonne, deren letzte Strahlen über dem Wasser glitzerten und es in schimmerndes Gold verwandelten, und die Wellen bleiben die gleichen.<br />
Während Calwah – der Neuling, die Veränderung in der Konstellation und das Zeugnis der Zeit, die trotz dem Anflug von Vertrautheit zwischen ihnen lag -sich vor ihnen in den letzten Strahlen sonnte, lag auch Taróns Blick auf dem Meer. Er wandte diesen nicht ab, als Isa nach der Flasche griff und auch nicht, als er sie zurücknahm, und das Schweigen nach ihren Worten mit einem Schluck seinerseits füllte.<br />
Das Brennen des Alkohols bot Zuflucht und passte zugleich wunderbar in die melancholische Stimmung, die sich zwischen ihnen ausbreitete. Er musste ihr Gesicht nicht sehen. Er fühlte ihre Stimmung, teilte sie – greifbar wie der Sand, den er sanft durch seine linke Hand rieseln ließ.<br />
Ein leises Auflachen, die Andeutung eines schiefen Lächelns, das ihr galt, und doch der Sonne zugewandt blieb.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Aye, ein Pirat. Aber der Teil sollte dich wohl am wenigsten überraschen, oder? Und ich glaube so langweilig werden deine Jahre nicht gewesen sein – zumindest nicht die letzten Monate…von allen Orten hier. Und dann noch in diesem verdammten Bordell… ich glaube du hast mir auch etwas zu erzählen.“</span></span><br />
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<span style="color: darkorchid;" class="mycode_color">Achja. Beinahe hatte sie vergessen, dass sie ihm im unklaren darüber gelassen hatte, was genau sie im bordell gearbeitet hat. Er schlussfolgerte wahrscheinlich selbst auf das schlimmste... Wer würde das auch nicht. Faktisch gesehen hatte auch nie eine Lüge Isalas Lippen verlassen... Nur ein paar Kleinigkeiten blieben eben unerwähnt. Noch ließ sie ihn in dem Glauben... Geschah ihm ganz recht.<br />
Ihre Füße gruben sich weiter in den Sand und einen Moment lang, ließ sie die Stille zwischen sich und Tarón.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"es ist tatsächlich nicht viel passiert ... Und das bordell blieb die einzige Möglichkeit an Geld zu kommen um dieses Stück Land irgendwie verlassen zu können." </span><br />
Er hatte recht. Ihre Jahre waren nicht langweilig gewesen. Nur irgendwie leer... Nie hatte sie wirklich einen Sinn in dem gesehen was sie tat. Nach ihrem Gefühl war es immer die Freiheit gewesen, der sie nachjagte, doch eigentlich war es die Suche nach etwas, was diese Leere füllte, die ihre komplette Familie hinterlassen hatte. Zu erst ihr Vater, dann Tarón, als er sie einfach zurück gelassen hatte... Und schließlich der Tod ihrer Mutter... Mit ihr war schließlich auch ihr letzter Halt weg gebrochen.<br />
Isa spielte mit der muschelkette, die ihre Mutter ihr gelassen hatte.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ich wollte fort von hier... Raus aufs Meer... Genau wie du."</span></span><br />
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 <br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color">Hm. Das konnte man wohl als eine Art Abfuhr werten. Ganz so einfach würde sie es ihm dann wohl nicht machen. Und Tarón verstand das angesichts dessen, was er glaubte zu erahnen – oder befürchtete. Wenn das Leben für Männer auch rau und hart war, so war das Los den Frauen gegenüber oftmals noch ungnädiger. Aus den Augenwinkeln beobachtete er, wie sie mit der Kette spielte. Und wieder spürte er die Schuld wie ein Gewicht auf seinen Schultern.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Es tut mir Leid, Isa.“</span><br />
Und das war die Wahrheit – oder? <br />
Ja. Und nein. Denn seine Flucht bereute er nicht. Und wenn er ehrlich zu sich war, würde er genauso wieder handeln, wenn er in der Zeit zurückreisen könnte. Aber es tat ihm leid – weil ihm bewusst war, was er getan hatte. Weil es ihm von Anfang an bewusst gewesen war. Weil er sich selbst nicht belügen konnte. Genauso wenig wie er sich damals anders hätte entscheiden können. Er seufzte und nahm einen Schluck aus der Flasche, um sich in seine tröstlich aufflammende Umarmung zu geben. Nichts änderte die Vergangenheit – auch kein Bedauern.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Ich wünschte ich hätte dich nicht zurücklassen müssen. Aber es ist, wie ich dir heute morgen sagte: Black Tooth starb und das war das Ende meiner Tage an Board der Ocean‘s Hangman.“</span><br />
Sein Gesicht verfinsterte sich, offenbarte, gelöst vom Alkohol und als Schatten von der sinkenden Sonne in sein Gesicht geätzt, weit mehr Emotionen als zuvor bei ihrem Zusammenstoß im Bordell.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Ich hätte nicht weiter mit ihnen segeln können. Aber die Aurora kreuzte in anderen Gewässern…“</span><br />
Eine Erklärung – keine Begründung. Es hätte immer einen Weg gegeben, nicht wahr? <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Es tut mir leid…“</span><br />
Wiederholte er noch einmal, weil es das war, worauf es hinauslief.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lets talk about...something]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1277</link>
			<pubDate>Mon, 17 Jun 2024 15:54:48 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=64">Cassy Rice</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1277</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align:center;font-family:'Abril Fatface',cursive;font-size:33px;letter-spacing:2px;margin-bottom:-7px;">Lets talk about...something</div>
<div style="text-align:center;text-transform:uppercase;letter-spacing:1px;font-size:11px;">Kieran Darvell & Cassy Rice, Datum & Zeit, 18. Juli 1822, Mannschaftsdeck (nähe Kombüse an einem Tisch)</div>
<br />
<blockquote><div class="Cassy">Mittlerweile waren gut zwei Wochen vergangen, seitdem Cassy das erste Mal mit der Sphinx in See gestochen war und sie hatte ihren Platz in der Kombüse bereits gefunden. Sie half dort, wo man sie gerade brauchte und die Speisen, die sie zubereitete, schienen soweit in Ordnung zu sein, dass man ihr auch weiterhin zutraute, Dinge für das Essen der Crew vorzubereiten. Es war ein Job wie jeder andere auch und doch unterschied er sich so stark von dem, was Cassy sonst so an Land getrieben hatte. Ihre freie Zeit nutzte die junge Frau oft dazu, Musik zu machen, war es nicht nur etwas, das sie über die Runden gebracht hatte, sondern ebenso eine Leidenschaft, die sie nicht komplett vernachlässigen wollte. Die Musik war etwas befreiendes. Gerade dann, wenn sie wieder einmal irgendwo waren, wo weit und breit kein Land zu sehen war, erdeten sie die Klänge des Musikinstrumentes und sie konnte mit geschlossenen Augen dort sein, wo auch immer sie gerade sein wollte. Denn das Gefühl, auf See gefangen zu sein, von dem Schiff nicht einfach wieder herunter zu kommen, weil sie sonst drohte zu sterben, war etwas, an das sie sich eindeutig noch gewöhnen musste.<br />
<br />
Ebenso an die Crew. Es war eine bunte Truppe ziemlich sympathischer Menschen. Hatte sie festgestellt oder besser gesagt beschlossen. Dies traf bei den einen mehr und bei den anderen eben weniger zu. Es gab jene Mitglieder, mit denen die Blondine mehr sprach und eben jene, mit denen sie weniger Kontakt hatte. Aber insgesamt musste sie schon sagen, fühlte sie sich wohl und sie hoffte, dass das so bleiben würde. Sie hoffte nach wie vor, dass diese Chance wirklich mehr als das sein würde. Dass es nicht nur ein Abenteuer auf der Liste ihres Lebensweges bleiben würde, sondern dass es etwas war, was sie dauerhaft machen konnte. Denn so beängstigend wie die Hohe See auch sein mochte, sie bot der jungen Frau Sicherheit. Sicherheit vor ihrer Vergangenheit und aufgrund der Tatsache, dass sie sich wirklich in der Crew ihren Platz sichern wollte, war es vielleicht langsam an der Zeit mit den anderen Mitgliedern mehr Kontakt zu suchen als das, was man eben im Alltag so miteinander teilte. Beim Essen sprach man schon mal zwei oder drei Worte, ebenso bevor es dann schließlich ans Schlafen ging. Man musste sich schließlich ständig irgendwie absprechen und dennoch bekam man so nicht die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen. <br />
<br />
Eigentlich war Cassy auch nicht auf den Mund gefallen und doch fiel es ihr hin und wieder schwer, wenn es keinen offensichtlichen Grund gab, das Gespräch von sich aus zu suchen. Die Initiative zu ergreifen sozusagen. Deshalb war sie auch oft mehr für sich und das war etwas, was sie definitiv auf Dauer ändern wollte. Sie wollte integriert werden und sie war davon überzeugt, dass sie dafür auch ein wenig etwas tun wollte. Gesagt. Getan. Oder eben auch nicht. Aber jetzt, wo das Essen gerade beendet war, die Teller alle verstaut waren und der Spüldienst der Kombüse nicht ihre Aufgabe war, sah sie sich um und hatte sich selbst fest vorgenommen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.<br />
<br />
Einige der Crewmitglieder hatten sich bereits wieder auf ihre Posten begeben, andere schlugen ihre Zeit mit irgendwelchem Zeug Tod und dann war da noch Kieran. Dem Seemann hatte sie hin und wieder bei einer seiner Aufgaben geholfen, war ihm zur Hand gegangen und er erschien ihr eher ruhig, aber umgänglich. Nun bot sich doch die Möglichkeit, ihn einfach mal anzusprechen und zu schauen, ob sie sich nicht sogar auf einer Wellenlänge befanden. Das wäre doch schon einmal etwas, oder? Nur noch den Mut musste sie dazu aufbringen. <br />
<br />
Es dauerte einen Moment und Cassy hatte sich mehrfach überlegt, was sie denn sagen wollte, was sie denn tun sollte, was sie mit ihm nun ja bereden wollte. Doch wirklich etwas eingefallen war ihr nicht und dann ergriff sie die Chance, aus Angst er könne von dem Platz an dem er sich gerade befand, doch noch aufstehen und sie es wieder nicht geschafft haben, ein Gespräch zu beginnen. Sie kam sich wirklich bescheuert vor, wirklich. Wie so ein Teenager. Unfug. Es war doch nur ein Gespräch, sie wollte ihn ja nicht anflirten, oder sonst was. Also trat sie auf ihn zu.<br />
<br />
<i>Hey</i><br />
<br />
Immerhin, kein stottern, kein leises Wort, das man nicht verstehen konnte, sondern sie hatte ihn direkt und deutlich angesprochen. Ein Lächeln lag in ihrem Gesicht.<br />
<br />
<i>Kann ich mich ein wenig zu dir setzen oder passt es dir gerade nicht?</i><br />
<br />
Ging doch. War gar nicht so schwer. Ja, nun hatte sie sich überwunden, ihn anzusprechen und der Rest würde dann schon von selber kommen. So funktionierten Unterhaltungen schließlich. Oder etwa nicht? Nun musste sie nur hoffen, dass er sie nicht postwendendd wieder wegschicken würde, denn das wäre wirklich unangenehm und irgendwie auch peinlich für zukünftige Begegnungen.</div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;font-family:'Abril Fatface',cursive;font-size:33px;letter-spacing:2px;margin-bottom:-7px;">Lets talk about...something</div>
<div style="text-align:center;text-transform:uppercase;letter-spacing:1px;font-size:11px;">Kieran Darvell & Cassy Rice, Datum & Zeit, 18. Juli 1822, Mannschaftsdeck (nähe Kombüse an einem Tisch)</div>
<br />
<blockquote><div class="Cassy">Mittlerweile waren gut zwei Wochen vergangen, seitdem Cassy das erste Mal mit der Sphinx in See gestochen war und sie hatte ihren Platz in der Kombüse bereits gefunden. Sie half dort, wo man sie gerade brauchte und die Speisen, die sie zubereitete, schienen soweit in Ordnung zu sein, dass man ihr auch weiterhin zutraute, Dinge für das Essen der Crew vorzubereiten. Es war ein Job wie jeder andere auch und doch unterschied er sich so stark von dem, was Cassy sonst so an Land getrieben hatte. Ihre freie Zeit nutzte die junge Frau oft dazu, Musik zu machen, war es nicht nur etwas, das sie über die Runden gebracht hatte, sondern ebenso eine Leidenschaft, die sie nicht komplett vernachlässigen wollte. Die Musik war etwas befreiendes. Gerade dann, wenn sie wieder einmal irgendwo waren, wo weit und breit kein Land zu sehen war, erdeten sie die Klänge des Musikinstrumentes und sie konnte mit geschlossenen Augen dort sein, wo auch immer sie gerade sein wollte. Denn das Gefühl, auf See gefangen zu sein, von dem Schiff nicht einfach wieder herunter zu kommen, weil sie sonst drohte zu sterben, war etwas, an das sie sich eindeutig noch gewöhnen musste.<br />
<br />
Ebenso an die Crew. Es war eine bunte Truppe ziemlich sympathischer Menschen. Hatte sie festgestellt oder besser gesagt beschlossen. Dies traf bei den einen mehr und bei den anderen eben weniger zu. Es gab jene Mitglieder, mit denen die Blondine mehr sprach und eben jene, mit denen sie weniger Kontakt hatte. Aber insgesamt musste sie schon sagen, fühlte sie sich wohl und sie hoffte, dass das so bleiben würde. Sie hoffte nach wie vor, dass diese Chance wirklich mehr als das sein würde. Dass es nicht nur ein Abenteuer auf der Liste ihres Lebensweges bleiben würde, sondern dass es etwas war, was sie dauerhaft machen konnte. Denn so beängstigend wie die Hohe See auch sein mochte, sie bot der jungen Frau Sicherheit. Sicherheit vor ihrer Vergangenheit und aufgrund der Tatsache, dass sie sich wirklich in der Crew ihren Platz sichern wollte, war es vielleicht langsam an der Zeit mit den anderen Mitgliedern mehr Kontakt zu suchen als das, was man eben im Alltag so miteinander teilte. Beim Essen sprach man schon mal zwei oder drei Worte, ebenso bevor es dann schließlich ans Schlafen ging. Man musste sich schließlich ständig irgendwie absprechen und dennoch bekam man so nicht die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen. <br />
<br />
Eigentlich war Cassy auch nicht auf den Mund gefallen und doch fiel es ihr hin und wieder schwer, wenn es keinen offensichtlichen Grund gab, das Gespräch von sich aus zu suchen. Die Initiative zu ergreifen sozusagen. Deshalb war sie auch oft mehr für sich und das war etwas, was sie definitiv auf Dauer ändern wollte. Sie wollte integriert werden und sie war davon überzeugt, dass sie dafür auch ein wenig etwas tun wollte. Gesagt. Getan. Oder eben auch nicht. Aber jetzt, wo das Essen gerade beendet war, die Teller alle verstaut waren und der Spüldienst der Kombüse nicht ihre Aufgabe war, sah sie sich um und hatte sich selbst fest vorgenommen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.<br />
<br />
Einige der Crewmitglieder hatten sich bereits wieder auf ihre Posten begeben, andere schlugen ihre Zeit mit irgendwelchem Zeug Tod und dann war da noch Kieran. Dem Seemann hatte sie hin und wieder bei einer seiner Aufgaben geholfen, war ihm zur Hand gegangen und er erschien ihr eher ruhig, aber umgänglich. Nun bot sich doch die Möglichkeit, ihn einfach mal anzusprechen und zu schauen, ob sie sich nicht sogar auf einer Wellenlänge befanden. Das wäre doch schon einmal etwas, oder? Nur noch den Mut musste sie dazu aufbringen. <br />
<br />
Es dauerte einen Moment und Cassy hatte sich mehrfach überlegt, was sie denn sagen wollte, was sie denn tun sollte, was sie mit ihm nun ja bereden wollte. Doch wirklich etwas eingefallen war ihr nicht und dann ergriff sie die Chance, aus Angst er könne von dem Platz an dem er sich gerade befand, doch noch aufstehen und sie es wieder nicht geschafft haben, ein Gespräch zu beginnen. Sie kam sich wirklich bescheuert vor, wirklich. Wie so ein Teenager. Unfug. Es war doch nur ein Gespräch, sie wollte ihn ja nicht anflirten, oder sonst was. Also trat sie auf ihn zu.<br />
<br />
<i>Hey</i><br />
<br />
Immerhin, kein stottern, kein leises Wort, das man nicht verstehen konnte, sondern sie hatte ihn direkt und deutlich angesprochen. Ein Lächeln lag in ihrem Gesicht.<br />
<br />
<i>Kann ich mich ein wenig zu dir setzen oder passt es dir gerade nicht?</i><br />
<br />
Ging doch. War gar nicht so schwer. Ja, nun hatte sie sich überwunden, ihn anzusprechen und der Rest würde dann schon von selber kommen. So funktionierten Unterhaltungen schließlich. Oder etwa nicht? Nun musste sie nur hoffen, dass er sie nicht postwendendd wieder wegschicken würde, denn das wäre wirklich unangenehm und irgendwie auch peinlich für zukünftige Begegnungen.</div></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Beneath the Waves]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1275</link>
			<pubDate>Thu, 30 May 2024 15:28:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=4">Shanaya Árashi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1275</guid>
			<description><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Beneath the Waves</div>
<br />
<font size=1>Nachmittag des 22. Juli 1822 <br />
Shanaya Árashi & Tarón Valur</font></center><br />
<br />
<br />
<blockquote><div class="Shanaya">Shanaya reckte den Nacken ein wenig zur linken, dann zur rechten Seite. Sie war Arbeit gewöhnt, scheute sich kein bisschen davor. Aber die Arbeit, der die junge Frau nachging, war… angenehmer als das, was sie hier erwartete. Sie beschwerte sich keinesfalls, immerhin war sie freiwillig hier, sah das Ganze einfach als Experiment. So naiv war sie nicht, dass sie hier anfing zu arbeiten und zu erwarten, dass es hier wie auf einer frühlingshaften Blumenwiese vorging. Die Blicke, die ganzen Grabscher. Aber irgendwie härtete das Ganze ja auch. Zumindest redete die Schwarzhaarige sich diesen Gedanken immer wieder ein, gefolgt von einem leisen Seufzen. Wie gut, dass sie das nur ein paar Tage überstehen musste und sich im nächsten Hafen etwas Neues suchen konnte. Für immer würde sie das gewiss nicht aushalten. Oder eher… der Rest um sie herum hätte sehr schnell keine Finger mehr und sie würde eh wieder zu den Arbeiten auf dem Schiff übergehen. <br />
Aufmerksam wanderten die blauen Augen durch den Schankraum, immer auf der Suche nach bekannten Gesichtern. Sie blickte zu den einzelnen Tischen, zu dem Langen, der ein ganzes Stück von ihr entfernt war und deren Bänke beinahe voll waren. Genug zu tun, trotzdem gönnte sich die junge Frau diesen kurzen Moment zum Durchatmen. Passend dazu schob sie sich ein Stück Trockenfleisch zwischen die Lippen, spielte ein wenig mit der Zunge daran herum, ehe sie darauf herum kaute, die blauen Augen noch immer aufmerksam. Zwei Fremde hatten den Schankraum betreten, einer trat an einen einzelnen Tisch und wurde sofort von einer Schankmaid belagert. Shanaya selbst gab nur ein leises, unwilliges Brummen von sich, machte aber keinerlei Anstalten, sich auch wieder an die Arbeit zu machen. Einen Moment noch. So lang, wie es dauerte, das Stück Fleisch zu zerkauen. Dabei konnte sie aufmerksam bleiben, den Raum betrachten, der spärlich von einigen Laternen beleuchtet wurde. Immerhin mochte sie diese Atmosphäre. Schließlich verbrachte sie selbst viel Zeit in verschiedenen Schenken und die waren selten mit edlen Badehäusern zu vergleichen. Jetzt schluckte die Schwarzhaarige das Stück Fleisch herunter, schloss für wenige Herzschläge die Augen und setzte sich dann, wieder mit aufmerksamen Blick, in Bewegung. Schön. Sie war hier, um Geld zu verdienen. Und auf die ein oder andere Weise würde sie genau dieses Ziel erreichen.</div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Beneath the Waves</div>
<br />
<font size=1>Nachmittag des 22. Juli 1822 <br />
Shanaya Árashi & Tarón Valur</font></center><br />
<br />
<br />
<blockquote><div class="Shanaya">Shanaya reckte den Nacken ein wenig zur linken, dann zur rechten Seite. Sie war Arbeit gewöhnt, scheute sich kein bisschen davor. Aber die Arbeit, der die junge Frau nachging, war… angenehmer als das, was sie hier erwartete. Sie beschwerte sich keinesfalls, immerhin war sie freiwillig hier, sah das Ganze einfach als Experiment. So naiv war sie nicht, dass sie hier anfing zu arbeiten und zu erwarten, dass es hier wie auf einer frühlingshaften Blumenwiese vorging. Die Blicke, die ganzen Grabscher. Aber irgendwie härtete das Ganze ja auch. Zumindest redete die Schwarzhaarige sich diesen Gedanken immer wieder ein, gefolgt von einem leisen Seufzen. Wie gut, dass sie das nur ein paar Tage überstehen musste und sich im nächsten Hafen etwas Neues suchen konnte. Für immer würde sie das gewiss nicht aushalten. Oder eher… der Rest um sie herum hätte sehr schnell keine Finger mehr und sie würde eh wieder zu den Arbeiten auf dem Schiff übergehen. <br />
Aufmerksam wanderten die blauen Augen durch den Schankraum, immer auf der Suche nach bekannten Gesichtern. Sie blickte zu den einzelnen Tischen, zu dem Langen, der ein ganzes Stück von ihr entfernt war und deren Bänke beinahe voll waren. Genug zu tun, trotzdem gönnte sich die junge Frau diesen kurzen Moment zum Durchatmen. Passend dazu schob sie sich ein Stück Trockenfleisch zwischen die Lippen, spielte ein wenig mit der Zunge daran herum, ehe sie darauf herum kaute, die blauen Augen noch immer aufmerksam. Zwei Fremde hatten den Schankraum betreten, einer trat an einen einzelnen Tisch und wurde sofort von einer Schankmaid belagert. Shanaya selbst gab nur ein leises, unwilliges Brummen von sich, machte aber keinerlei Anstalten, sich auch wieder an die Arbeit zu machen. Einen Moment noch. So lang, wie es dauerte, das Stück Fleisch zu zerkauen. Dabei konnte sie aufmerksam bleiben, den Raum betrachten, der spärlich von einigen Laternen beleuchtet wurde. Immerhin mochte sie diese Atmosphäre. Schließlich verbrachte sie selbst viel Zeit in verschiedenen Schenken und die waren selten mit edlen Badehäusern zu vergleichen. Jetzt schluckte die Schwarzhaarige das Stück Fleisch herunter, schloss für wenige Herzschläge die Augen und setzte sich dann, wieder mit aufmerksamen Blick, in Bewegung. Schön. Sie war hier, um Geld zu verdienen. Und auf die ein oder andere Weise würde sie genau dieses Ziel erreichen.</div></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gift wird nur durch Gift besiegt allein]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1268</link>
			<pubDate>Sat, 04 May 2024 12:01:44 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=4">Shanaya Árashi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1268</guid>
			<description><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Gift wird nur durch Gift besiegt allein</div>
<br />
<font size=1>Abend des 25. Juli 1822 <br />
Ceallagh Hayes, Lucien Dravean & Bláyron Árashi (& Shanaya Árashi)</font></center><br />
<br />
<font color=#4169E1>Shanaya sträubte sich noch ein wenig, aufzustehen. Sie hatte den beiden Männern einen vollen Krug besorgt, der natürlich aufs Haus ging. Dann hatte sie sich einen gemütlichen Platz auf dem Schoß ihres Captains gesucht, den sie bis zu diesem Moment noch nicht wieder verlassen hatte. Mit einem Lächeln hatte sie sich einen Schluck aus Luciens Krug gegönnt, den Blick dabei mit einem Lächeln auf den Blonden gerichtet. <br />
<br />
<i>„Ich muss gleich noch eine Kleinigkeit klären, aber ihr seid ja versorgt und könnt ein bisschen ohne mich auskommen, nicht wahr?“</i><br />
<br />
Damit stellte sie den Krug zurück auf den Tisch, wog noch einen Moment ab, ehe sie Lucien einen kurzen Kuss auf die Lippen hauchte und dann, gezwungenermaßen, aufstand. <br />
<br />
<i>„Soll ich euch noch etwas zu Essen mitbringen?“</I><br />
<br />
Sie wartete noch auf die Antwort der beiden Männer, warf ihnen jeweils ein Lächeln zu, ehe sie sich umwandte, um aus diesen Klamotten heraus zu kommen. Sie tänzelte zwischen den Tischen her, huschte in die Richtung der Treppe, um oben am Ende des Ganges in einem der Räume zu verschwinden. </font><br />
<br />
<font color=#00cd00>Voller Geduld blickte der blonde Mann geradeaus, nahm nur gelegentlich einen Schluck aus dem Krug, der vor ihm stand. Die Kapuze seines Umhangs verdeckte sein Gesicht, verschleierte sein Aussehen vor zu neugierigen Augen. Es war laut um ihn herum, aber er hörte, was er hören musste. Und seine Männer, die sich im Schankraum verteilt hatten, sahen genug. Die Stimme, auf die er sich konzentrierte, war nicht sonderlich laut, aber es reichte. Er würde ein paar Minuten Zeit haben. Bláyron grinste, ließ den Krug zurück auf den Tisch sinken und richtete die grünen Augen auf die Männer, die ihm am Tisch gegenüber saßen. Es dauerte nur wenige Momente, bis er nickte und Bláyron daraufhin die Hand hob. Eine kurze Geste, versteckt vor dem Großteil, ausreichend für zwei Männer, die sich beinahe zeitgleich erhoben, ihre Pistole vom Gürtel zogen und in die Richtung des Tisches gingen, an dem die beiden Männer saßen. Sie näherten sich mit zwei Schritten von hinten, hob die Pistole und drückten den Lauf ihrer Waffe gegen den Rücken jeweils eines Mannes. <font color=#ec5800><i>„Eine Bewegung und ihr seid Geschichte.“</i></font> Der Mann hinter Lucien sprach leise, seine Stimme ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er nicht davor zurück schrecken würde, abzudrücken. <br />
Ohne Eile erhob Bláyron sich, griff nach seinem und einem zweiten, vollen Krug, steuerte auf den selben Tisch zu, an dem seine Männer ihre Waffen auf die beiden Männer gerichtet hatten. Ohne ein Wort stellte der Blonde den vollen Krug vor Lucien auf den Tisch, ließ sich dann auf dem Stuhl ihm gegenüber sinken, den Blick kurz auf den Blonden gerichtet, bevor er sich wieder Lucien zu wandte, während er die Kapuze vom Kopf zog. <br />
<br />
<i>„So lernen wir uns auch Mal kennen.“</i><br />
<br />
Ihm war egal, ob der Jüngere ihn kannte, wichtig war nur, wie nah dieser Mann seiner Schwester stand. <br />
<br />
<i>„Nur, damit eines klar ist. Wenn einer von euch eine falsche Bewegung macht, ist die Kleine Geschichte.“</i><br />
<br />
Er nickte in die Richtung der Treppe, die Shanaya kurz davor hoch geeilt war, zu dem Mann, der diesem Weg folgte, ebenfalls eine Pistole in der Hand. <br />
<br />
<i>„Spielt mit und ihr kommt beide lebend hier raus. Zumindest heute.“</i><br />
<br />
Damit nahm er seinen Krug in die Hand, trank einen Schluck, blickte Lucien daraufhin wieder direkt an. Der Andere schien nur Beiwerk zu sein, in den Augen des Mannes nicht wichtig genug. Zumindest bisher. <br />
<br />
<i>„Ich mache euch ein Angebot. Ihr wisst doch sicher, wie es ist, wenn du etwas unbedingt in deinen Besitz bringen wollt?“</i><br />
<br />
Er lächelte,das mehr einem Fletschen seiner Zähne glich. <br />
<br />
<i>„Ich bezahle gut, wenn ihr sie mir ausliefert.“</i><br />
<br />
Der Ton in seiner Stimme blieb ruhig, machte jedoch deutlich, dass er dem Mann eigentlich keine andere Wahl ließ, als dieses Angebot anzunehmen. </font>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Gift wird nur durch Gift besiegt allein</div>
<br />
<font size=1>Abend des 25. Juli 1822 <br />
Ceallagh Hayes, Lucien Dravean & Bláyron Árashi (& Shanaya Árashi)</font></center><br />
<br />
<font color=#4169E1>Shanaya sträubte sich noch ein wenig, aufzustehen. Sie hatte den beiden Männern einen vollen Krug besorgt, der natürlich aufs Haus ging. Dann hatte sie sich einen gemütlichen Platz auf dem Schoß ihres Captains gesucht, den sie bis zu diesem Moment noch nicht wieder verlassen hatte. Mit einem Lächeln hatte sie sich einen Schluck aus Luciens Krug gegönnt, den Blick dabei mit einem Lächeln auf den Blonden gerichtet. <br />
<br />
<i>„Ich muss gleich noch eine Kleinigkeit klären, aber ihr seid ja versorgt und könnt ein bisschen ohne mich auskommen, nicht wahr?“</i><br />
<br />
Damit stellte sie den Krug zurück auf den Tisch, wog noch einen Moment ab, ehe sie Lucien einen kurzen Kuss auf die Lippen hauchte und dann, gezwungenermaßen, aufstand. <br />
<br />
<i>„Soll ich euch noch etwas zu Essen mitbringen?“</I><br />
<br />
Sie wartete noch auf die Antwort der beiden Männer, warf ihnen jeweils ein Lächeln zu, ehe sie sich umwandte, um aus diesen Klamotten heraus zu kommen. Sie tänzelte zwischen den Tischen her, huschte in die Richtung der Treppe, um oben am Ende des Ganges in einem der Räume zu verschwinden. </font><br />
<br />
<font color=#00cd00>Voller Geduld blickte der blonde Mann geradeaus, nahm nur gelegentlich einen Schluck aus dem Krug, der vor ihm stand. Die Kapuze seines Umhangs verdeckte sein Gesicht, verschleierte sein Aussehen vor zu neugierigen Augen. Es war laut um ihn herum, aber er hörte, was er hören musste. Und seine Männer, die sich im Schankraum verteilt hatten, sahen genug. Die Stimme, auf die er sich konzentrierte, war nicht sonderlich laut, aber es reichte. Er würde ein paar Minuten Zeit haben. Bláyron grinste, ließ den Krug zurück auf den Tisch sinken und richtete die grünen Augen auf die Männer, die ihm am Tisch gegenüber saßen. Es dauerte nur wenige Momente, bis er nickte und Bláyron daraufhin die Hand hob. Eine kurze Geste, versteckt vor dem Großteil, ausreichend für zwei Männer, die sich beinahe zeitgleich erhoben, ihre Pistole vom Gürtel zogen und in die Richtung des Tisches gingen, an dem die beiden Männer saßen. Sie näherten sich mit zwei Schritten von hinten, hob die Pistole und drückten den Lauf ihrer Waffe gegen den Rücken jeweils eines Mannes. <font color=#ec5800><i>„Eine Bewegung und ihr seid Geschichte.“</i></font> Der Mann hinter Lucien sprach leise, seine Stimme ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er nicht davor zurück schrecken würde, abzudrücken. <br />
Ohne Eile erhob Bláyron sich, griff nach seinem und einem zweiten, vollen Krug, steuerte auf den selben Tisch zu, an dem seine Männer ihre Waffen auf die beiden Männer gerichtet hatten. Ohne ein Wort stellte der Blonde den vollen Krug vor Lucien auf den Tisch, ließ sich dann auf dem Stuhl ihm gegenüber sinken, den Blick kurz auf den Blonden gerichtet, bevor er sich wieder Lucien zu wandte, während er die Kapuze vom Kopf zog. <br />
<br />
<i>„So lernen wir uns auch Mal kennen.“</i><br />
<br />
Ihm war egal, ob der Jüngere ihn kannte, wichtig war nur, wie nah dieser Mann seiner Schwester stand. <br />
<br />
<i>„Nur, damit eines klar ist. Wenn einer von euch eine falsche Bewegung macht, ist die Kleine Geschichte.“</i><br />
<br />
Er nickte in die Richtung der Treppe, die Shanaya kurz davor hoch geeilt war, zu dem Mann, der diesem Weg folgte, ebenfalls eine Pistole in der Hand. <br />
<br />
<i>„Spielt mit und ihr kommt beide lebend hier raus. Zumindest heute.“</i><br />
<br />
Damit nahm er seinen Krug in die Hand, trank einen Schluck, blickte Lucien daraufhin wieder direkt an. Der Andere schien nur Beiwerk zu sein, in den Augen des Mannes nicht wichtig genug. Zumindest bisher. <br />
<br />
<i>„Ich mache euch ein Angebot. Ihr wisst doch sicher, wie es ist, wenn du etwas unbedingt in deinen Besitz bringen wollt?“</i><br />
<br />
Er lächelte,das mehr einem Fletschen seiner Zähne glich. <br />
<br />
<i>„Ich bezahle gut, wenn ihr sie mir ausliefert.“</i><br />
<br />
Der Ton in seiner Stimme blieb ruhig, machte jedoch deutlich, dass er dem Mann eigentlich keine andere Wahl ließ, als dieses Angebot anzunehmen. </font>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dreaming light of the sunrise]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1266</link>
			<pubDate>Sat, 04 May 2024 11:48:27 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=4">Shanaya Árashi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1266</guid>
			<description><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Dreaming light of the sunrise </div>
<br />
<font size=1>Früher Morgen des 13. Juli 1822 <br />
Ceallagh Hayes & Shanaya Árashi</font></center><br />
<blockquote><div class="Shanaya">Shanayas Schlaf fand ein abruptes Ende, als sie mit rasendem Herzen aus einem Schlaf erwachte. Dunkelheit umgab sie, in der sommerlichen Stille erklang nur das ein oder andere Schlafgeräusch eines Crewmitglieds. Sie erinnerte nicht, was oder wer sie in ihrem Traum heimgesucht hatte, aber es dauerte einige Momente, bis sie oft genug tief durchatmen konnte, um sich wieder zu beruhigen. Die Augen hielt die Schwarzhaarige geschlossen, auch, als sie die Beine aus der Hängematte schob, den festen Holzboden unter ihren nackten Füßen spürte. Sie wollte sich bewegen, frische Luft schnappen. Zwei Atemzüge lang verharrte sie also noch, strich sich mit einer Hand durch die dunklen Haare, ehe sie sich in Bewegung setzte, zwischen den schlafenden Piraten her. Sie achtete nicht darauf, wer von ihnen schon wach war, wer sie beachtete, ihr Ziel war klar. Sie gab sich auch keine besonders große Mühe, sehr leise zu sein – das spärliche Licht, das vom Deck herunter krabbelte kündigte sowieso an, dass ihrer aller Nacht bald vorbei sein würde. <br />
Die Zeit bis dahin wollte sie nutzen, für sich, allein mit dem Wind, der sie sanft empfing, als sie die Treppe zum Mannschaftsdeck hinter sich gebracht hatte. Automatisch blieb die junge Frau stehen, richtete die blauen Augen auf die Tür, zu der Captainskajüte führte. Einige, viel zu schnelle Herzschläge später riss sie sich jedoch fort, fuhr sich dieses Mal mit beiden Händen durch die Haare, setzte ihren Weg dabei fort. Das Deck lag leer vor ihr, außer dem Glucksen der Wellen, die am Rumpf brachen und dem Wind, der in den gehissten Segeln raschelte, gönnte man ihr diesen Augenblick für sich. Ohne Eile bewegte Shanaya sich also in die Richtung des Bugspriets, atmete ruhig die frische Luft des neuen Morgens ein. <br />
Am Bug des Schiffes angekommen ließ sie den Blick einige Momente zum Horizont schweifen, zu der Dunkelheit, die langsam von der aufgehenden Sonne besiegt wurde, aber noch nicht ausreichte, um alle Konturen klar erkennen zu können. Erst dann drehte sie diesem Anblick den Rücken zu, setzte sich an den Anfang des Bugspriets und ließ sich zurück fallen, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, sodass die Löwin, ihre Galionsfigur, genau unter ihr lag. So glitt ihr Blick zum Himmel, an dem die letzten Sterne leuchteten, bald für diesen Tag erlöschen würden. Und damit schloss sie die Augen, gab sich all den Gedanken hin, die wie Wolken durch ihren Verstand zogen und doch immer wieder zu einem Punkt zurück kehrten. Sie lauschte nur halbherzig auf ihre Umgebung, sobald Trevor wach war, würde sie wissen, dass auch der Rest bald aus ihren Hängematten kletterte.</div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Dreaming light of the sunrise </div>
<br />
<font size=1>Früher Morgen des 13. Juli 1822 <br />
Ceallagh Hayes & Shanaya Árashi</font></center><br />
<blockquote><div class="Shanaya">Shanayas Schlaf fand ein abruptes Ende, als sie mit rasendem Herzen aus einem Schlaf erwachte. Dunkelheit umgab sie, in der sommerlichen Stille erklang nur das ein oder andere Schlafgeräusch eines Crewmitglieds. Sie erinnerte nicht, was oder wer sie in ihrem Traum heimgesucht hatte, aber es dauerte einige Momente, bis sie oft genug tief durchatmen konnte, um sich wieder zu beruhigen. Die Augen hielt die Schwarzhaarige geschlossen, auch, als sie die Beine aus der Hängematte schob, den festen Holzboden unter ihren nackten Füßen spürte. Sie wollte sich bewegen, frische Luft schnappen. Zwei Atemzüge lang verharrte sie also noch, strich sich mit einer Hand durch die dunklen Haare, ehe sie sich in Bewegung setzte, zwischen den schlafenden Piraten her. Sie achtete nicht darauf, wer von ihnen schon wach war, wer sie beachtete, ihr Ziel war klar. Sie gab sich auch keine besonders große Mühe, sehr leise zu sein – das spärliche Licht, das vom Deck herunter krabbelte kündigte sowieso an, dass ihrer aller Nacht bald vorbei sein würde. <br />
Die Zeit bis dahin wollte sie nutzen, für sich, allein mit dem Wind, der sie sanft empfing, als sie die Treppe zum Mannschaftsdeck hinter sich gebracht hatte. Automatisch blieb die junge Frau stehen, richtete die blauen Augen auf die Tür, zu der Captainskajüte führte. Einige, viel zu schnelle Herzschläge später riss sie sich jedoch fort, fuhr sich dieses Mal mit beiden Händen durch die Haare, setzte ihren Weg dabei fort. Das Deck lag leer vor ihr, außer dem Glucksen der Wellen, die am Rumpf brachen und dem Wind, der in den gehissten Segeln raschelte, gönnte man ihr diesen Augenblick für sich. Ohne Eile bewegte Shanaya sich also in die Richtung des Bugspriets, atmete ruhig die frische Luft des neuen Morgens ein. <br />
Am Bug des Schiffes angekommen ließ sie den Blick einige Momente zum Horizont schweifen, zu der Dunkelheit, die langsam von der aufgehenden Sonne besiegt wurde, aber noch nicht ausreichte, um alle Konturen klar erkennen zu können. Erst dann drehte sie diesem Anblick den Rücken zu, setzte sich an den Anfang des Bugspriets und ließ sich zurück fallen, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, sodass die Löwin, ihre Galionsfigur, genau unter ihr lag. So glitt ihr Blick zum Himmel, an dem die letzten Sterne leuchteten, bald für diesen Tag erlöschen würden. Und damit schloss sie die Augen, gab sich all den Gedanken hin, die wie Wolken durch ihren Verstand zogen und doch immer wieder zu einem Punkt zurück kehrten. Sie lauschte nur halbherzig auf ihre Umgebung, sobald Trevor wach war, würde sie wissen, dass auch der Rest bald aus ihren Hängematten kletterte.</div></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Es kommt mein Reich und meine Zeit]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1264</link>
			<pubDate>Wed, 01 May 2024 08:59:08 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=31">Marionettenspieler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1264</guid>
			<description><![CDATA[<font size=1>(Wer ein paar Infos braucht, man scrolle <a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=685">hier</a> ein bisschen nach unten.) </font><br />
<br />
<br />
<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Es kommt mein Reich und meine Zeit </div>
<br />
<font size=1>Später Abend des 25. Juli 1822 <br />
Trevor Scovell & Bláyron Árashi</font></center><br />
<br />
<font color=#00cd00>Er hatte es beinahe erwartet. Dass dieses Treffen nicht zu seinen Gunsten ausgehen würde. Aber es störte Bláyron nicht im Geringsten, viel mehr bot es ihm noch mehr Möglichkeiten. Er hätte die Beiden auch einfach umlegen lassen können, sich an dem geschockten Blick seiner Schwester erfreuen können, aber das wäre ihm zu langweilig. Es war deutlich amüsanter, sie wissen zu lassen, dass er in der Nähe war. Immer, zu jeder Zeit. Und um sie nach und nach umzubringen hatte er noch genug Zeit. Stück für Stück, damit Shanaya sich mehr und mehr wie die Maus fühlte, die von der Schlange in die Enge gedrängt wurde. Ohne eine Möglichkeit der Flucht. <br />
Sein Weg hatte ihn zum Hafen geführt, dorthin, wo das Schiff ankerte, das sonst unter roten Segeln segelte. Der Blonde hielt einen Moment inne, ein Lächeln voller Vorfreude auf den Lippen. Und seine Schwester konnte die nahende Dunkelheit garantiert nicht hinter sich bringen, ohne sich den Kopf zu zerbrechen, ob er noch in der Nähe war. Sein Schiff würde mit den frühen Morgenstunden auslaufen, um vor der Dunkelheit von hier zu verschwinden. Auch, wenn er es beinahe bedauerte, nicht auf die Schwarzhaarige getroffen zu sein. Aber beim nächsten Mal würde es anders sein. Ganz gewiss.</font>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<font size=1>(Wer ein paar Infos braucht, man scrolle <a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=685">hier</a> ein bisschen nach unten.) </font><br />
<br />
<br />
<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px; LINE-HEIGHT: 0px">Es kommt mein Reich und meine Zeit </div>
<br />
<font size=1>Später Abend des 25. Juli 1822 <br />
Trevor Scovell & Bláyron Árashi</font></center><br />
<br />
<font color=#00cd00>Er hatte es beinahe erwartet. Dass dieses Treffen nicht zu seinen Gunsten ausgehen würde. Aber es störte Bláyron nicht im Geringsten, viel mehr bot es ihm noch mehr Möglichkeiten. Er hätte die Beiden auch einfach umlegen lassen können, sich an dem geschockten Blick seiner Schwester erfreuen können, aber das wäre ihm zu langweilig. Es war deutlich amüsanter, sie wissen zu lassen, dass er in der Nähe war. Immer, zu jeder Zeit. Und um sie nach und nach umzubringen hatte er noch genug Zeit. Stück für Stück, damit Shanaya sich mehr und mehr wie die Maus fühlte, die von der Schlange in die Enge gedrängt wurde. Ohne eine Möglichkeit der Flucht. <br />
Sein Weg hatte ihn zum Hafen geführt, dorthin, wo das Schiff ankerte, das sonst unter roten Segeln segelte. Der Blonde hielt einen Moment inne, ein Lächeln voller Vorfreude auf den Lippen. Und seine Schwester konnte die nahende Dunkelheit garantiert nicht hinter sich bringen, ohne sich den Kopf zu zerbrechen, ob er noch in der Nähe war. Sein Schiff würde mit den frühen Morgenstunden auslaufen, um vor der Dunkelheit von hier zu verschwinden. Auch, wenn er es beinahe bedauerte, nicht auf die Schwarzhaarige getroffen zu sein. Aber beim nächsten Mal würde es anders sein. Ganz gewiss.</font>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Visita interiora terrae, rectificando invenies occultum lapidem]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1215</link>
			<pubDate>Sat, 05 Aug 2023 00:46:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=31">Marionettenspieler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1215</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><span style="color: #8b0000;" class="mycode_color">Ungefähr zehn Tage nachdem ihr von Ostya aufgebrochen wart, kamt ihr auf Setithra an -- einer kleinen Insel östlich von Masita. Schon als ihr, aus dem Süden kommend, an der Insel vorbei musstet -- denn der Hafen lag im Norden -- konntet ihr erkennen, dass es eine kleine Insel war. Sehr klein. Konnte man sicher in weniger als einer Stunde vom einen zum anderen Ende ablaufen. Auf einem bewucherten Hügel thronte ein Herrenhaus und am Fuße des Hügels lag ein dicht bebautes Dorf, aber sonst gab es, bis auf Wald, Wiese und Strand, nicht viel zu erkennen. <br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_hafenibfpf.png" width="450px"><br />
<br />
<span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size"><a href="https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/bwx03aR4m8" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Bildnachweis</a></span></center><br />
<br />
Als ihr mit der Sphinx in den Hafen eingelaufen wart nahmt ihr sofort die schnittige Yacht wahr. Die paar anderen Schiffe in dem kleinen Hafen verschwammen regelrecht mit dem Hintergrund im Gegensatz zu dem kleinen luxuriösen Schiffchen. Kleiner als die Sphinx, defintiv, aber bestimmt dreimal so viel wert. Die Reling war mit floralen Ornamenten versehen, die man schon von weitem als solche erkennen konnte und der blau-gelbe Anstrich sah so frisch aus, als wäre die Fahrt in den Hafen von Setithra ihre Jungfernfahrt gewesen.<br />
<br />
Je näher ihr ans Ufer kamt, desto lauter wurden die Geräusche. Für manche von euch nach tagelangem Wellenrauschen und Möwengeschrei fast Musik in den Ohren -- für andere direkt zu viel des Guten. Spielende Kinder, bellende Hunde, rollende Fässer, Kaiarbeiter, die sich Dinge zuriefen und jemand der versuchte Imbiss und Süßigkeiten zum Mitenehmen zu verkaufen. Schnell war euch klar, warum überhaupt so viel los war. Ein großes Banner war zwischen zwei Laternenpfahlen gespannt:<br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_hunderennens1nfzw.png" width="450px"></center><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dass</span> so viel los war, damit hattet ihr nicht gerechnet. Auf der andere Seite hattet ihr somit einen Vorwand. Unter diesem -- nämlich dem Besuch des Hunderennens -- half man euch beim Anlegen. Seltsam beäugt wurdet ihr allemal, doch man wollte keine zahlende Kundschaft vergraulen. Es war nicht schwer zu erkennen, dass diese Insel vom Tourismus lebte und dass ein Großteil von diesem genau zum Hunderennen stattfand. Denn ein kurzes Umschauen erlaubte euch festzustellen, dass es hier sonst tatsächlich nichts gab. Ein paar Ladengeschäfte, die hauptsächlich Schnickschnack oder überteuerte Sachen vekaufte, die sich die Bewohner der Insel wohl kaum selbst leisten konnten. Ein paar Attraktionen, wie zum Beispiel der Versuch eines Museums. Was genau es für eins war ließ sich nicht feststellen -- das Schild über dem Eingang las einfach nur <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">MUSEUM</span>. Auf den ersten Blick konntet ihr nicht mal Warengeschäfte ausmachen -- auch habt ihr bisher keine Höfe entdeckt, keine Felder oder Nutzvieh, dafür aber immerhin ein recht großes Kontorgebäude. <br />
<br />
Auf den zweiten Blick konntet ihr dann sehen, dass die Häuser nicht mehr allzu gut in Schuss waren. Hier und da fehlte ein Klinkerstein in der Fassade oder eine Schindel im Dach. Dinge, die nicht so schnell oder billig zu reapieren waren. Man hatte sich jedoch Mühe gegeben, zumindest das ordentlich aussehen zu lassen, was man auf die Schnelle richten konnte: Die gepflasterten Straßen waren gefegt, die Fensterscheiben in den Geschäften geputzt, die Blumenkästen unter den Fenstern gefüllt mit Blumen die rein zur Dekoration in voller Blüte standen.<br />
<br />
Es war aber nicht so, als hättet ihr keinen Plan gehabt als ihr die kleine Insel angesteuert habt. Euer eigentliches Ziel galt zwar Masita, aber Shanaya hatte eine Karte die mit ziemlicher Sicherheit eine Ausbeute versprach, denn, abgesehen von ein paar Kreuzen versicherte eine enigmatische Inschrift ... nun ja, Reichtum?<br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_spruchkarteqcd2z.png" width="500px"></center><br />
<br />
Und zwar genau hier. Wäre also regelrecht eine Verschwendung gewesen, wenn man sich den kleinen Zwischenhalt nicht gönnte.<br />
<br />
Allerdings ... genau hier, ja. Und nicht weiter. Die Markierungen auf der Karte waren ja an sich ohnehin vage, aber zumindest habt ihr schnell erkennen können, wo ihr hin musstet. Eines der Kreuze auf der Karte bestand nicht aus zwei Achsen, wie die anderen, sondern aus vier. <br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_kreuzkarte21dt5.png" width="200px"></center><br />
<br />
Wie erwartet, war dies zu einfach. Jetzt wart ihr also hier und wusstet erstmal nicht weiter. Ihr -- oder zumindest ein Teil von euch, denn der Rest wollte lieber auf dem Schiff bleiben oder ein bisschen bummeln gehen -- begannt die Gassen zu durchstreifen und nach Hinweisen zu schauen, oder zumindest nach Orten, an denen man Hilfe bekommen könnte. Am besten so, dass es nicht zu sehr auffiel. Man wollte ja nicht erwähnen, dass man ein Geheimversteck suchte und plötzlich hatte man einen Haufen Touristen auf den Fersen, die ebenfalls was davon abhaben wollten.<br />
<br />
Touristen, hm?<br />
<br />
Unter dem Vorwand, dass dies Teil einer eingefädelten Sache war -- rein zur Unterhaltung natürlich, um mehr Programm zu bieten während der Rennwoche -- konnte man nach Hilfe fragen. Es war ja alles nur ein Spiel.<br />
<br />
Netterweise hatte die Person, die diese Karte erstellt hatte, euer Spiel doch unerwartet schnell ein gutes Stück weitergebracht. Am Türrahmen eines dieser Krimskramsladens, kaum sichtbar unter den Jahren von aufgetragener Farbe, war dasselbe vierachsige Symbol wie auf der Karte. Shanaya winkte den Rest von euch zusammen und ihr sammeltet euch unter dem dunkelgrünen Tührrahmen, der in den Laden führte. Die Buntglastür öffnete sich mit dem Klingeln eines kleinen Glöckchens -- das Innere des Ladens war ebenfalls dunkel, ebenfalls grün durch das verfärbte Licht, das durch die Buntglasfenster kam. Das Schaufenster war genau so wenig aufschlussreich gewesen wie der Rest des Ladens: Regale mit Edelsteinen, Kartenspielen, Fläschchen mit diversen Kräutern, die mehr zur Dekoration und zu Duftzwecken dienen schienen als zu produktiver Verwendung. Holzfiguren, Steinfiguren, Kerzenhalter, Hüte und Schals, Teppiche, Geschirr, noch mehr Figuren, und so weiter.<br />
<br />
Freudig grinsend bei der Aussicht auf viel Kundschaft nickte die alte Dame hinter dem Tresen euch zu -- jedem einzelnen, der hineinkam -- inklusive einem Herrn mit kurzen schwarzen Haaren und einem teuer aussehenden Gehrock, der hinter euch ebenfalls den Laden betreten wollte und euch geduldig und scheu lächelnd zugenickt hat, falls ihr euch nach ihm umgesehen habt. <br />
<br />
Im Laden waren noch zwei weitere Kunden, eine Frau und ein Herr, beide mittleren Alters, vermutlich ein Paar, der aufeinader abgestimmten Kleidung nach zu urteilen. Die Frau trug ein rosa und violett besticktes, helles Kleid; der Herr einen hellen Mantel und helle Kniehosen, doch seine Weste war im selben Muster gehalten wie das Kleid der Frau. Er ditschte mit seinem Gehstock einen ausgestopften Dachs an und die Frau zupfte ihn empört am Ärmel.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Was kann ich für die Herrschaften tun?",</span> fragte die alte Dame. Sie hatte die faltigen Hände verschränkt -- ihr Dutt war lose, aber ordentlich arrangiert und das grüne Fensterlicht refletkierte auf ihrem weißen Haar. <br />
<br />
Shanaya war schon vor zum Tresen gegangen, da hatte die Dame noch gar nicht ganz ausgesprochen, und breitete die Karte vor ihr auf dem massiven Tresen aus.</span><br />
<br />
<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>12. Juli 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">18 °C, sonnig, leicht bewölkt<br>Vormittag<br>77 % Luftfeuchtigkeit, 20 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Die Insel Setithra, eine kleine Insel östlich von Masita<br># Vor <b>zehn Tagen</b> hat die Sphinx Ostya verlassen<br># Ihr befindet euch gerade dort, als das <b>Hunderennen</b> stattfindet, welches als große Attraktion aufgezogen wird und viele Touristen anlockt<br># Ihr seid unterwegs unter dem <b>Vorwand</b>, dass die Schatzkarte ein <b>inszeniertes Spiel</b> im Rahmen des Hunderennens ist<br># Ihr dürft <b>mit jedem und allem interagieren</b>, das ansatzweise erwähnt wird<br># <b>Shanaya</b> ist vorerst nicht anspielbar und wird momentan nur von der SL erwähnt, da sie wichtig für den Einstieg ist</td></tr>
<br />
<tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Reihenfolge</b><br />
<br />
# <b>Herrenhaus:</b> Alex - Lola - Tarón - Soula - Ceall<br />
# <b>Museum:</b> Cassy - <span style="color: lightgrey;" class="mycode_color">Jón</span></td></tr></table></center></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><span style="color: #8b0000;" class="mycode_color">Ungefähr zehn Tage nachdem ihr von Ostya aufgebrochen wart, kamt ihr auf Setithra an -- einer kleinen Insel östlich von Masita. Schon als ihr, aus dem Süden kommend, an der Insel vorbei musstet -- denn der Hafen lag im Norden -- konntet ihr erkennen, dass es eine kleine Insel war. Sehr klein. Konnte man sicher in weniger als einer Stunde vom einen zum anderen Ende ablaufen. Auf einem bewucherten Hügel thronte ein Herrenhaus und am Fuße des Hügels lag ein dicht bebautes Dorf, aber sonst gab es, bis auf Wald, Wiese und Strand, nicht viel zu erkennen. <br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_hafenibfpf.png" width="450px"><br />
<br />
<span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size"><a href="https://www.sammlung.pinakothek.de/de/artwork/bwx03aR4m8" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Bildnachweis</a></span></center><br />
<br />
Als ihr mit der Sphinx in den Hafen eingelaufen wart nahmt ihr sofort die schnittige Yacht wahr. Die paar anderen Schiffe in dem kleinen Hafen verschwammen regelrecht mit dem Hintergrund im Gegensatz zu dem kleinen luxuriösen Schiffchen. Kleiner als die Sphinx, defintiv, aber bestimmt dreimal so viel wert. Die Reling war mit floralen Ornamenten versehen, die man schon von weitem als solche erkennen konnte und der blau-gelbe Anstrich sah so frisch aus, als wäre die Fahrt in den Hafen von Setithra ihre Jungfernfahrt gewesen.<br />
<br />
Je näher ihr ans Ufer kamt, desto lauter wurden die Geräusche. Für manche von euch nach tagelangem Wellenrauschen und Möwengeschrei fast Musik in den Ohren -- für andere direkt zu viel des Guten. Spielende Kinder, bellende Hunde, rollende Fässer, Kaiarbeiter, die sich Dinge zuriefen und jemand der versuchte Imbiss und Süßigkeiten zum Mitenehmen zu verkaufen. Schnell war euch klar, warum überhaupt so viel los war. Ein großes Banner war zwischen zwei Laternenpfahlen gespannt:<br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_hunderennens1nfzw.png" width="450px"></center><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dass</span> so viel los war, damit hattet ihr nicht gerechnet. Auf der andere Seite hattet ihr somit einen Vorwand. Unter diesem -- nämlich dem Besuch des Hunderennens -- half man euch beim Anlegen. Seltsam beäugt wurdet ihr allemal, doch man wollte keine zahlende Kundschaft vergraulen. Es war nicht schwer zu erkennen, dass diese Insel vom Tourismus lebte und dass ein Großteil von diesem genau zum Hunderennen stattfand. Denn ein kurzes Umschauen erlaubte euch festzustellen, dass es hier sonst tatsächlich nichts gab. Ein paar Ladengeschäfte, die hauptsächlich Schnickschnack oder überteuerte Sachen vekaufte, die sich die Bewohner der Insel wohl kaum selbst leisten konnten. Ein paar Attraktionen, wie zum Beispiel der Versuch eines Museums. Was genau es für eins war ließ sich nicht feststellen -- das Schild über dem Eingang las einfach nur <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">MUSEUM</span>. Auf den ersten Blick konntet ihr nicht mal Warengeschäfte ausmachen -- auch habt ihr bisher keine Höfe entdeckt, keine Felder oder Nutzvieh, dafür aber immerhin ein recht großes Kontorgebäude. <br />
<br />
Auf den zweiten Blick konntet ihr dann sehen, dass die Häuser nicht mehr allzu gut in Schuss waren. Hier und da fehlte ein Klinkerstein in der Fassade oder eine Schindel im Dach. Dinge, die nicht so schnell oder billig zu reapieren waren. Man hatte sich jedoch Mühe gegeben, zumindest das ordentlich aussehen zu lassen, was man auf die Schnelle richten konnte: Die gepflasterten Straßen waren gefegt, die Fensterscheiben in den Geschäften geputzt, die Blumenkästen unter den Fenstern gefüllt mit Blumen die rein zur Dekoration in voller Blüte standen.<br />
<br />
Es war aber nicht so, als hättet ihr keinen Plan gehabt als ihr die kleine Insel angesteuert habt. Euer eigentliches Ziel galt zwar Masita, aber Shanaya hatte eine Karte die mit ziemlicher Sicherheit eine Ausbeute versprach, denn, abgesehen von ein paar Kreuzen versicherte eine enigmatische Inschrift ... nun ja, Reichtum?<br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_spruchkarteqcd2z.png" width="500px"></center><br />
<br />
Und zwar genau hier. Wäre also regelrecht eine Verschwendung gewesen, wenn man sich den kleinen Zwischenhalt nicht gönnte.<br />
<br />
Allerdings ... genau hier, ja. Und nicht weiter. Die Markierungen auf der Karte waren ja an sich ohnehin vage, aber zumindest habt ihr schnell erkennen können, wo ihr hin musstet. Eines der Kreuze auf der Karte bestand nicht aus zwei Achsen, wie die anderen, sondern aus vier. <br />
<br />
<center><img src="https://abload.de/img/ambience_kreuzkarte21dt5.png" width="200px"></center><br />
<br />
Wie erwartet, war dies zu einfach. Jetzt wart ihr also hier und wusstet erstmal nicht weiter. Ihr -- oder zumindest ein Teil von euch, denn der Rest wollte lieber auf dem Schiff bleiben oder ein bisschen bummeln gehen -- begannt die Gassen zu durchstreifen und nach Hinweisen zu schauen, oder zumindest nach Orten, an denen man Hilfe bekommen könnte. Am besten so, dass es nicht zu sehr auffiel. Man wollte ja nicht erwähnen, dass man ein Geheimversteck suchte und plötzlich hatte man einen Haufen Touristen auf den Fersen, die ebenfalls was davon abhaben wollten.<br />
<br />
Touristen, hm?<br />
<br />
Unter dem Vorwand, dass dies Teil einer eingefädelten Sache war -- rein zur Unterhaltung natürlich, um mehr Programm zu bieten während der Rennwoche -- konnte man nach Hilfe fragen. Es war ja alles nur ein Spiel.<br />
<br />
Netterweise hatte die Person, die diese Karte erstellt hatte, euer Spiel doch unerwartet schnell ein gutes Stück weitergebracht. Am Türrahmen eines dieser Krimskramsladens, kaum sichtbar unter den Jahren von aufgetragener Farbe, war dasselbe vierachsige Symbol wie auf der Karte. Shanaya winkte den Rest von euch zusammen und ihr sammeltet euch unter dem dunkelgrünen Tührrahmen, der in den Laden führte. Die Buntglastür öffnete sich mit dem Klingeln eines kleinen Glöckchens -- das Innere des Ladens war ebenfalls dunkel, ebenfalls grün durch das verfärbte Licht, das durch die Buntglasfenster kam. Das Schaufenster war genau so wenig aufschlussreich gewesen wie der Rest des Ladens: Regale mit Edelsteinen, Kartenspielen, Fläschchen mit diversen Kräutern, die mehr zur Dekoration und zu Duftzwecken dienen schienen als zu produktiver Verwendung. Holzfiguren, Steinfiguren, Kerzenhalter, Hüte und Schals, Teppiche, Geschirr, noch mehr Figuren, und so weiter.<br />
<br />
Freudig grinsend bei der Aussicht auf viel Kundschaft nickte die alte Dame hinter dem Tresen euch zu -- jedem einzelnen, der hineinkam -- inklusive einem Herrn mit kurzen schwarzen Haaren und einem teuer aussehenden Gehrock, der hinter euch ebenfalls den Laden betreten wollte und euch geduldig und scheu lächelnd zugenickt hat, falls ihr euch nach ihm umgesehen habt. <br />
<br />
Im Laden waren noch zwei weitere Kunden, eine Frau und ein Herr, beide mittleren Alters, vermutlich ein Paar, der aufeinader abgestimmten Kleidung nach zu urteilen. Die Frau trug ein rosa und violett besticktes, helles Kleid; der Herr einen hellen Mantel und helle Kniehosen, doch seine Weste war im selben Muster gehalten wie das Kleid der Frau. Er ditschte mit seinem Gehstock einen ausgestopften Dachs an und die Frau zupfte ihn empört am Ärmel.<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Was kann ich für die Herrschaften tun?",</span> fragte die alte Dame. Sie hatte die faltigen Hände verschränkt -- ihr Dutt war lose, aber ordentlich arrangiert und das grüne Fensterlicht refletkierte auf ihrem weißen Haar. <br />
<br />
Shanaya war schon vor zum Tresen gegangen, da hatte die Dame noch gar nicht ganz ausgesprochen, und breitete die Karte vor ihr auf dem massiven Tresen aus.</span><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>12. Juli 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">18 °C, sonnig, leicht bewölkt<br>Vormittag<br>77 % Luftfeuchtigkeit, 20 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Die Insel Setithra, eine kleine Insel östlich von Masita<br># Vor <b>zehn Tagen</b> hat die Sphinx Ostya verlassen<br># Ihr befindet euch gerade dort, als das <b>Hunderennen</b> stattfindet, welches als große Attraktion aufgezogen wird und viele Touristen anlockt<br># Ihr seid unterwegs unter dem <b>Vorwand</b>, dass die Schatzkarte ein <b>inszeniertes Spiel</b> im Rahmen des Hunderennens ist<br># Ihr dürft <b>mit jedem und allem interagieren</b>, das ansatzweise erwähnt wird<br># <b>Shanaya</b> ist vorerst nicht anspielbar und wird momentan nur von der SL erwähnt, da sie wichtig für den Einstieg ist</td></tr>
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<tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Reihenfolge</b><br />
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# <b>Herrenhaus:</b> Alex - Lola - Tarón - Soula - Ceall<br />
# <b>Museum:</b> Cassy - <span style="color: lightgrey;" class="mycode_color">Jón</span></td></tr></table></center></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Dirne, der Seebär und der Drachenfänger]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1198</link>
			<pubDate>Sun, 07 May 2023 16:59:51 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=41">Rúnar Rúnarsson</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1198</guid>
			<description><![CDATA[<font color=#9932cc>Isala war noch immer erbost, als sie die frische Luft draußen in die Arme schloss. Erst jetzt bemerkte sie, wie stickig es drinnen wohl gewesen sein musste, denn ihre Lungen bedanken sich, nachdem sie einen tiefen Atemzug genommen hatte - auch um sich selber etwas zu beruhigen.<br />
In dem kurzen Augenblick, in dem die junge Frau nun alleine vor dem Bordell stand, bekam sie kurz Panik, hatte sie doch schließlich nun ihre einzige Einnahmequelle gerade mit Füßen getreten. Und kurz schwebte die Frage vor ihr her, was genau sie nun tun wollte. Es war noch immer nicht geklärt, ob sie bei Tarón bleiben konnte. Diesen gedanken hatte sie noch nicht einmal ihm gegenüber erwähnt. Würde er sie überhaupt haben wollen? Es konnte immerhin sein, dass der Mann nun ein ganz anderer war - schließlich hatten sie sich jahre nicht gesehen. Und selbst wenn Tarón gewillt war, sie mit zunehmen ... Er war nicht der Captain der Crew. Was zum Teufel hatte sie da gerade getan?<br />
Es waren nur Sekunden, doch Isala steigerte sich so in ihre Gedanken hinein, dass sie kurz davor stand, eine kleine Panikattacke zu bekommen.<br />
~einatmen - ausatmen~ prädigte sie sich in gedanken ihr Mantra und schaffte es tatsächlich etwas ihren Puls zu verlangsamen, als Tarón mit dem anderen Mann nach draußen kam. Die Brünette drrehte sich herum und zwang sich zu einem breiten Lächeln. Tarón hatte früher immer erkannt, wann sie ihre wahren Gefühle verbarg - konnte er es immer noch? War es noch der Mann, der für sie wie ein Bruder war? Oder hatte auch sie sich verändert und hatte ihre Fassade perfektioniert?<br />
<i>"Sieht fast so aus - ihr hättet nicht zufällig noch einen Job bei euch?"</i> verpackte sie ihre eigentliche Frage, in eine kleine Witzelei.</font><br />
<br />
<font color=#96CDCD>Diese Situation hatte sich gefühlt innerhalb fünf Minuten von einem entspannten Frühstück mit Gregory zu einem Rausschmiss aus dem Haus in dem sie gerade wohnten entwickelt. Rúnar biss sich auf die Lippe um das kleine Lächeln zu vertuschen. Ordnung. Chaos.<br />
<br />
Wenn er es richtig interpretiere, dann war die junge Frau gerade nicht einfach nur physisch vor die Tür gesetzt worden, sondern auch formell. Dabei dachte er, dass die Crew gute Kunden waren. Oder eben nicht nur Kunden, sondern Gäste. Und der Hebel an dem der Gastgeber saß war länger als der dieses Etablissements. Hatte er gedacht. Aber gut. Sie wurden gerade des Platzes verwiesen, inklusive einer Mitarbeiterin. (Wobei er sich nicht sicher war, ob sie nicht einfach die Chance genutzt hatte, um zu gehen.) War jetzt eben so. Außerdem sah die... Geschäftsführerin nicht gerade so aus, als wolle man sich unbewaffnet mit ihr anlegen. (Nicht, dass Rúnar das bewaffnet tun würde.) Hauptsache, er kam später wieder an seine Sachen ran.<br />
<br />
<i>"Es würde mich wundern, wenn nicht,"</i> sagte er. <i>"Aber die Captains wissen das besser."</i> Wo auch immer die gerade waren. Er deutete eine Verbeugung an und lächelte. <i>"Mein Name ist Rúnar Dagur. Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen."</i></font><br />
<br />
<font color=#b22222>Auch wenn sie versuchte eine tapfere toughe Miene aufzusetzen – Tarón konnte sie auch nach den Jahren zwischen nicht mit derlei Maskerade täuschen. Isa schwebte geistig für einen Moment über dem Nichts, dessen sie sich bewusst zu werden schien und das sich im Grunde seinetwegen unter ihr aufgetan hatte. So hatte er sich das eigentlich nicht vorgestellt – gut, genau betrachtet hatte er es sich nicht vorstellen können, da es eine ziemliche Überraschung war sie hier überhaupt aufzufinden. Aber das letzte, was er gewollt hatte war, ihr auch noch solche Schwierigkeiten zu bereiten.<br />
Der Falke überbrückte sein Schweigen damit, dass er etwas des fast schon zu trockenen Tabaks aus seiner Dose holte und ihn zu einer Zigarette einrollte. An sich rauchte er nicht oft, aber gerade schien ihm eine gute Gelegenheit – vor allem, weil es Hände und Augen auf etwas lenkte.<br />
<br />
Rúnar antwortete seiner Cousine, bevor er es selbst tat – und natürlich: er verbeugte sich wieder. Tarón schüttelte grinsend den Kopf, dann steckte er sich die Zigarette zwischen die Lippen und tat einen genussvollen Zug – auch wenn das Kraut ganz sicher schon bessere Tage gesehen hatte und offen gestanden ziemlich furchtbar schmeckte.<br />
<br />
Calwah wechselte auf seinen Schultern die Position, um der folgenden Rauchschwade auszuweichen – erstaunlich, wie viel Ekel ein Tier ausdrücken konnte, das über so gut wie keine Mimik verfügte.<br />
<br />
<i>„Ja, wie unser Drachenzähmer sagt: die Frage würde sich an die Draveans richten.  Aber ich denke auch, dass da etwas möglich sein sollte… wenn du denn wirklich von hier fort willst.“</i><br />
<br />
Seine Augen, eben noch nachdenklich in die Ferne gerichtete, hefteten sich nun auf Isala, fragend und bereits nach der Antwort in ihrem Gesicht suchend. </font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala deute das schweigen Taróns so, dass ihre gute Miene wohl doch noch funktionierte und sie schien sich für diesen Moment wirklich wieder beruhigt zu haben…auch Rúnars antwort trug dazu bei. Sie musterte den Blonden Mann und ihr fiel auf, dass er  Graue Augen hatte. Und dann verbeugte er sich noch… sie kam sich ja fast wie eine Dame vor. Sie lachte auf … jedoch nicht wie eine Frau, die sich geschmeichelt fühlte …eher wie jemand, der es nicht gewohnt war, so begrüßt zu werden.<br />
<i>„Es ist mir eine Ehre“</i> spielte sie aber mit, nickte aber nur freundlich mit dem Kopf und lächelte breit. <i>„Mein Name ist Isala… Isala Reginn, obwohl Isa vollkommen ausreicht. Es tut mir leid, dass wir jetzt irgendwie alle vor die Tür gesetzt wurden.“</i><br />
Dann sah sie wieder zu Tarón und ließ seinen letzten Satz einen Moment nachklingen in ihrem Kopf. <i>„Natürlich… mich hält hier nichts. Hat es noch nie… ich brauchte nur einen Grund.“</i> Dass sie diesen jetzt gefunden hatte, zeigte sie in dem Warmen Lächeln, welches sie Ihrem Cousin jetzt schenkte und welches tiefe Dankbarkeit ausdrückte. Dankbarkeit für diesen Zufall und diese Chance.<br />
Sie fügt noch ein kurzes: <i>„Mich bekommst du nicht mehr los, sonst sehe ich dich wieder Jahre lang nicht mehr“</i></font><br />
<br />
<font color=#96CDCD><i>"Drachenzähmer?"</i> Rúnar hob ehrlich amüsiert die Brauen. <i>"Hätte man mich vor zehn Jahren mal so genannt..."</i> Drachen waren übliche Kreaturen in den Legenden und Geschichten seiner Landsleute -- seine Faszination für jegliche Fabelwesen hatte sich meistens an zweiter Stelle (direkt nach den Pferden) befunden. Drachen und Piraten. Dinge aus Geschichten. Ha. Manchmal wachte er nachts auf und es dauerte ein paar Sekunden, bis er realisierte, wo er war und mit wem.<br />
<br />
Rúnar lächelte Isa an. Er wollte ihr sagen, dass sie sich keine Gedanken machen sollte, da die Crew ja noch immer Gäste des Hauses waren und dass der heutige für sie wohl auch eher ein Glückstag war, aber-- <i>"Ihr kennt euch?"</i> Er hob wieder die Brauen, diesmal aus Neugier, und sah zwischen den beiden hin und her.</font><br />
<br />
<font color=#b22222>Nun fing auch noch Isa mit dem Verbeugen an. Ihr fehlte es im Gegensatz zu Rúnar nur deutlich an Übung. Tarón schüttelte nur den Kopf und begleitete den Ausdruck durch das Ausstoßen einer Rauchwolke durch seine Nase. Dann jedoch erwiderte er ihr Lächeln it ähnlicher Wärme, wie sie auch in dem ihren lag. Die Spitze, die durchaus in ihren Worten mitklang, ignorierte er für den Moment.<br />
<br />
<i>„Hattest du vor zehn Jahren schon einmal eine Begegnung reptiler Art oder warum vor zehn Jahren?“ </i><br />
<br />
fragte er den Drachenzähmer nun schmunzelnd, ehe er eine gespielt ernste und nachdenkliche Miene annahm, den Blick in die Weite richtete und erneut einen Zug nahm. Wie ein Drache stieß er den Rauch wieder aus der Nase aus.<br />
<br />
<i>„Hätte wissen müssen, dass man sich diese Bändigerfähigkeiten nicht über Nacht aneignet...“</i><br />
<br />
Auf Rúnars nächste Frage hin glitt Taróns spitzbübischer Blick wieder zu seiner Cousine.<br />
<br />
<i>„Tatsächlich ja. Und es ist schon ein verdammter Wink des Schicksals, dass wir uns hier wiedertreffen. Isa ist meine Cousine.“ </i><br />
<br />
Es gab keinen Grund das zu verheimlichen, außerdem war Rúnar ihm sympathisch, weshalb er mit dieser Info geradeheraus umging.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala lächelte leicht und streckte ihr Glieder etwas. <i>"Ja er ist mein Cousin... Obwohl er immer eher wie ein Bruder für mich war. Wir sind zusammen aufgewachsen und Drachenzähmer ist doch ein außerordentlich edler Titel."</i> Grinste sie... Ehe sie jedoch einmal tief Eintamte und die Luft geräuschvoll wieder aus stieß.<br />
<i>"Also wir haben nun nur noch ein kleines Problem... Meine Sachen liegen noch im Bordell... Und auch wenn es nicht viel ist, hänge ich doch irgendwie an ihnen. Nach meinem Auftritt fällt es mir allerdings schwer da noch Mal hinein zu gehen. Wie komme ich nun da rein?"</i><br />
<br />
Ihr grinsen wurde breiter und sie hoffte, dass die Männer ihr hier helfen könnten. Sie wollte nicht in dem zerrissenen Kleid herum laufen und vorallem nicht in dem Outfit bei fremden Menschen nach fragen, ob sie sich ihnen anschließen könnte.<br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnars Lächeln wurde etwas breiter. <i>"Das kenne ich zu gut"</i>, sagte er und musste dabei an Jón denken. Er liebte seine Geschwister, aber die Verbindung die er zu seinem Cousin hatte war nochmal auf einer anderen Ebene. <i>"Wir könnten jemand anderen  aus der Crew fragen"</i>, schlug er auf Isas Frage hin vor. <i>"Im Notfall die Captains. Obwohl ich denke, dass wir, von der Crew, ohne Schwierigkeiten reinkommen werden. Nur würde ich vielleicht den Nachmittag noch abwarten." </i></font><br />
<br />
Dann wandte er sich an Tarón: <i>"Und es freut mich, dass du mir so viel Können in dieser Hinsicht zutraust"</i>--er nickte dankend--<i>"aber das ist es nicht. Vor zehn Jahren war ich 12 Jahre alt und habe noch Legenden über Helden und Drachen nachgespielt."</i> Legenden nachgespielt anstatt ihnen nachzujagen ...</font><br />
<br />
<font color=#b22222>Ja, wie Geschwister – und dass sie dies so offen sagte erzählte ihm viel darüber, dass das Band zwischen ihnen die Zeit überdauert hatte. Trotz aller Widrigkeiten.<br />
Unter einem weiteren Zug schnaubte Tarón belustigt.<br />
<i>„Kleinigkeit. Mach dir da keine Sorgen, an deine Sachen – und auch an meine, denn die liegen ebenfalls noch da drin – kommen wir schon ran. Lass die Frau sich nur erst etwas beruhigen, dann entschuldigen wir uns noch einmal höflichst und können sicher rein. Und wenn nicht…nun, wir sind Piraten, aye.“</i><br />
Er warf den beiden ein verschmitztes Grinsen zu bei dem schwer abzulesen war wie viel Wahrheit und Ernsthaftigkeit in dieser Andeutung liegen mochte. Wahrscheinlich jedoch nicht allzu viel.<br />
Sein Blick, scharfsinnig und noch immer mit einem Hauch Humor wandte sich ganz Rúnar zu. Wie immer bildete sich das Puzzel in seinem Geiste in das er Stück für Stück versuchte jede Information einzusetzen – auch die subtilen.<br />
Ein Drachenzähmer war Rúnar also nicht in diesen Spielen gewesen…<br />
<i>„Hm. Und welche Titel und Rollen hattest du vor zehn Jahren, wenn nicht die des Drachenzähmers?“</i><br />
Er linste auf seine Schulter zu der Echse und anschließend wieder zu Rúnar.<br />
<i>„…Wenn es das „Entschuppen“ von Schuppentieren einschließt muss ich Calwah wohl die Ohren zuhalten.“</i></font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isa seufzte. Wie jung sie alle doch noch waren... Was war Nur aus ihrem Leben geworden... So viele Jahre waren sinnlos an ihr vorbei gezogen.<br />
<i>"Entschuldigen?!"</i> spuckte sie beinahe aus und Wut kam wieder in ihr hoch. <i>"Dann Beweise ich doch lieber meine Fähigkeiten als zukünftige Piratin und breche dort ein, als mich bei dieser arroganten Ziege zu entschuldigen."</i><br />
Ihre Wut war allerdings nicht mehr ganz so schlimm wie zu vor... Die beiden Männer und die Aussicht auf Flucht von der Insel dämpften ihre Empfindungen.<br />
Dann jedoch hörte sie dem Gespräch ihrer Kumpanen weiter zu.... Auch wenn ihr Blick eher auf der schönen Echse Calwah lag</font><br />
<br />
<font color=#96CDCD>Unter Isas unerwartetem Ärger zuckte Rúnar kurz zusammen, aber sie schien sich schnell wieder zu fangen. Trotzdem hatte er das Gefühl, dass die eher heitere Atmosphäre gekippt war. (Aber er konnte es Isa nicht verübeln.)<br />
<br />
<i>"Ich würde eher ... davon abraten irgendwo einzubrechen, wo wir ohnehin schon keinen guten Eindruck hinterlassen haben"</i>, sagte er. <i>"Aber ich besitze auch ein ungesundes Nicht-Vorhandensein von Stolz"</i>, fügte er hinzu. Es war ein Witz, aber war, wie so oft der Fall bei Rúnar, mit nur minimal sarkastischem Unterton herausgekommen. <i>"Passend dazu"</i> -- sagte er, wieder an Tarón gewandt, die Augenbrauen etwas hochgezogen -- <i>"habe ich sehr gerne den Bösewicht oder den Aussätzigen gespielt."</i> Vermutlich um von den großen Erwartungen, die man im wirklichen Leben von ihm hatte Abstand nehmen zu können. <i>"Der ein oder andere Pirat war auch dabei."</i> Er lächelte. <i>"Und das Entschuppen von Schuppentieren -- daran war ich zumindest nur indirekt beteiligt."</i></font><br />
<br />
<font color=#b22222>Auch Tarón schien von Isalas Ausbruch milde überrascht – zumindest kurzzeitig, als er sie mit gehobener rechter Braue betrachtete und schließlich anerkennend nickte.<br />
<i>„Nun…erscheint nur fair.“</i><br />
Im Gegensatz zu Rúnar ließ er das kurze Einbrechen der Stimmung jedoch garnicht erst an sich heran. Stattdessen analysierten die Falkenaugen weiter, musterten Rúnars Gesicht bei jedem Wort genau. Und aus Rúnars Worten ließ sich verdammt viel herauslesen. Tarón lächelte leicht, ehe er den Blick in die Ferne schweifen ließ und sich einmal mehr der bröseligen Zigarette widmete.<br />
<i>„Glück für dich, Calwah. Keine Gruselgeschichten und deine Schuppen kannst du wohl vorerst behalten. Doch ein Drachenzähmer, kein Drachentöter – wenn auch einer, der seinen Wert offenbar schwer erkennt und wenig auf seinen Stolz gibt…oder sich selbst bewusst kleiner macht, als er ist. Hmhm. Du bist ein interessanter Bursche, Rúnar. Nun…zumindest hast du dann wohl bereits Übung im Pirat sein.“</i><br />
Sein Blick glitt noch einmal zu Rúnar herum, musterte ihn aufmerksam, doch in seinen Augen lag durchaus Sympathie für den anderen. Dann wandte er sich jedoch zu Isa.<br />
<i>„Ich werde mich entschuldigen. Später. Du bleibst dann vielleicht besser hier oder dort, wo wir im Verlaufe dieses illustren Tages noch landen werden. Sonst filetierst du die Ziege noch und ich glaube das könnte man uns dann tatsächlich übelnehmen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich gerne sehen würde, wie du dich als Einbrecherin so machst…“</i><br />
Diesmal hatte sein Lächeln wieder etwas freches- herausforderndes. Ein bisschen Stichelei musste manchmal schon erlaubt sein.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala lachte leise und verschränkte die Arme.<br />
<i>"Gut dann warte ich später, Glück für sie."</i> Und dann grinste auch sie etwas mehr, ließ das mit der Einbrecherin aber erst einmal unkommentiert. Dass sie tatsächlich etwas mehr dazu verdient hätte, weil sie den eh schon zahlenden Kunden noch mehr Geld aus der Tasche gezogen hatte, erzählte sie nicht. Noch gehörte sie nicht ganz zu ihnen, auch wenn sie bei beiden Männern das Gefühl hatte, dass es passen könnte. Und das hieß schon einiges... Doch Tarón vertraute sie ohnehin und Rúnar strahlte nicht das aus, was Männer sie sonst spüren ließen. Und sie kannte viele von dieser Sorte.<br />
Ihr Wut war wieder verklungen... Doch nun stand sie etwas unsicher neben den Männern. Was war nun der nächste Schritt? Tatsächlich war sie nicht gewollte mit zerissenem ziemlich aufreizenden Kleid hier weiter in dieser Straße zu stehen... Auch wenn sie sich in Begleitung der Männer sicherer fühlte...<br />
Natürlich hatte sich isala an die Blicke in den letzten Monaten gewöhnt, doch sie brannten jedes Mal auf ihrer Haut und jetzt wo sie nicht mehr im Schutz des bordells stand, fühlte sich die Frau nackter als sie war<br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnar konnte nicht anders als zu Lächeln -- ein Lächeln, das immer breiter wurde, desto mehr Tarón sagte. So schnell konnte die Atmosphäre wieder hergestellt sein. Rúnar hätte sich von der guten Schlussfolgerung Taróns bestimmt vor den Kopf gestoßen gefühlt, wenn er diese Art nicht von Jón gekannt hätte. <i>"Erwischt"</i>, sagte er und schnaubte amüsiert. Als Tarón ihn dann als interessant bezeichnete kniff er verlegen die Lippen zusammen. Er würde ja dasselbe über den anderen Mann sagen, aber bisher wusste Rúnar nichts über ihn -- außer dass er aufmerksam und humorvoll war. Das waren immerhin schon mal positive Dinge. Na, was soll's. <i>"Das kann ich nur zurückgeben"</i>, sagte er und es tat seiner Verlegenheit keinen Abbruch. <i>"Übung als Pirat ist dann aber doch eine Überschätzung meiner Fähigkeiten. Hat nur gereicht um regelmäßig ins Wasser zu fallen."</i><br />
<br />
Er nickte zustimmend, als Tarón meinte er würde sich später entschuldigen und war etwas erleichtert, dass Isa sich dazu entschied, die 'Ziege' nicht noch mehr zu reizen, indem sie einbrach oder sie filetierte.</font><br />
<br />
Das Schmunzeln zog sich bis in Taróns helle Augen, als er Rúnar mit einem Seitenblick bedachte. Ja an der Sache mit dem Stolz musste der Bursche wohl noch arbeiten. Obwohl es vielleicht auch ganz erfrischend war jemanden zu kennen, der nicht glaubt er könne die Welt alleine erobern und dann damit auf die Schnauze fiel, so, dass andere ihn retten mussten.<br />
<i>So wie du?</I> regte sich die Stimme des Vorwurfs in ihm und kurz glitten seine Gedanken zurück zur Aurora, zu Feuer und Salz und den Schreien sterbender Freunde, während sein Blick abwesend wurde. Ein kurzes Kopfschütteln, mit dem er die Erinnerungen in die Schatten zurückdrängte und den Blonden wiederfokussierte.<br />
<i>„Hm – nichts an dem wir nicht arbeiten könnten. Ich habe viel Übung als Pirat.“</i><br />
Bezeichnend hob er kurz die Brauen und warf ihm ein schräges Grinsen zu.<br />
<i> „Und hey – offenbar kannst du immerhin schwimmen…oder du bist schlau genug dich an irgendwas festzuhalten, ehe du untergehst! Das ist ein Anfang!“</i><br />
Dann ließ er seinen Blick zu Isa gleiten. Nun…Sachen im Bordell hin oder her…<br />
<i>„Wie siehts aus? Wollen wir sehen ob wir etwas Seetaugliches für dich finden?“</i><br />
Er nickte auf die inzwischen schäbige Entschuldigung für ein Kleid – und selbst in besten Tagen hätte das Teil ihr keinen guten Dienst auf einem Piratenschiff geleistet.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala lächelte leicht während sie dem Gespräch der Männer lauschte und zog die Arme etwas stärker um den Körper.<br />
Es war lange her, dass sie sich jemanden so vertraut gefühlt hatte... Auch wenn sie Tarón Ewigkeiten nicht gesehen hatte... Es war beinahe wie früher.<br />
Etwas zu energisch bejahte sie die Frage ihres Cousins mit einem Nicken.<br />
<i>"Ohja, ich wäre euch zu tiefsten dank verpflichtet, wenn wir das tun könnten."</i> Ein breites grinsen umspielte ihre Lippen.</font><br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnar lachte kurz leise auf -- ein Grinsen blieb auf seinem Gesicht. <i>"Nein, als Walfänger sollte man schon schwimmen können."</i><br />
<br />
Erst als Tarón es explizit aussprach und mit Isas Reaktion darauf, bemerkte Rúnar, dass sie sich unwohl in ihrem freizügigen Kleid fühlte. <i>"Aber natürlich -- entschuldige, da hätten wir auch früher drauf kommen können."</i></font><br />
<br />
<font color=#b22222>Walfänger also. Einen weiteren Moment wandte sich Taróns Blick auf  Rúnars Gestalt und blieb dort haften und er versuchte sich den blassen Mann in feiner Kleidung im Kampf auf Leben und Tod mit einem Wal vorzustellen – zugegebenermaßen in der möglichst klischeebehafteten und dramatischen Art und Weise, die jeder Realität kaum gerecht wurde. Mit einem Grinsen und einem Kopfschütteln wandte er sich ab.<br />
<i>„Gut! Dann gehen wir mal in die Stadt. Wird sicher irgendwo einen Schneider geben, der sich freut, etwas Stoff loszuwerden.“</i><br />
Und damit machte er sich schon auf den Weg und trat im Gehen die Zigarette aus. Dann bleib er jedoch noch einmal stehen und sah zu Isa. Er seufzte -und schälte sich aus dem dunklen schweren Mantel um ihm seiner Cousine zu reichen.<br />
<i>„Nimm erstmal den. Sonst muss ich noch jemanden verprügeln…“</I><br />
Calwah musste er dann wohl mitnehmen – das war ihm weniger lieb, denn an sich bevorzugte er es wenn die Echse möglichst wenig gesehen wurde. In diesem Fall hatte er aber wohl wenig Wahl.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala war tatsächlich froh über Taróns nette Geste und nahm den Mantel dankend an. Kurz war sie verblüfft wie schwer das Kleidungsstück in Wahrheit war, schwang sich das gute Stück aber ohne viel Nachdenken um die Schultern. Die Frau erwischte dabei wie sie den Geruch des Mannes wahrnahm ... seltsamerweise war er zwar anders, aber immer noch so vertraut wie vor ewigen Jahren. Beinahe augenblicklich fühlte sie sich sicher, als wäre sie trotz des schweren Mantels, leicht wie eine Feder.<br />
Dann lief auch Isa los und deutete die Straße hinab.<br />
<i>„Dort an der Ecke gibt es tatsächlich einen Schneider.“</i>, sprach sie und zog den Mantel etwas enger.<br />
<i>Der mich vor einiger Zeit nicht bedienen wollte, da ich nicht die nötigen Geldmittel hatte,</i> fügte sie in Gedanken hinzu. Sie war gespannt, ob sich der schmierige Typ nun anders benehmen würde...<br />
<i>„Habt ihr überhaupt... ich meine... der Schneider will sicher eine Gegenleistung“</i><br />
Nun war es ihr peinlich, denn Isala hatte überhaupt nichts bei sich.<br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnar schmunzelte auf Taróns Bemerkung hin und darüber, wie liebevoll er sich um seine Cousine kümmerte.<br />
<br />
Er folgte den beiden -- fühlte sich etwas wie das fünfte Rad am Wagen -- noch mehr so, als Isa meinte, dass sie kein Geld dabei habe. Denn das hatte Rúnar selbst auch nicht. Er zog die Schultern hoch und gab ihr ein bedauerndes Grinsen.</font>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<font color=#9932cc>Isala war noch immer erbost, als sie die frische Luft draußen in die Arme schloss. Erst jetzt bemerkte sie, wie stickig es drinnen wohl gewesen sein musste, denn ihre Lungen bedanken sich, nachdem sie einen tiefen Atemzug genommen hatte - auch um sich selber etwas zu beruhigen.<br />
In dem kurzen Augenblick, in dem die junge Frau nun alleine vor dem Bordell stand, bekam sie kurz Panik, hatte sie doch schließlich nun ihre einzige Einnahmequelle gerade mit Füßen getreten. Und kurz schwebte die Frage vor ihr her, was genau sie nun tun wollte. Es war noch immer nicht geklärt, ob sie bei Tarón bleiben konnte. Diesen gedanken hatte sie noch nicht einmal ihm gegenüber erwähnt. Würde er sie überhaupt haben wollen? Es konnte immerhin sein, dass der Mann nun ein ganz anderer war - schließlich hatten sie sich jahre nicht gesehen. Und selbst wenn Tarón gewillt war, sie mit zunehmen ... Er war nicht der Captain der Crew. Was zum Teufel hatte sie da gerade getan?<br />
Es waren nur Sekunden, doch Isala steigerte sich so in ihre Gedanken hinein, dass sie kurz davor stand, eine kleine Panikattacke zu bekommen.<br />
~einatmen - ausatmen~ prädigte sie sich in gedanken ihr Mantra und schaffte es tatsächlich etwas ihren Puls zu verlangsamen, als Tarón mit dem anderen Mann nach draußen kam. Die Brünette drrehte sich herum und zwang sich zu einem breiten Lächeln. Tarón hatte früher immer erkannt, wann sie ihre wahren Gefühle verbarg - konnte er es immer noch? War es noch der Mann, der für sie wie ein Bruder war? Oder hatte auch sie sich verändert und hatte ihre Fassade perfektioniert?<br />
<i>"Sieht fast so aus - ihr hättet nicht zufällig noch einen Job bei euch?"</i> verpackte sie ihre eigentliche Frage, in eine kleine Witzelei.</font><br />
<br />
<font color=#96CDCD>Diese Situation hatte sich gefühlt innerhalb fünf Minuten von einem entspannten Frühstück mit Gregory zu einem Rausschmiss aus dem Haus in dem sie gerade wohnten entwickelt. Rúnar biss sich auf die Lippe um das kleine Lächeln zu vertuschen. Ordnung. Chaos.<br />
<br />
Wenn er es richtig interpretiere, dann war die junge Frau gerade nicht einfach nur physisch vor die Tür gesetzt worden, sondern auch formell. Dabei dachte er, dass die Crew gute Kunden waren. Oder eben nicht nur Kunden, sondern Gäste. Und der Hebel an dem der Gastgeber saß war länger als der dieses Etablissements. Hatte er gedacht. Aber gut. Sie wurden gerade des Platzes verwiesen, inklusive einer Mitarbeiterin. (Wobei er sich nicht sicher war, ob sie nicht einfach die Chance genutzt hatte, um zu gehen.) War jetzt eben so. Außerdem sah die... Geschäftsführerin nicht gerade so aus, als wolle man sich unbewaffnet mit ihr anlegen. (Nicht, dass Rúnar das bewaffnet tun würde.) Hauptsache, er kam später wieder an seine Sachen ran.<br />
<br />
<i>"Es würde mich wundern, wenn nicht,"</i> sagte er. <i>"Aber die Captains wissen das besser."</i> Wo auch immer die gerade waren. Er deutete eine Verbeugung an und lächelte. <i>"Mein Name ist Rúnar Dagur. Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen."</i></font><br />
<br />
<font color=#b22222>Auch wenn sie versuchte eine tapfere toughe Miene aufzusetzen – Tarón konnte sie auch nach den Jahren zwischen nicht mit derlei Maskerade täuschen. Isa schwebte geistig für einen Moment über dem Nichts, dessen sie sich bewusst zu werden schien und das sich im Grunde seinetwegen unter ihr aufgetan hatte. So hatte er sich das eigentlich nicht vorgestellt – gut, genau betrachtet hatte er es sich nicht vorstellen können, da es eine ziemliche Überraschung war sie hier überhaupt aufzufinden. Aber das letzte, was er gewollt hatte war, ihr auch noch solche Schwierigkeiten zu bereiten.<br />
Der Falke überbrückte sein Schweigen damit, dass er etwas des fast schon zu trockenen Tabaks aus seiner Dose holte und ihn zu einer Zigarette einrollte. An sich rauchte er nicht oft, aber gerade schien ihm eine gute Gelegenheit – vor allem, weil es Hände und Augen auf etwas lenkte.<br />
<br />
Rúnar antwortete seiner Cousine, bevor er es selbst tat – und natürlich: er verbeugte sich wieder. Tarón schüttelte grinsend den Kopf, dann steckte er sich die Zigarette zwischen die Lippen und tat einen genussvollen Zug – auch wenn das Kraut ganz sicher schon bessere Tage gesehen hatte und offen gestanden ziemlich furchtbar schmeckte.<br />
<br />
Calwah wechselte auf seinen Schultern die Position, um der folgenden Rauchschwade auszuweichen – erstaunlich, wie viel Ekel ein Tier ausdrücken konnte, das über so gut wie keine Mimik verfügte.<br />
<br />
<i>„Ja, wie unser Drachenzähmer sagt: die Frage würde sich an die Draveans richten.  Aber ich denke auch, dass da etwas möglich sein sollte… wenn du denn wirklich von hier fort willst.“</i><br />
<br />
Seine Augen, eben noch nachdenklich in die Ferne gerichtete, hefteten sich nun auf Isala, fragend und bereits nach der Antwort in ihrem Gesicht suchend. </font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala deute das schweigen Taróns so, dass ihre gute Miene wohl doch noch funktionierte und sie schien sich für diesen Moment wirklich wieder beruhigt zu haben…auch Rúnars antwort trug dazu bei. Sie musterte den Blonden Mann und ihr fiel auf, dass er  Graue Augen hatte. Und dann verbeugte er sich noch… sie kam sich ja fast wie eine Dame vor. Sie lachte auf … jedoch nicht wie eine Frau, die sich geschmeichelt fühlte …eher wie jemand, der es nicht gewohnt war, so begrüßt zu werden.<br />
<i>„Es ist mir eine Ehre“</i> spielte sie aber mit, nickte aber nur freundlich mit dem Kopf und lächelte breit. <i>„Mein Name ist Isala… Isala Reginn, obwohl Isa vollkommen ausreicht. Es tut mir leid, dass wir jetzt irgendwie alle vor die Tür gesetzt wurden.“</i><br />
Dann sah sie wieder zu Tarón und ließ seinen letzten Satz einen Moment nachklingen in ihrem Kopf. <i>„Natürlich… mich hält hier nichts. Hat es noch nie… ich brauchte nur einen Grund.“</i> Dass sie diesen jetzt gefunden hatte, zeigte sie in dem Warmen Lächeln, welches sie Ihrem Cousin jetzt schenkte und welches tiefe Dankbarkeit ausdrückte. Dankbarkeit für diesen Zufall und diese Chance.<br />
Sie fügt noch ein kurzes: <i>„Mich bekommst du nicht mehr los, sonst sehe ich dich wieder Jahre lang nicht mehr“</i></font><br />
<br />
<font color=#96CDCD><i>"Drachenzähmer?"</i> Rúnar hob ehrlich amüsiert die Brauen. <i>"Hätte man mich vor zehn Jahren mal so genannt..."</i> Drachen waren übliche Kreaturen in den Legenden und Geschichten seiner Landsleute -- seine Faszination für jegliche Fabelwesen hatte sich meistens an zweiter Stelle (direkt nach den Pferden) befunden. Drachen und Piraten. Dinge aus Geschichten. Ha. Manchmal wachte er nachts auf und es dauerte ein paar Sekunden, bis er realisierte, wo er war und mit wem.<br />
<br />
Rúnar lächelte Isa an. Er wollte ihr sagen, dass sie sich keine Gedanken machen sollte, da die Crew ja noch immer Gäste des Hauses waren und dass der heutige für sie wohl auch eher ein Glückstag war, aber-- <i>"Ihr kennt euch?"</i> Er hob wieder die Brauen, diesmal aus Neugier, und sah zwischen den beiden hin und her.</font><br />
<br />
<font color=#b22222>Nun fing auch noch Isa mit dem Verbeugen an. Ihr fehlte es im Gegensatz zu Rúnar nur deutlich an Übung. Tarón schüttelte nur den Kopf und begleitete den Ausdruck durch das Ausstoßen einer Rauchwolke durch seine Nase. Dann jedoch erwiderte er ihr Lächeln it ähnlicher Wärme, wie sie auch in dem ihren lag. Die Spitze, die durchaus in ihren Worten mitklang, ignorierte er für den Moment.<br />
<br />
<i>„Hattest du vor zehn Jahren schon einmal eine Begegnung reptiler Art oder warum vor zehn Jahren?“ </i><br />
<br />
fragte er den Drachenzähmer nun schmunzelnd, ehe er eine gespielt ernste und nachdenkliche Miene annahm, den Blick in die Weite richtete und erneut einen Zug nahm. Wie ein Drache stieß er den Rauch wieder aus der Nase aus.<br />
<br />
<i>„Hätte wissen müssen, dass man sich diese Bändigerfähigkeiten nicht über Nacht aneignet...“</i><br />
<br />
Auf Rúnars nächste Frage hin glitt Taróns spitzbübischer Blick wieder zu seiner Cousine.<br />
<br />
<i>„Tatsächlich ja. Und es ist schon ein verdammter Wink des Schicksals, dass wir uns hier wiedertreffen. Isa ist meine Cousine.“ </i><br />
<br />
Es gab keinen Grund das zu verheimlichen, außerdem war Rúnar ihm sympathisch, weshalb er mit dieser Info geradeheraus umging.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala lächelte leicht und streckte ihr Glieder etwas. <i>"Ja er ist mein Cousin... Obwohl er immer eher wie ein Bruder für mich war. Wir sind zusammen aufgewachsen und Drachenzähmer ist doch ein außerordentlich edler Titel."</i> Grinste sie... Ehe sie jedoch einmal tief Eintamte und die Luft geräuschvoll wieder aus stieß.<br />
<i>"Also wir haben nun nur noch ein kleines Problem... Meine Sachen liegen noch im Bordell... Und auch wenn es nicht viel ist, hänge ich doch irgendwie an ihnen. Nach meinem Auftritt fällt es mir allerdings schwer da noch Mal hinein zu gehen. Wie komme ich nun da rein?"</i><br />
<br />
Ihr grinsen wurde breiter und sie hoffte, dass die Männer ihr hier helfen könnten. Sie wollte nicht in dem zerrissenen Kleid herum laufen und vorallem nicht in dem Outfit bei fremden Menschen nach fragen, ob sie sich ihnen anschließen könnte.<br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnars Lächeln wurde etwas breiter. <i>"Das kenne ich zu gut"</i>, sagte er und musste dabei an Jón denken. Er liebte seine Geschwister, aber die Verbindung die er zu seinem Cousin hatte war nochmal auf einer anderen Ebene. <i>"Wir könnten jemand anderen  aus der Crew fragen"</i>, schlug er auf Isas Frage hin vor. <i>"Im Notfall die Captains. Obwohl ich denke, dass wir, von der Crew, ohne Schwierigkeiten reinkommen werden. Nur würde ich vielleicht den Nachmittag noch abwarten." </i></font><br />
<br />
Dann wandte er sich an Tarón: <i>"Und es freut mich, dass du mir so viel Können in dieser Hinsicht zutraust"</i>--er nickte dankend--<i>"aber das ist es nicht. Vor zehn Jahren war ich 12 Jahre alt und habe noch Legenden über Helden und Drachen nachgespielt."</i> Legenden nachgespielt anstatt ihnen nachzujagen ...</font><br />
<br />
<font color=#b22222>Ja, wie Geschwister – und dass sie dies so offen sagte erzählte ihm viel darüber, dass das Band zwischen ihnen die Zeit überdauert hatte. Trotz aller Widrigkeiten.<br />
Unter einem weiteren Zug schnaubte Tarón belustigt.<br />
<i>„Kleinigkeit. Mach dir da keine Sorgen, an deine Sachen – und auch an meine, denn die liegen ebenfalls noch da drin – kommen wir schon ran. Lass die Frau sich nur erst etwas beruhigen, dann entschuldigen wir uns noch einmal höflichst und können sicher rein. Und wenn nicht…nun, wir sind Piraten, aye.“</i><br />
Er warf den beiden ein verschmitztes Grinsen zu bei dem schwer abzulesen war wie viel Wahrheit und Ernsthaftigkeit in dieser Andeutung liegen mochte. Wahrscheinlich jedoch nicht allzu viel.<br />
Sein Blick, scharfsinnig und noch immer mit einem Hauch Humor wandte sich ganz Rúnar zu. Wie immer bildete sich das Puzzel in seinem Geiste in das er Stück für Stück versuchte jede Information einzusetzen – auch die subtilen.<br />
Ein Drachenzähmer war Rúnar also nicht in diesen Spielen gewesen…<br />
<i>„Hm. Und welche Titel und Rollen hattest du vor zehn Jahren, wenn nicht die des Drachenzähmers?“</i><br />
Er linste auf seine Schulter zu der Echse und anschließend wieder zu Rúnar.<br />
<i>„…Wenn es das „Entschuppen“ von Schuppentieren einschließt muss ich Calwah wohl die Ohren zuhalten.“</i></font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isa seufzte. Wie jung sie alle doch noch waren... Was war Nur aus ihrem Leben geworden... So viele Jahre waren sinnlos an ihr vorbei gezogen.<br />
<i>"Entschuldigen?!"</i> spuckte sie beinahe aus und Wut kam wieder in ihr hoch. <i>"Dann Beweise ich doch lieber meine Fähigkeiten als zukünftige Piratin und breche dort ein, als mich bei dieser arroganten Ziege zu entschuldigen."</i><br />
Ihre Wut war allerdings nicht mehr ganz so schlimm wie zu vor... Die beiden Männer und die Aussicht auf Flucht von der Insel dämpften ihre Empfindungen.<br />
Dann jedoch hörte sie dem Gespräch ihrer Kumpanen weiter zu.... Auch wenn ihr Blick eher auf der schönen Echse Calwah lag</font><br />
<br />
<font color=#96CDCD>Unter Isas unerwartetem Ärger zuckte Rúnar kurz zusammen, aber sie schien sich schnell wieder zu fangen. Trotzdem hatte er das Gefühl, dass die eher heitere Atmosphäre gekippt war. (Aber er konnte es Isa nicht verübeln.)<br />
<br />
<i>"Ich würde eher ... davon abraten irgendwo einzubrechen, wo wir ohnehin schon keinen guten Eindruck hinterlassen haben"</i>, sagte er. <i>"Aber ich besitze auch ein ungesundes Nicht-Vorhandensein von Stolz"</i>, fügte er hinzu. Es war ein Witz, aber war, wie so oft der Fall bei Rúnar, mit nur minimal sarkastischem Unterton herausgekommen. <i>"Passend dazu"</i> -- sagte er, wieder an Tarón gewandt, die Augenbrauen etwas hochgezogen -- <i>"habe ich sehr gerne den Bösewicht oder den Aussätzigen gespielt."</i> Vermutlich um von den großen Erwartungen, die man im wirklichen Leben von ihm hatte Abstand nehmen zu können. <i>"Der ein oder andere Pirat war auch dabei."</i> Er lächelte. <i>"Und das Entschuppen von Schuppentieren -- daran war ich zumindest nur indirekt beteiligt."</i></font><br />
<br />
<font color=#b22222>Auch Tarón schien von Isalas Ausbruch milde überrascht – zumindest kurzzeitig, als er sie mit gehobener rechter Braue betrachtete und schließlich anerkennend nickte.<br />
<i>„Nun…erscheint nur fair.“</i><br />
Im Gegensatz zu Rúnar ließ er das kurze Einbrechen der Stimmung jedoch garnicht erst an sich heran. Stattdessen analysierten die Falkenaugen weiter, musterten Rúnars Gesicht bei jedem Wort genau. Und aus Rúnars Worten ließ sich verdammt viel herauslesen. Tarón lächelte leicht, ehe er den Blick in die Ferne schweifen ließ und sich einmal mehr der bröseligen Zigarette widmete.<br />
<i>„Glück für dich, Calwah. Keine Gruselgeschichten und deine Schuppen kannst du wohl vorerst behalten. Doch ein Drachenzähmer, kein Drachentöter – wenn auch einer, der seinen Wert offenbar schwer erkennt und wenig auf seinen Stolz gibt…oder sich selbst bewusst kleiner macht, als er ist. Hmhm. Du bist ein interessanter Bursche, Rúnar. Nun…zumindest hast du dann wohl bereits Übung im Pirat sein.“</i><br />
Sein Blick glitt noch einmal zu Rúnar herum, musterte ihn aufmerksam, doch in seinen Augen lag durchaus Sympathie für den anderen. Dann wandte er sich jedoch zu Isa.<br />
<i>„Ich werde mich entschuldigen. Später. Du bleibst dann vielleicht besser hier oder dort, wo wir im Verlaufe dieses illustren Tages noch landen werden. Sonst filetierst du die Ziege noch und ich glaube das könnte man uns dann tatsächlich übelnehmen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich gerne sehen würde, wie du dich als Einbrecherin so machst…“</i><br />
Diesmal hatte sein Lächeln wieder etwas freches- herausforderndes. Ein bisschen Stichelei musste manchmal schon erlaubt sein.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala lachte leise und verschränkte die Arme.<br />
<i>"Gut dann warte ich später, Glück für sie."</i> Und dann grinste auch sie etwas mehr, ließ das mit der Einbrecherin aber erst einmal unkommentiert. Dass sie tatsächlich etwas mehr dazu verdient hätte, weil sie den eh schon zahlenden Kunden noch mehr Geld aus der Tasche gezogen hatte, erzählte sie nicht. Noch gehörte sie nicht ganz zu ihnen, auch wenn sie bei beiden Männern das Gefühl hatte, dass es passen könnte. Und das hieß schon einiges... Doch Tarón vertraute sie ohnehin und Rúnar strahlte nicht das aus, was Männer sie sonst spüren ließen. Und sie kannte viele von dieser Sorte.<br />
Ihr Wut war wieder verklungen... Doch nun stand sie etwas unsicher neben den Männern. Was war nun der nächste Schritt? Tatsächlich war sie nicht gewollte mit zerissenem ziemlich aufreizenden Kleid hier weiter in dieser Straße zu stehen... Auch wenn sie sich in Begleitung der Männer sicherer fühlte...<br />
Natürlich hatte sich isala an die Blicke in den letzten Monaten gewöhnt, doch sie brannten jedes Mal auf ihrer Haut und jetzt wo sie nicht mehr im Schutz des bordells stand, fühlte sich die Frau nackter als sie war<br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnar konnte nicht anders als zu Lächeln -- ein Lächeln, das immer breiter wurde, desto mehr Tarón sagte. So schnell konnte die Atmosphäre wieder hergestellt sein. Rúnar hätte sich von der guten Schlussfolgerung Taróns bestimmt vor den Kopf gestoßen gefühlt, wenn er diese Art nicht von Jón gekannt hätte. <i>"Erwischt"</i>, sagte er und schnaubte amüsiert. Als Tarón ihn dann als interessant bezeichnete kniff er verlegen die Lippen zusammen. Er würde ja dasselbe über den anderen Mann sagen, aber bisher wusste Rúnar nichts über ihn -- außer dass er aufmerksam und humorvoll war. Das waren immerhin schon mal positive Dinge. Na, was soll's. <i>"Das kann ich nur zurückgeben"</i>, sagte er und es tat seiner Verlegenheit keinen Abbruch. <i>"Übung als Pirat ist dann aber doch eine Überschätzung meiner Fähigkeiten. Hat nur gereicht um regelmäßig ins Wasser zu fallen."</i><br />
<br />
Er nickte zustimmend, als Tarón meinte er würde sich später entschuldigen und war etwas erleichtert, dass Isa sich dazu entschied, die 'Ziege' nicht noch mehr zu reizen, indem sie einbrach oder sie filetierte.</font><br />
<br />
Das Schmunzeln zog sich bis in Taróns helle Augen, als er Rúnar mit einem Seitenblick bedachte. Ja an der Sache mit dem Stolz musste der Bursche wohl noch arbeiten. Obwohl es vielleicht auch ganz erfrischend war jemanden zu kennen, der nicht glaubt er könne die Welt alleine erobern und dann damit auf die Schnauze fiel, so, dass andere ihn retten mussten.<br />
<i>So wie du?</I> regte sich die Stimme des Vorwurfs in ihm und kurz glitten seine Gedanken zurück zur Aurora, zu Feuer und Salz und den Schreien sterbender Freunde, während sein Blick abwesend wurde. Ein kurzes Kopfschütteln, mit dem er die Erinnerungen in die Schatten zurückdrängte und den Blonden wiederfokussierte.<br />
<i>„Hm – nichts an dem wir nicht arbeiten könnten. Ich habe viel Übung als Pirat.“</i><br />
Bezeichnend hob er kurz die Brauen und warf ihm ein schräges Grinsen zu.<br />
<i> „Und hey – offenbar kannst du immerhin schwimmen…oder du bist schlau genug dich an irgendwas festzuhalten, ehe du untergehst! Das ist ein Anfang!“</i><br />
Dann ließ er seinen Blick zu Isa gleiten. Nun…Sachen im Bordell hin oder her…<br />
<i>„Wie siehts aus? Wollen wir sehen ob wir etwas Seetaugliches für dich finden?“</i><br />
Er nickte auf die inzwischen schäbige Entschuldigung für ein Kleid – und selbst in besten Tagen hätte das Teil ihr keinen guten Dienst auf einem Piratenschiff geleistet.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala lächelte leicht während sie dem Gespräch der Männer lauschte und zog die Arme etwas stärker um den Körper.<br />
Es war lange her, dass sie sich jemanden so vertraut gefühlt hatte... Auch wenn sie Tarón Ewigkeiten nicht gesehen hatte... Es war beinahe wie früher.<br />
Etwas zu energisch bejahte sie die Frage ihres Cousins mit einem Nicken.<br />
<i>"Ohja, ich wäre euch zu tiefsten dank verpflichtet, wenn wir das tun könnten."</i> Ein breites grinsen umspielte ihre Lippen.</font><br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnar lachte kurz leise auf -- ein Grinsen blieb auf seinem Gesicht. <i>"Nein, als Walfänger sollte man schon schwimmen können."</i><br />
<br />
Erst als Tarón es explizit aussprach und mit Isas Reaktion darauf, bemerkte Rúnar, dass sie sich unwohl in ihrem freizügigen Kleid fühlte. <i>"Aber natürlich -- entschuldige, da hätten wir auch früher drauf kommen können."</i></font><br />
<br />
<font color=#b22222>Walfänger also. Einen weiteren Moment wandte sich Taróns Blick auf  Rúnars Gestalt und blieb dort haften und er versuchte sich den blassen Mann in feiner Kleidung im Kampf auf Leben und Tod mit einem Wal vorzustellen – zugegebenermaßen in der möglichst klischeebehafteten und dramatischen Art und Weise, die jeder Realität kaum gerecht wurde. Mit einem Grinsen und einem Kopfschütteln wandte er sich ab.<br />
<i>„Gut! Dann gehen wir mal in die Stadt. Wird sicher irgendwo einen Schneider geben, der sich freut, etwas Stoff loszuwerden.“</i><br />
Und damit machte er sich schon auf den Weg und trat im Gehen die Zigarette aus. Dann bleib er jedoch noch einmal stehen und sah zu Isa. Er seufzte -und schälte sich aus dem dunklen schweren Mantel um ihm seiner Cousine zu reichen.<br />
<i>„Nimm erstmal den. Sonst muss ich noch jemanden verprügeln…“</I><br />
Calwah musste er dann wohl mitnehmen – das war ihm weniger lieb, denn an sich bevorzugte er es wenn die Echse möglichst wenig gesehen wurde. In diesem Fall hatte er aber wohl wenig Wahl.</font><br />
<br />
<font color=#9932cc>Isala war tatsächlich froh über Taróns nette Geste und nahm den Mantel dankend an. Kurz war sie verblüfft wie schwer das Kleidungsstück in Wahrheit war, schwang sich das gute Stück aber ohne viel Nachdenken um die Schultern. Die Frau erwischte dabei wie sie den Geruch des Mannes wahrnahm ... seltsamerweise war er zwar anders, aber immer noch so vertraut wie vor ewigen Jahren. Beinahe augenblicklich fühlte sie sich sicher, als wäre sie trotz des schweren Mantels, leicht wie eine Feder.<br />
Dann lief auch Isa los und deutete die Straße hinab.<br />
<i>„Dort an der Ecke gibt es tatsächlich einen Schneider.“</i>, sprach sie und zog den Mantel etwas enger.<br />
<i>Der mich vor einiger Zeit nicht bedienen wollte, da ich nicht die nötigen Geldmittel hatte,</i> fügte sie in Gedanken hinzu. Sie war gespannt, ob sich der schmierige Typ nun anders benehmen würde...<br />
<i>„Habt ihr überhaupt... ich meine... der Schneider will sicher eine Gegenleistung“</i><br />
Nun war es ihr peinlich, denn Isala hatte überhaupt nichts bei sich.<br />
<br />
<font color=#96CDCD>Rúnar schmunzelte auf Taróns Bemerkung hin und darüber, wie liebevoll er sich um seine Cousine kümmerte.<br />
<br />
Er folgte den beiden -- fühlte sich etwas wie das fünfte Rad am Wagen -- noch mehr so, als Isa meinte, dass sie kein Geld dabei habe. Denn das hatte Rúnar selbst auch nicht. Er zog die Schultern hoch und gab ihr ein bedauerndes Grinsen.</font>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Show me everything I could never see]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1125</link>
			<pubDate>Sat, 21 May 2022 21:38:00 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=4">Shanaya Árashi</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1125</guid>
			<description><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px;  LINE-HEIGHT: 0px">Show me everything I could never see </div>
<font size=1>Abend des 15. Juni 1822 <br />
Lucien Dravean & Shanaya Árashi  </font></center><br />
<blockquote><div class="Shanaya">Shanaya schnaufte leise, während ihre Finger sich fester um das Tuch schlossen, dem man eindeutig ansah, was es verbarg. Die letzten Tage hatte sie Situationen vergehen lassen… einfach weil dieser Kerl ein Idiot war! Gut, vielleicht nicht nur deswegen, aber es hatte nie gepasst. Oder er war zu beschäftigt gewesen. Und für ihr Vorhaben wollte sie Lucien wenigstens halbwegs konzentriert wissen. Trotzdem überkam sie jedes Mal eine neue Welle von Aufregung und Nervosität, die es schwer machte, sich zurück zu halten. Wieder ließ sie die umwickelte Klinge auf ihre Hängematte fallen, untermalt von einem theatralischen Seufzen. Sie hatte nicht bedacht, dass das solch ein kompliziertes Unterfangen sein würde. Vielleicht witterte ihr Captain irgendetwas? Möglich war es, aber Shanaya würde das nicht so auf sich ruhen lassen. Trotzdem wandte sie sich für diesen Moment von diesem Gedanken ab. Morgen war auch noch ein Tag. Und übermorgen. Und nächste Woche schließlich auch noch. Etwas in Gedanken versunken fuhr sie sich mit einer Hand über die Wunde an ihrem Hals. <br />
Mit einem frustrierten Aufstöhnen begab sich die Schwarzhaarige also zu der Treppe, die sie auf das Deck führen würde. Stimmgewirr drang an ihre Ohren, wurde lauter, je höher sie kam. Frischer Wind schlug der jungen Frau entgegen, während sie sich still fragte, ob die kleine Gruppe noch dem Würfelspiel nachging, das sie vorhin kurz beobachtet hatte. Mit einem tiefen Atemzug trat die Schwarzhaarige schließlich auf das Deck – und erstarrte in ihrer Bewegung. Lucien stand direkt vor ihr, so wie es aussah, selbst auf dem Weg unter Deck. Augenblicklich verengte Shanaya die blauen Augen, ließ den Blick kurz schweifen. Niemand, der direkt bei dem Dunkelhaarigen war, niemand, mit dem er sich unterhielt. Sollte das ihre Chance sein? Sie konnte es kaum glauben. <br />
<br />
<i>„Du.“ </I><br />
<br />
Kaum kehrten die hellen Augen zu dem Mann zurück, hob die junge Frau auch eine Hand, deutete mit dem Zeigefinger auf ihr Gegenüber. Lange zögerte sie jedoch nicht, trat schnell einen Schritt vor und umfasste seine Hand mit einem festen Griff. Er sollte es wagen zu versuchen, sich zu befreien! Etwas, was auch in ihrem Blick lag, mit dem sie den Dunkelhaarigen fixierte, ehe sie sie anfing, rückwärts zu gehen, Lucien mit sich zu ziehend, zurück in die Richtung, aus der sie gerade gekommen war. <br />
<br />
<i>„Du kommst jetzt mit.“</i><br />
<br />
Auch in ihrer Stimme lag ein Ton, der keinerlei Widerspruch duldete. Die Schichten waren beendet, niemand war bei ihm gewesen. Er hatte also keinerlei Ausreden! Noch einige Herzschläge musterte sie den Mann mit festem Blick, ehe ihre Züge sanfter wurden, das Lächeln auf ihre Lippen zurück kehrte. Ein vorfreudiges Glühen hatte sich damit in die Augen der jungen Frau geschlichen, mit dem sie Lucien weiter mit zog, auch als sie sich herum wandte, um die Treppe hinab zu steigen. </div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Tangerine' rel='stylesheet' type='text/css'>
<div style="font-family: 'Tangerine'; color: black; font-size: 52px;  LINE-HEIGHT: 0px">Show me everything I could never see </div>
<font size=1>Abend des 15. Juni 1822 <br />
Lucien Dravean & Shanaya Árashi  </font></center><br />
<blockquote><div class="Shanaya">Shanaya schnaufte leise, während ihre Finger sich fester um das Tuch schlossen, dem man eindeutig ansah, was es verbarg. Die letzten Tage hatte sie Situationen vergehen lassen… einfach weil dieser Kerl ein Idiot war! Gut, vielleicht nicht nur deswegen, aber es hatte nie gepasst. Oder er war zu beschäftigt gewesen. Und für ihr Vorhaben wollte sie Lucien wenigstens halbwegs konzentriert wissen. Trotzdem überkam sie jedes Mal eine neue Welle von Aufregung und Nervosität, die es schwer machte, sich zurück zu halten. Wieder ließ sie die umwickelte Klinge auf ihre Hängematte fallen, untermalt von einem theatralischen Seufzen. Sie hatte nicht bedacht, dass das solch ein kompliziertes Unterfangen sein würde. Vielleicht witterte ihr Captain irgendetwas? Möglich war es, aber Shanaya würde das nicht so auf sich ruhen lassen. Trotzdem wandte sie sich für diesen Moment von diesem Gedanken ab. Morgen war auch noch ein Tag. Und übermorgen. Und nächste Woche schließlich auch noch. Etwas in Gedanken versunken fuhr sie sich mit einer Hand über die Wunde an ihrem Hals. <br />
Mit einem frustrierten Aufstöhnen begab sich die Schwarzhaarige also zu der Treppe, die sie auf das Deck führen würde. Stimmgewirr drang an ihre Ohren, wurde lauter, je höher sie kam. Frischer Wind schlug der jungen Frau entgegen, während sie sich still fragte, ob die kleine Gruppe noch dem Würfelspiel nachging, das sie vorhin kurz beobachtet hatte. Mit einem tiefen Atemzug trat die Schwarzhaarige schließlich auf das Deck – und erstarrte in ihrer Bewegung. Lucien stand direkt vor ihr, so wie es aussah, selbst auf dem Weg unter Deck. Augenblicklich verengte Shanaya die blauen Augen, ließ den Blick kurz schweifen. Niemand, der direkt bei dem Dunkelhaarigen war, niemand, mit dem er sich unterhielt. Sollte das ihre Chance sein? Sie konnte es kaum glauben. <br />
<br />
<i>„Du.“ </I><br />
<br />
Kaum kehrten die hellen Augen zu dem Mann zurück, hob die junge Frau auch eine Hand, deutete mit dem Zeigefinger auf ihr Gegenüber. Lange zögerte sie jedoch nicht, trat schnell einen Schritt vor und umfasste seine Hand mit einem festen Griff. Er sollte es wagen zu versuchen, sich zu befreien! Etwas, was auch in ihrem Blick lag, mit dem sie den Dunkelhaarigen fixierte, ehe sie sie anfing, rückwärts zu gehen, Lucien mit sich zu ziehend, zurück in die Richtung, aus der sie gerade gekommen war. <br />
<br />
<i>„Du kommst jetzt mit.“</i><br />
<br />
Auch in ihrer Stimme lag ein Ton, der keinerlei Widerspruch duldete. Die Schichten waren beendet, niemand war bei ihm gewesen. Er hatte also keinerlei Ausreden! Noch einige Herzschläge musterte sie den Mann mit festem Blick, ehe ihre Züge sanfter wurden, das Lächeln auf ihre Lippen zurück kehrte. Ein vorfreudiges Glühen hatte sich damit in die Augen der jungen Frau geschlichen, mit dem sie Lucien weiter mit zog, auch als sie sich herum wandte, um die Treppe hinab zu steigen. </div></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Von Mahlströmen und Meerjungfrauen]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1021</link>
			<pubDate>Mon, 26 Apr 2021 00:18:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=3">Talin Dravean</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1021</guid>
			<description><![CDATA[<link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Alex+Brush' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: 'Alex Brush', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 25px;">Von Mahlströmen und Meerjungfrauen</font><br><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><font style="font-size: 11px;">Später Abend</font><br><br><br>Talin<span style="color: #458B74"> &</span> Lucien<br><font style="font-size: 11px;">27. Juni 1811 | Dorf auf Kelekuna | Wirtshaus</font></font></center><br />
<br />
<blockquote><div class="Talin">Die laue Nachtluft strich fordernd um die Häuser des kleinen Dörfchen und brachte jeden, der nicht draußen sein musste, dazu, an einen freundlichen Ort bei einem guten Gläschen und in netter Gesellschaft aufzuhalten. Vielleicht sagte sie auch einfach nur, die Frauen sollten zu Hause auf ihre Männer warten, die in der Taverne saßen, becherten und den Geschichten des kürzlich angekommenen Barden lauschten. Dementsprechend gut gefüllt war das hell erleuchtete Gebäude auch. Es hätte ein friedliches Bild ergeben können, wenn nicht an einem der hellen Fenster ein kleines Mädchen versucht hätte, hinein zu spähen. <br />
Talin stand auf einer wackeligen Konstruktion aus einer großen und einer kleineren Holzkiste auf Zehnspitzen und versuchte in dem schummrigen Raum etwas zu erkennen. Durch das blinde Fenster konnte sie verschwommen ein paar der Männer erkennen, darunter auch ihren Vater. Als er ein wenig den Kopf drehte – wahrscheinlich um mit jemandem an seinem Tisch zu sprechen, duckte das blonde Mädchen sich ruckartig, in der Hoffnung er sah sie nicht. Erst nachdem ihr Herzschlag sich wieder beruhigt hatte, richtete die Kleine sich langsam wieder auf und lugte zaghaft in den Raum hinein. Die hellen Kerzen auf den wahllos verteilten Holztischen spendeten ein bisschen Licht, zeigten ihr das die Taverne gut besucht war. Auch der Tresen, hinter dem sowohl der Wirt als auch sein Sohn standen, war voll besetzt und alle Männer sahen gebannt auf eine kleine Erhöhung weiter hinten im Raum, die mit Kerzen erhellt wurde. Dort saß der Barde. Er war so weit weg, dass Talin nur das leise Gemurmel seiner Stimme hören konnte, aber es interessierte sie auch gar nicht so sehr, was er erzählte. Sie wusste, Lucien würde ihr die Geschichte später viel besser vortragen. Es war auch gar nicht so sehr der Barde, der sie hierher gelockt hatte. Eher wollte sie dem Verbot ihrer Eltern zuwider handeln und hoffte darauf, dass ihr großer Bruder bald nach der Geschichte sich aus der Taverne schlich und sie noch ein wenig durch die Wälder streifen konnten. Aber so lange würde sie noch an diesem Fenster stehen und in diese fremde Welt dort drin hineinsehen.</div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Alex+Brush' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: 'Alex Brush', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 25px;">Von Mahlströmen und Meerjungfrauen</font><br><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><font style="font-size: 11px;">Später Abend</font><br><br><br>Talin<span style="color: #458B74"> &</span> Lucien<br><font style="font-size: 11px;">27. Juni 1811 | Dorf auf Kelekuna | Wirtshaus</font></font></center><br />
<br />
<blockquote><div class="Talin">Die laue Nachtluft strich fordernd um die Häuser des kleinen Dörfchen und brachte jeden, der nicht draußen sein musste, dazu, an einen freundlichen Ort bei einem guten Gläschen und in netter Gesellschaft aufzuhalten. Vielleicht sagte sie auch einfach nur, die Frauen sollten zu Hause auf ihre Männer warten, die in der Taverne saßen, becherten und den Geschichten des kürzlich angekommenen Barden lauschten. Dementsprechend gut gefüllt war das hell erleuchtete Gebäude auch. Es hätte ein friedliches Bild ergeben können, wenn nicht an einem der hellen Fenster ein kleines Mädchen versucht hätte, hinein zu spähen. <br />
Talin stand auf einer wackeligen Konstruktion aus einer großen und einer kleineren Holzkiste auf Zehnspitzen und versuchte in dem schummrigen Raum etwas zu erkennen. Durch das blinde Fenster konnte sie verschwommen ein paar der Männer erkennen, darunter auch ihren Vater. Als er ein wenig den Kopf drehte – wahrscheinlich um mit jemandem an seinem Tisch zu sprechen, duckte das blonde Mädchen sich ruckartig, in der Hoffnung er sah sie nicht. Erst nachdem ihr Herzschlag sich wieder beruhigt hatte, richtete die Kleine sich langsam wieder auf und lugte zaghaft in den Raum hinein. Die hellen Kerzen auf den wahllos verteilten Holztischen spendeten ein bisschen Licht, zeigten ihr das die Taverne gut besucht war. Auch der Tresen, hinter dem sowohl der Wirt als auch sein Sohn standen, war voll besetzt und alle Männer sahen gebannt auf eine kleine Erhöhung weiter hinten im Raum, die mit Kerzen erhellt wurde. Dort saß der Barde. Er war so weit weg, dass Talin nur das leise Gemurmel seiner Stimme hören konnte, aber es interessierte sie auch gar nicht so sehr, was er erzählte. Sie wusste, Lucien würde ihr die Geschichte später viel besser vortragen. Es war auch gar nicht so sehr der Barde, der sie hierher gelockt hatte. Eher wollte sie dem Verbot ihrer Eltern zuwider handeln und hoffte darauf, dass ihr großer Bruder bald nach der Geschichte sich aus der Taverne schlich und sie noch ein wenig durch die Wälder streifen konnten. Aber so lange würde sie noch an diesem Fenster stehen und in diese fremde Welt dort drin hineinsehen.</div></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
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			<title><![CDATA[Amicitia et Diffidentia]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1019</link>
			<pubDate>Sun, 25 Apr 2021 20:24:50 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=3">Talin Dravean</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1019</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><div class="Talin">Mit Kopfschmerzen, vergequollenen Augen und ein wenig mürrisch, wenn auch gleichzeitig zufrieden, schleppte Talin sich zur Treppe nach unten. Der letzte Tag hatte es in sich gehabt. Nicht so sehr die Tatsache, dass sie ein neues Crewmitglied angeworben hatte, hatte ihr den Boden unter den Füßen weggerissen, sondern der unveränderbare Grund, dass dem Bordell der Kaffee ausgegangen war. Natürlich gab es noch welchen – auf dem Schwarzmarkt konnte man alles kaufen – aber das äußerte sich dann auch im Preis. Und da sie nach der Reparatur der Sphinx und einigen anderen Ausgaben, so gut wie kein Geld mehr übrig hatte, musste sie Kürzungen vornehmen. Da auch ihre Privaten Vorräte im Moment aufgebraucht waren, musste sie wohl oder Übel auf ihr morgendliches Getränk verzichten. Das war damit auch der Grund, warum sie es erst jetzt zur Mittagszeit geschafft hatte, aufzustehen. Es gab auch sonst im Moment wenig, was sie aus dem Bett der sehr netten, sehr aufmerksamen Naya hätte reißen können. Sie gab sich im Moment dem Müßiggang hin, was sich langsam auf ihre Stimmung auswirkte. In ihren Fingern kribbelte es, weil sie endlich wieder etwas tun wollte, ja sogar musste. <br />
An der Treppe angekommen hielt sie inne und seufzte einmal tief bei dem Gedanken, dass sie da unten nichts weiter empfangen würde, was ihre Kopfschmerzen würde lindern können. Sie hatte ja nicht einmal wirklich hunger. Ihr ganzer Körper sehnte sich nur nach dem schwarzen, bitteren Getränk. Eine Bewegung zu ihrer rechten, lenkte ihre Aufmerksamkeit von ihren Gedanken ab und sie entdeckte jemanden, mit dem sie nicht gerechnet hatte und den sie auch nicht wirklich sehen wollte. Als sie an das letzte Zusammentreffen mit dem blonden Jugendfreund ihres Bruders dachte, verschlechterte sich ihre Laune ungemein. Es lag nicht an ihm, sondern – und dafür würde sie sich am liebsten Ohrfeigen – an ihr selbst. Wenn sie an ihr letztes Treffen dachte, da fühlte sie sich schlecht, nicht so sehr um Ceallaghs Willen, sondern wegen Lucien. Es war kindisch gewesen, wie sie sich dem Mann gegenüber verhalten hatte, aber sie konnte es schlecht rückgängig machen. Und in der Laune in der sie sich jetzt befand, wäre es unklug, ihm zu begegnen, richtig? <br />
Schon machte sie die ersten Schritte die Treppe hinunter, als kurz Luciens Bild vor ihren Augen aufblitzte und sie innehalten ließ. Wenn Ceallagh schon der beste Freund ihres Bruders war, dann... Talin seufzte und drehte sich leicht in Richtung des Mannes um, dabei biss sie die Zähne etwas fester als nötig zusammen, rang sich aber ein leichtes Lächeln ab.<br />
<br />
„<i>Morgen. Willst du auch runter und was essen?</i>“ <br />
<br />
Ihre eigenen Worte klangen hölzern und übertrieben höflich in ihren Ohren.</div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="Talin">Mit Kopfschmerzen, vergequollenen Augen und ein wenig mürrisch, wenn auch gleichzeitig zufrieden, schleppte Talin sich zur Treppe nach unten. Der letzte Tag hatte es in sich gehabt. Nicht so sehr die Tatsache, dass sie ein neues Crewmitglied angeworben hatte, hatte ihr den Boden unter den Füßen weggerissen, sondern der unveränderbare Grund, dass dem Bordell der Kaffee ausgegangen war. Natürlich gab es noch welchen – auf dem Schwarzmarkt konnte man alles kaufen – aber das äußerte sich dann auch im Preis. Und da sie nach der Reparatur der Sphinx und einigen anderen Ausgaben, so gut wie kein Geld mehr übrig hatte, musste sie Kürzungen vornehmen. Da auch ihre Privaten Vorräte im Moment aufgebraucht waren, musste sie wohl oder Übel auf ihr morgendliches Getränk verzichten. Das war damit auch der Grund, warum sie es erst jetzt zur Mittagszeit geschafft hatte, aufzustehen. Es gab auch sonst im Moment wenig, was sie aus dem Bett der sehr netten, sehr aufmerksamen Naya hätte reißen können. Sie gab sich im Moment dem Müßiggang hin, was sich langsam auf ihre Stimmung auswirkte. In ihren Fingern kribbelte es, weil sie endlich wieder etwas tun wollte, ja sogar musste. <br />
An der Treppe angekommen hielt sie inne und seufzte einmal tief bei dem Gedanken, dass sie da unten nichts weiter empfangen würde, was ihre Kopfschmerzen würde lindern können. Sie hatte ja nicht einmal wirklich hunger. Ihr ganzer Körper sehnte sich nur nach dem schwarzen, bitteren Getränk. Eine Bewegung zu ihrer rechten, lenkte ihre Aufmerksamkeit von ihren Gedanken ab und sie entdeckte jemanden, mit dem sie nicht gerechnet hatte und den sie auch nicht wirklich sehen wollte. Als sie an das letzte Zusammentreffen mit dem blonden Jugendfreund ihres Bruders dachte, verschlechterte sich ihre Laune ungemein. Es lag nicht an ihm, sondern – und dafür würde sie sich am liebsten Ohrfeigen – an ihr selbst. Wenn sie an ihr letztes Treffen dachte, da fühlte sie sich schlecht, nicht so sehr um Ceallaghs Willen, sondern wegen Lucien. Es war kindisch gewesen, wie sie sich dem Mann gegenüber verhalten hatte, aber sie konnte es schlecht rückgängig machen. Und in der Laune in der sie sich jetzt befand, wäre es unklug, ihm zu begegnen, richtig? <br />
Schon machte sie die ersten Schritte die Treppe hinunter, als kurz Luciens Bild vor ihren Augen aufblitzte und sie innehalten ließ. Wenn Ceallagh schon der beste Freund ihres Bruders war, dann... Talin seufzte und drehte sich leicht in Richtung des Mannes um, dabei biss sie die Zähne etwas fester als nötig zusammen, rang sich aber ein leichtes Lächeln ab.<br />
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„<i>Morgen. Willst du auch runter und was essen?</i>“ <br />
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Ihre eigenen Worte klangen hölzern und übertrieben höflich in ihren Ohren.</div></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Anthropos Apteros]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1003</link>
			<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 19:26:45 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=41">Rúnar Rúnarsson</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1003</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><div class="Rúnar">Nachdem es Rúnar wieder etwas besser ging, hatte er überlegt, ob er seine Hilfe anbieten sollte -- aber die meisten schienen versorgt, oder wurden gerade versorgt und wenn er dem geschäftigen Gregory helfen wollen würde, dann würde er ihm wohl nur im Weg herumgehen. <br />
<br />
Aber Rumsitzen ging auch nicht. Hier unten stand die Luft, es war warm und -- wahrscheinlich bildete er es sich ein, aber es roch nach Tod und Krankheit. Nicht, dass er wusste, wie sowas roch. Zumindest nicht bei Menschen. <br />
<br />
Er musste an die frische Luft.<br />
<br />
Eigentlich hatte er sich noch bei Trevor und der Frau, deren Namen er noch immer nicht kannte, bedanken wollen, aber er wusste gerade nicht, wo sie waren und das hatte auch noch Zeit. Schließlich musste er jetzt eine Weile mit der Crew ausharren. (So, wie er es ja gewollt hatte.)<br />
<br />
Oh, ja. Hier draußen war die Luft besser. Eine leichte Brise wehte angenehm ein paar Strähnen aus seinem Gesicht. <br />
<br />
Er zuckte zusammen, als er die Gestalt am Boden sitzen sah, aber als seine Augen sich an die Dunkelheit gewohnt hatten, erkannte er sie.<br />
<br />
Er setzte sich zu ihr. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Hey,"</span> sagte er grüßend. Leise. <br />
<br />
Sie hantierte mit ein paar Stoffen, schien sie in Streifen zu reißen. <br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ich kann gleich wieder gehen, ich -- wollte mich nur bei dir bedanken. Ohne dich wäre ich wohl tot.</span> Eine kurze Pause. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Und ich bin normalerweise etwas ausgeglichener als du mich kennengelernt hast."</span> Er gab ein leidvolles Grinsen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Das war eine -- ähm -- ungewohnte Situation."</span> (Oh, Götter, als ob sie das interessierte.) Er nahm einen tiefen Atemzug. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Mein Name ist Rúnar Dagur. Wie unhöflich von mir."</span> Er überlegte kurz, ob er nicht einfach wieder aufstehen und gehen und hoffen sollte, dass sie diese Interaktion morgen vergessen hatte. Er war wohl doch noch zu sehr durch den Wind.</div></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="Rúnar">Nachdem es Rúnar wieder etwas besser ging, hatte er überlegt, ob er seine Hilfe anbieten sollte -- aber die meisten schienen versorgt, oder wurden gerade versorgt und wenn er dem geschäftigen Gregory helfen wollen würde, dann würde er ihm wohl nur im Weg herumgehen. <br />
<br />
Aber Rumsitzen ging auch nicht. Hier unten stand die Luft, es war warm und -- wahrscheinlich bildete er es sich ein, aber es roch nach Tod und Krankheit. Nicht, dass er wusste, wie sowas roch. Zumindest nicht bei Menschen. <br />
<br />
Er musste an die frische Luft.<br />
<br />
Eigentlich hatte er sich noch bei Trevor und der Frau, deren Namen er noch immer nicht kannte, bedanken wollen, aber er wusste gerade nicht, wo sie waren und das hatte auch noch Zeit. Schließlich musste er jetzt eine Weile mit der Crew ausharren. (So, wie er es ja gewollt hatte.)<br />
<br />
Oh, ja. Hier draußen war die Luft besser. Eine leichte Brise wehte angenehm ein paar Strähnen aus seinem Gesicht. <br />
<br />
Er zuckte zusammen, als er die Gestalt am Boden sitzen sah, aber als seine Augen sich an die Dunkelheit gewohnt hatten, erkannte er sie.<br />
<br />
Er setzte sich zu ihr. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Hey,"</span> sagte er grüßend. Leise. <br />
<br />
Sie hantierte mit ein paar Stoffen, schien sie in Streifen zu reißen. <br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ich kann gleich wieder gehen, ich -- wollte mich nur bei dir bedanken. Ohne dich wäre ich wohl tot.</span> Eine kurze Pause. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Und ich bin normalerweise etwas ausgeglichener als du mich kennengelernt hast."</span> Er gab ein leidvolles Grinsen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Das war eine -- ähm -- ungewohnte Situation."</span> (Oh, Götter, als ob sie das interessierte.) Er nahm einen tiefen Atemzug. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Mein Name ist Rúnar Dagur. Wie unhöflich von mir."</span> Er überlegte kurz, ob er nicht einfach wieder aufstehen und gehen und hoffen sollte, dass sie diese Interaktion morgen vergessen hatte. Er war wohl doch noch zu sehr durch den Wind.</div></blockquote>]]></content:encoded>
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