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		<title><![CDATA[Inselwelten - Buch 2 - Donner in der Stille]]></title>
		<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/</link>
		<description><![CDATA[Inselwelten - https://inselwelten.crux-mundi.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 08:25:51 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Kapitel 8 - Schleichende Wasser]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=962</link>
			<pubDate>Fri, 25 Sep 2020 21:30:50 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Nebeldunst</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Nur kurze Zeit nach dem Fund der Münze überließ man die Aufklärung des Mordfalls in der Werft den zuständigen Behörden. Als sich die ersten Soldaten dem Schauplatz näherten, möglicherweise angelockt von den allzu redseligen Kindern, sah sich die kleine Gruppe von Piraten ohnehin gezwungen, den Rückzug anzutreten, um nicht ins Visier der Marine zu geraten. <br />
Jonah und Alex blieben zurück, wobei Ersterer wie schon zuvor in den Verdacht geriet, der gesuchte Mörder zu sein. Unerklärlicherweise verschwand er in einem unbeobachteten Moment, wohl durch jene offene Seitentür, durch die auch die Hure gekommen war. <br />
Die Untersuchung dieses unerfreulichen Zwischenfalls sollte sich noch weitere drei Tage hinziehen, in denen die Reparatur der <i>Sphinx</i> warten musste. Bis die zuständigen Soldaten ihre Suche nach Jonah auf die Stadt ausweiteten und die Werft ihrer Arbeit überließ.<br />
Fast gleichzeitig mit Talin, Greo, Skadi und Enrique kehrte an jenem Vormittag auch die kleine Gruppe um Lucien zum Bordell zurück. Die Schuld gegenüber den Tarlenn war damit beglichen. Doch während Talin sich mit Medhel traf, um eine Botschaft an Rasiria zu übermitteln, berichtete Josiah dem zweiten Captain von Shanayas Verschwinden. Woraufhin dieser sich mit Zairym im Schlepptau auf die Suche nach ihr machte.<br />
<br />
Es sollte annähernd drei Wochen dauern, bis die <i>Sphinx</i> in neuem Glanz erstrahlte. Die Reparatur des Schiffes zehrte die gesamten Goldreserven der Mannschaft auf, doch dafür befreite man ihren Rumpf von Muscheln und Ablagerungen, schliff und ölte sämtliche Planken und teerte das Unterwasserschiff frisch ein. Allem darüber verpasste man einen neuen, farbigen Anstrich. <br />
Die löchrigen und vielerorts geflickten Segel wurden durch neue ausgetauscht, so blutrot wie zuvor, und die gesamte Takelage hatte man ausgebessert, verstärkt oder gänzlich ersetzt. Halterungen wurden erneuert, Löcher und Lecks bis zur Unkenntlichkeit repariert und selbst die notdürftig ergänzten Teile der Reling hatte man mit ein wenig mehr Liebe zum Detail an das restliche Geländer angepasst.<br />
Doch nicht alle Bestandteile des kleinen Dreimasters konnten wie erhofft instand gesetzt werden. Diese ungewöhnlichen Trennwände im Frachtraum, so erklärte ihnen der Werftmeister, kannte er lediglich aus Berichten über die Schiffe der Zweiten Welt, sodass er weder in der Lage war, sie fachgerecht zu reparieren, noch jemanden wusste, der es konnte. Er riet ihnen, nach Norden zu Reisen und im Herzogtum Chelyia nach Antworten zu suchen. Möglicherweise, so ihnen das Glück hold war, fand sich in jenem Reich der Ingenieurskunst ein findiger Schiffsbauer, der ihnen helfen konnte. Und wenn nicht, dann bargen die gewaltigen Bibliotheken der Chelyia vielleicht das Wissen, nach dem sie suchten.<br />
<br />
<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot8.jpg"></td></tr></table>
In diesen drei Wochen fanden auf die eine oder andere Weise sieben weitere mehr oder weniger eingefleischte „Seebären“ ihren Weg zur Crew und setzten ihren Namen unter die Carta. Eine Tatsache, die Lucien irgendwann im Laufe der Zeit die Bemerkung entlockte, dass sie wohl doch eine Art Arche für streunende Köter sein mussten. Dennoch sprachen sich weder er noch Talin gegen einen von ihnen aus. Im Laufe der Zeit würde sich schon zeigen, ob sie für das Leben auf dem Meer und unter Piraten überhaupt gemacht waren.<br />
So kam es, dass die Sphinx am Vormittag des 14. Juni wieder in See stach. Ihr Kurs: Nach Norden. Dem Vorschlag des Werftmeisters folgend würden sie in Chelyia nach einem Schiffsbauer Ausschau halten, um die letzten Reparaturen abzuschließen. Ein Unterfangen, das selbstverständlich Geld kostete. Geld, dass sie nun nicht mehr besaßen. Wieder einmal würden sie also stets dann, wenn sie unterwegs in einen Hafen einliefen, möglichst viel davon heranschaffen müssen - und das mit gesteigerter Vorsicht. Denn immer lauter wurde das Gerücht, dass man auf die Besatzung des Schiffes mit den roten Segeln ein hübsches Sümmchen ausgesetzt hatte. <br />
<br />
Es sollte sich jedoch schon vier Tage nach ihrem Auslaufen eine günstige Gelegenheit für einen kleinen Nebenerwerb bieten. <br />
Es ist der 17. Juni 1822. Den gesamten Morgen und einen Großteil des Vormittags ging bereits ein feister Nieselregen auf das Schiff und seine Besatzung nieder. Jetzt, am frühen Nachmittag, hat zumindest der graue Himmel seine Pforten geschlossen. Doch die warme Luft ist entsetzlich feucht. Steuerbords schiebt sich aus der Ferne eine gewaltige Nebelbank in Richtung Asanu, die in ihrem trostlosen Grau Himmel und Meer miteinander verschwimmen lässt.<br />
Und noch etwas anderes enthüllen die zurückweichenden Regenschleier gar nicht weit voraus: Weiße Segel. Liam, der den Posten im Krähennest bezogen hat, entdeckt den kleineren Zweimaster als Erster und ruft seiner Mannschaft an Deck einen entsprechenden Hinweis zu. Auf Luciens Frage, was er noch erkennen könne, bestätigt Liam mit einem Blick durchs Fernrohr, dass es sich um ein kleines Handelsschiff unter der Flagge der Shilain handelt. <br />
Beinahe im gleichen Augenblick scheint dort auch die Sphinx bemerkt worden zu sein. Denn selbst über diese Distanz trägt ihnen die See das warnende Läuten einer Schiffsglocke zu. Winzige Gestalten stürzen sich in die Masten und setzen dazu an, die restlichen Segel aus ihren Halterungen zu befreien, um die Flucht zu ergreifen.</font></span><br />
<br />
<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/standorte/standorte4.jpg"></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>17. Juni 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">29 °C, grau bewölkt<br>früher Nachmittag<br>89 % Luftfeuchtigkeit, 26 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Das offene Meer zwischen Calbota und Ritu.<br># Die Reparatur der <i>Sphinx</i> wurde am <b>11. Juni</b> abgeschlossen.<br># Am <b>14. Juni</b> sticht die Crew mit <b>sieben neuen Mitgliedern</b> Richtung Norden in See.<br># Alle Verletzungen, die die Mannschaft im Kampf gegen die Kopfgeldjäger erlitten haben, sind verheilt. Auch <b>Shanayas</b> Bein hat sich gut erholt.<br># die Vorräte der Sphinx sind aufgefüllt.<br><br># <b>Liam</b> entdeckt das fremde Schiff von seinem Posten im Krähennest aus als Erster.<br># <b>Shanaya</b> hat das Steuer.<br># Von Steuerbord her nähert sich derweil eine dicke Nebelbank.<br># Der Rest der Mannschaft befindet sich verstreut überall an Bord.<br># <b>Rayon & Elian</b> sind nicht anspielbar.</td></tr></table></center></blockquote>
<center><a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/05sphinx/construction/sphinxquerschnitt.jpg"><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/05sphinx/construction/sphinxquerschnitt.jpg" width="80%" height="80%"></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Nebeldunst</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Nur kurze Zeit nach dem Fund der Münze überließ man die Aufklärung des Mordfalls in der Werft den zuständigen Behörden. Als sich die ersten Soldaten dem Schauplatz näherten, möglicherweise angelockt von den allzu redseligen Kindern, sah sich die kleine Gruppe von Piraten ohnehin gezwungen, den Rückzug anzutreten, um nicht ins Visier der Marine zu geraten. <br />
Jonah und Alex blieben zurück, wobei Ersterer wie schon zuvor in den Verdacht geriet, der gesuchte Mörder zu sein. Unerklärlicherweise verschwand er in einem unbeobachteten Moment, wohl durch jene offene Seitentür, durch die auch die Hure gekommen war. <br />
Die Untersuchung dieses unerfreulichen Zwischenfalls sollte sich noch weitere drei Tage hinziehen, in denen die Reparatur der <i>Sphinx</i> warten musste. Bis die zuständigen Soldaten ihre Suche nach Jonah auf die Stadt ausweiteten und die Werft ihrer Arbeit überließ.<br />
Fast gleichzeitig mit Talin, Greo, Skadi und Enrique kehrte an jenem Vormittag auch die kleine Gruppe um Lucien zum Bordell zurück. Die Schuld gegenüber den Tarlenn war damit beglichen. Doch während Talin sich mit Medhel traf, um eine Botschaft an Rasiria zu übermitteln, berichtete Josiah dem zweiten Captain von Shanayas Verschwinden. Woraufhin dieser sich mit Zairym im Schlepptau auf die Suche nach ihr machte.<br />
<br />
Es sollte annähernd drei Wochen dauern, bis die <i>Sphinx</i> in neuem Glanz erstrahlte. Die Reparatur des Schiffes zehrte die gesamten Goldreserven der Mannschaft auf, doch dafür befreite man ihren Rumpf von Muscheln und Ablagerungen, schliff und ölte sämtliche Planken und teerte das Unterwasserschiff frisch ein. Allem darüber verpasste man einen neuen, farbigen Anstrich. <br />
Die löchrigen und vielerorts geflickten Segel wurden durch neue ausgetauscht, so blutrot wie zuvor, und die gesamte Takelage hatte man ausgebessert, verstärkt oder gänzlich ersetzt. Halterungen wurden erneuert, Löcher und Lecks bis zur Unkenntlichkeit repariert und selbst die notdürftig ergänzten Teile der Reling hatte man mit ein wenig mehr Liebe zum Detail an das restliche Geländer angepasst.<br />
Doch nicht alle Bestandteile des kleinen Dreimasters konnten wie erhofft instand gesetzt werden. Diese ungewöhnlichen Trennwände im Frachtraum, so erklärte ihnen der Werftmeister, kannte er lediglich aus Berichten über die Schiffe der Zweiten Welt, sodass er weder in der Lage war, sie fachgerecht zu reparieren, noch jemanden wusste, der es konnte. Er riet ihnen, nach Norden zu Reisen und im Herzogtum Chelyia nach Antworten zu suchen. Möglicherweise, so ihnen das Glück hold war, fand sich in jenem Reich der Ingenieurskunst ein findiger Schiffsbauer, der ihnen helfen konnte. Und wenn nicht, dann bargen die gewaltigen Bibliotheken der Chelyia vielleicht das Wissen, nach dem sie suchten.<br />
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<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot8.jpg"></td></tr></table>
In diesen drei Wochen fanden auf die eine oder andere Weise sieben weitere mehr oder weniger eingefleischte „Seebären“ ihren Weg zur Crew und setzten ihren Namen unter die Carta. Eine Tatsache, die Lucien irgendwann im Laufe der Zeit die Bemerkung entlockte, dass sie wohl doch eine Art Arche für streunende Köter sein mussten. Dennoch sprachen sich weder er noch Talin gegen einen von ihnen aus. Im Laufe der Zeit würde sich schon zeigen, ob sie für das Leben auf dem Meer und unter Piraten überhaupt gemacht waren.<br />
So kam es, dass die Sphinx am Vormittag des 14. Juni wieder in See stach. Ihr Kurs: Nach Norden. Dem Vorschlag des Werftmeisters folgend würden sie in Chelyia nach einem Schiffsbauer Ausschau halten, um die letzten Reparaturen abzuschließen. Ein Unterfangen, das selbstverständlich Geld kostete. Geld, dass sie nun nicht mehr besaßen. Wieder einmal würden sie also stets dann, wenn sie unterwegs in einen Hafen einliefen, möglichst viel davon heranschaffen müssen - und das mit gesteigerter Vorsicht. Denn immer lauter wurde das Gerücht, dass man auf die Besatzung des Schiffes mit den roten Segeln ein hübsches Sümmchen ausgesetzt hatte. <br />
<br />
Es sollte sich jedoch schon vier Tage nach ihrem Auslaufen eine günstige Gelegenheit für einen kleinen Nebenerwerb bieten. <br />
Es ist der 17. Juni 1822. Den gesamten Morgen und einen Großteil des Vormittags ging bereits ein feister Nieselregen auf das Schiff und seine Besatzung nieder. Jetzt, am frühen Nachmittag, hat zumindest der graue Himmel seine Pforten geschlossen. Doch die warme Luft ist entsetzlich feucht. Steuerbords schiebt sich aus der Ferne eine gewaltige Nebelbank in Richtung Asanu, die in ihrem trostlosen Grau Himmel und Meer miteinander verschwimmen lässt.<br />
Und noch etwas anderes enthüllen die zurückweichenden Regenschleier gar nicht weit voraus: Weiße Segel. Liam, der den Posten im Krähennest bezogen hat, entdeckt den kleineren Zweimaster als Erster und ruft seiner Mannschaft an Deck einen entsprechenden Hinweis zu. Auf Luciens Frage, was er noch erkennen könne, bestätigt Liam mit einem Blick durchs Fernrohr, dass es sich um ein kleines Handelsschiff unter der Flagge der Shilain handelt. <br />
Beinahe im gleichen Augenblick scheint dort auch die Sphinx bemerkt worden zu sein. Denn selbst über diese Distanz trägt ihnen die See das warnende Läuten einer Schiffsglocke zu. Winzige Gestalten stürzen sich in die Masten und setzen dazu an, die restlichen Segel aus ihren Halterungen zu befreien, um die Flucht zu ergreifen.</font></span><br />
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<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/standorte/standorte4.jpg"></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>17. Juni 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">29 °C, grau bewölkt<br>früher Nachmittag<br>89 % Luftfeuchtigkeit, 26 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Das offene Meer zwischen Calbota und Ritu.<br># Die Reparatur der <i>Sphinx</i> wurde am <b>11. Juni</b> abgeschlossen.<br># Am <b>14. Juni</b> sticht die Crew mit <b>sieben neuen Mitgliedern</b> Richtung Norden in See.<br># Alle Verletzungen, die die Mannschaft im Kampf gegen die Kopfgeldjäger erlitten haben, sind verheilt. Auch <b>Shanayas</b> Bein hat sich gut erholt.<br># die Vorräte der Sphinx sind aufgefüllt.<br><br># <b>Liam</b> entdeckt das fremde Schiff von seinem Posten im Krähennest aus als Erster.<br># <b>Shanaya</b> hat das Steuer.<br># Von Steuerbord her nähert sich derweil eine dicke Nebelbank.<br># Der Rest der Mannschaft befindet sich verstreut überall an Bord.<br># <b>Rayon & Elian</b> sind nicht anspielbar.</td></tr></table></center></blockquote>
<center><a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/05sphinx/construction/sphinxquerschnitt.jpg"><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/05sphinx/construction/sphinxquerschnitt.jpg" width="80%" height="80%"></a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kapitel 7 - Purpurrote Vergeltung]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=859</link>
			<pubDate>Tue, 24 Mar 2020 23:07:36 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=859</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Sägemehl</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Als wartete sie, längst zur Flucht bereit, voller Spannung auf den letzten Mann und die letzte Frau ihrer Besatzung, zog die <i>Sphinx</i> knarzend an den straff gespannten Tauen, die sie in jener Nacht an der Kaimauer hielten. Innerhalb der nächsten Minuten fanden auch Talin und Skadi ihren Weg zurück aufs Schiff: Die Jägerin mit Scortias' leblosem Körper in den Armen und Talin darüber wachend, dass der unerwartet zurückhaltende Trevor nicht erneut davon stürzte, um sich auf die Suche nach verbliebenen Crewmitgliedern zu machen. <br />
Und in dem Wissen, dass dieses Schiff, seine Mannschaft und deren Wohlwollen inzwischen ihre letzte Möglichkeit war, um die Insel mehr oder weniger unbehelligt zu verlassen, halfen auch die drei Fremden Tarón, Zairym und Rúnar jeder auf seine Weise so gut sie konnten. Bis auch Liam in Begleitung Josiahs und eines weiteren Unbekannten den Hafen erreichte. Von diesem Moment an blieb ihnen nichts anderes übrig, als abzuwarten – denn zwei Mitglieder ihrer Besatzung fehlten noch. <br />
Entgegen Gregorys Bedenken kehrte schließlich Lucien zwar sichtbar mitgenommen, aber umso entschlossener an Deck zurück, schickte Shanaya ohne Umschweife auf ihren Posten und Zairym verzog sich unter den wachsamen Blicken Ceallaghs hoch ins Krähennest, um Ausschau zu halten.<br />
<br />
Er war es auch, der die beiden Gestalten zu erst entdeckte, die eine der breiten Gassen entlang auf das Schiff zu stürmten. Rauch quoll längst zwischen den Häusern hindurch, machte ihre Gesichter zunächst unkenntlich. Doch als sie die offene Fläche zwischen den Lagerhäusern und dem Hafenbecken erreichten, erkannten die an Deck ausharrenden Crewmitglieder – darunter auch Elian – die Züge Aspens und Taranis', die einander auf ihrer Flucht durch die Stadt begegnet waren. Ihre Mienen verrieten allerdings, dass sie in Schwierigkeiten steckten und nur Augenblicke später vernahmen auch die Piraten auf der <i>Sphinx</i> das unangenehm bekannte Rattern der gewaltigen Maschine, der sie sich am Marktplatz gegenüber gesehen hatten. Noch während die beiden Männer rannten, gab Lucien jedem aufkeimenden Widerstand zum Trotz den Befehl, die Taue zu lösen – denn für die Kugeln aus diesen Kanonen gab der Dreimaster ein viel zu leichtes Ziel ab. Alles, was sie für Aspen und Taranis tun konnten, war, ein Netz bereit zu halten, um die beiden aus dem Wasser zu fischen.<br />
So weit sollte es jedoch nicht kommen. Lange bevor sich der Umriss des Kriegsgeräts aus dem Rauch schälte, spie der weiße Dunst eine Hand voll Kopfgeldjäger in den Hafen hinaus. Erst einer, dann ein zweiter fiel Zairyms Gewehr zum Opfer, noch bevor sie wussten, wie ihnen geschah. Gleichzeitig jedoch eröffneten sie das Feuer auf die beiden Männer, die den Kai entlang auf ihr Schiff zuhielten. Eine Kugel streifte Taranis an der Wade, brachte ihn ins Taumeln. Die folgenden fanden ihre Ziele, zerfetzten Stoff, drangen in Fleisch ein, zerschlugen Knochen und Nerven. Die beiden Männer wurden langsamer, blieben schließlich stolpernd stehen – und brachen nur wenige Schritte von der Stelle entfernt zusammen, an der die Planke zum rettenden Schiff auf die Wasseroberfläche klatschte, als die Strömung die <i>Sphinx</i> in Richtung des offenen Meeres zog. <br />
Weitere Schüsse sausten über das Deck, zwangen jeden Mann und jede Frau in Deckung, bis das Schiff aus dem Windschatten der verdammten Insel trat und sie die wenigen Seile durchtrennten, die die Segel an ihren Masten hielten. Blutrot im Flammenschein spannten sich die gerippten Flügel, drehten sich vor den Wind und ein sanfter Ruck ging durch die Löwin, die sich dem offenen Meer zuwandte.<br />
<br />
<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot7.jpg"></td></tr></table>
Die nächsten Tage auf See verbrachte die Mannschaft damit, ihre Verletzungen zu versorgen und – jeder auf seine Weise – mit den Verlusten umzugehen. <br />
Greos Zustand schien zunächst weder wirklich besser noch massiv schlechter zu werden. Für jeden, der ihn zu Gesicht bekam, wirkte er gefangen zwischen Traum und Wirklichkeit. Mal wissend, wo er sich befand, mal ganz und gar im Delirium, während sein Körper gegen starkes Fieber kämpfte, das sich noch tagelang hinziehen sollte. Lucien hingegen hatte auf dem Weg zurück zum Schiff zwar viel Blut verloren, erholte sich aber mit ausreichend Schlaf und genug zu Essen relativ schnell. Und auch wie sich die vier Fremden machen würden sollte sich in dieser Zeit bereits zeigen. Lediglich Aidan kündete an, die Mannschaft auf der nächstgrößeren Insel zu verlassen und handelte mit den Captains eine Überfahrt aus.<br />
Zunächst zwang ihre Proviantknappheit sie jedoch dazu, auf einer weiteren kleinen Insel am äußersten Rand des Freien Herzogtums Halt zu machen. Zu klein, um auf den allgemeinen Karten der Ersten Welt verzeichnet zu sein und allemal klein genug, um für Kopfgeldjäger uninteressant zu wirken. Weitere vier Tage blieb die <i>Sphinx</i> dort im Hafen – in Sicherheit, zunächst.<br />
In der dritten Nacht jedoch holte Shanaya erneut ihre Vergangenheit ein. Die Piratin wurde angegriffen und schwer verwundet, schaffte es mit letzter Kraft zurück aufs Schiff und verlor dort das Bewusstsein. <br />
Gregory nahm sich ihrer an, entfernte eine Kugel aus ihrem Oberschenkel und nähte ihre Wunden. Zwei Tage später, wieder auf See, entzündete sich eine ihrer Verletzungen allerdings, fesselte sie mit zunehmend schwerer werdendem Fieber ans Lazarett. <br />
<br />
Die <i>Sphinx</i> nahm Kurs nach Norden, durchquerte unbehelligt die interinsularen Gewässer zwischen Birlan und Tarlenn, bis sie am Abend des dritten Tages auf See das Hoheitsgebiet der Piratenfamilie erreichte. Talin sandte an jenem Abend einen Botenvogel aus, der ihre Kontaktperson über das Hiersein der Mannschaft unterrichten sollte. <br />
Bereits am nächsten Morgen hockte der Vogel wieder auf der Reling des Schiffes und überbrachte eine Antwort: Rasiria Tarlenn – Ellhan Tarlenns Schwester – forderte nun, da Talin ihren Bruder gefunden hatte, den geschuldeten Gefallen ein. Welcher das sein sollte, verriet die Blonde allerdings nur Lucien, dessen Stimmung in den folgenden Tagen immer dann zu kippen schien, wann immer ein Gespräch auf seine Schwester oder die Familie Tarlenn fiel. <br />
Sie erreichten Calbota, Hauptinsel des Herzogtums, drei Tage später. Im Hafen von Silvestre, einer kleinen Küstenstadt im Südwesten, brachten sie die <i>Sphinx</i> <b>endlich</b> ins Trockendock, um sie, soweit es die Mittel zuließen, die sie sich auf Mîlui beschafft hatten, reparieren zu lassen. <br />
Während dessen fand die Crew Zuflucht in einem der teuersten Bordelle der Familie Tarlenn. Abseits des regulären Betriebs richteten die Damen den Piraten dort einige Räume her, in deren Abgeschiedenheit sie sich erholen konnten. Kein Angehöriger der Marine würde hier, unter dem Schutz der Herzogsfamilie, nach ihnen suchen. Und das war auch gut so, denn – und das erfuhren sie bereits wenige Stunden nach ihrer Ankunft – nach den Ereignissen auf der Insel der Kopfgeldjäger fand sich beinahe jedes Gesicht der Mannschaft auf Fahndungsplakaten wieder. Lediglich Ceallagh, Tarón und Rúnar blieben unbekannt.<br />
Die meisten Gestalten auf den Plakaten hatten allerdings kaum Ähnlichkeit mit der Realität, geschweige denn kannte man ihre Namen. Sie wurden lediglich in Verbindung mit dem Angriff auf die <i>Morgenwind</i> und einem Schiff mit roten Segeln gebracht. <br />
<br />
Am frühen Morgen des vierten Tages bestellte man Talin schließlich in die Werft, in der die Sphinx lag, um die Reparaturen und das weitere Vorgehen zu besprechen. So früh, dass die Stadt selbst noch in tiefem Schlummer zu liegen schien, um zu verhindern, dass allzu viele neugierige Blicke auf die Mannschaft aufmerksam wurden. Für den Fall, dass man ihre Hilfe bei der Reparatur benötigte, bat die junge Frau darüber hinaus Greo, Enrique und Skadi darum, sie zu begleiten. <br />
Gerade, als sie das Werftgebäude betraten und ihnen ein stattlich bemuskelter, mittelalter Mann mit Zehntagebart, den sie bereits als Werftinhaber kannten, entgegen schritt, durchbrach ein schriller Frauenschrei die frühmorgendliche Stille und ließ jedermanns Bewegung augenblicklich gefrieren. Am anderen Ende der Halle, halb verborgen hinter großen Geräten, stand eine junge Frau, die Hände vor den Mund geschlagen, im Rahmen einer offenen Tür und starrte mit vor Schrecken geweiteten Augen auf den leblosen Körper zu ihren Füßen. <br />
Wie ein Mann setzten sich Werftinhaber und Piraten in Bewegung, bogen nur Herzschläge später um die gewaltige Maschinerie, die ihnen den Blick versperrte, bis sich ihnen die gesamte Szenerie offenbarte: Bäuchlings ausgestreckt lag dort ein Mann, um dessen Kopf sich eine Blutlache bildete. Ein blutverschmierter Hammer mit faustgroßer Schlagfläche lag neben ihm und nur einen Schritt entfernt standen zwei Männer in ein Handgemenge verwickelt. Einer der Werftarbeiter war beim Schrei der Frau dazu gekommen und hatte sich, ohne lange nachzudenken, den Knaben gepackt, den er neben der Leiche hatte knien sehen und der ganz offensichtlich nicht hier her gehörte: Jonah Blythe.<br />
<br />
Deutlich früher noch als seine kleine Schwester brach dagegen Lucien auf. Ohne ihnen zu sagen, wohin sie unterwegs waren, wies er Ceallagh, Trevor und Zairym, dessen Fähigkeiten möglicherweise nützlich sein konnten, an, ihn zu begleiten. Gerade über Trevors Gesellschaft schien der junge Captain alles andere als erfreut, verhielt sich aber auch sonst ungewöhnlich ernst und schweigsam, während der Weg der kleinen Gruppe sie beständig in eine der edelsten Wohngegenden der Stadt führte.<br />
<br />
Shanaya indes hatte das schlimmste Fieber und die Entzündung zwar überstanden, gehörte allerdings nach wie vor ins Bett – befand Gregory. Er blieb zusammen mit seiner Patientin und den restlichen Mannschaftsmitgliedern im Bordell zurück. Liam, Farley, Tarón, Rúnar und der Schiffsarzt selbst haben es sich in den zur Verfügung gestellten Räumen gemütlich gemacht. Lediglich Elian beschloss, einen Blick auf Shanaya zu werfen und betrat in jenem Augenblick den Flur, der zu ihrem Zimmer führte.</font></span><br />
<br />
<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>21. Mai 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">14 °C, leicht bewölkt<br>Sehr früher Morgen<br>68 % Luftfeuchtigkeit, 23 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Silvestre, Hafenstadt auf Calbota<br># Die <i>Sphinx</i> erreichte am <b>07. Mai</b> eine kleine Insel am Rande des Herzogtums, um Proviant aufzunehmen.<br># Am <b>11. Mai</b> verlässt sie den Hafen Richtung Norden.<br># Am <b>17. Mai</b> erreicht die Mannschaft Silvestre<br><br># <b>Talin, Enrique, Skadi und Greo</b> haben soeben die Werft betreten, in der die Sphinx repariert wird.<br># <b>Jonah Blythe</b> wurde neben der Leiche entdeckt und festgehalten.<br># Ebenfalls Zeuge der Ereignisse ist <b>Alex Mason</b>.<br># <b>Lucien, Ceallagh, Trevor und Zairym</b> sind mit einem nur Lucien bekannten Ziel in der Stadt unterwegs.<br># <b>Shanaya, Gregory, Elian, Farley, Liam, Tarón und Rúnar</b> sind im Bordell zurück geblieben.<br><br># <b>Shanaya</b> hat das Fieber überstanden, ist aber noch immer geschwächt.<br># <b>Greo</b> hat sein Fieber ebenfalls überwunden, leidet aber noch immer an spontaner Schwäche, Kopfschmerzen und wirren Träumen.<br># <b>Lucien</b> trägt noch immer einen Verband über der Wunde, die jedoch gut verheilt.<br><br># <b>Rayon & Josiah</b> sind nicht anspielbar und werden bei Rückmeldung von der SL wieder in die Handlung eingeflochten.</td></tr></table></center></blockquote>
<br />
<blockquote><div class="h2"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: #6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Hinweisen</span> ...</font></div><font color="#8b0000"><br />
<br><br><br><b>Das Opfer</b><br />
Nhoj Thims. Dunkelhaariger, großer Mann mit einem großen Loch im Hinterkopf.<ul class="mycode_list"><li>Kannte Jonah<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<b>Der janusköpfige Reeder</b><br />
Jahn Bercker. Ein lieber mittelalter, stämmiger Mann mit beginnender Glatze.<br />
<ul class="mycode_list"><li>Besitzer einiger Schiffe und der Werft, in der die <i>Sphinx</i> repariert wird.<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Der geheimnisvolle Carpenter</b></span><br />
Alex Mason<ul class="mycode_list"><li>neu hinzugekommen in der Werft<br />
</li>
<li>Hat etwas verdächtiges vom Boden aufgehoben. <br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Die neureiche Hafenhure</b></span><br />
Lilly. Zierliche Blondine, die mit viel Schminke zu vertuschen versucht, dass sie ihre besten Tage schon hinter sich hat.<ul class="mycode_list"><li>Der Verlust von Nhoj Thims hat sie sehr mitgenommen.<br />
</li>
<li>War eine Hure<br />
</li>
<li>Glaubt, mit Nhoj verheiratet gewesen zu sein<br />
</li>
<li>Hat viel Geld geerbt<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Der cholerische Jungspund</b></span><br />
Ross Olen. Aufbrausender dunkelhaariger, grobschlächtiger Kerl. Er ist noch relativ jung und wenig attraktiv. <ul class="mycode_list"><li>Hat Lilly verteidigt, als sie Hure genannt wurde. <br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Der mysteriöse Fremde</b></span><br />
Jonah Blythe<ul class="mycode_list"><li>Fremder in der Werft<br />
</li>
<li>Kannte das Opfer<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
</font><br />
<br />
<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"></td></tr></table></center></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Sägemehl</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Als wartete sie, längst zur Flucht bereit, voller Spannung auf den letzten Mann und die letzte Frau ihrer Besatzung, zog die <i>Sphinx</i> knarzend an den straff gespannten Tauen, die sie in jener Nacht an der Kaimauer hielten. Innerhalb der nächsten Minuten fanden auch Talin und Skadi ihren Weg zurück aufs Schiff: Die Jägerin mit Scortias' leblosem Körper in den Armen und Talin darüber wachend, dass der unerwartet zurückhaltende Trevor nicht erneut davon stürzte, um sich auf die Suche nach verbliebenen Crewmitgliedern zu machen. <br />
Und in dem Wissen, dass dieses Schiff, seine Mannschaft und deren Wohlwollen inzwischen ihre letzte Möglichkeit war, um die Insel mehr oder weniger unbehelligt zu verlassen, halfen auch die drei Fremden Tarón, Zairym und Rúnar jeder auf seine Weise so gut sie konnten. Bis auch Liam in Begleitung Josiahs und eines weiteren Unbekannten den Hafen erreichte. Von diesem Moment an blieb ihnen nichts anderes übrig, als abzuwarten – denn zwei Mitglieder ihrer Besatzung fehlten noch. <br />
Entgegen Gregorys Bedenken kehrte schließlich Lucien zwar sichtbar mitgenommen, aber umso entschlossener an Deck zurück, schickte Shanaya ohne Umschweife auf ihren Posten und Zairym verzog sich unter den wachsamen Blicken Ceallaghs hoch ins Krähennest, um Ausschau zu halten.<br />
<br />
Er war es auch, der die beiden Gestalten zu erst entdeckte, die eine der breiten Gassen entlang auf das Schiff zu stürmten. Rauch quoll längst zwischen den Häusern hindurch, machte ihre Gesichter zunächst unkenntlich. Doch als sie die offene Fläche zwischen den Lagerhäusern und dem Hafenbecken erreichten, erkannten die an Deck ausharrenden Crewmitglieder – darunter auch Elian – die Züge Aspens und Taranis', die einander auf ihrer Flucht durch die Stadt begegnet waren. Ihre Mienen verrieten allerdings, dass sie in Schwierigkeiten steckten und nur Augenblicke später vernahmen auch die Piraten auf der <i>Sphinx</i> das unangenehm bekannte Rattern der gewaltigen Maschine, der sie sich am Marktplatz gegenüber gesehen hatten. Noch während die beiden Männer rannten, gab Lucien jedem aufkeimenden Widerstand zum Trotz den Befehl, die Taue zu lösen – denn für die Kugeln aus diesen Kanonen gab der Dreimaster ein viel zu leichtes Ziel ab. Alles, was sie für Aspen und Taranis tun konnten, war, ein Netz bereit zu halten, um die beiden aus dem Wasser zu fischen.<br />
So weit sollte es jedoch nicht kommen. Lange bevor sich der Umriss des Kriegsgeräts aus dem Rauch schälte, spie der weiße Dunst eine Hand voll Kopfgeldjäger in den Hafen hinaus. Erst einer, dann ein zweiter fiel Zairyms Gewehr zum Opfer, noch bevor sie wussten, wie ihnen geschah. Gleichzeitig jedoch eröffneten sie das Feuer auf die beiden Männer, die den Kai entlang auf ihr Schiff zuhielten. Eine Kugel streifte Taranis an der Wade, brachte ihn ins Taumeln. Die folgenden fanden ihre Ziele, zerfetzten Stoff, drangen in Fleisch ein, zerschlugen Knochen und Nerven. Die beiden Männer wurden langsamer, blieben schließlich stolpernd stehen – und brachen nur wenige Schritte von der Stelle entfernt zusammen, an der die Planke zum rettenden Schiff auf die Wasseroberfläche klatschte, als die Strömung die <i>Sphinx</i> in Richtung des offenen Meeres zog. <br />
Weitere Schüsse sausten über das Deck, zwangen jeden Mann und jede Frau in Deckung, bis das Schiff aus dem Windschatten der verdammten Insel trat und sie die wenigen Seile durchtrennten, die die Segel an ihren Masten hielten. Blutrot im Flammenschein spannten sich die gerippten Flügel, drehten sich vor den Wind und ein sanfter Ruck ging durch die Löwin, die sich dem offenen Meer zuwandte.<br />
<br />
<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot7.jpg"></td></tr></table>
Die nächsten Tage auf See verbrachte die Mannschaft damit, ihre Verletzungen zu versorgen und – jeder auf seine Weise – mit den Verlusten umzugehen. <br />
Greos Zustand schien zunächst weder wirklich besser noch massiv schlechter zu werden. Für jeden, der ihn zu Gesicht bekam, wirkte er gefangen zwischen Traum und Wirklichkeit. Mal wissend, wo er sich befand, mal ganz und gar im Delirium, während sein Körper gegen starkes Fieber kämpfte, das sich noch tagelang hinziehen sollte. Lucien hingegen hatte auf dem Weg zurück zum Schiff zwar viel Blut verloren, erholte sich aber mit ausreichend Schlaf und genug zu Essen relativ schnell. Und auch wie sich die vier Fremden machen würden sollte sich in dieser Zeit bereits zeigen. Lediglich Aidan kündete an, die Mannschaft auf der nächstgrößeren Insel zu verlassen und handelte mit den Captains eine Überfahrt aus.<br />
Zunächst zwang ihre Proviantknappheit sie jedoch dazu, auf einer weiteren kleinen Insel am äußersten Rand des Freien Herzogtums Halt zu machen. Zu klein, um auf den allgemeinen Karten der Ersten Welt verzeichnet zu sein und allemal klein genug, um für Kopfgeldjäger uninteressant zu wirken. Weitere vier Tage blieb die <i>Sphinx</i> dort im Hafen – in Sicherheit, zunächst.<br />
In der dritten Nacht jedoch holte Shanaya erneut ihre Vergangenheit ein. Die Piratin wurde angegriffen und schwer verwundet, schaffte es mit letzter Kraft zurück aufs Schiff und verlor dort das Bewusstsein. <br />
Gregory nahm sich ihrer an, entfernte eine Kugel aus ihrem Oberschenkel und nähte ihre Wunden. Zwei Tage später, wieder auf See, entzündete sich eine ihrer Verletzungen allerdings, fesselte sie mit zunehmend schwerer werdendem Fieber ans Lazarett. <br />
<br />
Die <i>Sphinx</i> nahm Kurs nach Norden, durchquerte unbehelligt die interinsularen Gewässer zwischen Birlan und Tarlenn, bis sie am Abend des dritten Tages auf See das Hoheitsgebiet der Piratenfamilie erreichte. Talin sandte an jenem Abend einen Botenvogel aus, der ihre Kontaktperson über das Hiersein der Mannschaft unterrichten sollte. <br />
Bereits am nächsten Morgen hockte der Vogel wieder auf der Reling des Schiffes und überbrachte eine Antwort: Rasiria Tarlenn – Ellhan Tarlenns Schwester – forderte nun, da Talin ihren Bruder gefunden hatte, den geschuldeten Gefallen ein. Welcher das sein sollte, verriet die Blonde allerdings nur Lucien, dessen Stimmung in den folgenden Tagen immer dann zu kippen schien, wann immer ein Gespräch auf seine Schwester oder die Familie Tarlenn fiel. <br />
Sie erreichten Calbota, Hauptinsel des Herzogtums, drei Tage später. Im Hafen von Silvestre, einer kleinen Küstenstadt im Südwesten, brachten sie die <i>Sphinx</i> <b>endlich</b> ins Trockendock, um sie, soweit es die Mittel zuließen, die sie sich auf Mîlui beschafft hatten, reparieren zu lassen. <br />
Während dessen fand die Crew Zuflucht in einem der teuersten Bordelle der Familie Tarlenn. Abseits des regulären Betriebs richteten die Damen den Piraten dort einige Räume her, in deren Abgeschiedenheit sie sich erholen konnten. Kein Angehöriger der Marine würde hier, unter dem Schutz der Herzogsfamilie, nach ihnen suchen. Und das war auch gut so, denn – und das erfuhren sie bereits wenige Stunden nach ihrer Ankunft – nach den Ereignissen auf der Insel der Kopfgeldjäger fand sich beinahe jedes Gesicht der Mannschaft auf Fahndungsplakaten wieder. Lediglich Ceallagh, Tarón und Rúnar blieben unbekannt.<br />
Die meisten Gestalten auf den Plakaten hatten allerdings kaum Ähnlichkeit mit der Realität, geschweige denn kannte man ihre Namen. Sie wurden lediglich in Verbindung mit dem Angriff auf die <i>Morgenwind</i> und einem Schiff mit roten Segeln gebracht. <br />
<br />
Am frühen Morgen des vierten Tages bestellte man Talin schließlich in die Werft, in der die Sphinx lag, um die Reparaturen und das weitere Vorgehen zu besprechen. So früh, dass die Stadt selbst noch in tiefem Schlummer zu liegen schien, um zu verhindern, dass allzu viele neugierige Blicke auf die Mannschaft aufmerksam wurden. Für den Fall, dass man ihre Hilfe bei der Reparatur benötigte, bat die junge Frau darüber hinaus Greo, Enrique und Skadi darum, sie zu begleiten. <br />
Gerade, als sie das Werftgebäude betraten und ihnen ein stattlich bemuskelter, mittelalter Mann mit Zehntagebart, den sie bereits als Werftinhaber kannten, entgegen schritt, durchbrach ein schriller Frauenschrei die frühmorgendliche Stille und ließ jedermanns Bewegung augenblicklich gefrieren. Am anderen Ende der Halle, halb verborgen hinter großen Geräten, stand eine junge Frau, die Hände vor den Mund geschlagen, im Rahmen einer offenen Tür und starrte mit vor Schrecken geweiteten Augen auf den leblosen Körper zu ihren Füßen. <br />
Wie ein Mann setzten sich Werftinhaber und Piraten in Bewegung, bogen nur Herzschläge später um die gewaltige Maschinerie, die ihnen den Blick versperrte, bis sich ihnen die gesamte Szenerie offenbarte: Bäuchlings ausgestreckt lag dort ein Mann, um dessen Kopf sich eine Blutlache bildete. Ein blutverschmierter Hammer mit faustgroßer Schlagfläche lag neben ihm und nur einen Schritt entfernt standen zwei Männer in ein Handgemenge verwickelt. Einer der Werftarbeiter war beim Schrei der Frau dazu gekommen und hatte sich, ohne lange nachzudenken, den Knaben gepackt, den er neben der Leiche hatte knien sehen und der ganz offensichtlich nicht hier her gehörte: Jonah Blythe.<br />
<br />
Deutlich früher noch als seine kleine Schwester brach dagegen Lucien auf. Ohne ihnen zu sagen, wohin sie unterwegs waren, wies er Ceallagh, Trevor und Zairym, dessen Fähigkeiten möglicherweise nützlich sein konnten, an, ihn zu begleiten. Gerade über Trevors Gesellschaft schien der junge Captain alles andere als erfreut, verhielt sich aber auch sonst ungewöhnlich ernst und schweigsam, während der Weg der kleinen Gruppe sie beständig in eine der edelsten Wohngegenden der Stadt führte.<br />
<br />
Shanaya indes hatte das schlimmste Fieber und die Entzündung zwar überstanden, gehörte allerdings nach wie vor ins Bett – befand Gregory. Er blieb zusammen mit seiner Patientin und den restlichen Mannschaftsmitgliedern im Bordell zurück. Liam, Farley, Tarón, Rúnar und der Schiffsarzt selbst haben es sich in den zur Verfügung gestellten Räumen gemütlich gemacht. Lediglich Elian beschloss, einen Blick auf Shanaya zu werfen und betrat in jenem Augenblick den Flur, der zu ihrem Zimmer führte.</font></span><br />
<br />
<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
<br />
<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>21. Mai 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">14 °C, leicht bewölkt<br>Sehr früher Morgen<br>68 % Luftfeuchtigkeit, 23 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Silvestre, Hafenstadt auf Calbota<br># Die <i>Sphinx</i> erreichte am <b>07. Mai</b> eine kleine Insel am Rande des Herzogtums, um Proviant aufzunehmen.<br># Am <b>11. Mai</b> verlässt sie den Hafen Richtung Norden.<br># Am <b>17. Mai</b> erreicht die Mannschaft Silvestre<br><br># <b>Talin, Enrique, Skadi und Greo</b> haben soeben die Werft betreten, in der die Sphinx repariert wird.<br># <b>Jonah Blythe</b> wurde neben der Leiche entdeckt und festgehalten.<br># Ebenfalls Zeuge der Ereignisse ist <b>Alex Mason</b>.<br># <b>Lucien, Ceallagh, Trevor und Zairym</b> sind mit einem nur Lucien bekannten Ziel in der Stadt unterwegs.<br># <b>Shanaya, Gregory, Elian, Farley, Liam, Tarón und Rúnar</b> sind im Bordell zurück geblieben.<br><br># <b>Shanaya</b> hat das Fieber überstanden, ist aber noch immer geschwächt.<br># <b>Greo</b> hat sein Fieber ebenfalls überwunden, leidet aber noch immer an spontaner Schwäche, Kopfschmerzen und wirren Träumen.<br># <b>Lucien</b> trägt noch immer einen Verband über der Wunde, die jedoch gut verheilt.<br><br># <b>Rayon & Josiah</b> sind nicht anspielbar und werden bei Rückmeldung von der SL wieder in die Handlung eingeflochten.</td></tr></table></center></blockquote>
<br />
<blockquote><div class="h2"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: #6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Hinweisen</span> ...</font></div><font color="#8b0000"><br />
<br><br><br><b>Das Opfer</b><br />
Nhoj Thims. Dunkelhaariger, großer Mann mit einem großen Loch im Hinterkopf.<ul class="mycode_list"><li>Kannte Jonah<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<b>Der janusköpfige Reeder</b><br />
Jahn Bercker. Ein lieber mittelalter, stämmiger Mann mit beginnender Glatze.<br />
<ul class="mycode_list"><li>Besitzer einiger Schiffe und der Werft, in der die <i>Sphinx</i> repariert wird.<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Der geheimnisvolle Carpenter</b></span><br />
Alex Mason<ul class="mycode_list"><li>neu hinzugekommen in der Werft<br />
</li>
<li>Hat etwas verdächtiges vom Boden aufgehoben. <br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Die neureiche Hafenhure</b></span><br />
Lilly. Zierliche Blondine, die mit viel Schminke zu vertuschen versucht, dass sie ihre besten Tage schon hinter sich hat.<ul class="mycode_list"><li>Der Verlust von Nhoj Thims hat sie sehr mitgenommen.<br />
</li>
<li>War eine Hure<br />
</li>
<li>Glaubt, mit Nhoj verheiratet gewesen zu sein<br />
</li>
<li>Hat viel Geld geerbt<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Der cholerische Jungspund</b></span><br />
Ross Olen. Aufbrausender dunkelhaariger, grobschlächtiger Kerl. Er ist noch relativ jung und wenig attraktiv. <ul class="mycode_list"><li>Hat Lilly verteidigt, als sie Hure genannt wurde. <br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><b>Der mysteriöse Fremde</b></span><br />
Jonah Blythe<ul class="mycode_list"><li>Fremder in der Werft<br />
</li>
<li>Kannte das Opfer<br />
</li>
<li>?<br />
</li>
</ul>
</font><br />
<br />
<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"></td></tr></table></center></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kapitel 6 - Mondlose Nacht]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=747</link>
			<pubDate>Sat, 18 May 2019 11:43:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=747</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Alkohol</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Zur großen Erleichterung aller schafften es die meisten Mitglieder der Mannschaft aufs Schiff zurück. Die Schießerei am Brunnenplatz erregte zwar eine Menge Aufmerksamkeit, aber zum Glück verschwanden die zwei Captians und die Navigatorin rechtzeitig, bevor sie erwischt werden konnten.<br />
Skadi und Liam erreichten das Schiff ohne Schwierigkeiten, dafür aber mit einer Menge Beute, die sie gedachten, bald zu Barem machen zu können. Ebenso kamen die beiden Brüder Trevor und Gregory – wenn auch zum Teil lädiert – mit großen Neuigkeiten wieder zurück.<br />
Die Gruppe um Aspen und Farley schaffte es es, vermutlich auch zur eigenen Überraschung, über die Dächer der Häuser den Soldaten zu entkommen. Nachdem sie noch eine Weile durch die Stadt geschlichen waren, um etwaige Verfolger abzuhängen, kamen sie schließlich mit Zuwachs zur <i>Sphinx</i> zurück. Nicht nur Aspens Bruder, sondern auch dessen Freund Taranis suchten unter den Piraten Zuflucht.<br />
Aber nicht alle kamen so glimpflich davon. Als Enrique zum Schiff zurückkehrte, erzählte er mit rauer Stimme vom Tod seines alten Freundes Cornelis. Diese Nachricht erschütterte nicht nur ihn und Scortias, der lange Zeit Feuerbarts Schiffsjunge gewesen war, sondern auch Trevor, der den älteren Mann mit seinen Abenteuern schon längst ins Herz geschlossen hatte.<br />
<br />
Eine Nacht später wurde es unruhig auf dem Dreimaster. Jemand Ungewolltes schlich sich aufs Schiff und sorgte in der Capitänskajüte für Aufsehen. Am nächsten Morgen wurde Sylas als neuster Passagier auf der <i>Sphinx</i> vorgestellt. Was sich in der Kajüte zwischen den zwei Captains und dem Neuen ereignet hatte, würde vorerst zwischen den Dreien bleiben.<br />
<br />
Nach einer Woche schließlich nahm die <i>Sphinx</i> wieder Kurs auf die offene See, mit dem Ziel vor Augen, jemanden zu finden, der das Schiff wieder Instand setzen konnte. Mit gutem Wind fuhr die junge Mannschaft in Richtung Osten, in Richtung des Tarlenn-Herzogtums, in der Hoffnung, dort wüsste jemand etwas über die Bauweise des Schiffes.<br />
Je mehr Zeit verging, desto auffälliger wurde das leise Ächzen und Stöhnen der <i>Sphinx</i>. Immer noch fahrtüchtig, aber vor allem Aspen fiel auf, dass sie bald einen Zimmermann finden mussten, der sich mit diesem Schiffstyp auskannte. Die notdürftigen Reparaturen durchzuführen, wurde auf See nicht leichter und erst drei Wochen später kam ein kleines Eiland in Sicht. Die Crew entschied sich, auf der Insel in der Nähe von Lacrinîn neue Vorräte zu besorgen, das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen und sich nach einer Werft umzuhören, die ihnen helfen konnte.<br />
Im Gegensatz zu Miluî bot sich hier allerdings keine Möglichkeit, das Schiff zu verstecken. Die Klippen der Insel waren schroff und einzig der Hafen eines kleinen Örtchens bot die Chance an Land zu gehen. Mit einer gewissen Sorge und Vorsicht nahm das Schiff deshalb Kurs auf diesen. Zur Überraschung aller wurden sie mit offenen Armen, ja geradezu freudig empfangen.<br />
<br />
<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot6-3.jpg"></td></tr></table>Obwohl das Frühlingsfest erst einen Monat her war, wurde auf der kleinen Insel Vorbereitungen für neue Feierlichkeiten getroffen. Die Verlobung der Tochter des Ortsvorstehers sollte in großen Ausmaßen gefeiert werden und in seinem Überschwung lud der glückliche Vater die Crew zu dem am Abend stattfindenden Fest ein. Da niemand – vor allem nicht einer der Captain – etwas gegen guten Alkohol einzuwenden hatte, stimmte die Crew zu. Nur Ryan und Rayon entschieden sich dazu nicht an dem Fest teilzunehmen. Der Dieb verschwand irgendwo auf der Insel, um sich ein wenig um zusehen und der Koch nutzte die Zeit um Kräuter für seine Küche zu sammeln.<br />
Den Tag nutzend, um Vorräte zu sammeln und das Schiff wieder herzustellen, wurde später ausgelost, das Greo, Elian – dessen Wunde inzwischen verheilt war – und Gregory auf dem Schiff zurück bleiben würden, um dieses zu bewachen. Der Rest der Crew kehrte in die Taverne ein, in der das Fest gefeiert werden sollte.<br />
Der Abend nahm seinen Lauf, der Alkohol floss in Strömen, die Platten mit Essen waren niemals leer und wurden immer wieder herum gereicht. Nebenbei gab es musikalische Unterhaltung, Tanz und Gesang für das glückliche Brautpaar. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, sodass sich auch die ein oder andere Zunge löste. Vor allem Trevor, dem der Halt durch Rayon und seinen Bruder Gregory fehlte, gab nach einigen gut gefüllten Bechern mit seinen letzten Abenteuern und Bekanntschaften an. Um weitere Eskapaden und Ausrutscher zu vermeiden, entschied sich Aspen dazu den betrunkenen Quatschkopf zusammen mit Scortias zum Schiff zurück zu begleiten, um auch den anderen einmal die Chance zu geben, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Also machte sich die kleine Gruppe durch die dunklen Gassen auf den Weg zurück zum Hafen.<br />
Als der Abend weiter seinen Lauf nahm, wurde Shanaya – als eine der wenigen noch nüchternen unter den Feiernden – von einigen Dorfbewohnern gefragt, ob sie ihnen helfen würde, Nachschub an Getränken und Speisen zu holen. Liam und Farley, beide betrunken, aber weitestgehend klar im Kopf, entschieden sich dazu, der Navigatorin dabei zu helfen. Das Lager ist ein Stückchen von der Taverne entfernt und liegt inzwischen dunkler, verwinkelter Gassen. Der Nachschub selbst ist schnell gegriffen und die kleine Gruppe macht sich wieder auf den Rückweg zur Feier.<br />
In der Taverne jedoch neigte sich der Alkohol noch nicht ganz dem Ende und so waren Sylas und Lucien ganz vorn mit dabei, sich in der geselligen Runde die Kante zu geben. Enrique, der mit dem Tod von Cornelis immer noch zu kämpfen hatte, schloss sich ihnen an, um den Verlust seines Freundes zu vergessen.<br />
Währenddessen leerte sich die Taverne langsam, sodass es kaum jemandem auffiel. In der Annahme, dass die Bewohner sich langsam auf den Weg in ihre Häuser machten, verließen auch Talin und Skadi – auch die beiden reichlich angetrunken – den Gastraum. Taranis schloss sich ihnen an, weil auch er zurück aufs Schiff wollte.</font></span><br />
<br />
<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
<br />
<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>03. Mai 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">25 °C, leicht bewölkt<br>Nacht, kurz nach Mitternacht<br>75 % Luftfeuchtigkeit, 26 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Eine Stadt auf der kleinen Insel bei Lacrinîn<br># Die <i>Sphinx</i> verließ am <b>11. April</b> die Insel Mîlui.<br># Am <b>3. Mai</b> erreichte sie die kleine Insel bei Lacrinîn.<br># Sie ankert direkt im Hafen der Stadt.<br># <b>Elian und Gregory</b> befinden sich auf der <i>Sphinx</i>.<br># <b>Aspen, Trevor und Scortias</b> befinden sich auf dem Weg zurück zum Hafen.<br># Zwischen verwinkelten Gassen befinden sich <b>Farley, Liam und Shanaya</b> mit Nachschub an Essen und Trinken.<br># In der Taverne trinken sich <b>Enrique, Lucien und Sylas</b> einen an.<br># <b>Skadi und Talin</b> befinden sich vor der Taverne zum Luft schnappen. <b>Taranis</b> ist zu ihnen gestoßen.<br># Die Carta noch nicht unterschrieben haben voraussichtlich: <b>Taranis und Sylas</b>.<br># <b>Greo, Ryan und Rayon</b> sind nicht anspielbar.</td></tr></table></center></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Alkohol</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Zur großen Erleichterung aller schafften es die meisten Mitglieder der Mannschaft aufs Schiff zurück. Die Schießerei am Brunnenplatz erregte zwar eine Menge Aufmerksamkeit, aber zum Glück verschwanden die zwei Captians und die Navigatorin rechtzeitig, bevor sie erwischt werden konnten.<br />
Skadi und Liam erreichten das Schiff ohne Schwierigkeiten, dafür aber mit einer Menge Beute, die sie gedachten, bald zu Barem machen zu können. Ebenso kamen die beiden Brüder Trevor und Gregory – wenn auch zum Teil lädiert – mit großen Neuigkeiten wieder zurück.<br />
Die Gruppe um Aspen und Farley schaffte es es, vermutlich auch zur eigenen Überraschung, über die Dächer der Häuser den Soldaten zu entkommen. Nachdem sie noch eine Weile durch die Stadt geschlichen waren, um etwaige Verfolger abzuhängen, kamen sie schließlich mit Zuwachs zur <i>Sphinx</i> zurück. Nicht nur Aspens Bruder, sondern auch dessen Freund Taranis suchten unter den Piraten Zuflucht.<br />
Aber nicht alle kamen so glimpflich davon. Als Enrique zum Schiff zurückkehrte, erzählte er mit rauer Stimme vom Tod seines alten Freundes Cornelis. Diese Nachricht erschütterte nicht nur ihn und Scortias, der lange Zeit Feuerbarts Schiffsjunge gewesen war, sondern auch Trevor, der den älteren Mann mit seinen Abenteuern schon längst ins Herz geschlossen hatte.<br />
<br />
Eine Nacht später wurde es unruhig auf dem Dreimaster. Jemand Ungewolltes schlich sich aufs Schiff und sorgte in der Capitänskajüte für Aufsehen. Am nächsten Morgen wurde Sylas als neuster Passagier auf der <i>Sphinx</i> vorgestellt. Was sich in der Kajüte zwischen den zwei Captains und dem Neuen ereignet hatte, würde vorerst zwischen den Dreien bleiben.<br />
<br />
Nach einer Woche schließlich nahm die <i>Sphinx</i> wieder Kurs auf die offene See, mit dem Ziel vor Augen, jemanden zu finden, der das Schiff wieder Instand setzen konnte. Mit gutem Wind fuhr die junge Mannschaft in Richtung Osten, in Richtung des Tarlenn-Herzogtums, in der Hoffnung, dort wüsste jemand etwas über die Bauweise des Schiffes.<br />
Je mehr Zeit verging, desto auffälliger wurde das leise Ächzen und Stöhnen der <i>Sphinx</i>. Immer noch fahrtüchtig, aber vor allem Aspen fiel auf, dass sie bald einen Zimmermann finden mussten, der sich mit diesem Schiffstyp auskannte. Die notdürftigen Reparaturen durchzuführen, wurde auf See nicht leichter und erst drei Wochen später kam ein kleines Eiland in Sicht. Die Crew entschied sich, auf der Insel in der Nähe von Lacrinîn neue Vorräte zu besorgen, das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen und sich nach einer Werft umzuhören, die ihnen helfen konnte.<br />
Im Gegensatz zu Miluî bot sich hier allerdings keine Möglichkeit, das Schiff zu verstecken. Die Klippen der Insel waren schroff und einzig der Hafen eines kleinen Örtchens bot die Chance an Land zu gehen. Mit einer gewissen Sorge und Vorsicht nahm das Schiff deshalb Kurs auf diesen. Zur Überraschung aller wurden sie mit offenen Armen, ja geradezu freudig empfangen.<br />
<br />
<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot6-3.jpg"></td></tr></table>Obwohl das Frühlingsfest erst einen Monat her war, wurde auf der kleinen Insel Vorbereitungen für neue Feierlichkeiten getroffen. Die Verlobung der Tochter des Ortsvorstehers sollte in großen Ausmaßen gefeiert werden und in seinem Überschwung lud der glückliche Vater die Crew zu dem am Abend stattfindenden Fest ein. Da niemand – vor allem nicht einer der Captain – etwas gegen guten Alkohol einzuwenden hatte, stimmte die Crew zu. Nur Ryan und Rayon entschieden sich dazu nicht an dem Fest teilzunehmen. Der Dieb verschwand irgendwo auf der Insel, um sich ein wenig um zusehen und der Koch nutzte die Zeit um Kräuter für seine Küche zu sammeln.<br />
Den Tag nutzend, um Vorräte zu sammeln und das Schiff wieder herzustellen, wurde später ausgelost, das Greo, Elian – dessen Wunde inzwischen verheilt war – und Gregory auf dem Schiff zurück bleiben würden, um dieses zu bewachen. Der Rest der Crew kehrte in die Taverne ein, in der das Fest gefeiert werden sollte.<br />
Der Abend nahm seinen Lauf, der Alkohol floss in Strömen, die Platten mit Essen waren niemals leer und wurden immer wieder herum gereicht. Nebenbei gab es musikalische Unterhaltung, Tanz und Gesang für das glückliche Brautpaar. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, sodass sich auch die ein oder andere Zunge löste. Vor allem Trevor, dem der Halt durch Rayon und seinen Bruder Gregory fehlte, gab nach einigen gut gefüllten Bechern mit seinen letzten Abenteuern und Bekanntschaften an. Um weitere Eskapaden und Ausrutscher zu vermeiden, entschied sich Aspen dazu den betrunkenen Quatschkopf zusammen mit Scortias zum Schiff zurück zu begleiten, um auch den anderen einmal die Chance zu geben, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Also machte sich die kleine Gruppe durch die dunklen Gassen auf den Weg zurück zum Hafen.<br />
Als der Abend weiter seinen Lauf nahm, wurde Shanaya – als eine der wenigen noch nüchternen unter den Feiernden – von einigen Dorfbewohnern gefragt, ob sie ihnen helfen würde, Nachschub an Getränken und Speisen zu holen. Liam und Farley, beide betrunken, aber weitestgehend klar im Kopf, entschieden sich dazu, der Navigatorin dabei zu helfen. Das Lager ist ein Stückchen von der Taverne entfernt und liegt inzwischen dunkler, verwinkelter Gassen. Der Nachschub selbst ist schnell gegriffen und die kleine Gruppe macht sich wieder auf den Rückweg zur Feier.<br />
In der Taverne jedoch neigte sich der Alkohol noch nicht ganz dem Ende und so waren Sylas und Lucien ganz vorn mit dabei, sich in der geselligen Runde die Kante zu geben. Enrique, der mit dem Tod von Cornelis immer noch zu kämpfen hatte, schloss sich ihnen an, um den Verlust seines Freundes zu vergessen.<br />
Währenddessen leerte sich die Taverne langsam, sodass es kaum jemandem auffiel. In der Annahme, dass die Bewohner sich langsam auf den Weg in ihre Häuser machten, verließen auch Talin und Skadi – auch die beiden reichlich angetrunken – den Gastraum. Taranis schloss sich ihnen an, weil auch er zurück aufs Schiff wollte.</font></span><br />
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<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>03. Mai 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">25 °C, leicht bewölkt<br>Nacht, kurz nach Mitternacht<br>75 % Luftfeuchtigkeit, 26 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Eine Stadt auf der kleinen Insel bei Lacrinîn<br># Die <i>Sphinx</i> verließ am <b>11. April</b> die Insel Mîlui.<br># Am <b>3. Mai</b> erreichte sie die kleine Insel bei Lacrinîn.<br># Sie ankert direkt im Hafen der Stadt.<br># <b>Elian und Gregory</b> befinden sich auf der <i>Sphinx</i>.<br># <b>Aspen, Trevor und Scortias</b> befinden sich auf dem Weg zurück zum Hafen.<br># Zwischen verwinkelten Gassen befinden sich <b>Farley, Liam und Shanaya</b> mit Nachschub an Essen und Trinken.<br># In der Taverne trinken sich <b>Enrique, Lucien und Sylas</b> einen an.<br># <b>Skadi und Talin</b> befinden sich vor der Taverne zum Luft schnappen. <b>Taranis</b> ist zu ihnen gestoßen.<br># Die Carta noch nicht unterschrieben haben voraussichtlich: <b>Taranis und Sylas</b>.<br># <b>Greo, Ryan und Rayon</b> sind nicht anspielbar.</td></tr></table></center></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kapitel 5 - Melodie des Frühlings]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=612</link>
			<pubDate>Sun, 24 Jun 2018 19:36:45 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=612</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Frühling</span> ...</font></div><font color="#8b0000">In den Tagen nachdem die junge Crew den ehemaligen Piratencaptain Feuerbart und dessen Schiffsjungen am Strand des kleinen Eilandes vorgefunden hatten, nutzten sie jede unbescholtene Minute, um ihre Voräte wieder aufzufüllen, so gut es machbar war. Eine Trinkwasserquelle fand sich einige Gehstunden von ihrem Ankerplatz entfernt und nachdem alle unbrauchbar gewordenen Fässer aus dem Frachtraum entfernt und die übrigen neu ausgebrannt worden waren, wurden sie in einem gemeinschaftlichen Großunterfangen mit frisch abgekochten Wasser befüllt und zurück aufs Schiff gebracht. Einige kleinere Fässer füllte man mit Meerwasser, um die am Strand erbeuteten Krebse und Muscheln als Lebendproviant zu transportieren. Das Wild, das sie zu unterschiedlichen Gelegenheiten schossen, mussten sie jedoch zeitnah verbrauchen, da sie weder dazu imstande waren, es zu räuchern, noch dazu, es zu pökeln oder einzulegen. Kaladars häufige und erfolgreiche Beteiligung an den Jagdgruppen fiel dabei besonders auf. <br />
Im Rumpf der <i>Sphinx</i> entdeckte die Mannschaft in dieser Zeit etwas, das niemand von ihnen bei einem Schiff je gesehen hatte: Quer zum Verlauf des Rumpfes kamen hinter maroden Kisten und alten Fässern immer wieder doppelte Trennwände zum Vorschein. Viele von ihnen waren zurück gebaut worden, einige vollständig, andere nur teilweise. Bei wieder anderen hatte man schlicht und ergreifend einen großen Durchgang hinein geschlagen, um den Frachtraum zu vergößern und zwei einzelne schienen die Umbaumaßnahmen nahezu unbeschadet überstanden zu haben. Welchem Zweck diese Wände einst dienten konnte niemand beantworten. Nicht einmal Feuerbart, der in seinem Leben schon zahllose Schiffe von innen gesehen hatte. Nur eines war offensichtlich: Sie trennten den Frachtraum in mehrere kleinere Abschnitte und genau in ihrer jeweiligen Mitte – wo es jetzt nur noch einen breiten Durchgang gab – muss es so etwas wie Türen gegeben haben. <br />
Einem weiteren Geheimnis sahen sich die Piraten am ersten Abend gegenüber, als Aspen, Enrique und Ryan von ihrer Erkundung zurück kehrten und vom Fund der Ruinen berichteten. Einschließlich ihrer Sorge darum, hier auf bewohntes Gebiet gestoßen zu sein. Doch auch nach mehreren Expeditionsgängen ließ nichts auf menschliches Leben schließen, das nicht weniger als dreihundert Jahre zurück lag. Also behielten die Ruinen ihr Mysterium für sich, denn drängender, unmittelbarer für die Crew war die Tatsache, dass sie mit ihren wenigen Mitteln die <i>Sphinx</i> kaum vollständig in Stand setzen konnten. Es fehlte an Werkzeug, an Waffen – sie führte nicht einmal im Ansatz alle Kanonen, die sie hätte unterbringen können – an Tauen, Netzen, Segeltuch und Materialien, um all das herzustellen, zu ersetzen, zu lagern. Kisten, Nägel, Sägen, Hobel, Truhen, Fässer, Pökelsalz, Räucherofen – all das würden sie in Zukunft brauchen und während Lucien sich erholte, bat Talin Shanaya, Aspen, Rayon, Gregory und jeden, dem etwas ins Auge fiel, eine Liste anzufertigen von den Dingen, die angeschafft werden mussten.<br />
<br />
<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot5.jpg"></td></tr></table>In der ganzen Zeit drang nichts an das Ohr der jungen Mannschaft, was außerhalb der kleinen Bucht in der Ersten Welt geschah. Kein Marineschiff näherte sich der Insel, obgleich hin und wieder eines am Horizont erschien. Niemand fand sie im Schutz der hohen Klippen und doch blieb ihnen nach beinahe fünf Tagen keine andere Wahl, als erneut Segel zu setzen und Kurs auf eine bewohnte Insel zu nehmen – der Zustand des Schiffes ließ nichts anderes zu. Am Mittag des 26. März riefen beide Captains deshalb die Crew zu einer Abstimmung über das weitere Vorgehen zusammen, die zwar zu einem mehr als offensichtlichen Ergebnis kam, sich aber zugleich in eine Richtung entwickelte, die niemand hatte kommen sehen. Der Wunsch nach einem Quartiermeister wurde laut. Unmut regte sich darüber und auch wenn das Thema besprochen wurde, Kandidaten genannt wurden, entschied sich die Mehrheit dafür, die Entscheidung zu vertagen. Wenige Stunden später setzte die <i>Sphinx</i> die einem Flickenteppich gleichenden roten Segel und ließ die einsame Insel hinter sich. Kurs nach Mîlui.<br />
Kaum drei Tage später, am frühen Nachmittag des 28. März, erreichte der kleine Dreimaster sein Ziel: Mîluis zerklüftete Küsten. Da die <i>Sphinx</i> mit ihren roten Segeln jedoch zu auffällig gewesen wäre, entschieden die Captains, nicht den Haupthafen der Insel anzusteuern, sondern eine schwerer zugängliche Bucht etwas südlich davon. Verborgen durch einen gewaltigen Felsen, der aus dem Wasser ragte. Zur Sicherheit, da niemand von ihnen ahnte, ob sie nach dem Untergang der <i>Morgenwind</i> gesehen worden waren, oder nicht. <br />
<br />
Seit nun etwas mehr als sechs Tagen befindet sich die Crew auf Landgang – mit nur einem Ziel: Geld und Material zur Reparatur des Schiffes zu beschaffen. Jedes Mittel ist erlaubt: Diebstahl, Glücksspiel, Tauschhandel, Tricks und Gaunereien – ehrlich oder unehrlich spielt dabei keine Rolle. Die Liste an Material ist lang genug. Alles, was in die Hände der Piraten gelangt, landet im Frachtraum der <i>Sphinx</i>, der für diese Zeit zu Greos Herrschaftsgebiet geworden ist. <br />
Es scheint dabei ein wahrer Glücksgriff zu sein, dass jeder Bürger der Stadt mit den Vorbereitungen zum alljährlichen Frühlingsfest beschäftigt ist. Zu kaum einer anderen Zeit des Jahres wird in den Straßen der Städte und Dörfer so tatkräftig gebaut und vorbereitet. Selten trifft man so zahlreich auf Menschen aus allen Teilen der Welt – Spielleute und Gaukler, Kämpfer und Händler und alles, was das Herz begehrt. Eine Hand voll mehr oder weniger fällt dabei nicht auf.<br />
Doch niemandem entgeht ein entscheidendes Detail, das die Männer und Frauen der <i>Sphinx</i> immer wieder zur Vorsicht zwingt: Die geradezu gewaltige Anzahl an Soldaten zu Land, die in den Straßen der Stadt patroullieren. Gerüchte werden laut über die Ankunft dreier Familien, die um das ehemalige Herzogtum Birlan konkurrieren. Aus Piréaux, Louvette und Shilain. Ihretwegen trachte man in Birlan nach Sicherheit und Ordnung. Nur hinter vorgehaltener Hand erzählen sich die Leute, der Vatermörder Montrose sei der Grund. Er und die erbitterte Suche nach den Verursachern des Überfalls auf die <i>Morgenwind</i>. Mörder, Vergewaltiger, Diebe und Piraten seien nun auf freiem Fuß. Niemand sei mehr sicher.<br />
Erst mit der offiziellen Eröffnung des sechstägigen Festes am Ersten des neuen Monats geriet all das etwas in Vergessenheit und nach vier Tagen andauernder Feierlichkeiten lässt sich auch der ein oder andere aus der Mannschaft der <i>Sphinx</i> zu einem Besuch hinreißen – so er das nicht schon vorher getan hatte. Lucien ließ sich von seiner Schwester dazu überreden, Shanaya schloss sich den beiden Captains an, sodass sie nun zu dritt zwischen den unzähligen Buden umher schlendern. Nicht weit von ihnen, auf einem kleinen Vorplatz mit Brunnen, hatten eine Reihe von Gauklern und Wahrsagern ihre Zelte aufgeschlagen.<br />
Auf der anderen Seite der kleinen Stadt bewegen sich die Freunde seit Kindertagen Aspen und Farley auf den weitläufigen Marktplatz im Zentrum zu, wo die großen Faustkämpfe zu Ehren des Frühlings stattfinden. Immer wieder, ob sie wollen, oder nicht, schnappen sie dabei den Namen des Favoriten auf: Kell Skuason. <br />
Alle anderen Mannschaftsmitglieder haben sich einzeln oder in kleinen Gruppen auf den Weg gemacht und in der Stadt verteilt, lassen das Frühlingsfest auf ihre Weise auf sich wirken oder setzen ihre Aufgabe, Beute für die Sphinx zu beschaffen, tatkräftig fort.</font></span><br />
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<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>04. April 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">27 °C, klarer Himmel, sonnig<br>Vormittag, etwa 3 Stunden nach Sonnenaufgang<br>72 % Luftfeuchtigkeit, 26 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Die größte Stadt auf Mîlui, ehemaliges Herzogtum Birlan.<br># Die <i>Sphinx</i> verließ am <b>26. März</b> nach der Abstimmung die einsame Insel.<br># Am <b>28. März</b> erreichte sie die Insel Mîlui.<br># Sie ankert etwas südlich des Haupthafens in einer vom Land schwer zugänglichen Bucht.<br># <b>Aspen und Farley</b> befinden sich auf dem Weg zum großen Marktplatz, wo sich auch <b>Kell Skuason</b> befindet.<br># <b>Elian Montrose</b> hält sich in einer Seitengasse parallel dazu verborgen.<br># Nicht weit von ihnen schlendern <b>Gregory, Cornelis und Trevor</b> zwischen den Buden entlang.<br># <b>Enrique und Skadi</b> erkunden gemeinsam die Gegend, halten sich aber bedeckt. <b>Yaris</b> befindet sich in der Nähe.<br># <b>Lucien, Shanaya und Talin</b> steuern einen kleinen Brunnenplatz an, auf dem <b>Thaddeus Rackham</b> seinen Stand hat.<br># <b>Liam</b> und <b>Ryan</b>, die zunächst allein augebrochen waren, sind sich nicht weit von dort gerade unterwegs begegnet.<br># <b>Rayon</b> hat sich mit <b>Scortias</b> auf die Suche nach frischen Gewürzen gemacht.<br># Die Carta noch nicht unterschrieben haben voraussichtlich: <b>Skadi</b>.<br># <b>Greo</b> ist nicht anspielbar.</td></tr></table></center></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Frühling</span> ...</font></div><font color="#8b0000">In den Tagen nachdem die junge Crew den ehemaligen Piratencaptain Feuerbart und dessen Schiffsjungen am Strand des kleinen Eilandes vorgefunden hatten, nutzten sie jede unbescholtene Minute, um ihre Voräte wieder aufzufüllen, so gut es machbar war. Eine Trinkwasserquelle fand sich einige Gehstunden von ihrem Ankerplatz entfernt und nachdem alle unbrauchbar gewordenen Fässer aus dem Frachtraum entfernt und die übrigen neu ausgebrannt worden waren, wurden sie in einem gemeinschaftlichen Großunterfangen mit frisch abgekochten Wasser befüllt und zurück aufs Schiff gebracht. Einige kleinere Fässer füllte man mit Meerwasser, um die am Strand erbeuteten Krebse und Muscheln als Lebendproviant zu transportieren. Das Wild, das sie zu unterschiedlichen Gelegenheiten schossen, mussten sie jedoch zeitnah verbrauchen, da sie weder dazu imstande waren, es zu räuchern, noch dazu, es zu pökeln oder einzulegen. Kaladars häufige und erfolgreiche Beteiligung an den Jagdgruppen fiel dabei besonders auf. <br />
Im Rumpf der <i>Sphinx</i> entdeckte die Mannschaft in dieser Zeit etwas, das niemand von ihnen bei einem Schiff je gesehen hatte: Quer zum Verlauf des Rumpfes kamen hinter maroden Kisten und alten Fässern immer wieder doppelte Trennwände zum Vorschein. Viele von ihnen waren zurück gebaut worden, einige vollständig, andere nur teilweise. Bei wieder anderen hatte man schlicht und ergreifend einen großen Durchgang hinein geschlagen, um den Frachtraum zu vergößern und zwei einzelne schienen die Umbaumaßnahmen nahezu unbeschadet überstanden zu haben. Welchem Zweck diese Wände einst dienten konnte niemand beantworten. Nicht einmal Feuerbart, der in seinem Leben schon zahllose Schiffe von innen gesehen hatte. Nur eines war offensichtlich: Sie trennten den Frachtraum in mehrere kleinere Abschnitte und genau in ihrer jeweiligen Mitte – wo es jetzt nur noch einen breiten Durchgang gab – muss es so etwas wie Türen gegeben haben. <br />
Einem weiteren Geheimnis sahen sich die Piraten am ersten Abend gegenüber, als Aspen, Enrique und Ryan von ihrer Erkundung zurück kehrten und vom Fund der Ruinen berichteten. Einschließlich ihrer Sorge darum, hier auf bewohntes Gebiet gestoßen zu sein. Doch auch nach mehreren Expeditionsgängen ließ nichts auf menschliches Leben schließen, das nicht weniger als dreihundert Jahre zurück lag. Also behielten die Ruinen ihr Mysterium für sich, denn drängender, unmittelbarer für die Crew war die Tatsache, dass sie mit ihren wenigen Mitteln die <i>Sphinx</i> kaum vollständig in Stand setzen konnten. Es fehlte an Werkzeug, an Waffen – sie führte nicht einmal im Ansatz alle Kanonen, die sie hätte unterbringen können – an Tauen, Netzen, Segeltuch und Materialien, um all das herzustellen, zu ersetzen, zu lagern. Kisten, Nägel, Sägen, Hobel, Truhen, Fässer, Pökelsalz, Räucherofen – all das würden sie in Zukunft brauchen und während Lucien sich erholte, bat Talin Shanaya, Aspen, Rayon, Gregory und jeden, dem etwas ins Auge fiel, eine Liste anzufertigen von den Dingen, die angeschafft werden mussten.<br />
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<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot5.jpg"></td></tr></table>In der ganzen Zeit drang nichts an das Ohr der jungen Mannschaft, was außerhalb der kleinen Bucht in der Ersten Welt geschah. Kein Marineschiff näherte sich der Insel, obgleich hin und wieder eines am Horizont erschien. Niemand fand sie im Schutz der hohen Klippen und doch blieb ihnen nach beinahe fünf Tagen keine andere Wahl, als erneut Segel zu setzen und Kurs auf eine bewohnte Insel zu nehmen – der Zustand des Schiffes ließ nichts anderes zu. Am Mittag des 26. März riefen beide Captains deshalb die Crew zu einer Abstimmung über das weitere Vorgehen zusammen, die zwar zu einem mehr als offensichtlichen Ergebnis kam, sich aber zugleich in eine Richtung entwickelte, die niemand hatte kommen sehen. Der Wunsch nach einem Quartiermeister wurde laut. Unmut regte sich darüber und auch wenn das Thema besprochen wurde, Kandidaten genannt wurden, entschied sich die Mehrheit dafür, die Entscheidung zu vertagen. Wenige Stunden später setzte die <i>Sphinx</i> die einem Flickenteppich gleichenden roten Segel und ließ die einsame Insel hinter sich. Kurs nach Mîlui.<br />
Kaum drei Tage später, am frühen Nachmittag des 28. März, erreichte der kleine Dreimaster sein Ziel: Mîluis zerklüftete Küsten. Da die <i>Sphinx</i> mit ihren roten Segeln jedoch zu auffällig gewesen wäre, entschieden die Captains, nicht den Haupthafen der Insel anzusteuern, sondern eine schwerer zugängliche Bucht etwas südlich davon. Verborgen durch einen gewaltigen Felsen, der aus dem Wasser ragte. Zur Sicherheit, da niemand von ihnen ahnte, ob sie nach dem Untergang der <i>Morgenwind</i> gesehen worden waren, oder nicht. <br />
<br />
Seit nun etwas mehr als sechs Tagen befindet sich die Crew auf Landgang – mit nur einem Ziel: Geld und Material zur Reparatur des Schiffes zu beschaffen. Jedes Mittel ist erlaubt: Diebstahl, Glücksspiel, Tauschhandel, Tricks und Gaunereien – ehrlich oder unehrlich spielt dabei keine Rolle. Die Liste an Material ist lang genug. Alles, was in die Hände der Piraten gelangt, landet im Frachtraum der <i>Sphinx</i>, der für diese Zeit zu Greos Herrschaftsgebiet geworden ist. <br />
Es scheint dabei ein wahrer Glücksgriff zu sein, dass jeder Bürger der Stadt mit den Vorbereitungen zum alljährlichen Frühlingsfest beschäftigt ist. Zu kaum einer anderen Zeit des Jahres wird in den Straßen der Städte und Dörfer so tatkräftig gebaut und vorbereitet. Selten trifft man so zahlreich auf Menschen aus allen Teilen der Welt – Spielleute und Gaukler, Kämpfer und Händler und alles, was das Herz begehrt. Eine Hand voll mehr oder weniger fällt dabei nicht auf.<br />
Doch niemandem entgeht ein entscheidendes Detail, das die Männer und Frauen der <i>Sphinx</i> immer wieder zur Vorsicht zwingt: Die geradezu gewaltige Anzahl an Soldaten zu Land, die in den Straßen der Stadt patroullieren. Gerüchte werden laut über die Ankunft dreier Familien, die um das ehemalige Herzogtum Birlan konkurrieren. Aus Piréaux, Louvette und Shilain. Ihretwegen trachte man in Birlan nach Sicherheit und Ordnung. Nur hinter vorgehaltener Hand erzählen sich die Leute, der Vatermörder Montrose sei der Grund. Er und die erbitterte Suche nach den Verursachern des Überfalls auf die <i>Morgenwind</i>. Mörder, Vergewaltiger, Diebe und Piraten seien nun auf freiem Fuß. Niemand sei mehr sicher.<br />
Erst mit der offiziellen Eröffnung des sechstägigen Festes am Ersten des neuen Monats geriet all das etwas in Vergessenheit und nach vier Tagen andauernder Feierlichkeiten lässt sich auch der ein oder andere aus der Mannschaft der <i>Sphinx</i> zu einem Besuch hinreißen – so er das nicht schon vorher getan hatte. Lucien ließ sich von seiner Schwester dazu überreden, Shanaya schloss sich den beiden Captains an, sodass sie nun zu dritt zwischen den unzähligen Buden umher schlendern. Nicht weit von ihnen, auf einem kleinen Vorplatz mit Brunnen, hatten eine Reihe von Gauklern und Wahrsagern ihre Zelte aufgeschlagen.<br />
Auf der anderen Seite der kleinen Stadt bewegen sich die Freunde seit Kindertagen Aspen und Farley auf den weitläufigen Marktplatz im Zentrum zu, wo die großen Faustkämpfe zu Ehren des Frühlings stattfinden. Immer wieder, ob sie wollen, oder nicht, schnappen sie dabei den Namen des Favoriten auf: Kell Skuason. <br />
Alle anderen Mannschaftsmitglieder haben sich einzeln oder in kleinen Gruppen auf den Weg gemacht und in der Stadt verteilt, lassen das Frühlingsfest auf ihre Weise auf sich wirken oder setzen ihre Aufgabe, Beute für die Sphinx zu beschaffen, tatkräftig fort.</font></span><br />
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<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>04. April 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">27 °C, klarer Himmel, sonnig<br>Vormittag, etwa 3 Stunden nach Sonnenaufgang<br>72 % Luftfeuchtigkeit, 26 °C Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Die größte Stadt auf Mîlui, ehemaliges Herzogtum Birlan.<br># Die <i>Sphinx</i> verließ am <b>26. März</b> nach der Abstimmung die einsame Insel.<br># Am <b>28. März</b> erreichte sie die Insel Mîlui.<br># Sie ankert etwas südlich des Haupthafens in einer vom Land schwer zugänglichen Bucht.<br># <b>Aspen und Farley</b> befinden sich auf dem Weg zum großen Marktplatz, wo sich auch <b>Kell Skuason</b> befindet.<br># <b>Elian Montrose</b> hält sich in einer Seitengasse parallel dazu verborgen.<br># Nicht weit von ihnen schlendern <b>Gregory, Cornelis und Trevor</b> zwischen den Buden entlang.<br># <b>Enrique und Skadi</b> erkunden gemeinsam die Gegend, halten sich aber bedeckt. <b>Yaris</b> befindet sich in der Nähe.<br># <b>Lucien, Shanaya und Talin</b> steuern einen kleinen Brunnenplatz an, auf dem <b>Thaddeus Rackham</b> seinen Stand hat.<br># <b>Liam</b> und <b>Ryan</b>, die zunächst allein augebrochen waren, sind sich nicht weit von dort gerade unterwegs begegnet.<br># <b>Rayon</b> hat sich mit <b>Scortias</b> auf die Suche nach frischen Gewürzen gemacht.<br># Die Carta noch nicht unterschrieben haben voraussichtlich: <b>Skadi</b>.<br># <b>Greo</b> ist nicht anspielbar.</td></tr></table></center></blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kapitel 4 - Außer Sicht]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=464</link>
			<pubDate>Thu, 26 Oct 2017 21:21:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=464</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Schicksal</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Fünf Tage lang hielt die <i>Sphinx</i> auf ihrer Flucht beständig Kurs gen Süden. Kurs auf die Freien Gewässer zwischen Lilanja und Mîlui und das ehemalige Herzogtum Birlan. <br />
Nichts ließ bisher darauf schließen, dass die Anwesenheit der Löwin mit den roten Segeln am Schauplatz des Überfalls auf die <i>Morgenwind</i> gesehen worden war. Geschweige denn, dass man sie verfolgte. Kein Schuss aus schweren Geschützen erklang in jener Nacht und als die Sonne am nächsten Morgen über den Horizont kletterte, hoben sich die Silhouetten der <i>Triumph</i> und der <i>Königswitwe</i> lediglich schwach und winzig gegen den blassblauen Himmel ab. Verharrend am Ort des Geschehens.<br />
Dennoch entschied die junge Piratencrew, ihr Glück nicht weiter heraus zu fordern und zunächst einen Ort zu finden, der ihnen Sicherheit bot. Nicht zuletzt mit einem Blick auf den schlechten Zustand ihrer Neuzugänge. Denn mit Talins Bruder, dessen Befreiung trotz des unglücklichen Endes des Gefangenentransporters doch noch gelungen war, kamen auch die beiden ehemaligen Häftlinge Yaris Scottsdale und Farley Dunbar, sowie die beiden Marineoffiziere Enrique de Guzmán und Kaladar an Bord. Gerade die beiden Soldaten wurden nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen, standen jedoch vorläufig unter dem Schutz der Captains. <br />
Beinahe sofort nahm sich Gregory der Verletzten an und versorgte jeden, der ihn ließ. Zugleich kümmerte sich Rayon, der in weiser Voraussicht eine akzeptable Ausrüstung für die Kombüse besorgt hatte, mit gewohnter Ruhe darum, dass jeder Mann und jede Frau anständiges Essen erhielt, bis selbst bei Yaris und Farley die schlimmsten Anzeichen der Mangelernährung nachzulassen begannen. Lediglich den neuen Captain bekam bis auf Talin, die die Versorgung ihres Bruders selbst übernahm, fast niemand zu sehen.<br />
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<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot4-4.jpg"></td></tr></table>Doch nicht nur die Besatzung hatte sichtbar unter der Flucht gelitten, sondern auch die <i>Sphinx</i>. Nur einen halben Tag nach dem Untergang der <i>Morgenwind</i> drang durch einige schlecht verteerte Planken Wasser in den Rumpf ein und verdarb einen Teil des Proviants. Greo und Aspen schafften es zwar, die Lecks provisorisch zu verschließen, doch um eine anständige Reparatur würde das Schiff nicht herum kommen. Taue, Seile und Netze, vom Salzwasser zerfressen, rissen bereits, und die Vorräte, um das beschädigte Takelwerk zu ersetzen, gingen zur Neige. Darüber hinaus hatte die einstige Crew nach der Meuterei nur wenig Werkzeug und noch weniger Waffen an Bord zurück gelassen. Ein Missstand, der im Bestreben Talins Bruder zu retten nie behoben worden war. <br />
Dennoch machte die Löwin mit gutem Wind gewohnt zügige Fahrt, als am Morgen des fünften Tages Liam aus dem Krähennest nahes Land meldete. Eine kleine Insel zeichnete sich gegen den hellen Himmel ab – zu klein, um auf den gängigen Karten der Ersten Welt verzeichnet zu sein. Im Norden und Westen erhoben sich Steilwände gegen das offene Meer, immer wieder durchbrochen von kleinen Strandabschnitten. Im Süden und Osten flachte das Eiland zu schmalen Sandstränden ab. Den Rest der Insel bis hinauf auf die Steilwände bedeckte ein tiefgrüner, undurchdringlicher Urwald wie ein dicker, samtener Teppich.<br />
<br />
<br />
Es ist früher Vormittag des 21. März. Die Sonne wandert langsam einen strahlend blauen Himmel hinauf und lässt das seichte Wasser nahe der Insel türkisfarben leuchten. Die Sphinx liegt inzwischen in einer beinahe kreisrunden Bucht am Strand, fast gänzlich umschlossen von über hundert Schritt hohen Felsklüften, die sie vor manch suchendem Fernrohr sicher verbergen. Der ideale Ort, um einige Tage im Verborgenen abzuwarten, bis sich der Staub gelegt hat.<br />
<br />
Angesichts der dürftigen Proviantsituation und der zum Teil erheblichen Schäden am Schiff haben sich diejenigen aus der Crew, die wohlauf waren – oder dies zumindest felsenfest behaupteten – vor etwas mehr als einer Stunde in zwei Gruppen aufgeteilt und die <i>Sphinx</i> verlassen. <br />
Aspen, begleitet vom ehemaligen Leutnant de Guzmán und dem noch immer etwas skeptisch beäugten Dieb Ryan, haben sich bis jetzt etwa eine Meile tief in den Urwald geschlagen, um geeignetes Holz für die Schiffsreparatur zu finden. Das und alles, was ihnen noch brauchbar erschien. Ihre jeweiligen suchenden Wege haben die drei Männer bereits einige Schritte voneinander getrennt, als Ryan auf etwas stößt, das auf den ersten Blick nur ein Stein unter dichtem Moos hätte sein können. Auf einen zweiten jedoch offenbaren sich deutliche Spuren menschlicher Einwirkung. Und unter Gras und Farnen verborgen bilden weitere behauene Steine etwas, das einmal eine Mauer gewesen sein könnte.<br />
Kaladar und Trevor indes durchkämmen unter der Führung Rayons den nahen Wald nach Spuren von Wild und Hinweisen auf alles, was essbar sein und den leeren Laderaum der <i>Sphinx</i> füllen könnte. Trevor erhielt zudem von seinem Cousin, der an Bord zurück blieb, den Auftrag, einige bekannte und leicht erkennbare Heilkräuter mitzubringen, so ihm denn zufällig einige davon begegneten. Da die Anzeichen von Wildbestand jedoch zunächst ausbleiben, beschließt Rayon kurzerhand, seine Gruppe durch den lichten Wald näher zum Strand zu führen und dort nach Krebstieren und Schildkröten Ausschau zu halten. Nicht wissend, das dort noch mehr wartete, als die Früchte des Meeres.</font><br />
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<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>21. März 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">24 °C, klarer Himmel, sonnig<br>Vormittag, etwa 4 Stunden nach Sonnenaufgang<br>72 % Luftfeuchtigkeit, 23 ｰC Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Eine verlassene Insel nördlich des ehemaligen Herzogtum Birlans.<br># <b>Rayon, Skadi und Trevor</b> durchkämmen auf der Suche nach Proviant und Heilkräuter ein Waldstück nahe eines Strandes im <b>Westen</b> der Insel.<br># <b>Aspen, Enrique und Ryan</b> sind auf der Suche nach brauchbarem Holz tiefer ins Inselinnere vorgestoßen.<br># <b>Talin, Shanaya, Liam, Yaris, Gregory, Farley, (Greo) und Lucien</b> sind auf dem Schiff zurück geblieben.<br># <b>Scortias und Cornelis</b> lagern am <b>westlichen</b> Strand der Insel, dem sich die <b>Gruppe um Rayon</b> gerade nähert.<br># <b>Gregory</b> hat sich um die Verletzungen aller gekümmert, so man ihn gelassen hat.<br># <b>Shanayas</b> Platzwunde musste genäht werden und heilt nun unter einem Verband gut ab.<br># <b>Skadis</b> Gesicht ziert noch immer ein blau-bräunlicher Bluterguss. Die zahlreichen Schnittwunden auf ihrem restlichen Körper heilen gut.<br># <b>Gregory</b> ist bisher der einzige, dem <b>Skadi</b> ihr Geheimnis offenbart hat.</td></tr></table></center></blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><div class="h2"><font style="font-family: 'Euphoria Script', cursive; color: ##6E6E6E; font-size: 35px; line-height: 30px;">Ein Hauch von <span style="color: #8B0000">Schicksal</span> ...</font></div><font color="#8b0000">Fünf Tage lang hielt die <i>Sphinx</i> auf ihrer Flucht beständig Kurs gen Süden. Kurs auf die Freien Gewässer zwischen Lilanja und Mîlui und das ehemalige Herzogtum Birlan. <br />
Nichts ließ bisher darauf schließen, dass die Anwesenheit der Löwin mit den roten Segeln am Schauplatz des Überfalls auf die <i>Morgenwind</i> gesehen worden war. Geschweige denn, dass man sie verfolgte. Kein Schuss aus schweren Geschützen erklang in jener Nacht und als die Sonne am nächsten Morgen über den Horizont kletterte, hoben sich die Silhouetten der <i>Triumph</i> und der <i>Königswitwe</i> lediglich schwach und winzig gegen den blassblauen Himmel ab. Verharrend am Ort des Geschehens.<br />
Dennoch entschied die junge Piratencrew, ihr Glück nicht weiter heraus zu fordern und zunächst einen Ort zu finden, der ihnen Sicherheit bot. Nicht zuletzt mit einem Blick auf den schlechten Zustand ihrer Neuzugänge. Denn mit Talins Bruder, dessen Befreiung trotz des unglücklichen Endes des Gefangenentransporters doch noch gelungen war, kamen auch die beiden ehemaligen Häftlinge Yaris Scottsdale und Farley Dunbar, sowie die beiden Marineoffiziere Enrique de Guzmán und Kaladar an Bord. Gerade die beiden Soldaten wurden nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen, standen jedoch vorläufig unter dem Schutz der Captains. <br />
Beinahe sofort nahm sich Gregory der Verletzten an und versorgte jeden, der ihn ließ. Zugleich kümmerte sich Rayon, der in weiser Voraussicht eine akzeptable Ausrüstung für die Kombüse besorgt hatte, mit gewohnter Ruhe darum, dass jeder Mann und jede Frau anständiges Essen erhielt, bis selbst bei Yaris und Farley die schlimmsten Anzeichen der Mangelernährung nachzulassen begannen. Lediglich den neuen Captain bekam bis auf Talin, die die Versorgung ihres Bruders selbst übernahm, fast niemand zu sehen.<br />
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<table border="0" width="390" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/07rollenspiel/plot/Plot4-4.jpg"></td></tr></table>Doch nicht nur die Besatzung hatte sichtbar unter der Flucht gelitten, sondern auch die <i>Sphinx</i>. Nur einen halben Tag nach dem Untergang der <i>Morgenwind</i> drang durch einige schlecht verteerte Planken Wasser in den Rumpf ein und verdarb einen Teil des Proviants. Greo und Aspen schafften es zwar, die Lecks provisorisch zu verschließen, doch um eine anständige Reparatur würde das Schiff nicht herum kommen. Taue, Seile und Netze, vom Salzwasser zerfressen, rissen bereits, und die Vorräte, um das beschädigte Takelwerk zu ersetzen, gingen zur Neige. Darüber hinaus hatte die einstige Crew nach der Meuterei nur wenig Werkzeug und noch weniger Waffen an Bord zurück gelassen. Ein Missstand, der im Bestreben Talins Bruder zu retten nie behoben worden war. <br />
Dennoch machte die Löwin mit gutem Wind gewohnt zügige Fahrt, als am Morgen des fünften Tages Liam aus dem Krähennest nahes Land meldete. Eine kleine Insel zeichnete sich gegen den hellen Himmel ab – zu klein, um auf den gängigen Karten der Ersten Welt verzeichnet zu sein. Im Norden und Westen erhoben sich Steilwände gegen das offene Meer, immer wieder durchbrochen von kleinen Strandabschnitten. Im Süden und Osten flachte das Eiland zu schmalen Sandstränden ab. Den Rest der Insel bis hinauf auf die Steilwände bedeckte ein tiefgrüner, undurchdringlicher Urwald wie ein dicker, samtener Teppich.<br />
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Es ist früher Vormittag des 21. März. Die Sonne wandert langsam einen strahlend blauen Himmel hinauf und lässt das seichte Wasser nahe der Insel türkisfarben leuchten. Die Sphinx liegt inzwischen in einer beinahe kreisrunden Bucht am Strand, fast gänzlich umschlossen von über hundert Schritt hohen Felsklüften, die sie vor manch suchendem Fernrohr sicher verbergen. Der ideale Ort, um einige Tage im Verborgenen abzuwarten, bis sich der Staub gelegt hat.<br />
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Angesichts der dürftigen Proviantsituation und der zum Teil erheblichen Schäden am Schiff haben sich diejenigen aus der Crew, die wohlauf waren – oder dies zumindest felsenfest behaupteten – vor etwas mehr als einer Stunde in zwei Gruppen aufgeteilt und die <i>Sphinx</i> verlassen. <br />
Aspen, begleitet vom ehemaligen Leutnant de Guzmán und dem noch immer etwas skeptisch beäugten Dieb Ryan, haben sich bis jetzt etwa eine Meile tief in den Urwald geschlagen, um geeignetes Holz für die Schiffsreparatur zu finden. Das und alles, was ihnen noch brauchbar erschien. Ihre jeweiligen suchenden Wege haben die drei Männer bereits einige Schritte voneinander getrennt, als Ryan auf etwas stößt, das auf den ersten Blick nur ein Stein unter dichtem Moos hätte sein können. Auf einen zweiten jedoch offenbaren sich deutliche Spuren menschlicher Einwirkung. Und unter Gras und Farnen verborgen bilden weitere behauene Steine etwas, das einmal eine Mauer gewesen sein könnte.<br />
Kaladar und Trevor indes durchkämmen unter der Führung Rayons den nahen Wald nach Spuren von Wild und Hinweisen auf alles, was essbar sein und den leeren Laderaum der <i>Sphinx</i> füllen könnte. Trevor erhielt zudem von seinem Cousin, der an Bord zurück blieb, den Auftrag, einige bekannte und leicht erkennbare Heilkräuter mitzubringen, so ihm denn zufällig einige davon begegneten. Da die Anzeichen von Wildbestand jedoch zunächst ausbleiben, beschließt Rayon kurzerhand, seine Gruppe durch den lichten Wald näher zum Strand zu führen und dort nach Krebstieren und Schildkröten Ausschau zu halten. Nicht wissend, das dort noch mehr wartete, als die Früchte des Meeres.</font><br />
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<center><br><table border="0" width="400px"><tr><td align="center" bgcolor="#8B3A3A" height="5px" width="170px"> </td><td align="center" bgcolor="#CD5555" height="5px" width="125px"> </td><td align="center" bgcolor="#EE6363" height="5px" width="75px"> </td><td align="center" bgcolor="#FF6A6A" height="5px" width="30px"> </td></tr></table></center><br />
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<center><table border="0"><tr><td class="tabA"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Euphoria+Script' rel='stylesheet' type='text/css'><center><font style="font-family: Calibri; text-transform: uppercase; color: ##6E6E6E; font-size: 12px; line-height: 12px;"><b>21. März 1822</b><br><font style="font-size: 11px;">24 °C, klarer Himmel, sonnig<br>Vormittag, etwa 4 Stunden nach Sonnenaufgang<br>72 % Luftfeuchtigkeit, 23 ｰC Wassertemperatur</font></font></center></td></tr><tr><td height="15px"></td></tr><tr><td class="tabB"><b>Shortfacts</b><br># Schauplatz: Eine verlassene Insel nördlich des ehemaligen Herzogtum Birlans.<br># <b>Rayon, Skadi und Trevor</b> durchkämmen auf der Suche nach Proviant und Heilkräuter ein Waldstück nahe eines Strandes im <b>Westen</b> der Insel.<br># <b>Aspen, Enrique und Ryan</b> sind auf der Suche nach brauchbarem Holz tiefer ins Inselinnere vorgestoßen.<br># <b>Talin, Shanaya, Liam, Yaris, Gregory, Farley, (Greo) und Lucien</b> sind auf dem Schiff zurück geblieben.<br># <b>Scortias und Cornelis</b> lagern am <b>westlichen</b> Strand der Insel, dem sich die <b>Gruppe um Rayon</b> gerade nähert.<br># <b>Gregory</b> hat sich um die Verletzungen aller gekümmert, so man ihn gelassen hat.<br># <b>Shanayas</b> Platzwunde musste genäht werden und heilt nun unter einem Verband gut ab.<br># <b>Skadis</b> Gesicht ziert noch immer ein blau-bräunlicher Bluterguss. Die zahlreichen Schnittwunden auf ihrem restlichen Körper heilen gut.<br># <b>Gregory</b> ist bisher der einzige, dem <b>Skadi</b> ihr Geheimnis offenbart hat.</td></tr></table></center></blockquote>]]></content:encoded>
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