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		<title><![CDATA[Inselwelten - Leben in den Inselwelten]]></title>
		<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/</link>
		<description><![CDATA[Inselwelten - https://inselwelten.crux-mundi.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 08:19:08 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Feste & Feiertage]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1248</link>
			<pubDate>Wed, 17 Apr 2024 19:52:08 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<a name="start"></a><br />
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<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
» <a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/forumdisplay.php?fid=26">Mythen & Legenden</a></ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Feste & Feiertage</span></font></center></td></tr></table></center><br />
<br />
<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Interinsulare Feste & Feiertage</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
<br />
<center><table style="border-collapse: collapse; rules="all" align="center" width="640">
<tr>
<td class="tabkopf" width="15%"><center><p><b>Datum</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="35%"><center><p><b>Fest</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="49%"><center><p><b>Hintergrund</b></center></p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>01.-08. April</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#frühling">Frühlingsfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Willkommenheißen des Frühlings.</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>31. Juli</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#lichter">Lichterfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Rückkehr der Sonne nach fünf Tagen Dunkelheit.</p></td>
</tr>
</table></center><br />
<br />
<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Regionale Feste & Feiertage</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
<br />
<center><table style="border-collapse: collapse; rules="all" align="center" width="640">
<tr>
<td class="tabkopf" width="15%"><center><p><b>Datum</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="20%"><center><p><b>Fest</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="20%"><center><p><b>Region</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="44%"><center><p><b>Hintergrund</b></center></p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>16. - 18. Oktober</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#künstler">Künstlerfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Birlan</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Zurschaustellung und Repräsentation verschiedenster Künste.</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>21. Dezember</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#eisvogel">Eisvogelfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>südl. Piréaux</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Huldigung des mystischen Eisvogels, der den Winter ankündigt.</p></td>
</tr>
</table></center><br />
<br />
<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Riten und Bräuche</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
<blockquote><a name="frühling"></a> <div class="h2">Das Frühlingsfest</div> <ul>„<i>[...] die Wettkämpfe fingen in der frühen Abendstund an und dauerten bis weit nach Mitternacht an. […] Der grelle Schein des Feuers spiegelte sic[h] in der Klinge des Dolches, während die Gesänge des Priesters über die Köpfe der Betenden hallten. Vor ihm ausgestreckt, nackt und mit fiebrigen Glantz in den Augen, lag der Sieger der Spiele, bereit sein Leben für eine milde, neue Jahreszeit, günstige Winde und eine ruhige See zu geben. […] Das Blut des Jünglings tropfte noch von seiner schlaffen Hand, als der Priester den aufgefangenen Lebenssaft ins Feuer kippte. Die Gesänge und Gebete wurden lauter, während das Feuer höher schlug, […] Die fröhliche und ausgelassen Stimmung [nach der Opferung] zeugt nicht mehr vom Ernst ihres Glaubens. Erwachsene wie Kinder tanzen wild und frei ums Feuer, das vom Blut eines der Ihren gespeist wurde. […] Die Menschen von Asanu werde ich wohl nie gänzlich verstehen.</i>“<div align="right"><font size="1">Bruchstückhaft erhaltene Überlieferung alter Bräuche.<br />
Unbekannter Autor. Gesammelt und übersetzt von T. Chélyia</font></div></ul>Heutzutage wird das Frühlingsfest in der ersten Welt nicht mehr mit diesen barbarischen Sitten gefeiert, wobei einige Bräuche sich auch bis in die Gegenwart gehalten haben. Auf Asanu finden jährlich Wettkämpfe statt, in denen die Teilnehmer ihre Stärke, Schnelligkeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen müssen. Zu diesem Ereignis reisen meist Wettkämpfer von allen Inseln an, um ihr Können unter Beweis zu stellen, weshalb es diese Form der Wettkämpfe auch nur auf Asanu gibt. (Auf den kleineren Inseln werden vereinfachte Formen dieser Spiele abgehalten, weil sie es sich nicht leisten können auf die Hauptinsel zu fahren.) Der oder die Sieger der Spiele erhält einen besonderen Platz in dem darauf folgenden Festzug. Dieser führt einmal durch die ganze Stadt Linara und wird begleitet von fröhlicher Musik, Tänzern und vielen bunten Bändern. Der Höhepunkt des Zuges ist der Wagen mit den Siegern der Wettkämpfe. Auf den kleineren Inseln gibt es einen ganz ähnlichen Umzug, wenn auch nicht so pompös. Hinter dem Gewinner der Spiele, der eine Stange mit bunten, fröhlichen Bändern trägt, folgt die Dorfgemeinschaft. <br />
<table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="http://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/feste/Fruehling-IW.jpg"></td></tr></table>Das Ziel in Linara, sowie auf den kleinen Inseln ist ein Markt- oder Sammelplatz, an dem das große Festessen stattfindet. Um einen großen Scheiterhaufen in der Mitte, ist eine große Fläche für spätere Tanzende. Nach diesem großen Kreis an Fläche folgen Bänke und ähnliche Sitzgelegenheiten mit oder ohne Tischen an denen gegessen werden kann. An den Rändern stehen verteilt Stände, die Essen und Getränke verkaufen. Meistens gibt es auch noch Buden zur Unterhaltung, z.B. Wahrsager, Maskenverkäufer, Glücksspiele. <br />
Zum Sonnenuntergang werden traditionell zubereitete Lämmer an jeden serviert, sowie ein Becher Wein. Nachdem gemeinsamen Essen, wird das Feuer entzündet, dass bis weit nach Mitternacht am Brennen gehalten wird, um die bösen Geister zu vertreiben. Um dieses herum finden die ebenfalls traditionellen Tänze statt, aber auch einfachere, die zur Unterhaltung dienen. <br />
Um Mitternacht wird für eine halbe Stunde Musik und Tanz unterbrochen. Zuerst kehrt Stille ein, bevor die erste Trommel ihren Takt aufnimmt. Immer mehr nehmen den Rhythmus der ersten Trommel auf und bald schallt über den Platz das laute Schlagen der Instrumente, Becher und Händen, die auf Holz klopfen. Mit diesem Krach sollen, ebenfalls wie mit dem Feuer, die Geister und Dämonen verscheucht werden, damit die nächsten Aussaaten gut gelingen. <br />
Nach dieser halben Stunde des Schweigens und Krach machens, nehmen die Musiker wieder ihre Instrumente zur Hand und die Leute ihre Tänze auf. Meist feiert man dann bis die Sonne des nächsten Tages  den Sammelplatz der Menschen küsst.<br />
<br />
<br />
<a name="lichter"></a> <div class="h2">Das Lichterfest</div><ul>„<i>Und auf einmal umfasste uns Dunkelheit. Eine Dunkelheit, wie wir sie noch nie gesehen hatten. [...] Auch am nächsten Tag war die Sonne nicht wieder aufgegangen, der Mond und die Sterne so schwach, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. [...]Angst herrschte um jedes einzelne Lagerfeuer, die über die Insel, vermutlich jede Insel der Ersten Welt, angezündet worden waren. Würde die Sonne wieder kommen? Hatte sie uns für immer verlassen? [...] Der fünfte Tag der Dunkelheit schien jegliche Hoffnung im Keim erstickt zu haben. Die Stille, die zwischen uns allen herrschte, war allumfassend wie die Finsternis. Und auf einmal erhellte erst ein kleines, zartes Licht den Himmel. Dann ein zweites, ein drittes. Die Kinder des Dorfes hatten Papierlaternen gebastelt, die sie wie kleine Flammen der Hoffnung in den Himmel steigen ließen. Das Leben kehrte in die Menschen zurück, die diese Laternen sahen. Die Stille wurde von munteren Gesprächen durchbrochen. Und mit dem in unsere Körper zurückkehrenden Leben, kehrte auch die Sonne am nächsten Morgen wieder.</i>“<div align="right"><font size="1">Bruchstückhaft erhaltene Überlieferung alter Bräuche.<br />
Unbekannter Autor. Gesammelt und übersetzt von T. Chélyia</font></div></ul>
<table border="0" cellpadding="5" align="right"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/eternalocean/IW/Forum/Laternen.jpg"></td></tr></table>Ein Mal im Jahr, wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht, wird die Erste Welt in Dunkelheit getaucht. Für dieses Phänomen gibt es keine Erklärung. Es war einfach schon immer so: Fünf Tage, an denen die Sonne von Dunkelheit verschluckt wird und nicht aufgeht. Eine Zeit, in der alles ein wenig still zu stehen scheint, langsamer vorangeht, während ein jeder darauf wartet, die ersten Sonnenstrahlen wieder auf der Haut zu spüren. Der Mond und die Sterne erleuchten zwar trotzdem den Himmel, wirken aber deutlich dunkler und spenden kaum Licht, geschweige denn genug, um die Sonne zu ersetzen. <br />
Ab dem ersten Tag dieser Dunkelheit kann man jedoch in allen Teilen der Welt eine gewisse Spannung wahrnehmen, eine Vorfreude darauf, dass das Licht bald zurückkehren wird – und darauf, das zu feiern. Nachdem vielerorts das Leben für fünf Tage beinahe zum Stillstand gekommen ist, wird das Licht am letzten Tag der Dunkelheit mit einem der größten Feste der Ersten Welt zurück begrüßt. Die einen tanzen an zahllosen Lagerfeuern, andere veranstalten Paraden. Jede Feier hat jedoch ein und dasselbe Thema: Licht und Leben. Mit Fackeln, Kerzen und Feuern wird versucht, die Plätze so hell wie möglich zu erleuchten, um die Sonne wieder hervorzulocken. <br />
Das wichtigste jedoch – was an jedem Ort zu bestaunen ist – sind die Papierlaternen, die brennend in die Lüfte steigen. Oft sind sie mit Wünschen beschrieben, in der Hoffnung, dass diese sich mit der Wiederkehr der Sonne erfüllen werden. Und während man den Laternen bei ihrem Flug zusehen kann, wird an vielen Orten so lang gefeiert, bis die Sonne tatsächlich aus ihrem Versteck wieder hervor kommt. Manch einer lässt es sich aber auch nicht nehmen, bis zum nächsten Abend weiter zu feiern, um sich dann mit der Gewissheit schlafen zu legen, am nächsten Tag von warmen Sonnenstrahlen geweckt zu werden.<br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">...</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
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<a name="künstler"></a> <div class="h2">Das Fest der Künste</div><ul>„<i>Nirgendwo in der Ersten Welt kamen so viele Künstler, Autoren und Handwerker zusammen wie auf Mîlui. Welcher Fürst zum ersten Mal zu einem Treffen aufrief, ist heute nicht mehr bekannt, aber unter der Herrschaft der ersten Königsfamilie – und mit genügend Geld in der Hinterhand – wurde die Künstlermesse ins Leben gerufen. Über mehrere Tage kamen hierfür die Repräsentanten der schönen Künste zusammen, um sich miteinander Auszutauschen, Inspiration zu sammeln oder – dem eigentlichen Sinn dahinter – ihre Waren an den Mann zu bringen. Denn nicht nur die Künstler selbst, sondern auch viele Interessierte fanden ihren Weg nach Mîlui in dieser Zeit. Hatte das Fest am Anfang klein begonnen, erreichte es seinen Höhepunkt in der Mitte der Herrschaft der Königsfamilie Louvette, bevor die Herzogsfamilie Birlan auf unbekannte und tragische Weise ausstarb. Ein paar Jahre lange versuchten Familien vom niederen Adel und auch Händler das Fest am Leben zu erhalten, doch mit dem erneuten Machtwechsel der Königsfamilien erstarb es fast vollkommen. Kleinere Treffen in einem jährlichem Rahmen sind zwar noch gebräuchlich, doch die ausschweifenden Herrlichkeiten und die schiere Größe der Messe sind Geister und Geschichten der Vergangenheit.“</i>“<div align="right"><font size="1">Aufstieg und Fall der Familie Birlan<br />
C. Baeck</font></div></ul>
<table border="0" cellpadding="5" align="right"><tr><td><img src="http://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/feste/Kuenstler-IW.jpg"></td></tr></table>Birlan, als Herzogtum der Schönen Künste, lädt einmal im Jahr zu einem besonderen Fest ein, zu dem Menschen aus vielen Teilen der Ersten Welt anreisen, um ihm beizuwohnen. Die zahlreichen kleinen und großen Veranstaltungen in allen größeren Städten der südlichen Inseln sind Anlaufstelle für jeden, der sich für das kreative Schaffen begeistern kann. Man findet hier alles, von Künstlern, die in Stein geschlagene Statuen präsentieren oder ihre Zeichnungen zur Schau stellen bis hin zu Autoren, die aus ihren Werken vorlesen. Auch Musiker sind hier zu Hauf vertreten, sorgen genauso für die Unterhaltung der Gäste wie die Schauspieler, die auf kleinen Bühnen ihre Stücke vortragen. Zwei Tage kann man dieses Fest der Sinne auf sich wirken lassen, eigene Inspiration suchen oder sich einfach mit verschiedenen Menschen über ihre Kunst austauschen. Und sicher wechselt hier auch der ein oder andere Achter seinen Besitzer.<br />
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<a name="eisvogel"></a> <div class="h2">Das Eisvogelfest</div> <ul>„<i>[...] Und auf einmal hörten wir den merkwürdigen Ruf eines Vogels, den noch niemand von uns gesehen hatte. Gerade noch erfreuten wir uns an den wärmenden Sonnenstrahlen, als auf einmal ein leichter Schleier sich über uns zu legen schien und die Luft merklich abkühlte. [...] Und dann sahen wir ihn: Einen schimmernden, mit weißen und blauen Federn überzogenen Vogel, der in einem gemächlichen Tempo und mit seinen melodischen Rufen über unsere Insel flog. Überall, wo der Schleier, der von ihm auszugehen schien, die Natur berührte, bildeten sich merkwürdige, kalte Kristalle und ihm schien ein eisiger Wind vom Meer zu folgen. [...] Seit einigen Jahren nun taucht dieser Eisvogel auf, immer als Ankündigung für den bevorstehenden Winter. Sobald jemand ihn erblickt, zünden wir ein großes Feuer an, an dem wir uns vorsorglich wärmen können. Heiße Getränke und Speisen werden herumgereicht, während wir den Flug des mysteriösen Vogel verfolgen. Immer mit dem Hintergedanken, was er sucht und wen er mit seinen Rufen zu erreichen wünscht.</i>“<div align="right"><font size="1">Bruchstückhaft erhaltene Überlieferung alter Bräuche.<br />
Unbekannter Autor. Gesammelt und übersetzt von T. Chélyia</font></div></ul>Die kleine, namenlose Insel, südlich von Yvenes gelegen, ist in der Ersten Welt kaum bekannt. Ihre Bewohner leben sehr für sich, treiben nur den nötigsten Handel mit den Händlern von Yvenes, die sich gelegentlich hierher verirren. <table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="http://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/feste/Eisvogel-IW.jpg"></td></tr></table>Einmal im Jahr jedoch, wenn der Winter seine Fänge nach diesem kleinen Flecken Erde ausstreckt, spricht man über die Bewohner und einen sonderlichen Vogel, der nur an diesem Ort anzutreffen ist. Sein weißes, teils blaues Gefieder scheint wie Eisblumen in der Sonne zu glitzern. Und seine Verbindung zu Eis und Kälte macht ihn umso besonderer. Denn wo der Vogel mit den blauen Kopffedern auftaucht, kehrt der Winter ein. Sobald die Temperaturen durch die Nähe zur Zweiten Welt tief genug gesunken sind, scheinen die Federn dieser Vögel wie von allein Schnee und Frost zu bilden. Wo auch immer man zu dieser Jahreszeit dieses Tier entdeckt, folgt ihm ein Schleier aus Frost, der sich auf das Land herab senkt.<br />
Die Bewohner dieser Insel feiern diesen schimmernden Vogel, widmen ihm sogar jedes Jahr ein Fest, sobald er die Landschaft förmlich verzaubert. Eine Art Winterfest, das nicht besonders groß und auch nicht in allen Teilen der Ersten Welt bekannt ist. Es gibt würzige Speisen gegen die Kälte, von der Natur gekühlten Alkohol und kleine Wettbewerbe für jeden, der daran teilnehmen möchte. Ein großes Lagerfeuer sorgt zusätzlich für genug Wärme, während man, wenn man genau hinhört, immer wieder das leise Rufen des eisigen Vogels hört. </blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a name="start"></a><br />
<link href='https://fonts.googleapis.com/css2?family=Meddon&display=swap' rel='stylesheet' type='text/css'>
<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
» <a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/forumdisplay.php?fid=26">Mythen & Legenden</a></ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Feste & Feiertage</span></font></center></td></tr></table></center><br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Interinsulare Feste & Feiertage</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
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<center><table style="border-collapse: collapse; rules="all" align="center" width="640">
<tr>
<td class="tabkopf" width="15%"><center><p><b>Datum</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="35%"><center><p><b>Fest</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="49%"><center><p><b>Hintergrund</b></center></p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>01.-08. April</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#frühling">Frühlingsfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Willkommenheißen des Frühlings.</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>31. Juli</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#lichter">Lichterfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Rückkehr der Sonne nach fünf Tagen Dunkelheit.</p></td>
</tr>
</table></center><br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Regionale Feste & Feiertage</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
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<center><table style="border-collapse: collapse; rules="all" align="center" width="640">
<tr>
<td class="tabkopf" width="15%"><center><p><b>Datum</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="20%"><center><p><b>Fest</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="20%"><center><p><b>Region</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="44%"><center><p><b>Hintergrund</b></center></p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>16. - 18. Oktober</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#künstler">Künstlerfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Birlan</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Zurschaustellung und Repräsentation verschiedenster Künste.</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>21. Dezember</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p><a href="#eisvogel">Eisvogelfest</a></p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>südl. Piréaux</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Huldigung des mystischen Eisvogels, der den Winter ankündigt.</p></td>
</tr>
</table></center><br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Riten und Bräuche</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
<blockquote><a name="frühling"></a> <div class="h2">Das Frühlingsfest</div> <ul>„<i>[...] die Wettkämpfe fingen in der frühen Abendstund an und dauerten bis weit nach Mitternacht an. […] Der grelle Schein des Feuers spiegelte sic[h] in der Klinge des Dolches, während die Gesänge des Priesters über die Köpfe der Betenden hallten. Vor ihm ausgestreckt, nackt und mit fiebrigen Glantz in den Augen, lag der Sieger der Spiele, bereit sein Leben für eine milde, neue Jahreszeit, günstige Winde und eine ruhige See zu geben. […] Das Blut des Jünglings tropfte noch von seiner schlaffen Hand, als der Priester den aufgefangenen Lebenssaft ins Feuer kippte. Die Gesänge und Gebete wurden lauter, während das Feuer höher schlug, […] Die fröhliche und ausgelassen Stimmung [nach der Opferung] zeugt nicht mehr vom Ernst ihres Glaubens. Erwachsene wie Kinder tanzen wild und frei ums Feuer, das vom Blut eines der Ihren gespeist wurde. […] Die Menschen von Asanu werde ich wohl nie gänzlich verstehen.</i>“<div align="right"><font size="1">Bruchstückhaft erhaltene Überlieferung alter Bräuche.<br />
Unbekannter Autor. Gesammelt und übersetzt von T. Chélyia</font></div></ul>Heutzutage wird das Frühlingsfest in der ersten Welt nicht mehr mit diesen barbarischen Sitten gefeiert, wobei einige Bräuche sich auch bis in die Gegenwart gehalten haben. Auf Asanu finden jährlich Wettkämpfe statt, in denen die Teilnehmer ihre Stärke, Schnelligkeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen müssen. Zu diesem Ereignis reisen meist Wettkämpfer von allen Inseln an, um ihr Können unter Beweis zu stellen, weshalb es diese Form der Wettkämpfe auch nur auf Asanu gibt. (Auf den kleineren Inseln werden vereinfachte Formen dieser Spiele abgehalten, weil sie es sich nicht leisten können auf die Hauptinsel zu fahren.) Der oder die Sieger der Spiele erhält einen besonderen Platz in dem darauf folgenden Festzug. Dieser führt einmal durch die ganze Stadt Linara und wird begleitet von fröhlicher Musik, Tänzern und vielen bunten Bändern. Der Höhepunkt des Zuges ist der Wagen mit den Siegern der Wettkämpfe. Auf den kleineren Inseln gibt es einen ganz ähnlichen Umzug, wenn auch nicht so pompös. Hinter dem Gewinner der Spiele, der eine Stange mit bunten, fröhlichen Bändern trägt, folgt die Dorfgemeinschaft. <br />
<table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="http://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/feste/Fruehling-IW.jpg"></td></tr></table>Das Ziel in Linara, sowie auf den kleinen Inseln ist ein Markt- oder Sammelplatz, an dem das große Festessen stattfindet. Um einen großen Scheiterhaufen in der Mitte, ist eine große Fläche für spätere Tanzende. Nach diesem großen Kreis an Fläche folgen Bänke und ähnliche Sitzgelegenheiten mit oder ohne Tischen an denen gegessen werden kann. An den Rändern stehen verteilt Stände, die Essen und Getränke verkaufen. Meistens gibt es auch noch Buden zur Unterhaltung, z.B. Wahrsager, Maskenverkäufer, Glücksspiele. <br />
Zum Sonnenuntergang werden traditionell zubereitete Lämmer an jeden serviert, sowie ein Becher Wein. Nachdem gemeinsamen Essen, wird das Feuer entzündet, dass bis weit nach Mitternacht am Brennen gehalten wird, um die bösen Geister zu vertreiben. Um dieses herum finden die ebenfalls traditionellen Tänze statt, aber auch einfachere, die zur Unterhaltung dienen. <br />
Um Mitternacht wird für eine halbe Stunde Musik und Tanz unterbrochen. Zuerst kehrt Stille ein, bevor die erste Trommel ihren Takt aufnimmt. Immer mehr nehmen den Rhythmus der ersten Trommel auf und bald schallt über den Platz das laute Schlagen der Instrumente, Becher und Händen, die auf Holz klopfen. Mit diesem Krach sollen, ebenfalls wie mit dem Feuer, die Geister und Dämonen verscheucht werden, damit die nächsten Aussaaten gut gelingen. <br />
Nach dieser halben Stunde des Schweigens und Krach machens, nehmen die Musiker wieder ihre Instrumente zur Hand und die Leute ihre Tänze auf. Meist feiert man dann bis die Sonne des nächsten Tages  den Sammelplatz der Menschen küsst.<br />
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<a name="lichter"></a> <div class="h2">Das Lichterfest</div><ul>„<i>Und auf einmal umfasste uns Dunkelheit. Eine Dunkelheit, wie wir sie noch nie gesehen hatten. [...] Auch am nächsten Tag war die Sonne nicht wieder aufgegangen, der Mond und die Sterne so schwach, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. [...]Angst herrschte um jedes einzelne Lagerfeuer, die über die Insel, vermutlich jede Insel der Ersten Welt, angezündet worden waren. Würde die Sonne wieder kommen? Hatte sie uns für immer verlassen? [...] Der fünfte Tag der Dunkelheit schien jegliche Hoffnung im Keim erstickt zu haben. Die Stille, die zwischen uns allen herrschte, war allumfassend wie die Finsternis. Und auf einmal erhellte erst ein kleines, zartes Licht den Himmel. Dann ein zweites, ein drittes. Die Kinder des Dorfes hatten Papierlaternen gebastelt, die sie wie kleine Flammen der Hoffnung in den Himmel steigen ließen. Das Leben kehrte in die Menschen zurück, die diese Laternen sahen. Die Stille wurde von munteren Gesprächen durchbrochen. Und mit dem in unsere Körper zurückkehrenden Leben, kehrte auch die Sonne am nächsten Morgen wieder.</i>“<div align="right"><font size="1">Bruchstückhaft erhaltene Überlieferung alter Bräuche.<br />
Unbekannter Autor. Gesammelt und übersetzt von T. Chélyia</font></div></ul>
<table border="0" cellpadding="5" align="right"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/eternalocean/IW/Forum/Laternen.jpg"></td></tr></table>Ein Mal im Jahr, wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht, wird die Erste Welt in Dunkelheit getaucht. Für dieses Phänomen gibt es keine Erklärung. Es war einfach schon immer so: Fünf Tage, an denen die Sonne von Dunkelheit verschluckt wird und nicht aufgeht. Eine Zeit, in der alles ein wenig still zu stehen scheint, langsamer vorangeht, während ein jeder darauf wartet, die ersten Sonnenstrahlen wieder auf der Haut zu spüren. Der Mond und die Sterne erleuchten zwar trotzdem den Himmel, wirken aber deutlich dunkler und spenden kaum Licht, geschweige denn genug, um die Sonne zu ersetzen. <br />
Ab dem ersten Tag dieser Dunkelheit kann man jedoch in allen Teilen der Welt eine gewisse Spannung wahrnehmen, eine Vorfreude darauf, dass das Licht bald zurückkehren wird – und darauf, das zu feiern. Nachdem vielerorts das Leben für fünf Tage beinahe zum Stillstand gekommen ist, wird das Licht am letzten Tag der Dunkelheit mit einem der größten Feste der Ersten Welt zurück begrüßt. Die einen tanzen an zahllosen Lagerfeuern, andere veranstalten Paraden. Jede Feier hat jedoch ein und dasselbe Thema: Licht und Leben. Mit Fackeln, Kerzen und Feuern wird versucht, die Plätze so hell wie möglich zu erleuchten, um die Sonne wieder hervorzulocken. <br />
Das wichtigste jedoch – was an jedem Ort zu bestaunen ist – sind die Papierlaternen, die brennend in die Lüfte steigen. Oft sind sie mit Wünschen beschrieben, in der Hoffnung, dass diese sich mit der Wiederkehr der Sonne erfüllen werden. Und während man den Laternen bei ihrem Flug zusehen kann, wird an vielen Orten so lang gefeiert, bis die Sonne tatsächlich aus ihrem Versteck wieder hervor kommt. Manch einer lässt es sich aber auch nicht nehmen, bis zum nächsten Abend weiter zu feiern, um sich dann mit der Gewissheit schlafen zu legen, am nächsten Tag von warmen Sonnenstrahlen geweckt zu werden.<br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">...</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
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<a name="künstler"></a> <div class="h2">Das Fest der Künste</div><ul>„<i>Nirgendwo in der Ersten Welt kamen so viele Künstler, Autoren und Handwerker zusammen wie auf Mîlui. Welcher Fürst zum ersten Mal zu einem Treffen aufrief, ist heute nicht mehr bekannt, aber unter der Herrschaft der ersten Königsfamilie – und mit genügend Geld in der Hinterhand – wurde die Künstlermesse ins Leben gerufen. Über mehrere Tage kamen hierfür die Repräsentanten der schönen Künste zusammen, um sich miteinander Auszutauschen, Inspiration zu sammeln oder – dem eigentlichen Sinn dahinter – ihre Waren an den Mann zu bringen. Denn nicht nur die Künstler selbst, sondern auch viele Interessierte fanden ihren Weg nach Mîlui in dieser Zeit. Hatte das Fest am Anfang klein begonnen, erreichte es seinen Höhepunkt in der Mitte der Herrschaft der Königsfamilie Louvette, bevor die Herzogsfamilie Birlan auf unbekannte und tragische Weise ausstarb. Ein paar Jahre lange versuchten Familien vom niederen Adel und auch Händler das Fest am Leben zu erhalten, doch mit dem erneuten Machtwechsel der Königsfamilien erstarb es fast vollkommen. Kleinere Treffen in einem jährlichem Rahmen sind zwar noch gebräuchlich, doch die ausschweifenden Herrlichkeiten und die schiere Größe der Messe sind Geister und Geschichten der Vergangenheit.“</i>“<div align="right"><font size="1">Aufstieg und Fall der Familie Birlan<br />
C. Baeck</font></div></ul>
<table border="0" cellpadding="5" align="right"><tr><td><img src="http://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/feste/Kuenstler-IW.jpg"></td></tr></table>Birlan, als Herzogtum der Schönen Künste, lädt einmal im Jahr zu einem besonderen Fest ein, zu dem Menschen aus vielen Teilen der Ersten Welt anreisen, um ihm beizuwohnen. Die zahlreichen kleinen und großen Veranstaltungen in allen größeren Städten der südlichen Inseln sind Anlaufstelle für jeden, der sich für das kreative Schaffen begeistern kann. Man findet hier alles, von Künstlern, die in Stein geschlagene Statuen präsentieren oder ihre Zeichnungen zur Schau stellen bis hin zu Autoren, die aus ihren Werken vorlesen. Auch Musiker sind hier zu Hauf vertreten, sorgen genauso für die Unterhaltung der Gäste wie die Schauspieler, die auf kleinen Bühnen ihre Stücke vortragen. Zwei Tage kann man dieses Fest der Sinne auf sich wirken lassen, eigene Inspiration suchen oder sich einfach mit verschiedenen Menschen über ihre Kunst austauschen. Und sicher wechselt hier auch der ein oder andere Achter seinen Besitzer.<br />
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<a name="eisvogel"></a> <div class="h2">Das Eisvogelfest</div> <ul>„<i>[...] Und auf einmal hörten wir den merkwürdigen Ruf eines Vogels, den noch niemand von uns gesehen hatte. Gerade noch erfreuten wir uns an den wärmenden Sonnenstrahlen, als auf einmal ein leichter Schleier sich über uns zu legen schien und die Luft merklich abkühlte. [...] Und dann sahen wir ihn: Einen schimmernden, mit weißen und blauen Federn überzogenen Vogel, der in einem gemächlichen Tempo und mit seinen melodischen Rufen über unsere Insel flog. Überall, wo der Schleier, der von ihm auszugehen schien, die Natur berührte, bildeten sich merkwürdige, kalte Kristalle und ihm schien ein eisiger Wind vom Meer zu folgen. [...] Seit einigen Jahren nun taucht dieser Eisvogel auf, immer als Ankündigung für den bevorstehenden Winter. Sobald jemand ihn erblickt, zünden wir ein großes Feuer an, an dem wir uns vorsorglich wärmen können. Heiße Getränke und Speisen werden herumgereicht, während wir den Flug des mysteriösen Vogel verfolgen. Immer mit dem Hintergedanken, was er sucht und wen er mit seinen Rufen zu erreichen wünscht.</i>“<div align="right"><font size="1">Bruchstückhaft erhaltene Überlieferung alter Bräuche.<br />
Unbekannter Autor. Gesammelt und übersetzt von T. Chélyia</font></div></ul>Die kleine, namenlose Insel, südlich von Yvenes gelegen, ist in der Ersten Welt kaum bekannt. Ihre Bewohner leben sehr für sich, treiben nur den nötigsten Handel mit den Händlern von Yvenes, die sich gelegentlich hierher verirren. <table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="http://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/feste/Eisvogel-IW.jpg"></td></tr></table>Einmal im Jahr jedoch, wenn der Winter seine Fänge nach diesem kleinen Flecken Erde ausstreckt, spricht man über die Bewohner und einen sonderlichen Vogel, der nur an diesem Ort anzutreffen ist. Sein weißes, teils blaues Gefieder scheint wie Eisblumen in der Sonne zu glitzern. Und seine Verbindung zu Eis und Kälte macht ihn umso besonderer. Denn wo der Vogel mit den blauen Kopffedern auftaucht, kehrt der Winter ein. Sobald die Temperaturen durch die Nähe zur Zweiten Welt tief genug gesunken sind, scheinen die Federn dieser Vögel wie von allein Schnee und Frost zu bilden. Wo auch immer man zu dieser Jahreszeit dieses Tier entdeckt, folgt ihm ein Schleier aus Frost, der sich auf das Land herab senkt.<br />
Die Bewohner dieser Insel feiern diesen schimmernden Vogel, widmen ihm sogar jedes Jahr ein Fest, sobald er die Landschaft förmlich verzaubert. Eine Art Winterfest, das nicht besonders groß und auch nicht in allen Teilen der Ersten Welt bekannt ist. Es gibt würzige Speisen gegen die Kälte, von der Natur gekühlten Alkohol und kleine Wettbewerbe für jeden, der daran teilnehmen möchte. Ein großes Lagerfeuer sorgt zusätzlich für genug Wärme, während man, wenn man genau hinhört, immer wieder das leise Rufen des eisigen Vogels hört. </blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Handel, Gold & Marktgeschehen]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1071</link>
			<pubDate>Fri, 21 Jan 2022 18:27:31 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=1071</guid>
			<description><![CDATA[<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
»<br />
</ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Handel & Währung</span></font></center></td></tr></table></center><br />
<blockquote>Der Handel hat in allen sieben Welten seit jeher einen hohen Stellenwert. Dort, wo das Meer Ressourcen und Menschen voneinander trennt, wird zwangsläufig getauscht und gefeilscht. Ein einfaches Prinzip. Und doch entpuppt sich der Handel allein in der ersten der sieben Welten als verworrenes System. Ein Konstrukt aus verschiedenen Institutionen, aus Angebot und Nachfrage, aus Zöllen und Wechselkursen.<br />
Auch liegt es in der Beschaffenheit der Welten, dass sich mancherorts unweigerlich Monopole bilden. Einzig in der Dritten Welt stimmen beispielsweise die klimatischen Bedingungen, um Kaffee oder Datteln anzubauen. Beides gilt in der Ersten Welt als teures Luxusgut und wird zu entsprechend hohen Preisen importiert. Und lediglich im feuchtwarmen Süden des Herzogtums Brancion wachsen die wertvollen Edelhölzer, die die hohen Adelsgeschlechter für ihre Möbel bevorzugen. Ein Umstand, der dem Hause Brancion zu beträchtlichem Reichtum verholfen hat. Denn für den Verkauf über die Grenzen des Herzogtums hinweg fallen stets hohe Zölle an.<br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die Währung der Ersten Welt</div>
Überhaupt ermöglicht hat den weltweiten und auch weltübergreifenden Handel die Einführung von Gold und Münzen als Tauschobjekte, die auf die erste königliche Familie der Ismail zurückgeht. Zuvor, so ist es den Geschichtsbüchern zu entnehmen, wurde Tauschhandel lediglich mit Ware gegen Ware betrieben. Der Wert eines Guts richtete sich damals nach der Nachfrage des Handelspartners. Suchte man Felle, um sich warme Kleidung daraus zu fertigen, und besaß selbst mehrere Säcke voll<table border="0" cellpadding="5" align="right"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/leben_in_den_inselwelten/handel/malt.jpg"></td></tr></table> Mehl, so musste man einen Fellhändler finden, der Bedarf an Mehl hatte. <br />
Als jedoch die ersten Münzen in Umlauf kamen – damals wie heute aus reinem Gold – sollte sich die lange Suche nach einem passenden Geschäftspartner erübrigen. Allerdings galt dies nur für den Handel mit wertvollen oder sehr großen Waren, beispielsweise Schiffen, einer Herde Vieh oder ein bis zwei Morgen Land, die dem Wert eines Malts entsprachen. Um auch weniger wertvolle Waren gegen Münzen tauschen zu können, wurde es zur allgemeinen Handhabe, einen Goldmalt in acht kleinere Stücke zu teilen. Diese kleineren Stücke, die später ebenfalls in Münzform geprägt wurden, nannte man seit jeher Achter, da sie dem Achtel eines Malts entsprachen. Und obwohl seit etwas mehr als drei Jahrzehnten auch die kleineren Silbertylps im Umlauf sind, gilt der Achter nach wie vor als Hauptwährung innerhalb der Ersten Welt.<br />
<br />
<center><table border="0" width="70%">
<tr><td width="20%" class="tabA">1 Tylpe<br>(pl. Tylps)</td>
<td width="20%" class="tabA">Silbermünze</td>
<td width="60%" class="tabA">entspricht dem Wert von 3 Laiben Brot, etwa zwei Pfund Hartkäse oder 4 Ellen Tuch von mittelmäßiger Qualität.</td></tr>
<tr><td class="tabB" colspan="3"><center>Etwa 9-10 Silbertylps entsprechen dem Wert eines Achters.<br>Etwa 77-80 Silbertylps entsprechen dem Wert eines Malts.</center></td></tr>
<tr><td class="tabA">1 Achter</td>
<td class="tabA">kleine Goldmünze</td>
<td class="tabA">entspricht dem Wert einer Kuh.</td></tr>
<tr><td class="tabB" colspan="3"><center>8 Goldachter entsprechen dem Wert eines Malts.</center></td></tr>
<tr><td class="tabA">1 Malt</td>
<td class="tabA">große Goldmünze</td>
<td class="tabA">entspricht dem Wert von einem Morgen Land*.</td></tr>
<tr><td class="tabB" colspan="3"><center><font size="1">*Ein Morgen Land entspricht in unserer Welt einem halben Hektar, umgerechnet also 5000qm. Das entspricht etwa der Größe eines kleineren Fußballfeldes.</font></center></td></tr></table></center><br />
<br />
<br />
Da jedoch das genaue Gewicht jeder Münzart nicht festgelegt ist und überdies jedes Herzogtum das Recht besitzt, eigene Münzen zu prägen, beruht der Handel innerhalb der Ersten Welt stets auch auf Augenmaß und Feilscherkünsten. Die oben aufgeführte Tabelle enthält deshalb nur grobe Richtwerte. Ob ein Käufer für einen Malt nur ein oder doch anderthalb Morgen Land erhält, hängt von der Qualität des Bodens genauso ab, wie von seiner Fähigkeit zur Verhandlung. <br />
Lediglich mittels der sogenannten Münzwaagen, die in den Wechselstuben der großen Marktplätze aufgestellt werden, und speziellen Rechenbrettern können Geldwechsler in etwa das Verhältnis einer Goldmünze aus Piréaux zu einer entsprechenden Anzahl Silbermünzen aus Asanu abschätzen. <br />
<br />
<br />
<div class="h2">Wechselkurse und Zölle</div>
Das Bezahlen mit herzogtumsfremder Währung wird eben wegen ihrer variierenden Werte auf kleinen Marktplätzen nicht gern gesehen. Nicht selten kommt es vor, dass sie von einem Verkäufer deshalb schlicht abgelehnt werden. Ein Überseehändler, der seine Waren auch außerhalb des heimischen Herzogtums verkauft, tut deshalb gut daran, seinen Gewinn in einer Wechselstube seines Heimathafens in heimische Währung tauschen zu lassen. Das geschieht zu den sogenannten Wechselkursen, die die Geldwechsler stets genau beobachten und die das Ungleichgewicht der einzelnen Münzwertigkeiten ausgleichen. Der beim Umrechnen entstehende Überschuss fließt dann als Wechselgebühr in die Kassen des Heimathafens.<br />
<br />
<table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/leben_in_den_inselwelten/handel/m%c3%bcnzwaage.jpg"></td></tr></table>Auch für die Einfuhr bestimmter Waren in ein anderes Herzogtum fallen häufig Gebühren an. Dabei erhebt jedes Herzogtum eigene Zölle auf unterschiedliche Waren – nicht unüblich sind beispielsweise Gebühren auf Luxusgüter wie Kaffee, Edelholz und Seide, oder auf solche Rohstoffe, die in den Lagern der Kontore im Übermaß vorhanden sind und für die es innerhalb des Herzogtums kaum Abnehmer gibt. Gleichermaßen sinken die Gebühren häufig, wenn bestimmte Dinge dringend benötigt werden, um deren Einfuhr zu erleichtern und als Zielhafen für die entsprechenden Händler attraktiver zu werden. <br />
Sämtliche Zölle werden von der Herzogsfamilie selbst festgelegt und bei Bedarf angepasst, um die Wirtschaft des eigenen Herrschaftsgebiets zu regulieren. Dementsprechend fließen die anfallenden Abgaben ausschließlich in die Kasse des Herzogtums.<br />
<br />
Zölle und Wechselkurse werden von großen Überseehändlern üblicherweise an ihre Käufer weitergegeben, indem die Preise entsprechend angepasst werden. Lediglich solche Güter, die per königlichem Beschluss als Grundrecht bestimmt wurden, dürfen einen bestimmten Preis nicht überschreiten, um auch die ärmere Bevölkerung damit versorgt zu wissen. Dies gilt insbesondere für Getreide und seine Erzeugnisse, für Fische aus großen Fischgründen, oder für robuste, heimische Obst- und Gemüsesorten. <br />
<br />
<br />
<div class="h2">Handelsgesellschaften</div>
Angesichts der immer wieder steigenden Zölle, schwankenden Wechselkurse und Überhand nehmenden Überfälle auf kleinere Schiffe begannen die Händler schließlich, sich zu großen Verbünden zusammenzuschließen. Ähnlich der Zünfte kümmerten sich die Gesellschaften zunächst lediglich um die Zahlung der Zölle und den Wechsel von Geld, um die Verteilung der Güter und die Löhne ihrer Händler. <br />
Im Laufe der Zeit entwickelten sie jedoch auch ein Konzept, um sich untereinander zu versichern. So konnte durch das Einzahlen eines festgelegten Betrags beispielsweise der Verlust eines Schiffes und der geladenen Waren im Falle eines Sturms oder Überfalls kurzerhand ersetzt werden. Das Zusammenlegen bestimmter Routen zu ganzen Flottenverbänden gewährte besonders kleineren Händlern mit nur einem oder zwei Schiffen im Bestand zusätzlich Schutz vor Piraten. <br />
Darüber hinaus schlossen einzelne Handelsgesellschaften Bündnisse und Exklusivverträge mit Häfen oder Institutionen und sicherten ihren Mitgliedern damit ein gewisses Monopol und einen beständigen Abnehmer für ihre Waren. <br />
<br />
Größte und bekannteste Handelsgesellschaft der Ersten Welt ist die Königliche Handelskompanie, die unter der Flagge der Königsfamilie segelt. Ihr Heimathafen befindet sich auf Estero, dem „Schild der Ersten Welt“, von wo aus dutzende Händlerfamilien – gleichgültig aus welcher Ecke der Ersten Welt sie kommen – der ihr vom Königshaus übertragenen Aufgabe nachgehen: Die Versorgung der Bevölkerung mit allem, was sie zum Leben und Überleben benötigt.<br />
Sie ist zudem eine der wenigen – und unter diesen die größte – Gesellschaft, die Handel mit den benachbarten Welten betreibt. Ihre Arme reichen bis hinaus in die Vierte Welt und womöglich darüber hinaus.<br />
Doch auch andere Gesellschaften haben sich im Laufe der Zeit in der Ersten Welt etabliert. Einige der Umsatzstärksten segeln unter der Flagge der Piréaux und der Brancion. Andere, wiederum kleinere, haben ihre Heimathäfen auf Louvette, Shilain oder dem ehemaligen Herzogtum Birlan.<br />
Im Gegensatz zum Zunftwesen der Handwerker besteht für einen Kaufmann jedoch keine Pflicht, sich einer Handelsgesellschaft anzuschließen. Und obgleich eine Mitgliedschaft viele Vorteile mit sich bringt, suchen viele ihr Glück auf eigene Faust.<br />
<br />
Doch gleichgültig, ob Mitglied einer Handelsgesellschaft oder nicht: Die Herkunft eines Handelsschiffes zu bestimmen, ist auch für einen Laien nicht schwer. In der Regel zwei bis drei Flaggen am Besanmast geben Auskunft über Heimatherzogtum, Handelsgesellschaft und Familie. <br />
Das Schiff eines Verbundes ist stets verpflichtet, das Wappen das Heimatherzogtums als oberste und das Wappen der Gesellschaft als zweite Flagge zu hissen. Darunter, an dritter Stelle, weht üblicherweise das Wappen der Kaufmannsfamilie, der das Schiff gehört.<br />
Ein verbundloser Händler hisst als oberste Flagge das Wappen seines Heimatherzogtums und darunter das Wappen seiner Familie. <br />
<br />
<br />
<div class="h2">Marktgeschehen</div>
Das Herzstück des Handels der Ersten Welt bilden jedoch nicht die Handelsgesellschaften und ihre Kontore, sondern die Marktplätze der Städte und Dörfer, auf denen Güter und Gold die Besitzer wechseln. Ganz gleich ob in den ärmsten oder den reichsten Teilen der Welt, ob Großstadt oder dörfliche Gemeinschaft: Der Schauplatz ist stets der gleiche. Stand reiht sich an Stand, Zelt an Zelt, Auslage an Auslage, Laden an Laden. Hier kommen Handwerker, Bauern, Fischer und Händler gleichermaßen zusammen, um ihre Produkte an Mann und Frau zu bringen. <br />
Bereits in den frühsten Morgenstunden rollen von den Kontoren der großen Händler oder direkt aus den Produktionsstätten die Karren heran, um die Auslagen vorzubereiten, und wer sich eine Tylpe dazuverdienen will, heuert hier noch am Vorabend als Lagerarbeiter oder Träger an. Fragen werden selten gestellt und wer ordentlich anpacken kann, verdient damit schnelles und mehr oder weniger ehrliches Geld. <br />
<table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/leben_in_den_inselwelten/handel/markttag.jpg"></td></tr></table>Als Marktplatz kann dabei jede größere Freifläche innerhalb oder am Rande einer Ortschaft dienen, wobei größere Städte in der Regel gleich mehrere eigens für Markttage ausgelegte Flächen oder Hallen besitzen. Oft wird hier auch in Spezialmärkte unterschieden. Ein Fischmarkt öffnet meist in der Nähe des Hafens, ein Markt für Kleidung, Felle und Tuch im Herzen der Stadt und ein großflächig angelegter Viehmarkt etwas außerhalb der Ortschaft.<br />
Die Marktzeiten sind in jedem Ort festgeschrieben. Währenddessen herrscht der sogenannte Marktfrieden, der Händlern wie Käufern besonderen Schutz gewährt. Er stellt Unruhestiftung, Diebstahl und Körperverletzung unter ausgesprochen harte Strafen, die in der Regel über das übliche Maß hinausgehen. <br />
Davon ausgenommen sind fest eingerichtete Ladengeschäfte, die dauerhaft geöffnet haben und nicht zum Marktgeschehen zählen. Dennoch bilden sie einen festen Bestandteil des Handels der Ersten Welt. Ein Ladeninhaber ist in der Regel ein Zwischenhändler, der seine Waren zunächst in einem Kontor oder bei einem Handwerker an- und in seinen Geschäftsräumen dann weiterverkauft. Aber auch Schneider, Schuster oder Schmiede führen häufig eigene Läden, die unmittelbar an die Werkstätten angrenzen. Sie sind damit nicht an die festgeschriebenen Marktzeiten gebunden und können ihre Waren täglich verkaufen, genießen allerdings auch nicht den Schutz des Marktfriedens und zahlen für ihre Geschäfte häufig Miete, sofern es sich bei diesen Räumen nicht um Privatbesitz handelt.</blockquote>
<br />
<font size="1"><b>Bildquellen</b><br />
<i>Münzen</i> - <a href="https://pixabay.com/photos/gold-coin-museum-darling-valleys-1633073/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pixabay.com/photos/gold-coin-mus...s-1633073/</a><br />
<i>Waage</i> - <a href="https://pixabay.com/de/photos/waage-wiegen-gleichgewicht-abwiegen-2759820/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pixabay.com/de/photos/waage-wieg...n-2759820/</a><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><i>Novgorod Marketplace</span></i> - Apollinary Vasnetsov, 1908</font></ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
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</ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Handel & Währung</span></font></center></td></tr></table></center><br />
<blockquote>Der Handel hat in allen sieben Welten seit jeher einen hohen Stellenwert. Dort, wo das Meer Ressourcen und Menschen voneinander trennt, wird zwangsläufig getauscht und gefeilscht. Ein einfaches Prinzip. Und doch entpuppt sich der Handel allein in der ersten der sieben Welten als verworrenes System. Ein Konstrukt aus verschiedenen Institutionen, aus Angebot und Nachfrage, aus Zöllen und Wechselkursen.<br />
Auch liegt es in der Beschaffenheit der Welten, dass sich mancherorts unweigerlich Monopole bilden. Einzig in der Dritten Welt stimmen beispielsweise die klimatischen Bedingungen, um Kaffee oder Datteln anzubauen. Beides gilt in der Ersten Welt als teures Luxusgut und wird zu entsprechend hohen Preisen importiert. Und lediglich im feuchtwarmen Süden des Herzogtums Brancion wachsen die wertvollen Edelhölzer, die die hohen Adelsgeschlechter für ihre Möbel bevorzugen. Ein Umstand, der dem Hause Brancion zu beträchtlichem Reichtum verholfen hat. Denn für den Verkauf über die Grenzen des Herzogtums hinweg fallen stets hohe Zölle an.<br />
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<div class="h2">Die Währung der Ersten Welt</div>
Überhaupt ermöglicht hat den weltweiten und auch weltübergreifenden Handel die Einführung von Gold und Münzen als Tauschobjekte, die auf die erste königliche Familie der Ismail zurückgeht. Zuvor, so ist es den Geschichtsbüchern zu entnehmen, wurde Tauschhandel lediglich mit Ware gegen Ware betrieben. Der Wert eines Guts richtete sich damals nach der Nachfrage des Handelspartners. Suchte man Felle, um sich warme Kleidung daraus zu fertigen, und besaß selbst mehrere Säcke voll<table border="0" cellpadding="5" align="right"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/leben_in_den_inselwelten/handel/malt.jpg"></td></tr></table> Mehl, so musste man einen Fellhändler finden, der Bedarf an Mehl hatte. <br />
Als jedoch die ersten Münzen in Umlauf kamen – damals wie heute aus reinem Gold – sollte sich die lange Suche nach einem passenden Geschäftspartner erübrigen. Allerdings galt dies nur für den Handel mit wertvollen oder sehr großen Waren, beispielsweise Schiffen, einer Herde Vieh oder ein bis zwei Morgen Land, die dem Wert eines Malts entsprachen. Um auch weniger wertvolle Waren gegen Münzen tauschen zu können, wurde es zur allgemeinen Handhabe, einen Goldmalt in acht kleinere Stücke zu teilen. Diese kleineren Stücke, die später ebenfalls in Münzform geprägt wurden, nannte man seit jeher Achter, da sie dem Achtel eines Malts entsprachen. Und obwohl seit etwas mehr als drei Jahrzehnten auch die kleineren Silbertylps im Umlauf sind, gilt der Achter nach wie vor als Hauptwährung innerhalb der Ersten Welt.<br />
<br />
<center><table border="0" width="70%">
<tr><td width="20%" class="tabA">1 Tylpe<br>(pl. Tylps)</td>
<td width="20%" class="tabA">Silbermünze</td>
<td width="60%" class="tabA">entspricht dem Wert von 3 Laiben Brot, etwa zwei Pfund Hartkäse oder 4 Ellen Tuch von mittelmäßiger Qualität.</td></tr>
<tr><td class="tabB" colspan="3"><center>Etwa 9-10 Silbertylps entsprechen dem Wert eines Achters.<br>Etwa 77-80 Silbertylps entsprechen dem Wert eines Malts.</center></td></tr>
<tr><td class="tabA">1 Achter</td>
<td class="tabA">kleine Goldmünze</td>
<td class="tabA">entspricht dem Wert einer Kuh.</td></tr>
<tr><td class="tabB" colspan="3"><center>8 Goldachter entsprechen dem Wert eines Malts.</center></td></tr>
<tr><td class="tabA">1 Malt</td>
<td class="tabA">große Goldmünze</td>
<td class="tabA">entspricht dem Wert von einem Morgen Land*.</td></tr>
<tr><td class="tabB" colspan="3"><center><font size="1">*Ein Morgen Land entspricht in unserer Welt einem halben Hektar, umgerechnet also 5000qm. Das entspricht etwa der Größe eines kleineren Fußballfeldes.</font></center></td></tr></table></center><br />
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<br />
Da jedoch das genaue Gewicht jeder Münzart nicht festgelegt ist und überdies jedes Herzogtum das Recht besitzt, eigene Münzen zu prägen, beruht der Handel innerhalb der Ersten Welt stets auch auf Augenmaß und Feilscherkünsten. Die oben aufgeführte Tabelle enthält deshalb nur grobe Richtwerte. Ob ein Käufer für einen Malt nur ein oder doch anderthalb Morgen Land erhält, hängt von der Qualität des Bodens genauso ab, wie von seiner Fähigkeit zur Verhandlung. <br />
Lediglich mittels der sogenannten Münzwaagen, die in den Wechselstuben der großen Marktplätze aufgestellt werden, und speziellen Rechenbrettern können Geldwechsler in etwa das Verhältnis einer Goldmünze aus Piréaux zu einer entsprechenden Anzahl Silbermünzen aus Asanu abschätzen. <br />
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<br />
<div class="h2">Wechselkurse und Zölle</div>
Das Bezahlen mit herzogtumsfremder Währung wird eben wegen ihrer variierenden Werte auf kleinen Marktplätzen nicht gern gesehen. Nicht selten kommt es vor, dass sie von einem Verkäufer deshalb schlicht abgelehnt werden. Ein Überseehändler, der seine Waren auch außerhalb des heimischen Herzogtums verkauft, tut deshalb gut daran, seinen Gewinn in einer Wechselstube seines Heimathafens in heimische Währung tauschen zu lassen. Das geschieht zu den sogenannten Wechselkursen, die die Geldwechsler stets genau beobachten und die das Ungleichgewicht der einzelnen Münzwertigkeiten ausgleichen. Der beim Umrechnen entstehende Überschuss fließt dann als Wechselgebühr in die Kassen des Heimathafens.<br />
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<table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/leben_in_den_inselwelten/handel/m%c3%bcnzwaage.jpg"></td></tr></table>Auch für die Einfuhr bestimmter Waren in ein anderes Herzogtum fallen häufig Gebühren an. Dabei erhebt jedes Herzogtum eigene Zölle auf unterschiedliche Waren – nicht unüblich sind beispielsweise Gebühren auf Luxusgüter wie Kaffee, Edelholz und Seide, oder auf solche Rohstoffe, die in den Lagern der Kontore im Übermaß vorhanden sind und für die es innerhalb des Herzogtums kaum Abnehmer gibt. Gleichermaßen sinken die Gebühren häufig, wenn bestimmte Dinge dringend benötigt werden, um deren Einfuhr zu erleichtern und als Zielhafen für die entsprechenden Händler attraktiver zu werden. <br />
Sämtliche Zölle werden von der Herzogsfamilie selbst festgelegt und bei Bedarf angepasst, um die Wirtschaft des eigenen Herrschaftsgebiets zu regulieren. Dementsprechend fließen die anfallenden Abgaben ausschließlich in die Kasse des Herzogtums.<br />
<br />
Zölle und Wechselkurse werden von großen Überseehändlern üblicherweise an ihre Käufer weitergegeben, indem die Preise entsprechend angepasst werden. Lediglich solche Güter, die per königlichem Beschluss als Grundrecht bestimmt wurden, dürfen einen bestimmten Preis nicht überschreiten, um auch die ärmere Bevölkerung damit versorgt zu wissen. Dies gilt insbesondere für Getreide und seine Erzeugnisse, für Fische aus großen Fischgründen, oder für robuste, heimische Obst- und Gemüsesorten. <br />
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<div class="h2">Handelsgesellschaften</div>
Angesichts der immer wieder steigenden Zölle, schwankenden Wechselkurse und Überhand nehmenden Überfälle auf kleinere Schiffe begannen die Händler schließlich, sich zu großen Verbünden zusammenzuschließen. Ähnlich der Zünfte kümmerten sich die Gesellschaften zunächst lediglich um die Zahlung der Zölle und den Wechsel von Geld, um die Verteilung der Güter und die Löhne ihrer Händler. <br />
Im Laufe der Zeit entwickelten sie jedoch auch ein Konzept, um sich untereinander zu versichern. So konnte durch das Einzahlen eines festgelegten Betrags beispielsweise der Verlust eines Schiffes und der geladenen Waren im Falle eines Sturms oder Überfalls kurzerhand ersetzt werden. Das Zusammenlegen bestimmter Routen zu ganzen Flottenverbänden gewährte besonders kleineren Händlern mit nur einem oder zwei Schiffen im Bestand zusätzlich Schutz vor Piraten. <br />
Darüber hinaus schlossen einzelne Handelsgesellschaften Bündnisse und Exklusivverträge mit Häfen oder Institutionen und sicherten ihren Mitgliedern damit ein gewisses Monopol und einen beständigen Abnehmer für ihre Waren. <br />
<br />
Größte und bekannteste Handelsgesellschaft der Ersten Welt ist die Königliche Handelskompanie, die unter der Flagge der Königsfamilie segelt. Ihr Heimathafen befindet sich auf Estero, dem „Schild der Ersten Welt“, von wo aus dutzende Händlerfamilien – gleichgültig aus welcher Ecke der Ersten Welt sie kommen – der ihr vom Königshaus übertragenen Aufgabe nachgehen: Die Versorgung der Bevölkerung mit allem, was sie zum Leben und Überleben benötigt.<br />
Sie ist zudem eine der wenigen – und unter diesen die größte – Gesellschaft, die Handel mit den benachbarten Welten betreibt. Ihre Arme reichen bis hinaus in die Vierte Welt und womöglich darüber hinaus.<br />
Doch auch andere Gesellschaften haben sich im Laufe der Zeit in der Ersten Welt etabliert. Einige der Umsatzstärksten segeln unter der Flagge der Piréaux und der Brancion. Andere, wiederum kleinere, haben ihre Heimathäfen auf Louvette, Shilain oder dem ehemaligen Herzogtum Birlan.<br />
Im Gegensatz zum Zunftwesen der Handwerker besteht für einen Kaufmann jedoch keine Pflicht, sich einer Handelsgesellschaft anzuschließen. Und obgleich eine Mitgliedschaft viele Vorteile mit sich bringt, suchen viele ihr Glück auf eigene Faust.<br />
<br />
Doch gleichgültig, ob Mitglied einer Handelsgesellschaft oder nicht: Die Herkunft eines Handelsschiffes zu bestimmen, ist auch für einen Laien nicht schwer. In der Regel zwei bis drei Flaggen am Besanmast geben Auskunft über Heimatherzogtum, Handelsgesellschaft und Familie. <br />
Das Schiff eines Verbundes ist stets verpflichtet, das Wappen das Heimatherzogtums als oberste und das Wappen der Gesellschaft als zweite Flagge zu hissen. Darunter, an dritter Stelle, weht üblicherweise das Wappen der Kaufmannsfamilie, der das Schiff gehört.<br />
Ein verbundloser Händler hisst als oberste Flagge das Wappen seines Heimatherzogtums und darunter das Wappen seiner Familie. <br />
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<div class="h2">Marktgeschehen</div>
Das Herzstück des Handels der Ersten Welt bilden jedoch nicht die Handelsgesellschaften und ihre Kontore, sondern die Marktplätze der Städte und Dörfer, auf denen Güter und Gold die Besitzer wechseln. Ganz gleich ob in den ärmsten oder den reichsten Teilen der Welt, ob Großstadt oder dörfliche Gemeinschaft: Der Schauplatz ist stets der gleiche. Stand reiht sich an Stand, Zelt an Zelt, Auslage an Auslage, Laden an Laden. Hier kommen Handwerker, Bauern, Fischer und Händler gleichermaßen zusammen, um ihre Produkte an Mann und Frau zu bringen. <br />
Bereits in den frühsten Morgenstunden rollen von den Kontoren der großen Händler oder direkt aus den Produktionsstätten die Karren heran, um die Auslagen vorzubereiten, und wer sich eine Tylpe dazuverdienen will, heuert hier noch am Vorabend als Lagerarbeiter oder Träger an. Fragen werden selten gestellt und wer ordentlich anpacken kann, verdient damit schnelles und mehr oder weniger ehrliches Geld. <br />
<table border="0" cellpadding="5" align="left"><tr><td><img src="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/leben_in_den_inselwelten/handel/markttag.jpg"></td></tr></table>Als Marktplatz kann dabei jede größere Freifläche innerhalb oder am Rande einer Ortschaft dienen, wobei größere Städte in der Regel gleich mehrere eigens für Markttage ausgelegte Flächen oder Hallen besitzen. Oft wird hier auch in Spezialmärkte unterschieden. Ein Fischmarkt öffnet meist in der Nähe des Hafens, ein Markt für Kleidung, Felle und Tuch im Herzen der Stadt und ein großflächig angelegter Viehmarkt etwas außerhalb der Ortschaft.<br />
Die Marktzeiten sind in jedem Ort festgeschrieben. Währenddessen herrscht der sogenannte Marktfrieden, der Händlern wie Käufern besonderen Schutz gewährt. Er stellt Unruhestiftung, Diebstahl und Körperverletzung unter ausgesprochen harte Strafen, die in der Regel über das übliche Maß hinausgehen. <br />
Davon ausgenommen sind fest eingerichtete Ladengeschäfte, die dauerhaft geöffnet haben und nicht zum Marktgeschehen zählen. Dennoch bilden sie einen festen Bestandteil des Handels der Ersten Welt. Ein Ladeninhaber ist in der Regel ein Zwischenhändler, der seine Waren zunächst in einem Kontor oder bei einem Handwerker an- und in seinen Geschäftsräumen dann weiterverkauft. Aber auch Schneider, Schuster oder Schmiede führen häufig eigene Läden, die unmittelbar an die Werkstätten angrenzen. Sie sind damit nicht an die festgeschriebenen Marktzeiten gebunden und können ihre Waren täglich verkaufen, genießen allerdings auch nicht den Schutz des Marktfriedens und zahlen für ihre Geschäfte häufig Miete, sofern es sich bei diesen Räumen nicht um Privatbesitz handelt.</blockquote>
<br />
<font size="1"><b>Bildquellen</b><br />
<i>Münzen</i> - <a href="https://pixabay.com/photos/gold-coin-museum-darling-valleys-1633073/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pixabay.com/photos/gold-coin-mus...s-1633073/</a><br />
<i>Waage</i> - <a href="https://pixabay.com/de/photos/waage-wiegen-gleichgewicht-abwiegen-2759820/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">https://pixabay.com/de/photos/waage-wieg...n-2759820/</a><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><i>Novgorod Marketplace</span></i> - Apollinary Vasnetsov, 1908</font></ul>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Recht & Gesetz]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=766</link>
			<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 19:59:23 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=766</guid>
			<description><![CDATA[<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
» <a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=89">Verbrechen & Kopfgelder</a><br />
</ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Recht & Gesetz</span></font></center></td></tr></table></center><br />
<blockquote>Das Rechtssystem der Ersten Welt ist ein langwieriger Prozess und anfällig für Korruption: Drei für sich stehende Gewalten sorgen auf den Inseln für Recht und Ordnung. Sie alle vereinen sich in der Gestalt des Monarchen, des Königs. Er legt Gesetze fest, ist oberster Richter und ebenso oberster Heerführer der Königlichen Marine und der Königlichen Stadtwache. Er bildet damit auch die einzige Kontrollinstanz für alle drei Gewalten. Ist er weise und gerecht, floriert das System. Ist er schwach und manipulierbar, zerbricht es. Recht und Gesetz stehen und fallen mit dem Königshaus und dessen Fähigkeit zu herrschen. <br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die gesetzgebende Gewalt</div>
Gesetze aufzusetzen und letztlich zu verabschieden liegt innerhalb der Ersten Welt allein in der Hand des Königs. Mithilfe eines ausgewählten Beraterstabs, der sich aus Ministern und Vertretern der Herzogtümer, sowie der Handelskompanie und der Königlichen Marine zusammensetzt, kann er solche nach eigenem Ermessen formulieren oder formulieren lassen. Ihre Gültigkeit erlangen sie in dem Moment, in dem er sie mit Unterschrift und Siegel unterzeichnet. Stellen ihm seine Berater ein Gesetz vor, das ihm auf irgendeine Art und Weise nicht zusagt, kann er seine Verabschiedung ablehnen. Genauso hat er das Recht und die Macht dazu, bestehende Gesetze jederzeit anzupassen und neu zu verabschieden, oder zu revidieren. Er untersteht dabei keiner anderen, kontrollierend wirkenden Gewalt.<br />
Den Gesetzen des Hauses Ismail entsprechend verfügen jedoch auch die einzelnen Herzogtümer über ein gewisses Selbstbestimmungsrecht. Lokale Gesetze werden hier von den Hohen Adelshäusern selbst beschlossen und dürfen nicht im Widerspruch zu den Gesetzen des Königs stehen. Sie sind lediglich innerhalb der Grenzen des jeweiligen Herzogtums gültig und betreffen überwiegend Wirtschaft und Bildung.<br />
<br />
<ul><b>Sonderfall: Das Jahr 1822 der Ersten Welt</b></ul>
Als im Februar 1822 der angeheiratete und amtierende König aus dem Hause Pirréaux verstarb, muss laut Gesetzen der Erbfolge die Herrschaft an seinen jüngst geborenen Sohn übergehen, dessen Blut ihn mütterlicherseits mit der Herrscherfamilie Márlyes verbindet. Da im Hause Márlyes jedoch kein einziger männlicher Nachkomme erbberechtigt und das im Januar desselben Jahres geborene Kind noch ein Säugling und demnach unmündig ist, übernimmt seine Mutter, Ariana Márlyes als einziger Nachkomme des Altkönigs Rayan II. Márlyes, die Regierungspflichten ihres Kindes bis zu dessen Mündigkeit. Sie ist damit zwar nicht Königin, jedoch Mutter-Regentin. Es bedarf demzufolge ihrer Unterschrift und ihres Siegels, um ein Gesetz zu verabschieden.<br />
Den ihr zur Seite stehende Rat legte noch vor seinem Tod ihr Vater und Altkönig Rayan II. fest. Einige oder gar alle dieser durch den Altkönig bestimmten Berater auszutauschen, lag nicht in der Macht ihres Gemahls aus dem Hause Pirréaux als nur angeheiratetem König.<br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die ausführenden Gewalten</div>
Zwei unterschiedliche Institutionen sorgen auf den Inseln der Ersten Welt und auf interinsularen Gewässern für die Einhaltung der Gesetze und die Verfolgung von Straftaten. Zum einen die Königliche Marine mit den beiden Zweigen „Soldaten zur See“ und „Soldaten zu Land“, die einst gegründet wurde, um die Erste Welt vor Feinden im Inneren wie von Außen zu schützen. Zum anderen die Königliche Stadtwache, die allein auf der Königsinsel Asanu operiert. <br />
Beide Institutionen agieren unabhängig voneinander. Sie unterstehen lediglich dem Königshaus und sind allen Herzogtümern und deren Verwaltungsapparaten übergeordnet. <br />
<br />
Der <u>Königlichen Marine</u> mit ihrem Hauptstützpunkt auf Esmacil wohnt offiziell auf allen Inseln die Polizeigewalt inne. Lediglich auf Asanu ist es ihr traditionell untersagt, diesen Rechten und Pflichten nachzukommen. Davon ausgenommen ist der <i>Marinehafen in Linara</i>, der unter Kontrolle der Marine steht und auch nur von ihr bewirtschaftet und bewacht werden darf. Er bildet damit eine Art eigenständige Insel, ein Sperrgebiet innerhalb der Hauptstadt. Einen Ausläufer von Esmacil, in dem ihre eigenen Regeln gelten.<br />
Darüber hinaus sind <i>Soldaten zu Land</i> überall in der Ersten Welt fest stationiert. Ihre Aufgabe ist es, durch die Städte und Dörfer zu patrouillieren, Straftaten aufzunehmen und Täter festzusetzen. Sie sorgen für die Einhaltung der königlichen und der lokalen Gesetze auf allen Inseln. <br />
Die <i>Soldaten zur See</i> setzen diese Aufgabe mittels einer gewaltigen Flotte auf den Meeren der Ersten Welt fort. Im Gegensatz zu ihren Brüdern an Land operieren sie auch grenzübergreifend und auf interinsularen Gewässern, wo lediglich die Gesetze des Königs gelten. Straftäter, die hier aufgegriffen werden, wird der Prozess in der Regel in Linara gemacht.<br />
<br />
Auf der Königsinsel Asanu erfüllt diese Aufgabe die <u>Königliche Stadtwache</u>. Hier besitzt sie die gleichen Rechte und Pflichten, wie sie auch der Marine auf jeder anderen Insel innewohnen, agiert allerdings lediglich an Land. Dafür sind ihr noch zwei weitere Unterorganisationen zugeordnet. Die <i>Königliche Palastwache</i>, deren Aufgabe der Schutz des Palastes und der Hauptstadt Linara ist, und die <i>Königliche Leibgarde</i>. Ihre Soldaten durchlaufen eine ungleich härtere Ausbildung und haben nur eine einzige Aufgabe: Den Schutz des Königs und seiner Familie. Damit sind sie sowohl der Stadtwache als auch der Palastwache übergeordnet und nehmen ihre Befehle lediglich vom König selbst entgegen.<br />
<br />
<ul><b>Sonderfall: Das „freie“ Herzogtum Birlan</b></ul>
Das von den Einheimischen als „freie“ Herzogtum Birlan bezeichnete südlichste Herzogtum wird offiziell wie alle anderen Inseln durch die Königliche Marine geschützt. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich jedoch eine eigenständige Bewegung gebildet, eine Art Bürgerwehr, die sich die Polizeigewalt auf den vier Inseln auf die Fahne geschrieben hat. Sie ist Teil der durch die einflussreichsten Bürger längst angestrebten Selbstverwaltung und untersteht den einzelnen Kleinen Räten. Gebildet wird sie aus inzwischen relativ gut ausgebildeten freiwilligen Männern und Frauen, die für die Einhaltung der Gesetze auf ihren Heimatinseln eintreten. Nicht selten gerät die örtliche Bürgerwehr dabei in Konflikt mit den fest stationierten Marinesoldaten zu Land. Das Vertrauen in diese Organisation ist unter den Bürgern derart groß, dass man sich längst lieber an sie wendet, als an die stationierte Marine.<br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die richterliche Gewalt</div>
Durch drei Instanzen kann sich eine Verhandlung schließlich ziehen, sobald ein Schuldiger benannt wurde. In jeder größeren Stadt existiert einen Gerichtshof, bestehend aus einigen wenigen Männern und Frauen, die Recht sprechen und Strafmaße festsetzen. Jeder einzelne von ihnen wird am Anfang seiner Karriere durch amtierende Richter nominiert und per Abstimmung des gesamten Gerichts in sein Amt berufen. <br />
Einem solchen Gericht ist ein bestimmtes Einzugsgebiet zugeordnet, das sich aus der Stadt und etlichen umliegenden Gemeinden zusammensetzt. Geschieht dort ein Verbrechen, wird der Beschuldigte in der Regel durch Soldaten zu Land in die nächstgrößere Stadt verbracht und dort inhaftiert, bis man ihm den Prozess macht. <br />
Jede Verhandlung, die auf dieser Ebene nicht geklärt oder deren zugrunde liegendes Verbrechen größere Ausmaße hat, wird vor die nächste Instanz – den obersten Gerichtshof – gebracht. Ein solcher befindet sich auf der Hauptinsel eines jeden Herzogtums und auch hierhin wird ein Gefangener durch Soldaten der Marine überstellt. <br />
Meist endet auf dieser Instanz jede Verhandlung, denn die nächsthöhere bildet der König. Nur diejenigen, die man des Landesverrats beschuldigt, landen letztlich im Gerichtssaal des Palastes und erhalten ihr Urteil vom Herrscher selbst.<br />
<br />
<ul><b>Sonderfall: Die kleinsten Inseln</b></ul>
Einige kleine Inseln, darunter Kelekuna und Axo, schlüpfen jedoch durch die Maschen dieses Systems. Befindet sich auf einer Insel keine größere Stadt und damit auch kein Gerichtshof, wird aus der Hauptstadt des betreffenden Herzogtums ein Richter durch Los bestimmt, ein mal alle zwei Monate die Reise dorthin auf sich zu nehmen, um über Fälle zu richten, die in dieser Zeit dort zustande kamen. Es kommt dabei nicht selten vor, dass sich über Monate oder gar Jahre hinweg kein Richter tatsächlich auf diesen Inseln blicken lässt. Der Weg dorthin ist häufig lang und beschwerlich, die Fälle in der Regel nicht der Rede und Mühe wert. <br />
Die Menschen auf diesen Inseln üben ihre Rechtsprechung demnach selbst aus – ganz nach ihrem Gutdünken. Häufig übernimmt dies eine Art Dorfvorsteher oder eine andere Partei, der die Bewohner in diesen Belangen vertrauen. Selten wird hier jemand inhaftiert. Stattdessen sind die Strafen von... pragmatischerer Natur. Etwas, das den Menschen aus den Städten oft martialisch erscheint.<br />
<br />
<br />
Wurde ein Beschuldigter in erster oder zweiter Instanz schließlich verurteilt, entscheidet das Strafmaß über seinen zukünftigen Aufenthalt. Jede Hauptinsel besitzt eine eigene Haftanstalt, geführt und gesichert durch Marinesoldaten zu Land. Ist jedoch das Verbrechen schwerwiegenderer Natur oder wurde der Beschuldigte auf interinsularen Gewässern aufgegriffen, führt ihn sein Weg in das <i>Hochsicherheitsgefängnis der Königlichen Marine</i>, errichtet auf den nördlichen Klippen Esmacils. <br />
Die Transporte dorthin unterliegen einer strickten Regelung: Nur ein Mal alle drei Monate brechen mehrere große Gefangenentransporter von hier aus auf und fahren die Haftanstalten der einzelnen Herzogtümer an, um Häftlinge aufzunehmen und ins Gefängnis zu überstellen. Alle Schiffe, die die Inseln westlich des Marinestützpunktes ansteuern, kehren am Ende ihrer Reise geschlossen dorthin zurück. Jene Schiffe, die östlich des Stützpunktes fahren, steuern zuletzt als Treffpunkt den Marinehafen in Linara an, wo sie die Häftlinge des zweitgrößten Gefängnisses aufnehmen und dann geschlossen nach Esmacil zurück kehren.<br />
Oft dauert es deshalb mehrere Monate, bis ein Häftling nach seiner Verurteilung schließlich in sein Zielgefängnis überstellt wird und obwohl er damit bereits einen Teil seiner Schuld verbüßt hat, zählt das Absitzen der Strafe erst an seinem Bestimmungsort. <br />
Die widrigen Umstände in den einzelnen Haftanstalten und an Bord der Transporter, sowie die Länge der Reise kosten den ein oder anderen Häftling, der durch Alter oder Krankheit bereits geschwächt ist, oftmals noch vor offiziellem Antritt seiner Strafe das Leben.</blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
» <a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=89">Verbrechen & Kopfgelder</a><br />
</ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Recht & Gesetz</span></font></center></td></tr></table></center><br />
<blockquote>Das Rechtssystem der Ersten Welt ist ein langwieriger Prozess und anfällig für Korruption: Drei für sich stehende Gewalten sorgen auf den Inseln für Recht und Ordnung. Sie alle vereinen sich in der Gestalt des Monarchen, des Königs. Er legt Gesetze fest, ist oberster Richter und ebenso oberster Heerführer der Königlichen Marine und der Königlichen Stadtwache. Er bildet damit auch die einzige Kontrollinstanz für alle drei Gewalten. Ist er weise und gerecht, floriert das System. Ist er schwach und manipulierbar, zerbricht es. Recht und Gesetz stehen und fallen mit dem Königshaus und dessen Fähigkeit zu herrschen. <br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die gesetzgebende Gewalt</div>
Gesetze aufzusetzen und letztlich zu verabschieden liegt innerhalb der Ersten Welt allein in der Hand des Königs. Mithilfe eines ausgewählten Beraterstabs, der sich aus Ministern und Vertretern der Herzogtümer, sowie der Handelskompanie und der Königlichen Marine zusammensetzt, kann er solche nach eigenem Ermessen formulieren oder formulieren lassen. Ihre Gültigkeit erlangen sie in dem Moment, in dem er sie mit Unterschrift und Siegel unterzeichnet. Stellen ihm seine Berater ein Gesetz vor, das ihm auf irgendeine Art und Weise nicht zusagt, kann er seine Verabschiedung ablehnen. Genauso hat er das Recht und die Macht dazu, bestehende Gesetze jederzeit anzupassen und neu zu verabschieden, oder zu revidieren. Er untersteht dabei keiner anderen, kontrollierend wirkenden Gewalt.<br />
Den Gesetzen des Hauses Ismail entsprechend verfügen jedoch auch die einzelnen Herzogtümer über ein gewisses Selbstbestimmungsrecht. Lokale Gesetze werden hier von den Hohen Adelshäusern selbst beschlossen und dürfen nicht im Widerspruch zu den Gesetzen des Königs stehen. Sie sind lediglich innerhalb der Grenzen des jeweiligen Herzogtums gültig und betreffen überwiegend Wirtschaft und Bildung.<br />
<br />
<ul><b>Sonderfall: Das Jahr 1822 der Ersten Welt</b></ul>
Als im Februar 1822 der angeheiratete und amtierende König aus dem Hause Pirréaux verstarb, muss laut Gesetzen der Erbfolge die Herrschaft an seinen jüngst geborenen Sohn übergehen, dessen Blut ihn mütterlicherseits mit der Herrscherfamilie Márlyes verbindet. Da im Hause Márlyes jedoch kein einziger männlicher Nachkomme erbberechtigt und das im Januar desselben Jahres geborene Kind noch ein Säugling und demnach unmündig ist, übernimmt seine Mutter, Ariana Márlyes als einziger Nachkomme des Altkönigs Rayan II. Márlyes, die Regierungspflichten ihres Kindes bis zu dessen Mündigkeit. Sie ist damit zwar nicht Königin, jedoch Mutter-Regentin. Es bedarf demzufolge ihrer Unterschrift und ihres Siegels, um ein Gesetz zu verabschieden.<br />
Den ihr zur Seite stehende Rat legte noch vor seinem Tod ihr Vater und Altkönig Rayan II. fest. Einige oder gar alle dieser durch den Altkönig bestimmten Berater auszutauschen, lag nicht in der Macht ihres Gemahls aus dem Hause Pirréaux als nur angeheiratetem König.<br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die ausführenden Gewalten</div>
Zwei unterschiedliche Institutionen sorgen auf den Inseln der Ersten Welt und auf interinsularen Gewässern für die Einhaltung der Gesetze und die Verfolgung von Straftaten. Zum einen die Königliche Marine mit den beiden Zweigen „Soldaten zur See“ und „Soldaten zu Land“, die einst gegründet wurde, um die Erste Welt vor Feinden im Inneren wie von Außen zu schützen. Zum anderen die Königliche Stadtwache, die allein auf der Königsinsel Asanu operiert. <br />
Beide Institutionen agieren unabhängig voneinander. Sie unterstehen lediglich dem Königshaus und sind allen Herzogtümern und deren Verwaltungsapparaten übergeordnet. <br />
<br />
Der <u>Königlichen Marine</u> mit ihrem Hauptstützpunkt auf Esmacil wohnt offiziell auf allen Inseln die Polizeigewalt inne. Lediglich auf Asanu ist es ihr traditionell untersagt, diesen Rechten und Pflichten nachzukommen. Davon ausgenommen ist der <i>Marinehafen in Linara</i>, der unter Kontrolle der Marine steht und auch nur von ihr bewirtschaftet und bewacht werden darf. Er bildet damit eine Art eigenständige Insel, ein Sperrgebiet innerhalb der Hauptstadt. Einen Ausläufer von Esmacil, in dem ihre eigenen Regeln gelten.<br />
Darüber hinaus sind <i>Soldaten zu Land</i> überall in der Ersten Welt fest stationiert. Ihre Aufgabe ist es, durch die Städte und Dörfer zu patrouillieren, Straftaten aufzunehmen und Täter festzusetzen. Sie sorgen für die Einhaltung der königlichen und der lokalen Gesetze auf allen Inseln. <br />
Die <i>Soldaten zur See</i> setzen diese Aufgabe mittels einer gewaltigen Flotte auf den Meeren der Ersten Welt fort. Im Gegensatz zu ihren Brüdern an Land operieren sie auch grenzübergreifend und auf interinsularen Gewässern, wo lediglich die Gesetze des Königs gelten. Straftäter, die hier aufgegriffen werden, wird der Prozess in der Regel in Linara gemacht.<br />
<br />
Auf der Königsinsel Asanu erfüllt diese Aufgabe die <u>Königliche Stadtwache</u>. Hier besitzt sie die gleichen Rechte und Pflichten, wie sie auch der Marine auf jeder anderen Insel innewohnen, agiert allerdings lediglich an Land. Dafür sind ihr noch zwei weitere Unterorganisationen zugeordnet. Die <i>Königliche Palastwache</i>, deren Aufgabe der Schutz des Palastes und der Hauptstadt Linara ist, und die <i>Königliche Leibgarde</i>. Ihre Soldaten durchlaufen eine ungleich härtere Ausbildung und haben nur eine einzige Aufgabe: Den Schutz des Königs und seiner Familie. Damit sind sie sowohl der Stadtwache als auch der Palastwache übergeordnet und nehmen ihre Befehle lediglich vom König selbst entgegen.<br />
<br />
<ul><b>Sonderfall: Das „freie“ Herzogtum Birlan</b></ul>
Das von den Einheimischen als „freie“ Herzogtum Birlan bezeichnete südlichste Herzogtum wird offiziell wie alle anderen Inseln durch die Königliche Marine geschützt. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich jedoch eine eigenständige Bewegung gebildet, eine Art Bürgerwehr, die sich die Polizeigewalt auf den vier Inseln auf die Fahne geschrieben hat. Sie ist Teil der durch die einflussreichsten Bürger längst angestrebten Selbstverwaltung und untersteht den einzelnen Kleinen Räten. Gebildet wird sie aus inzwischen relativ gut ausgebildeten freiwilligen Männern und Frauen, die für die Einhaltung der Gesetze auf ihren Heimatinseln eintreten. Nicht selten gerät die örtliche Bürgerwehr dabei in Konflikt mit den fest stationierten Marinesoldaten zu Land. Das Vertrauen in diese Organisation ist unter den Bürgern derart groß, dass man sich längst lieber an sie wendet, als an die stationierte Marine.<br />
<br />
<br />
<div class="h2">Die richterliche Gewalt</div>
Durch drei Instanzen kann sich eine Verhandlung schließlich ziehen, sobald ein Schuldiger benannt wurde. In jeder größeren Stadt existiert einen Gerichtshof, bestehend aus einigen wenigen Männern und Frauen, die Recht sprechen und Strafmaße festsetzen. Jeder einzelne von ihnen wird am Anfang seiner Karriere durch amtierende Richter nominiert und per Abstimmung des gesamten Gerichts in sein Amt berufen. <br />
Einem solchen Gericht ist ein bestimmtes Einzugsgebiet zugeordnet, das sich aus der Stadt und etlichen umliegenden Gemeinden zusammensetzt. Geschieht dort ein Verbrechen, wird der Beschuldigte in der Regel durch Soldaten zu Land in die nächstgrößere Stadt verbracht und dort inhaftiert, bis man ihm den Prozess macht. <br />
Jede Verhandlung, die auf dieser Ebene nicht geklärt oder deren zugrunde liegendes Verbrechen größere Ausmaße hat, wird vor die nächste Instanz – den obersten Gerichtshof – gebracht. Ein solcher befindet sich auf der Hauptinsel eines jeden Herzogtums und auch hierhin wird ein Gefangener durch Soldaten der Marine überstellt. <br />
Meist endet auf dieser Instanz jede Verhandlung, denn die nächsthöhere bildet der König. Nur diejenigen, die man des Landesverrats beschuldigt, landen letztlich im Gerichtssaal des Palastes und erhalten ihr Urteil vom Herrscher selbst.<br />
<br />
<ul><b>Sonderfall: Die kleinsten Inseln</b></ul>
Einige kleine Inseln, darunter Kelekuna und Axo, schlüpfen jedoch durch die Maschen dieses Systems. Befindet sich auf einer Insel keine größere Stadt und damit auch kein Gerichtshof, wird aus der Hauptstadt des betreffenden Herzogtums ein Richter durch Los bestimmt, ein mal alle zwei Monate die Reise dorthin auf sich zu nehmen, um über Fälle zu richten, die in dieser Zeit dort zustande kamen. Es kommt dabei nicht selten vor, dass sich über Monate oder gar Jahre hinweg kein Richter tatsächlich auf diesen Inseln blicken lässt. Der Weg dorthin ist häufig lang und beschwerlich, die Fälle in der Regel nicht der Rede und Mühe wert. <br />
Die Menschen auf diesen Inseln üben ihre Rechtsprechung demnach selbst aus – ganz nach ihrem Gutdünken. Häufig übernimmt dies eine Art Dorfvorsteher oder eine andere Partei, der die Bewohner in diesen Belangen vertrauen. Selten wird hier jemand inhaftiert. Stattdessen sind die Strafen von... pragmatischerer Natur. Etwas, das den Menschen aus den Städten oft martialisch erscheint.<br />
<br />
<br />
Wurde ein Beschuldigter in erster oder zweiter Instanz schließlich verurteilt, entscheidet das Strafmaß über seinen zukünftigen Aufenthalt. Jede Hauptinsel besitzt eine eigene Haftanstalt, geführt und gesichert durch Marinesoldaten zu Land. Ist jedoch das Verbrechen schwerwiegenderer Natur oder wurde der Beschuldigte auf interinsularen Gewässern aufgegriffen, führt ihn sein Weg in das <i>Hochsicherheitsgefängnis der Königlichen Marine</i>, errichtet auf den nördlichen Klippen Esmacils. <br />
Die Transporte dorthin unterliegen einer strickten Regelung: Nur ein Mal alle drei Monate brechen mehrere große Gefangenentransporter von hier aus auf und fahren die Haftanstalten der einzelnen Herzogtümer an, um Häftlinge aufzunehmen und ins Gefängnis zu überstellen. Alle Schiffe, die die Inseln westlich des Marinestützpunktes ansteuern, kehren am Ende ihrer Reise geschlossen dorthin zurück. Jene Schiffe, die östlich des Stützpunktes fahren, steuern zuletzt als Treffpunkt den Marinehafen in Linara an, wo sie die Häftlinge des zweitgrößten Gefängnisses aufnehmen und dann geschlossen nach Esmacil zurück kehren.<br />
Oft dauert es deshalb mehrere Monate, bis ein Häftling nach seiner Verurteilung schließlich in sein Zielgefängnis überstellt wird und obwohl er damit bereits einen Teil seiner Schuld verbüßt hat, zählt das Absitzen der Strafe erst an seinem Bestimmungsort. <br />
Die widrigen Umstände in den einzelnen Haftanstalten und an Bord der Transporter, sowie die Länge der Reise kosten den ein oder anderen Häftling, der durch Alter oder Krankheit bereits geschwächt ist, oftmals noch vor offiziellem Antritt seiner Strafe das Leben.</blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Verbrechen & Kopfgelder]]></title>
			<link>https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=89</link>
			<pubDate>Sun, 17 Apr 2016 13:41:26 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://inselwelten.crux-mundi.de/member.php?action=profile&uid=1">Weltenwind</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=89</guid>
			<description><![CDATA[<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
» <a href="http://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=71">Gesuchte Verbrecher</a></ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Verbrechen & Kopfgelder</span></font></center></td></tr></table></center><br />
<br />
<br />
<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Liste von Vergehen nach Schwere</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
Alle Angaben sind den offiziellen Gerichtsakten entnommen und wurden einst zu Zeiten des Adelsrates festgelegt. Zur Abschreckung und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung innerhalb der Ersten Welt. Doch wie eine Straftat ausgelegt wird, hängt häufig von nur einem einzigen Richter ab. Je nach Stand, welchem der Angeklagte angehört, kann eine Klage dadurch auch mal unter dem Tisch verschwinden oder geringer ausfallen.<br />
<br />
<center><table style="border-collapse: collapse; rules="all" align="center" width="600">
<tr>
<td class="tabkopf" width="50%"><center><p><b>Vergehen</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="50%"><center><p><b>Strafen</b></center></p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Unzüchtiges Verhalten, Unruhestiftung, Verleumdung</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Niedrige Geldstrafe, Gefängnisstrafe für ein paar Tage</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Schulden, Betrug, Urkundenfälschung, Ehebruch, Hurerei</p></td>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Mittlere Geldstrafe sowie längere Gefängnisstrafe</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Hehlerei, Schmuggel, Geldwäscherei, Veruntreuung von Geldern/Steuerhinterziehung</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Höhere Geldstrafe, lange Gefängnisstrafe, leichte bis mittlere Folter</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Körperverletzung, Vergewaltigung</p></td>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Hohe Geldstrafe, sowie Gefängnisaufenthalt und Folter</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Freiheitsberaubung, Diebstahl, Kapern, Eidbruch</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Gefängnisaufenthalt, Folter, Bestrafung durch Abhacken eines Körperteils</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p> Mord (Totschlag und Mord), Brandstiftung, Sklavenhaltung & -handel, öffentlicher Aufruhr</p></td>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Gefängnisaufenthalt mit Folter und Bestrafung</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Widerstand gegen die Staatsgewalt, Piraterie, Hochverrat</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Gefängnisaufenthalt mit späterer Hinrichtung</p></td>
</tr>
</table></center><br />
<br />
<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Kopfgeldkatalog</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
<blockquote>Ein Kopfgeld wird dann ausgesetzt, wenn sich der Beschuldigte einer Festnahme und Rechtsprechung entzieht. Die Höhe dieses Kopfgeldes, das dann auf die Person ausgesetzt wird, richtet sich nach Schwere und Anzahl der begangenen Straftaten. Ursprünglich errechnete sich diese Summe aus dem eigentlichen Bußgeld, das der Beschuldigte zu zahlen hätte, und der in Gold aufgewogenen Strafmaßnahme. Eigens dafür wurde unter der Herrschaft der Familie Ismail ein Kopfgeldkatalog erstellt, an den sich die königliche Marine zu halten hatte. Innerhalb der vorgegebenen Spanne darf die Höhe des Kopfgeldes für eine Tat nach eigenem Ermessen der Admiralität festgelegt werden. <br />
Dabei sollte festgehalten werden, dass ein höheres Kopfgeld auch immer die Motivation erhöht, einen Straftäter anzuzeigen. Freilich wird dann nicht jedem, dem diese zusteht, auch die entsprechende Belohnung ausgezahlt. Andererseits kann man sich aus dem Fokus der Marine durchaus auch frei kaufen, wenn man bereit ist, die Höhe des gesamten Kopfgeldes selbst zu bezahlen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 20 Gold & 100 Gold</span> Kleineren Vergehen, wie unzüchtiges Verhalten, Singen von schweinischen Liedern, Entblößen in der Öffentlichkeit, aber auch Schlägereien und Anzetteln von Duellen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 100 Gold & 500 Gold</span> Mittelschwere Vergehen wie Betrug und Fälschung, Ehebruch oder Hurerei. Der Kopfgeldsatz fällt bei Betrug deutlich höher aus, da hierbei eine Entschädigung des Betrogenen mit einberechnet wird.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 500 Gold & 1000 Gold</span> Schwerere Straftaten, wie Hehlerei und Schmuggel oder auch Steuerhinterziehung fallen in diese Gruppe und werden mit entsprechend hohen Geldbußen belegt, die das Kopfgeld in die Höhe treiben.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 850 Gold & 1200 Gold</span> Straftaten, die in ihrer Schwere Körperverletzung, Inzest und Vergewaltigung gleich kommen, werden mit einem Kopfgeld von 850 bis 1200 Achtern belegt. Spielraum bietet vor allem bei Körperverletzung die Schwere der erlittenen Verletzungen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 1000 & 2000 Gold</span> Habgier und Verrat sind weit verbreitet bei Menschen niederer Gesinnung und werden deshalb schwer geahndet. Vor allem der Piraterie Verfallene machen sich dieser Verbrechen mehrfach schuldig. Umso öfter solcherlei Taten nachgewiesen werden können, umso höher kann selbstverständlich das Kopfgeld angesetzt sein. <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 2000 Gold & 4000 Gold</span> Das Verbot der Sklaverei gilt erst seit jüngster Zeit und steht wahrscheinlich vor allem deshalb unter schwerer Strafe. Auch Delikte, die den öffentlichen Frieden maßgeblich stören, werden mit hohen Kopfgeldern belegt.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ab 5000 Gold</span> Die schlimmsten aller Verbrechen werden mit Kopfgeldern in unbegrenzter Höhe belegt. Sollte sich jemand dieser Dinge schuldig machen und gefasst werden, erwartet ihn der Galgen und nichts anderes.</blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul><b>Verwandte Themen</b><br />
» <a href="http://inselwelten.crux-mundi.de/showthread.php?tid=71">Gesuchte Verbrecher</a></ul>
<center><table background="https://inselwelten.crux-mundi.de/chronicles/04bibliothek/backline.png" border="0" width="300" height="100"><tr><td><center><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Montez' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Montez', cursive; color: #4b4b4b; font-size: 35px; line-height: 25px;">Verbrechen & Kopfgelder</span></font></center></td></tr></table></center><br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Liste von Vergehen nach Schwere</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
Alle Angaben sind den offiziellen Gerichtsakten entnommen und wurden einst zu Zeiten des Adelsrates festgelegt. Zur Abschreckung und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung innerhalb der Ersten Welt. Doch wie eine Straftat ausgelegt wird, hängt häufig von nur einem einzigen Richter ab. Je nach Stand, welchem der Angeklagte angehört, kann eine Klage dadurch auch mal unter dem Tisch verschwinden oder geringer ausfallen.<br />
<br />
<center><table style="border-collapse: collapse; rules="all" align="center" width="600">
<tr>
<td class="tabkopf" width="50%"><center><p><b>Vergehen</b></center></p></td>
<td class="tabkopf" width="50%"><center><p><b>Strafen</b></center></p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Unzüchtiges Verhalten, Unruhestiftung, Verleumdung</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Niedrige Geldstrafe, Gefängnisstrafe für ein paar Tage</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Schulden, Betrug, Urkundenfälschung, Ehebruch, Hurerei</p></td>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Mittlere Geldstrafe sowie längere Gefängnisstrafe</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Hehlerei, Schmuggel, Geldwäscherei, Veruntreuung von Geldern/Steuerhinterziehung</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Höhere Geldstrafe, lange Gefängnisstrafe, leichte bis mittlere Folter</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Körperverletzung, Vergewaltigung</p></td>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Hohe Geldstrafe, sowie Gefängnisaufenthalt und Folter</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Freiheitsberaubung, Diebstahl, Kapern, Eidbruch</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Gefängnisaufenthalt, Folter, Bestrafung durch Abhacken eines Körperteils</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p> Mord (Totschlag und Mord), Brandstiftung, Sklavenhaltung & -handel, öffentlicher Aufruhr</p></td>
<td class="tabB" style="border: 1px solid white;"><p>Gefängnisaufenthalt mit Folter und Bestrafung</p></td>
</tr>
<tr>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Widerstand gegen die Staatsgewalt, Piraterie, Hochverrat</p></td>
<td class="tabA" style="border: 1px solid white;"><p>Gefängnisaufenthalt mit späterer Hinrichtung</p></td>
</tr>
</table></center><br />
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<center><table style="width:80%;" cellpadding="0" cellspacing="0"><tr><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td><td style="width:33%;"><div class="h1bigtitle">Kopfgeldkatalog</div></td><td style="width:33%;"><div class="h1big"></div></td></tr></table></center><br />
<blockquote>Ein Kopfgeld wird dann ausgesetzt, wenn sich der Beschuldigte einer Festnahme und Rechtsprechung entzieht. Die Höhe dieses Kopfgeldes, das dann auf die Person ausgesetzt wird, richtet sich nach Schwere und Anzahl der begangenen Straftaten. Ursprünglich errechnete sich diese Summe aus dem eigentlichen Bußgeld, das der Beschuldigte zu zahlen hätte, und der in Gold aufgewogenen Strafmaßnahme. Eigens dafür wurde unter der Herrschaft der Familie Ismail ein Kopfgeldkatalog erstellt, an den sich die königliche Marine zu halten hatte. Innerhalb der vorgegebenen Spanne darf die Höhe des Kopfgeldes für eine Tat nach eigenem Ermessen der Admiralität festgelegt werden. <br />
Dabei sollte festgehalten werden, dass ein höheres Kopfgeld auch immer die Motivation erhöht, einen Straftäter anzuzeigen. Freilich wird dann nicht jedem, dem diese zusteht, auch die entsprechende Belohnung ausgezahlt. Andererseits kann man sich aus dem Fokus der Marine durchaus auch frei kaufen, wenn man bereit ist, die Höhe des gesamten Kopfgeldes selbst zu bezahlen.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 20 Gold & 100 Gold</span> Kleineren Vergehen, wie unzüchtiges Verhalten, Singen von schweinischen Liedern, Entblößen in der Öffentlichkeit, aber auch Schlägereien und Anzetteln von Duellen.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 100 Gold & 500 Gold</span> Mittelschwere Vergehen wie Betrug und Fälschung, Ehebruch oder Hurerei. Der Kopfgeldsatz fällt bei Betrug deutlich höher aus, da hierbei eine Entschädigung des Betrogenen mit einberechnet wird.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 500 Gold & 1000 Gold</span> Schwerere Straftaten, wie Hehlerei und Schmuggel oder auch Steuerhinterziehung fallen in diese Gruppe und werden mit entsprechend hohen Geldbußen belegt, die das Kopfgeld in die Höhe treiben.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 850 Gold & 1200 Gold</span> Straftaten, die in ihrer Schwere Körperverletzung, Inzest und Vergewaltigung gleich kommen, werden mit einem Kopfgeld von 850 bis 1200 Achtern belegt. Spielraum bietet vor allem bei Körperverletzung die Schwere der erlittenen Verletzungen.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 1000 & 2000 Gold</span> Habgier und Verrat sind weit verbreitet bei Menschen niederer Gesinnung und werden deshalb schwer geahndet. Vor allem der Piraterie Verfallene machen sich dieser Verbrechen mehrfach schuldig. Umso öfter solcherlei Taten nachgewiesen werden können, umso höher kann selbstverständlich das Kopfgeld angesetzt sein. <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">zwischen 2000 Gold & 4000 Gold</span> Das Verbot der Sklaverei gilt erst seit jüngster Zeit und steht wahrscheinlich vor allem deshalb unter schwerer Strafe. Auch Delikte, die den öffentlichen Frieden maßgeblich stören, werden mit hohen Kopfgeldern belegt.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ab 5000 Gold</span> Die schlimmsten aller Verbrechen werden mit Kopfgeldern in unbegrenzter Höhe belegt. Sollte sich jemand dieser Dinge schuldig machen und gefasst werden, erwartet ihn der Galgen und nichts anderes.</blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
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