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Kapitel 6 - Mondlose Nacht
Crewmitglied der Sphinx
für Gold gesucht
dabei seit Jun 2019
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Auf den geisteskranken Vorschlag Satons ging Rym gar nicht erst ein. Dachte der Typ denn wirklich er wäre so blöd jetzt das Schiff zu verlassen? Die Gefangenen…ja klar, wäre schade drum, wenn ihre Gesichter zu Brei geschlagen werden, aber das war mit Sicherheit nicht der Grund, warum er lieber auf diesem Kahn blieb. Viel mehr wollte er nicht einmal in die Nähe dieser Dinger kommen. Er verstand sehr wohl, warum die Kopfgeldjäger solche Gerätschaften hatten und war ebenso fasziniert davon. Aber er hatte auch die Fehler der Dinger gesehen und wie schnell so eine Kraft ausufern konnte. Als letzte Möglichkeit, so wurde ihm gesagt, würden sie eingesetzt werden. Letzte Möglichkeit am Arsch. Der Anführer der Kopfgeldjäger war einfach nur so richtig verärgert, weil die Piraten sich nicht so leicht fangen ließen, wie die anderen.
Sein Blick wanderte nach oben gen Himmel, während die Geräuschkulisse um ihn herum zuzunehmen schien. Auch die Worte des Arztes ignorierte er in diesem Moment. Es frustrierte ihn, wie inkompetent Menschen sein konnten und er fragte sich ernsthaft, ob er sein Geld am Ende sehen würde. Denn egal was der gefesselte Mann über ihn dachte, Zairym brauchte das Gold, mehr als alles andere….
Das plötzliche Schlagen einer Glocke – viel zu nahe dran, für seinen Geschmack – schreckte ihn hoch und er sah sich suchend nach allen Seiten um. Weil man in der Dunkelheit auch so verflucht viel erkennen konnte. Das einzige, was er wirklich erkennen konnte, war die Unruhe, die sich in Saton breit zu machen schien. Rym seufzte nur leise.
 
Ich geh nachsehen“, meinte er leise. Der andere Mann schien ihn gehört zu haben, denn sofort heftete er sich an seine Fersen. Wie ein kleines Kind, was nicht alleine bleiben konnte. Er ließ es wortlos über sich ergehen und sagte auch nichts, als Saton dem Arzt eine verpasste, als er an diesem vorbei lief. Was sollte er sich auch noch darüber aufregen? Viel wichtiger war, wie diese Glocke geläutet werden konnte. Der Anführer hatte sicher die Durchsuchung des Schiffes befohlen, also konnte hier niemand mehr sein, der die Geräusche verursacht hatte. Wie also ging es dann? Mit den Gedanken schon bei diesem Problem, sah er doch noch einmal zu den Gefangenen rüber. Der Arzt lag jetzt neben seinen bewusstlosen Freund. Hatte Saton so heftig zu geschlagen? Wahrscheinlich. Aber der Doc wusste um die Gewaltbereitschaft des Mannes. Hatte er also wirklich so viel abbekommen. Er bezweifelte es, aber ließ diese beiden Liegenden erst einmal in Ruhe.
Bei der Glocke angekommen, konnte er gerade noch erkennen, wie ein Schatten an ihm vorbei huschte. Nicht auf dem Deck, sondern fliegend. Fliegend? Ein lautes Verdammt ertönte hinter ihm.  Er blickte sich nach hinten um, wo Saton stand und an seinen Sachen herum fingerte, bevor er ungeschickt eine Waffe zog, auf das Ding zielte und schließlich abdrückte. Das der Schuss ins Leere ging, überraschte Rym nicht einmal mehr. Er hob eine Hand und massierte sich kurz die Nasenwurzel, bevor er sich dem Kopfgeldjäger zuwandte.
 
Ich hoffe, du hast nicht wirklich erwartet das Vieh zu treffen, oder?
 
Der andere Mann sah ihn finster an, so als wolle er ihn auch verprügeln. Rym hoffte ehrlich darauf, dass er es versuchte. Aber nein, er blieb an seiner Stelle stehen, ballte ein paar Mal frustriert die eine freie Hand zur Faust, während er sich am Himmel umsah.
 
Ich hab nur verhindert, dass es wieder kommt.
 
Rym machte sich viel mehr Sorgen darum, dass es überhaupt da war. So etwas sollte eigentlich nicht möglich sein. Ein Vogel, der eine Glocke läutete? Das klang nach einer sehr abenteuerlichen Geschichte, die er niemandem abkaufen würde. Er hob wieder die Hand und massierte sich den Nacken, drehte den Kopf ein paar Mal hin und her. Das ganze wurde wirklich immer schräger und er war versucht, das Schiff zu verlassen, um sich sein Geld einfach zu holen. Aber dann fiel ihm das Rattern wieder ein und er entschied sich lieber dagegen.
 
Ich geh zu den Gefangenen zurück. Ich trau euch zu, sie nicht durchsucht zu haben, als ihr sie gefangen genommen habt.
 
Saton sah ihn mit einem verständnislosen Blick an und Rym konnte sein Gehirn fast arbeiten sehen. Dann kam auf einmal Bewegung in den Mann und er hetzte etwas ungelenk hinunter zu den Geiseln. Rym seufzte nur wieder. So viel also dazu, dachte er nur, als er dem anderen Mann etwas langsamer folgte.

[auf der Sphinx bei Elian, Gregory und (Greo)]


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